Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Beiträge: 59

Registrierungsdatum: 22. Februar 2007

781

Donnerstag, 9. August 2018, 11:37

Hast Du ihn in der einen oder der anderen Partie gehört?


Lieber Caruso41,

ich habe Derek Welton in mehreren Partien gehört:


  • Heerrufer (Dresden und Berlin)
  • Klingsor
  • Graf Dominik (Dresden)
  • Graf Ribbing
  • Graf von Monterone
  • Graf von St. Bris
  • Förster (Füchslein)
  • Angelotti
  • 1. Nazarener
  • Jaroslav Prus (Makropulos)
  • Zaccharias (Prophète)
  • Pförtner (Heliane)


Nicht jedoch als Wotan, Escamillo oder Altair.

Als Heerrufer war er sehr überzeugend. Stimmlich geht das sicher so langsam in Richtung Heldenbariton. Er könnte jedoch mehr Ausstrahlung haben.



Sieht man sich bei operabase sein Repertoire an, studiert er wohl den Wanderer.

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 312

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

782

Donnerstag, 9. August 2018, 12:03

Derek-Welton-Links sind spärlich.

Lieber Caruso, lieber Hans, liebe Freunde,


ja - in diesem Fall leider. Zuerst möchte ich mich jedoch entschuldigen, dass ich manchmal recht zeitversetzt kommentiere, also erst schreibe, wenn eigentlich die Diskussion bereits weitergegangen ist. Das rührt daher, dass ich aus Zeitgründen nicht immer dazu komme, aktuell zu lesen und vor allem Klangbeispiele gründlich zu hören. Ich möchte jedoch alle von Caruso vorgestellten Sänger hören, weil ich dadurch größtenteils kommentierte Begegnungen mit Sängerpersönlichkeiten habe, die erst durch Caruso und Tamino möglich werden. So ging es mir auch wieder bei dem Bariton Derek Welton. Wobei es in diesem Fall nicht viel zu ergänzen gibt. Das Wesentliche wurde gesagt: Vorbiildlich in Wagner-Artikulation, schönes Timbre, gut geführte Stimme, guter Klang. Wobei ich allerdings besonders mit Eike Wilm Schulte differenzierter gestaltende Heerrufer in Erinnerung habe. Warum ich dennoch schreibe, in Carusos Beitrag 774 ist eine fabelhafte Fundsache: Das Juwel ist das Gespräch im Videobeispiel "Ein Probenbesuch" und darin die Ausführungen des Dirigenten Marc Albrecht und des Regisseurs Christof Loy. Die Aussagen der beiden Experten über Korngolds Oper " Das Wunder der Heliane" finde ich äussesrt lehrreich, spannend und bereichernd. Ich hielt bisher "Die Tote Stadt" für das stärkste Werk des Komponisten. Heliane kannte ich bisher nur vom Hörensagen. Weil mir Albrecht und Loy den Mund so wässrig machten, ist dieses Werk ab heute auf unserer Suchliste. Weitere Erkenntnis: Im Thread "Entdeckungen: Neue Stimmen" gibt es Zusatznutzen für den Besucher, der über die reine Sänger- und Stimmenvorstellung weit hinausgeht.


Herzlichst

Operus

Ach so - der Spätzünder nimmt sich vor künftig frühzeitiger zu reagieren.
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich
  • »Caruso41« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 178

Registrierungsdatum: 19. November 2010

783

Donnerstag, 9. August 2018, 18:52

Weiter zu Derek Welton

Lieber Kapellmeister Storch!

Du bist ja ein richtiger Experte für Derek Welton. Was Du schon alles von ihm gehört hast!
Ich habe außer den drei erwähnten Partien jetzt auch den Klingsor gehört – allerdings nur am Radio! Da fand ich besonders überzeugend, dass er kein nickliger Bösewicht war mit knarzigen Tönen und Unhold-Brüllerei. Sein Klingsor war ein Zauberer mit Statur und Autorität, der gleisnerische Herr über ein Zauberreich. Wird das nicht der Rolle glänzend gerecht?

Als Heerrufer war er sehr überzeugend. Stimmlich geht das sicher so langsam in Richtung Heldenbariton. Er könnte jedoch mehr Ausstrahlung haben.
Ein Mangel an Ausstrahlung mag in dem ja noch jugendlichen Alter begründet sein. Als Pförtner in „Das Wunder der Heliane“ fand ich ihn auf alle Fälle unerhört präsent. Ich bin gespannt, ihn mal in einer das Stück tragenden Partie zu hören!


Lieber Operus!

….entschuldigen, dass ich manchmal recht zeitversetzt kommentiere, also erst schreibe, wenn eigentlich die Diskussion bereits weitergegangen ist.
Da musst Du Dich doch nicht entschuldigen. Jeder – auch noch so späte - Beitrag ist nützlich und willkommen! Hilfreich wäre es allerdings, wenn Du dann den Namen als Überschrift eingeben könntest!

Ich möchte jedoch alle von Caruso vorgestellten Sänger hören, weil ich dadurch größtenteils kommentierte Begegnungen mit Sängerpersönlichkeiten habe, die erst durch Caruso und Tamino möglich werden.
Das freut mich. Aber Derek Welton wurde nicht von mir sondern von Hans Heukenkamp vorgestellt. Ich habe lediglich versucht, meine Eindrücke beizutragen!

So ging es mir auch wieder bei dem Bariton Derek Welton. Wobei es in diesem Fall nicht viel zu ergänzen gibt. Das Wesentliche wurde gesagt: Vorbiildlich in Wagner-Artikulation, schönes Timbre, gut geführte Stimme, guter Klang.
Jawohl, auf diese Formel kann man es zusammenfassen.

Das Juwel ist das Gespräch im Videobeispiel "Ein Probenbesuch" und darin die Ausführungen des Dirigenten Marc Albrecht und des Regisseurs Christof Loy. Die Aussagen der beiden Experten über Korngolds Oper " Das Wunder der Heliane" finde ich äussesrt lehrreich, spannend und bereichernd. Ich hielt bisher "Die Tote Stadt" für das stärkste Werk des Komponisten.
Das hat sich ja gelohnt, dass ich auch dieses Youtube-Video eingestellt habe, wiewohl es für die Beschäftigung mit Derek Welton unergiebig ist. Ja, "Das Wunder der Heliane" ist ohne Zweifel eine großartige und faszinierende Oper. Mich fesselt sie wesentlich mehr als „Die tote Stadt“. Sie hat nur ein Problem: ihr fehlt ein Schlager! Einzig die Erzählung der Heliane hat es zu einigem Ruhm gebracht – aber eigentlich wohl auch nur, weil Lotte Lehmann sie so unvergleichlich gesungen hat.

Liebe Grüße Euch beiden!

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 312

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

784

Sonntag, 12. August 2018, 10:32

[/youtube][/align][/youtube]
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich
  • »Caruso41« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 178

Registrierungsdatum: 19. November 2010

785

Dienstag, 14. August 2018, 09:04

[/youtube][/align][/youtube]

Lieber Operus,

Was Du uns mit diesem Beitrag sagen wolltest, kann ich nicht erraten!
Kannst Du es noch mal posten?

Liebe Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 312

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

786

Dienstag, 14. August 2018, 09:30

Lieber Operus,

Was Du uns mit diesem Beitrag sagen wolltest, kann ich nicht erraten!
Kannst Du es noch mal posten?

Liebe Grüße

Lieber Caruso,

ich wollte ein Video der jungen amerikanischen Sopranistin Jennifer O' Loughlin einstellen. Diese beurteile ich gut und als weiter entwicklungsfähig. Ich habe sie deshalb auch für das diesjährige Galakonzert bei der Gottlob Frick Gesellschfat engagiert, denn es ist ein Schwerpunkt in den Zielen der Gesellschaft, jungen Sängern Auftrittsgelegenheiten zu ermöglichen, damit sich dem Urteil des anwesenden Fachpublikums stellen können. Tillman Lichdi, den wir gemeinsam vorgestellt haben, ist ebenfalls in dem Sängerquartett, das wir in diesem Jahr am 13. Oktober präsentieren werden. Jennifer O'Loughlin singt unter anderem die Arie "Martern aller Arten" aus Mozarts "Entfühung aus dem Serail". Mit genau dieser Arie wollte ich sie vorstellen. Unser Willi hat es auf sich genommen, uns zu besuchen und mir Unterricht im Einstellen von Videos zu geben. Das wäre auch die Vorassetzung, dass ich in Deinem so lehrreichen Thread qualifizierter mitwirken könnte. Aber der alte Nachhilfeschüler hat es selbstständig noch nicht ganz gepackt. Bis zur Vorschau bin ich gekommen. Dann kam eine Fehlermeldung. Leider kann ich die Ursache nicht eruiren. :untertauch: Ich werde aber weitermachen, bei Willi Fernuntericht nehmen und irgendwann klappt es doch selbst bei einem scheinbar so hoffnungsvollen Fall. Wenn Du möchetst kannst Du Jennifer O' Loughlin gerne einstellen. Die Marternarie ist bei You tube gespeichert.
Bis es soweit ist, sollte ein Moderator die beiden Versuchseinstellungen - die den Thread nur belasten - bitte löschen. Danke.

Herzlichst

Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich
  • »Caruso41« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 178

Registrierungsdatum: 19. November 2010

787

Dienstag, 14. August 2018, 12:02

Jennifer O´Loughlin

ich wollte ein Video der jungen amerikanischen Sopranistin Jennifer O' Loughlin einstellen.


Besten Dank, lieber Operus,
dass Du Deinen Beitrag nun sichtbar gemacht und damit Jennifer O´Loughlin als NEUE STIMME vorgestellt hast!


Diese beurteile ich gut und als weiter entwicklungsfähig.

So ganz jung ist Jennifer O´Loughlin ja eigentlich nicht. Sie ist mit 40 aber wohl ich einem Stadium, in dem sie einem breiteren Publikum bekannt wird und ihr Repertoire um einige Partien erweitert, die sie als junge Sängerin nicht gesungen hat.

Ich kenne sie seit 2007 und habe sie mehrmals gehört – zuletzt meistens am Gärtnerplatztheater in München, das noch immer ihre künstlerische „Heimat“ zu sein scheint. Dort wir sie demnächst unter anderem als Mozarts Donna Anna und als Donizettis Maria Stuarda zu hören sein.

Zu ihren wichtigsten Opernrollen gehören im Übrigen: Konstanze in “Die Entführung aus dem Serail”, Zerbinetta in “Ariadne auf Naxos”, Gilda in “Rigoletto”, Frau Fluth in “Die Lustigen Weiber von Windsor” und Susanna in “Le Nozze di Figaro”.

Besonders gefallen hat sie mir als Semele in Händels “Semele” und als Amina in “La Sonnambula”.
Sie hat für Händel die nötige Geläufigkeit, kann auch Stratosphären-Spitzentöne glänzend attackieren und begeistert mit ihrer Spielfreude. Koloraturen und Fiorituren vermag sie mit Ausdruck und dramatischem Sinn zu füllen.
Bei Bellini überzeugt sie in den „unendlichen Melodien“, weil sie ihnen wirklich Raum gibt, die Bögen weit spannt und ausklingen lässt. Auch findet sie den feinen Ton der romantischen Schwärmerei und Traumseligkeit. In beiden Partien entfaltet sie viel Glanz.
Ein erlesenes Timbre, Farben und etwas exquisite Süße habe ich allerdings bisher eher vermisst. Kritisch ließe sich zudem anmerken, dass ihre Atemkontrolle nicht gerade souverän ist, was sie gelegentlich zu sonderbaren Phrasierungen zwingt.



Ein interessantes Interview gibt es bei:
http://operalounge.de/features/portraits…nifer-oloughlin

Und hier sind die biografischen Informationen, die ihre Agentur verbreitet:

Zitat

Jennifer O´Loughlin
SOPRAN
Die Sopranistin Jennifer O'Loughlin wird von der Kritik für ihre Auftritte in Europa, Amerika und Japan in den höchsten Tönen gelobt. 2015 hatte sie eine Reihe erfolgreicher Debüts mit Adele in Die Fledermaus am New National Theater Tokyo, gefolgt von Pergolesis Stabat Mater mit dem RAI National Symphony Orchestra in Turin und Fiordiligi in Cosi fan tutte wie auch Amina in der preisgekrönten Produktion von La Sonnambula, beides am Gärtnerplatztheater in München. Weiters trat sie mit Carmina Burana beim George Enescu International Festival in Bukarest auf und sang Händels Messias mit dem Baltimore Symphony Orchestra.
Zu ihren weiteren wichtigen Opernrollen gehören: Konstanze in Die Entführung aus dem Serail, Zerbinetta in Ariadne auf Naxos, Gilda in Rigoletto, Frau Fluth in Die Lustigen Weiber von Windsor, Susanna in Le Nozze di Figaro, und Titania in Ein
Sommernachtstraum.

Mit Vesselina Kasarova sang Frau O'Loughlin 2014 das Blumen-Duett aus Lakme. Ihre Soloarie "Glitter and be Gay" aus Candide bedankte das Wiener Burgtheater-Publikum mit stehenden Ovationen. Sie hat mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Danish National Chamber Orchestra, dem Tonkünstler-Orchester, den Prager Symphonikern, dem Lincoln Symphony Orchestra und bei den Festspielen in Salzburg und Bregenz gesungen, u.a. mit folgenden Dirigenten: Zubin Mehta, Daniel Harding, Manfred Honeck, James Conlon, Kristyan Järvi, Fabio Biondi, und Cornelius Meister.

Im Jahr 2013 erhielt sie den Maria Callas-Preis für ihre Wahnsinnsszene aus Lucia di Lammermoor bei den Pariser Oper AWARDS und debütierte als Semele in Händels Semele mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz. Für ihre Kunigunde an der Wiener Volksoper wurde sie als beste weibliche Hauptrolle für den österreichischen Musiktheaterpreis nominiert. Frau O'Loughlin kann auf folgenden Aufnahmen gehört werden: Acide von Haydn mit der Haydn Sinfonietta Wien (CD, BIS), Mass von L. Bernstein mit dem Tonkünstler-Orchester (CD, Chandos), Rienzi von Richard Wagner am Théâtre du Capitole in Toulouse (DVD, Opus Arte).


ich wollte ein Video der jungen amerikanischen Sopranistin Jennifer O' Loughlin einstellen. ….. Wenn Du möchetst kannst Du Jennifer O' Loughlin gerne einstellen. Die Marternarie ist bei You tube gespeichert.


https://www.youtube.com/watch?v=ULlfWSbBL9Q



Darf ich noch etwas ergänzen? Vielleicht das:

https://www.youtube.com/watch?v=0NeDFoec628



Wenn Du noch weitere Wünsche hast, will ich gerne versuchen, die auch einzustellen!

Liebe Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 312

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

788

Dienstag, 14. August 2018, 14:44

Bei Bellini überzeugt sie in den „unendlichen Melodien“, weil sie ihnen wirklich Raum gibt, die Bögen weit spannt und ausklingen lässt. Auch findet sie den feinen Ton der romantischen Schwärmerei und Traumseligkeit.

Lieber Caruso,

danke für die schnelle Reaktion und das Einstellen der Gesangsbeispiele von Jennifer O' Loughlin. Die Arie der Amina "Ah, non credea mirati" aus Bellinis "La Sonnambula" singt sie übrigens auch beim Künstlertreffen der Gottlob Frick Gesellschaft. Wobei man Deinen immer fachlich korrekten Kommentaren eigentlich immer zustimmen und auch bei der Beurteilung von O' Loughlin wenig ergänzen kann. Auch ich finde ihre ausgesprochene Stärke die perfekten, höhensicheren Koloraturen, die sie in jeder ihrer Partien, in der ich sie hörte, bombensicher abliefert. Probleme bei der Atemführung sind mir bisher nicht aufgefallen. Im Gegenteil ich bewunderte ihren langen Atem. Nach Deinem Hinweis werde ich genau darauf achten. Übringesn singt sie immer häufiger auch an der Bayerischen Staatsoper.


Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich
  • »Caruso41« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 178

Registrierungsdatum: 19. November 2010

789

Dienstag, 14. August 2018, 15:23

Jennifer O' Loughlin

Übringesn singt sie immer häufiger auch an der Bayerischen Staatsoper.


Lieber Operus!

Ich weiß nur von einigen Auftritten als Konstanze im Frühjahr 2011. Auch die Homepage der Bayerischen Staatsoper nennt lediglich diese!
Vielleicht ist sie mal eingesprungen? Vielleicht sind für die Zukunft Auftritte geplant? Unter den Ankündigungen der Staatsoper habe ich dafür jedoch keine Hinweise gefunden!

In den Medien wird häufig nicht so sauber zwischen der Bayerischen Staatoper München und dem Staatstheater am Gärtnerplatz unterschieden. Zumal das Staatstheater am Gärtnerplatz einige Zeit auch Spielstätten benutzt hat, die man gemeinhin mit der Staatsoper in Verbindung bringt.

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 312

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

790

Dienstag, 14. August 2018, 18:20

Lieber Caruso,


da ich für Presse und Abendprogramm über sie berichten musste, habe ich mehrere Viten von ihr ausgewertet und da stand halt drin, dass sie immer häufiger an der Bayerischen Staatsoper auftreten würde. Das habe ich dann übernommen. Jetzt singt sie am 13. Oktober bei der Gottlob Frick Gesellschaft und das ist für uns ihr wichtigster Auftritt- dies ist unwiderlegbar! :D
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich
  • »Caruso41« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 178

Registrierungsdatum: 19. November 2010

791

Mittwoch, 15. August 2018, 09:53

Lieber Operus!

…... ich für Presse und Abendprogramm über sie berichten musste, habe ich mehrere Viten von ihr ausgewertet und da stand halt drin, dass sie immer häufiger an der Bayerischen Staatsoper auftreten würde. Das habe ich dann übernommen......
So entstehen wohl die diffusen Biografien, in denen Fakten und angenommene Tatsachen vermischt werden. Biografien sind halt nichts, was uns gegeben ist. Sie werden von uns geschaffen. In bester Absicht und in der Hoffnung, Glanz und Bedeutung zu mehren!

Jetzt singt sie am 13. Oktober bei der Gottlob Frick Gesellschaft und das ist für uns ihr wichtigster Auftritt- dies ist unwiderlegbar!
Das wird ihren Glanz und ihre Bedeutung ganz sicher mehren.
Toi - Toi - Toi !

Liebe Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Caruso41

Prägender Forenuser

  • »Caruso41« ist männlich
  • »Caruso41« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 178

Registrierungsdatum: 19. November 2010

792

Heute, 17:26

Sean Panikkar

Heute möchte ich einen ausgesprochen charismatischen Sänger vorstellen!
Ich habe ihn gerade bei den Salzburger Festspielen in der Generalprobe von Henzes DIE BASSARIDEN erlebt:


Sean Panikkar




Er sang die für Loren Driscoll komponierte Tenorpartie des Dionysos. Wahrlich eine Wahnsinnspartie. Sie liegt grauslich hoch und der Sänger muss heikle Intervallsprünge bewältigen. Ihm werden aber auch verführerische Kantilenen und dramatische Akzente abverlangt. Vor allem aber muss er Bühnenpräsenz und Ausstrahlung haben.
All das brachte Sean Panikkar mindestens so überzeugend mit wie seinerzeit Loren Driscoll. Zudem aber hat er die entschieden schönere Stimme!

In Europa ist Sean Panikkar noch so gut wie unbekannt. In den USA aber ist er ein Star.
Zwar singt er die großen Partien seines Faches bisher noch überwiegend an den kleineren und mittleren Bühnen. An der Metropolitan Opera in New York aber singt er überwiegend mittlere und kleinere Partien wie den Tybalt in Gounods ROMÉO ET JULIETTE oder den Rodolphe in Rossinis GUILLAUME TELL. Was ihn natürlich noch nicht zum Star macht. Das hat er vielmehr durch seine Crossover-Projekte erreicht. Zusammen mit Josh Page und Fernando Varela hat er die Gruppe „Forte Tenors“ gegründet und ihre Video-Clips haben im Internet phantastische Einschaltquoten erzielt. Inzwischen treten sie in großen Hallen auf und sogar in der Carnegie Hall haben sie bereits gesungen!

Zwei Beispiele vom Crossover der Gruppe „Forte Tenors“:
https://www.youtube.com/watch?v=PZUpUCvA_Tc


https://www.youtube.com/watch?v=4MJwXaGh…Ncm7EzQ&index=2


Aber bleiben wir mal bei der Oper. Ich habe Sean Panikkar zwar schon mal an der Michigan Opera in Detroit gehört. Das war vor Jahren. Da sind mir vor allem seine glänzende Bühnenerscheinung und sein ungemein lebendiges Spiel in Erinnerung. Er war ein lieber Kerl und echter Herzensdieb!
Hier in Salzburg als Dionysos aber hatte er eine ungleich anspruchsvollere Aufgabe. Er hat sie darstellerisch und sängerisch ungemein eindrucksvoll gelöst. Das Frappierende dabei war, dass seine Darstellung und sein Gesang wirklich eine Einheit waren. So war er lockend, erotisch anziehend und verführerisch, dann wieder lodernd, sengend und verbrennend. Er war herrischer Gott und ungebändigten Natur. Das alles konnte man sehen und hören. Eindrücklich – da es ja hier um Stimmen geht -, wie seine Stimme schmeicheln und einen echten ’amoroso’-Ton entwickeln konnte, dann rauschhaft sich verströmte, aber auch eine verzehrende Intensität und ein Feuer hatte, das mal mitreißend, mal vernichtend war.

Ich weiß nicht, wie er als Tamino, Rodolfo oder Don José ist. Aber ich bin sicher, dass sein Enthusiasmus, seine Hingabe und Leidenschaft auch diese Partien durchglühen! Auf den weiteren Verlauf der Karriere bin ich sehr gespannt. In Salzburg nach der Generalprobe der BASSARIDEN waren sich zumindest alle Opernaficionados einig: dieser Tenor ist etwas ganz Besonderes!

Leider gibt es nicht so viele Aufnahmen mit Opernarien von Sean Panikkar im Internet. Und meist sind sie schon etwas älter. Trotzdem wollte ich ihn hier unbedingt als eine Entdeckung vorstellen. Es lohnt auch die Schnipsel zu hören, die es bei Youtube ginbt! Die kleinen technischen Unebenheiten, die man bei den Aufnahmen hören kann, scheint er inzwischen abgestellt zu haben.

Rodolfo in "La Boheme" - Trailer mit Interview und Ausschnitten

https://www.youtube.com/watch?v=el4vsMSVgkk


Greenhorn in „Moby Dick“ von Jake Heggie - “I see. You see."
https://www.youtube.com/watch?v=S4DIeQ7MrAk


Tamino in „die Zauberflöte“ - Arie aus dem 1. Akt
https://www.youtube.com/watch?v=YefjuWh0kg0


Zu guter Letzt noch biografische Notizen.
William wird sich freuen, weil ich sein korrektes Geburtsdatum habe:
Er wurde am 17. September 1981 in in Bloomsburg, Pennsylvania geboren.
Seine Eltern sind Einwanderern aus Sri Lanka, seine Mutter ist Singhalesin, sein Vater Tamile.
Gesangsunterricht an der High School hatte er bei der Sopranistin Li Ping Liu. Dann nahm er ein Studium an der University of Michigan School of Music, Theatre & Dance auf. Nach dem Master-Examen wurde er an der San Francisco Opera zunächst in das renommierte “Merola training program” aufgenommen und später wurde er “Adler Fellow”! Da konnte er in vielen Produktionen in mehr oder weniger kleinen Partien mitwirken.

Seit der Spielzeit 2013/14 sang er unter anderem an der Palm Beach Opera, Pittsburgh Opera, Fort Worth Opera, Michigan Opera Detroit und eben an der Metropolitan Opera New York.


Bin gespannt auf Reaktionen auf diese Vorstellung und Meinungen über den Tenor!

Ein Nadir aus dem Bilderbuch - leider nur als Bild:



Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

WoKa

Prägender Forenuser

  • »WoKa« ist männlich

Beiträge: 2 557

Registrierungsdatum: 12. Februar 2015

793

Heute, 18:01

Hallo Caruso!

Die eingestellten Mitschnitte sind sehr beeindruckend.

Insbesondere möchte ich Dir allerdings als bekennender Game of Thrones - Fan danken.

Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo