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Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

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31

Sonntag, 5. Juli 2015, 00:36

Oskar Czerwenka, der am 5. Juli 1924 geboren wurde
Heute wäre Oskar Czerwenka 89 Jahre alt geworden.
Wenn das obige Geburtsdatum stimmt (und laut wikipedia stimmt es), wäre der Sänger heute 91 Jahre alt geworden.


Und hier die in dieser Rubrik schon so häufig angesprochene "Pasquale"-Videoaufzeichnung:

Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

Beiträge: 16 751

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

32

Sonntag, 5. Juli 2015, 03:31

Stimmt, da habe ich mich schlicht verrechnet. Wenn ich dich nicht hätt und die dicken Kartoffeln ...

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 946

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

33

Sonntag, 5. Juli 2015, 10:21

Wenn ich dich nicht hätt und die dicken Kartoffeln ...
Je nun, ich lese solche Beiträge halt und wenn mir solche Verrechnungen auffallen, stelle ich das richtig. Das sind dann nämlich in der Tat dickere Kartoffeln als etwa Buchstabendreher, die ich schon lange nicht mehr kommentiere.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

Beiträge: 16 751

Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

34

Sonntag, 5. Juli 2015, 15:56

Alles ist gut, lieber Stimmenliebhaber. Die "dicken Kartoffeln" sind bei uns im Münsterland Bestandteil so manchen "klugen" Spruches :D . Mit dem von mir zitierten habe ich mich sozusagen "selbst auf die Schippe genommen".

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

David

Anfänger

  • »David« ist männlich
  • »David« wurde gesperrt

Beiträge: 75

Registrierungsdatum: 2. März 2018

35

Mittwoch, 14. März 2018, 10:07

Hallo zusammen,

da ich gerade am Durchstöbern der Threads der großen Bassisten war, bin ich hier gelandet. Zwei Aufnahmen mit Oskar Czerwenka sind mir spontan eingefallen, die hier noch nicht genannt wurden:
Zum einen die Live-Aufnahme des Fidelio aus der Met unter dem hier im Forum ja sehr geschätzten Karl Böhm. Hier singt Czerwenka den Rocco.

Zum anderen wiederum eine Live-Aufnahme, diesmal von den Salzburger Festspielen: Freischütz unter Furtwängler mit Czerwenka als Kuno.

Eure Meinungen zu den Aufnahmen würden mich sehr interessieren.
Herzliche Grüße
David

9079wolfgang

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  • »9079wolfgang« ist männlich

Beiträge: 7 136

Registrierungsdatum: 15. April 2010

36

Mittwoch, 14. März 2018, 12:19

Ich besitze folgende LP mit Oskar Czerwenka. Leider gibt es keine LP oder CD mit Opernarien:

W.S.

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 946

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

37

Mittwoch, 14. März 2018, 22:30

Zum anderen wiederum eine Live-Aufnahme, diesmal von den Salzburger Festspielen: Freischütz unter Furtwängler mit Czerwenka als Kuno.

Eure Meinungen zu den Aufnahmen würden mich sehr interessieren.
Der Furtwängler-"Freischütz" ist aufgrund der Besetzung der vier Hauptrollen (Grümmer, Streich, Hopf, Böhme) großartig, allerdings zu langsam dirigiert. Czerwenka ist da als Kuno nicht maßgeblich.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 66

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

38

Samstag, 28. Juli 2018, 23:56

Liebe Taminos,

ich habe mir vor einigen Tagen den Thread über Oskar Czerwenka angesehen, der ja recht mager ausgefallen ist, weil man sich fast nur auf seine Tonaufnahmen beschränkt hat. Dabei war Czerwenka einer der profiliertesten Sängerdarsteller im deutschsprachigen Raum während der 50er und 60er Jahre, mit einem enormen Rollenspektrum und einer bemerkenswerten musikalischen Bandbreite (von der Barockoper bis zur Moderne eines Liebermann, von Einem, Klebe oder Battistelli). Selbst 'Randpartien' wusste er durch seine schauspielerische Aussagekraft und stimmliche Potenz hervorzuheben, wobei ihm durch eine wohl angeborene 'vis comica' die heiteren Rollen besonders lagen. Zwar sang er auch (selten) Partien wie den Daland, den König Marke, den Pater Guardian oder den Boris in Shostakovitshs "Katerina Ismailova", aber es waren hauptsächlich seine 'Menschenbilder' wie der Dr. Bartolo ("Figaros Hochzeit"), der Rocco, der Don Basilio ("Der Barbier von Sevilla"), der van Bett, der Kezal, der Varlaam und der Ochs auf Lerchenau, die dem Publikum im Gedächtnis blieben.

Ich kann mich an zahlreiche Fernseh-Opern mit Oskar Czerwenka erinnern und versuche, diese hier chronologisch aufzulisten, wobei ich zunächst nur die Jahre 1957 bis 1963 berücksichtige.

"Der Barbier von Sevilla" (Rossini): Graf Almaviva - Murray Dickie / Doktor Bartolo - Carl Dönch / Rosina - Christa Ludwig / Figaro - Hermann Prey / Don Basilio - Oskar Czerwenka / Berta - Hilde Konetzni / Fiorillo - Harald Pröglhöf / Offizier - Franz Bierbach / Ambrosio - Hans Schweiger / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Dirigent: Berislav Klobucar / Ausstattung: Fritz Butz / Inszenierung: Oskar Waelterlin / TV-Regie: Hermann Lanske (Übertragung einer Aufführung der Wiener Staatsoper aus dem Redoutensaal in der Wiener Hofburg im ORF am 14. 6. 1957).

"Martha" (von Flotow): Lady Harriet Durham - Mimi Coertse / Nancy - Ira Malaniuk / Lord Tristan Mickleford - Laszlo Szemere / Lyonel - Waldemar Kmentt / Plumkett - Oskar Czerwenka / Der Richter von Richmond - Friedrich Nidetzky / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Dirigent: Franz Bauer-Theussl / Ausstattung: Robert Kautsky / Inszenierung: Adolf Rott / TV-Regie: Theodor Grädler (Übertragung der Vorstellung vom 25. 10. 1957 im ORF).

"Das Werbekleid" (Franz Salmhofer): Veitinger, Bürgermeister und Grundbauer - Oskar Czerwenka / Florian, sein Sohn - Karl Terkal / Kordula, eine junge Bäuerin - Christiane Sorell / Die alte Muhm - Hilde Rössel-Majdan / Doris - Gerda Scheyrer / Kurt - Hans Braun / Loisl, Gemeindewachmann - Ottokar Schöfer u. a. / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Dirigent: Paul Walter / Bühnenbild: Walter von Hoesslin / Kostüme: Erni Kniepert / Inszenierung: Alfred Jerger / Es handelte sich hier um eine Übernahme der Wiener Staatsopern-Inszenierung von 1946 bzw. der Neueinstudierung von 1954. (Übertragung des ORF aus der Wiener Volksoper am 26. 10. 1958 - in der Pause wurde ein Interview mit dem Komponisten und Dirigenten Franz Salmhofer, damals auch Intendant der Wiener Volksoper, gesendet). Als dieses 'Blut und Boden'-Werk von 1943 von der Wiener Staatsoper im Oktober 1954 neu einstudiert wurde, lautete die Besetzung wie folgt: Veitinger - Oskar Czerwenka / Florian - Waldemar Kmentt / Kordula - Sena Jurinac / Die alte Muhm - Rosette Anday / Doris - Ruthilde Boesch / Kurt - Hans Braun / Loisl - Franz Bierbach / Dirigent: Wilhelm Loibner.

"Die Welt auf dem Monde" (Il mondo della luna) (Joseph Haydn): Buonafede, ein reicher Kaufmann - Oskar Czerwenka / Clarice und Flaminia, seine Töchter - Dodi Protero und Anneliese Rothenberger / Ecclitico und Ernesto, zwei Kavaliere - Cesare Curzi und Ernst Gutstein / Lisetta und Cecco, Zofe und Diener bei Buonafede - Cora Canne-Meijer und Ferry Gruber / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Bernhard Conz / Choreographie: Erich Walter / Ausstattung: Heinrich Wendel / Inszenierung: Georg Reinhardt (Übertragung der Aufführung vom 9. 8. 1959 aus dem Salzburger Landestheater durch den ORF im Rahmen der Eurovision). Von der Premiere dieser Oper bei den Salzburger Festspielen (28. 7. 1959) existiert ein Schallplatten-Mitschnitt bei 'Melodram'. Das Team Walter-Wendel-Reinhardt vom Wuppertaler Opernhaus wirkte während der Ära von Grischa Barfuss (1964 bis 1986) hauptsächlich an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg.

"Der Barbier von Bagdad" (Cornelius): Der Kalif - Hans Braun / Der Kadi - Paul Kuen / Margiana - Friederike Sailer / Bostana - Sonja Draksler / Nureddin - Anton Dermota / Abul Hassan Ali Ebn Bekar - Oskar Czerwenka / Drei Muezzine - Willy Bertl, Alfred Scherhauser und Winfried Walk / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Rudolf Schramek / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Heinrich Hollreiser / Ausstattung: Lois Egg / Inszenierung: Josef Gielen / TV-Regie: Hermann Lanske (Übertragung der letzten Vorstellung - 2. 8. 1960 - der Aufführungsserie im Theater am Kornmarkt während der Bregenzer Festspiele 1960.)

"Die Magd als Herrin" (La serva padrona) (Pergolesi): Serpina - Graziella Sciutti / Uberto - Oskar Czerwenka / Vespone (stumme Rolle) - Franz Böheim / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Argeo Quadri / Szenenbild: Gerhard Hruby / Kostüme: Alice Maria Schlesinger / Regie: Hermann Lanske / Aufzeichnung einer TV-Inszenierung - vor Publikum - im Schlosstheater Schönbrunn in Wien / Der Eurovisions-Sendung dieser Oper durch den ORF am 7. 5. 1961 wurde eine Aufführung der Oper "Der Kapellmeister" (Il maestro di cappella) von Domenico Cimarosa mit dem ein Jahr später in Wien verstorbenen Marcello Cortis in der Titelrolle vorangestellt. (Beide Opern wurden in deutscher Sprache gegeben.)

"Das brennende Haus" (Die Feuersbrunst) (Joseph Haydn): Hanswurst, Rauchfangkehrer - Oskar Czerwenka / Columbine - Rosl Schwaiger / Odoardo, Gutsverwalter, ihr Vater - Claudio Nicolai / Steckel, Odoardos Schuldner - Kurt Equiluz / Leander, ein Kavalier - Heinz Hoppe / Der Geist von Steckels Vater - Karl Terkal / Der Wirt (Sprechrolle) - Hugo Gottschlich / Der Pfarrer (Sprechrolle) - Robert Marencke / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Rudolf Schramek / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Robert Heger / Choreographie: Gustav Blank / Bühnenbild: Ottowerner Meyer / Kostüme: Grete Volters / Inszenierung: Adolf Rott / TV-Regie: Hermann Lanske / Eine Partitur-Abschrift dieses verschollen geglaubten und zu Haydns Lebzeiten nicht aufgeführten Singspiels "Die Feuersbrunst" von 1778 wurde von H. C. Robbins Landon an der Yale University in New Haven (Connecticut) entdeckt, von ihm bearbeitet und am 18. 7. 1963 bei den Bregenzer Festspielen im Theater am Kornmarkt uraufgeführt, am 22. 7. 1963 für das Fernsehen aufgezeichnet und am 28. 7. 1963 im ORF und ZDF gesendet. (Hier konnte Oskar Czerwenka seine darstellerische Verwandlungsfähigkeit zeigen - er musste sich als Hanswurst in mehrere verschiedene Rollen verkleiden, um das Herz seiner angebetenen Columbine zu erobern.)

Bis zum nächsten Mal!

Carlo

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 312

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

39

Sonntag, 29. Juli 2018, 11:22

Liebe Taminos,

ich habe mir vor einigen Tagen den Thread über Oskar Czerwenka angesehen, der ja recht mager ausgefallen ist, weil man sich fast nur auf seine Tonaufnahmen beschränkt hat. Dabei war Czerwenka einer der profiliertesten Sängerdarsteller im deutschsprachigen Raum während der 50er und 60er Jahre, mit einem enormen Rollenspektrum und einer bemerkenswerten musikalischen Bandbreite (von der Barockoper bis zur Moderne eines Liebermann, von Einem, Klebe oder Battistelli). Selbst 'Randpartien' wusste er durch seine schauspielerische Aussagekraft und stimmliche Potenz hervorzuheben, wobei ihm durch eine wohl angeborene 'vis comica' die heiteren Rollen besonders lagen. Zwar sang er auch (selten) Partien wie den Daland, den König Marke, den Pater Guardian oder den Boris in Shostakovitshs "Katerina Ismailova", aber es waren hauptsächlich seine 'Menschenbilder' wie der Dr. Bartolo ("Figaros Hochzeit"), der Rocco, der Don Basilio ("Der Barbier von Sevilla"), der van Bett, der Kezal, der Varlaam und der Ochs auf Lerchenau, die dem Publikum im Gedächtnis blieben.

Ich kann mich an zahlreiche Fernseh-Opern mit Oskar Czerwenka erinnern und versuche, diese hier chronologisch aufzulisten, wobei ich zunächst nur die Jahre 1957 bis 1963 berücksichtige.

"Der Barbier von Sevilla" (Rossini): Graf Almaviva - Murray Dickie / Doktor Bartolo - Carl Dönch / Rosina - Christa Ludwig / Figaro - Hermann Prey / Don Basilio - Oskar Czerwenka / Berta - Hilde Konetzni / Fiorillo - Harald Pröglhöf / Offizier - Franz Bierbach / Ambrosio - Hans Schweiger / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Richard Rossmayer / Dirigent: Berislav Klobucar / Ausstattung: Fritz Butz / Inszenierung: Oskar Waelterlin / TV-Regie: Hermann Lanske (Übertragung einer Aufführung der Wiener Staatsoper aus dem Redoutensaal in der Wiener Hofburg im ORF am 14. 6. 1957).

"Martha" (von Flotow): Lady Harriet Durham - Mimi Coertse / Nancy - Ira Malaniuk / Lord Tristan Mickleford - Laszlo Szemere / Lyonel - Waldemar Kmentt / Plumkett - Oskar Czerwenka / Der Richter von Richmond - Friedrich Nidetzky / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Dirigent: Franz Bauer-Theussl / Ausstattung: Robert Kautsky / Inszenierung: Adolf Rott / TV-Regie: Theodor Grädler (Übertragung der Vorstellung vom 25. 10. 1957 im ORF).

"Das Werbekleid" (Franz Salmhofer): Veitinger, Bürgermeister und Grundbauer - Oskar Czerwenka / Florian, sein Sohn - Karl Terkal / Kordula, eine junge Bäuerin - Christiane Sorell / Die alte Muhm - Hilde Rössel-Majdan / Doris - Gerda Scheyrer / Kurt - Hans Braun / Loisl, Gemeindewachmann - Ottokar Schöfer u. a. / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Holetschek / Dirigent: Paul Walter / Bühnenbild: Walter von Hoesslin / Kostüme: Erni Kniepert / Inszenierung: Alfred Jerger / Es handelte sich hier um eine Übernahme der Wiener Staatsopern-Inszenierung von 1946 bzw. der Neueinstudierung von 1954. (Übertragung des ORF aus der Wiener Volksoper am 26. 10. 1958 - in der Pause wurde ein Interview mit dem Komponisten und Dirigenten Franz Salmhofer, damals auch Intendant der Wiener Volksoper, gesendet). Als dieses 'Blut und Boden'-Werk von 1943 von der Wiener Staatsoper im Oktober 1954 neu einstudiert wurde, lautete die Besetzung wie folgt: Veitinger - Oskar Czerwenka / Florian - Waldemar Kmentt / Kordula - Sena Jurinac / Die alte Muhm - Rosette Anday / Doris - Ruthilde Boesch / Kurt - Hans Braun / Loisl - Franz Bierbach / Dirigent: Wilhelm Loibner.

"Die Welt auf dem Monde" (Il mondo della luna) (Joseph Haydn): Buonafede, ein reicher Kaufmann - Oskar Czerwenka / Clarice und Flaminia, seine Töchter - Dodi Protero und Anneliese Rothenberger / Ecclitico und Ernesto, zwei Kavaliere - Cesare Curzi und Ernst Gutstein / Lisetta und Cecco, Zofe und Diener bei Buonafede - Cora Canne-Meijer und Ferry Gruber / Die Wiener Philharmoniker / Dirigent: Bernhard Conz / Choreographie: Erich Walter / Ausstattung: Heinrich Wendel / Inszenierung: Georg Reinhardt (Übertragung der Aufführung vom 9. 8. 1959 aus dem Salzburger Landestheater durch den ORF im Rahmen der Eurovision). Von der Premiere dieser Oper bei den Salzburger Festspielen (28. 7. 1959) existiert ein Schallplatten-Mitschnitt bei 'Melodram'. Das Team Walter-Wendel-Reinhardt vom Wuppertaler Opernhaus wirkte während der Ära von Grischa Barfuss (1964 bis 1986) hauptsächlich an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg.

"Der Barbier von Bagdad" (Cornelius): Der Kalif - Hans Braun / Der Kadi - Paul Kuen / Margiana - Friederike Sailer / Bostana - Sonja Draksler / Nureddin - Anton Dermota / Abul Hassan Ali Ebn Bekar - Oskar Czerwenka / Drei Muezzine - Willy Bertl, Alfred Scherhauser und Winfried Walk / Der Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde, Wien / Chorltg.: Rudolf Schramek / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Heinrich Hollreiser / Ausstattung: Lois Egg / Inszenierung: Josef Gielen / TV-Regie: Hermann Lanske (Übertragung der letzten Vorstellung - 2. 8. 1960 - der Aufführungsserie im Theater am Kornmarkt während der Bregenzer Festspiele 1960.)

"Die Magd als Herrin" (La serva padrona) (Pergolesi): Serpina - Graziella Sciutti / Uberto - Oskar Czerwenka / Vespone (stumme Rolle) - Franz Böheim / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Argeo Quadri / Szenenbild: Gerhard Hruby / Kostüme: Alice Maria Schlesinger / Regie: Hermann Lanske / Aufzeichnung einer TV-Inszenierung - vor Publikum - im Schlosstheater Schönbrunn in Wien / Der Eurovisions-Sendung dieser Oper durch den ORF am 7. 5. 1961 wurde eine Aufführung der Oper "Der Kapellmeister" (Il maestro di cappella) von Domenico Cimarosa mit dem ein Jahr später in Wien verstorbenen Marcello Cortis in der Titelrolle vorangestellt. (Beide Opern wurden in deutscher Sprache gegeben.)

"Das brennende Haus" (Die Feuersbrunst) (Joseph Haydn): Hanswurst, Rauchfangkehrer - Oskar Czerwenka / Columbine - Rosl Schwaiger / Odoardo, Gutsverwalter, ihr Vater - Claudio Nicolai / Steckel, Odoardos Schuldner - Kurt Equiluz / Leander, ein Kavalier - Heinz Hoppe / Der Geist von Steckels Vater - Karl Terkal / Der Wirt (Sprechrolle) - Hugo Gottschlich / Der Pfarrer (Sprechrolle) - Robert Marencke / Der Chor der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Rudolf Schramek / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Robert Heger / Choreographie: Gustav Blank / Bühnenbild: Ottowerner Meyer / Kostüme: Grete Volters / Inszenierung: Adolf Rott / TV-Regie: Hermann Lanske / Eine Partitur-Abschrift dieses verschollen geglaubten und zu Haydns Lebzeiten nicht aufgeführten Singspiels "Die Feuersbrunst" von 1778 wurde von H. C. Robbins Landon an der Yale University in New Haven (Connecticut) entdeckt, von ihm bearbeitet und am 18. 7. 1963 bei den Bregenzer Festspielen im Theater am Kornmarkt uraufgeführt, am 22. 7. 1963 für das Fernsehen aufgezeichnet und am 28. 7. 1963 im ORF und ZDF gesendet. (Hier konnte Oskar Czerwenka seine darstellerische Verwandlungsfähigkeit zeigen - er musste sich als Hanswurst in mehrere verschiedene Rollen verkleiden, um das Herz seiner angebetenen Columbine zu erobern.)

Bis zum nächsten Mal!

Carlo

Lieber Carlo,


danke für die Fleißarbeit Ton- und Bildaufnahmen von Oscar Czerwenka zusammen zu stellen. Czerwenkas größte Stärke war sein natürlicher Humor. Er wirkte ohne dick auftragen zu müssen. Darüber hinaus war er ein begabter Maler und ein gescheiter Autor. Also ein universeller Künstler von Format.

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 66

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

40

Samstag, 4. August 2018, 23:28

Hallo, Taminos!

Hier folgt der 2. Teil der Fernseh-Produktionen mit Oskar Czerwenka:

"Die heimliche Ehe" (Il matrimonio segreto) (Cimarosa): Geronimo - Oskar Czerwenka / Carolina - Graziella Sciutti / Elisetta - Hanny Steffek / Fidalma - Hertha Töpper / Paolino - Nicolai Gedda / Graf Robinson - Willy Ferenz / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Peter Herman Adler / Szenenbild: Gerhard Hruby / Kostüme: Edith Almoslino / Regie: Hermann Lanske / Die Oper (UA: Wien 1792) wurde in deutscher Sprache mit einer neuen Libretto-Übersetzung von Marcel Prawy einstudiert. Leider ist diese Co-Produktion des ORF mit dem Bayerischen Rundfunk (Erstsendung ORF: 6. 1. 1965 / Erstsendung 3. Programm des BR: 26. 2. 1965) nicht in das 1. Programm des Deutschen Fernsehens (ARD) übernommen worden und daher 'nördlich des Weisswurst-Äquators' so gut wie unbekannt. (Außerdem war es - neben der "Zauberflöte" von 1971 - die lediglich zweite TV-Oper mit Nicolai Gedda im deutschen Sprachraum!)

"Die verkaufte Braut" (Prodaná nevesta) (Smetana): Kruschina - Hans Hermann Nissen / Kathinka - Georgine von Milinkovic / Marie - Wendy Fine / Micha - Richard Kogel / Hata - Helen George / Wenzel - Friedrich Lenz / Hans - Ivo Zidek / Kecal - Oskar Czerwenka / Zirkusdirektor - Toni Blankenheim / Esmeralda - Dagmar Sorell / Muff - Gerhard Platièl / Die Partien der Esmeralda und des Muff werden gesungen von Maria Tauberová und Jaroslav Horácek / Der Chor und das Orchester des Nationaltheaters Prag / Chorltg.: Milan Malý / Dirigent: Jaroslav Krombholc / Mitglieder des Balletts der Bayerischen Staatsoper München / Choreographie: Heinz Rosen / Ausstattung: Josef Svoboda / Regie: Václav Kaslik / Eine Produktion des ZDF, aufgezeichnet in den Münchner Bavaria-Studios (Sendetermin: 11. 4. 1966 mit einer Wiederholung am 31. 12. 1968). Ich habe von der Sendung des leider nicht mehr existierenden 'ZDF Theaterkanals' eine DVD. (Übrigens hat Oskar Czerwenka schon einmal im Deutschen Fernsehen den Kecal gesungen: 1958 lieh er seine Stimme dem Schauspieler Fritz Eckardt für die 'Synchron-Oper' dieses Werks in der Regie von Kurt Wilhelm. Die Tonaufnahmen dazu entstanden beim WDR in Köln, u. a. mit Anny Schlemm, Rudolf Francl, Jürgen Förster und Karl Wolfram unter dem Dirigat von Laszlo Somogyi.)

"Il campiello" (Das Plätzchen) (Wolf-Ferrari): Gasparina - Renate Holm / Dottore Fabrizio dei Ritorti, ihr Onkel - Marcel Cordes / Cavaliere Astolfi, Gasparinas Verehrer - Claudio Nicolai / Anzoleto, ein junger Hausierer - Oskar Czerwenka / Cate, eine alte Frau - Peter Klein / Lucieta, ihre Tochter - Colette Boky / Pasqua, eine alte Frau - Kurt Wehofschitz / Gnese, ihre Tochter - Monique Lobasa / Orsola, Bäckerin - Elisabeth Höngen / Zorzeto, ihr Sohn - William Blankenship / Sansuga, Gastwirt - Hans Pirringer / Der Chor und das Orchester der Wiener Volksoper / Chorltg.: Franz Gerstacker / Dirigent: Argeo Quadri / Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen / Kostüme - Ronny Reiter / Inszenierung: Otto Schenk / TV-Regie: Hermann Lanske / In dieser Oper nach einem Stück von Carlo Goldoni werden gemäß der Tradition der Opera buffa des 18. Jahrhunderts die alten Frauen von Tenören gesungen. Marcel Prawy besorgte eine neue deutsche Übersetzung. (Diese Inszenierung der Wiener Volksoper war ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik, wurde vom ORF aufgezeichnet und am 9. 2. 1967 gesendet.)

"Der Barbier von Sevilla" (Rossini): Graf Almaviva - Andor Kaposy / Doktor Bartolo - Andrew Foldi / Rosina - Reri Grist / Figaro - Eberhard Waechter / Don Basilio - Oskar Czerwenka / Berta - Hilde Konetzni / Fiorello - Hans Christian / Ambrogio - Carlo Böhm / Ein Offizier - Werner Krenn / Ein Notar - Alois Pernerstorfer / Der Chor der Wiener Staatsoper - Chorltg.: Richard Rossmayer / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Silvio Varviso / Szenenbild: Robert Posik / Kostüme: Annemarie Köhler / Regie: Robert Wise / Eine Co-Produktion des ORF mit dem Süddeutschen Rundfunk Stuttgart; gesendet am 26. 3. 1967 zeitgleich in der ARD und im ORF.

"Zar und Zimmermann" (Lortzing): Zar Peter I. - Raymond Wolansky / Peter Iwanow - Martin Vantin / Van Bett - Oskar Czerwenka / Marie - Elisabeth Witzmann / Marquis von Chateauneuf - Karl Terkal / Admiral Lefort - Scipio Colombo / Lord Syndham - Horst Kathan / Witwe Browe - Hilde Konetzni / Ein Offizier - Wolfgang Beigel / Ein Ratsdiener - Robert Marencke / Der Bregenzer Festspielchor / Chorltg.: Rudolf Schramek / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Hans Lenzer / Das Ballett des Nationaltheaters Prag / Choreographie: Dimitrije Parlic / Bühnenbild: Ottowerner Meyer / Kostüme: Grete Volters / Inszenierung: Adolf Rott / TV-Regie: Hermann Lanske / Eine Aufzeichnung von der Seebühne der Bregenzer Festspiele, gesendet am 6. 8. 1967 im ORF (Ich habe davon eine DVD.)

"Die spanische Stunde" (L' heure espagnole) (Ravel): Torquemada, ein Uhrmacher - Kurt Wehofschitz / Concepción, seine Frau - Mimi Coertse / Ramiro, ein Eselstreiber - Oskar Czerwenka / Gonzalvo, ein Schöngeist - Michel Sénéchal / Don Inigo Gomez, ein Bankier - Marcel Cordes / Das Sinfonieorchester des Österreichischen Rundfunks / Dirigent: Peter Maag / Szenenbild von Rudolf Schneider-Manns-Au nach dem Bühnenbild von Günther Schneider-Siemssen / Kostüme: Ronny Reiter / Inszenierung und TV-Regie: Otto Schenk / Es handelt sich um eine im Fernseh-Studio bereits 1967 aufgezeichnete Inszenierung der Wiener Volksoper, gesendet im 2. Programm des ORF am 25. 1. 1969. (Auch hier war Marcel Prawy für die deutsche Übersetzung verantwortlich.)

"Die Entführung aus dem Serail" (Mozart): Bassa Selim - Peter Pasetti / Konstanze - Anneliese Rothenberger / Blondchen - Judith Blegen / Belmonte - Werner Krenn / Pedrillo - Gerhard Stolze / Osmin - Oskar Czerwenka / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Das Radio-Sinfonie-Orchester Berlin / Dirigent: Georg Solti / Choreographie: Heinz Schmiedel / Szenenbild: Jean-Pierre Ponnelle / Kostüme: Charlotte Flemming / Dramaturgie: Gerhard Reutter / Regie: Heinz Liesendahl / Eine Co-Produktion der Bavaria-Filmgesellschaft mit dem WDR Köln und dem ORTF Paris, gedreht im Münchner Bavaria-Studio / Erstsendung - in Farbe - am 27. 4. 1969 (ARD). (Eine Woche vor Ausstrahlung dieses Opernfilms zeigte der WDR in der ARD eine einstündige Dokumentation über die Dreharbeiten unter dem Titel "Konstanze gibt Auskunft".)

In der nächsten Woche folgen die TV-Opern der Jahre 1969 bis 1985.

Carlo

Caruso41

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41

Sonntag, 5. August 2018, 08:56

Lieber Carlo,

da ich bis in die 80er Jahre hinein keinen Fernseher besaß, hatte ich überhaupt keine Ahnung wie viel Opernproduktionen da gemacht und gesendet wurden.

Interessieren würde mich mal, ob Ivo Zidek tatsächlich in der "Prodaná nevesta" und Michel Sénéchal in der "L' heure Espagnole" deutsch gesungen haben. Kannst Du darüber Auskunft geben?

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

Erich Ruthner

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42

Sonntag, 5. August 2018, 11:15

Lieber Caruso41,
Michel Senechal hat in der "L'heure Espagnole" deutsch gesungen.
Zu sehen auf YT ist die komplette Oper in deutscher Sprache (Die spanische Stunde) in etwa sechs Schnipseln.
Es ist dies eine ins Studio transferierte Inszenierung der Volksoper, die dadurch etwas gelitten hat. Im Fernsehen singt den Torquemada Kurt Wehofschitz, in der Volksoper sang Maurice Besancon den Uhrmacher.
Gegenüber dem trockenen ersten Teil des Abends (Das Kind und die Zauberwesen) ein riesiger Publikumserfolg.
Viele Grüße -
Erich
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

Carlo

Anfänger

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43

Montag, 6. August 2018, 22:29

Lieber 'Caruso',

Ivo Zidek singt ein klar verständliches, nahezu akzentfreies Deutsch und ist auch ein sehr spielfreudiger, glaubwürdiger Darsteller!

Grüße,

Carlo

Caruso41

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44

Dienstag, 7. August 2018, 14:32

Michel Senechal hat in der "L'heure Espagnole" deutsch gesungen.
Erstaunlich!

Ivo Zidek singt ein klar verständliches, nahezu akzentfreies Deutsch und ist auch ein sehr spielfreudiger, glaubwürdiger Darsteller!

Ivo Zidek habe ich oft in Prag gehört, da ich in der Zeit des "Prager Frühlings" häufig nach Prag fahren konnte. Ich weiß sehr gut. welch großartiger Darsteller er war. Unvergessen ist er mir als Richard in Verdis Maskenball. Nicht unbedingt als Sänger, sondern als Darsteller, der die verschiedenen Stadien der Geschichte ungemein eindrücklich gestaltet hat. Das zu beschreiben, gehört hier nicht her. Aber ich habe keinen Tenor gehört, der diese Partie vergleichbar differenziert und psychologisch überzeugender gestaltet hat.


Caruso41
;) - ;) - ;)

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Carlo

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45

Samstag, 11. August 2018, 23:40

Liebe Taminos,

hier ist der 3. Teil mit den TV-Aufnahmen Oskar Czerwenkas!

"Arabella" (Strauss): Graf Waldner - Oskar Czerwenka / Gräfin Adelaide - Cvetka Ahlin / Arabella - Arlene Saunders / Zdenka - Edith Mathis / Mandryka - Raymond Wolansky / Matteo - Willy Hartmann / Graf Elemer - Horst Wilhelm / Graf Dominik - William Workman / Graf Lamoral - Hans Sotin / Die Fiakermilli - Sylvia Geszty / Die Kartenaufschlägerin - Ursula Boese / Ein Zimmerkellner - Wilfried Plate / Welko - Harald Staar / Djura und Jankel - Philipp Essinger und Victor Gawlitzek / Drei Spieler - Karlheinz Grill, Enno Meeh und Fritz Siebauer / Der Chor der Hamburgischen Staatsoper / Chorltg.: Günther Schmidt-Bohländer / Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg / Dirigent: Horst Stein / Ausstattung: Rudolf Heinrich / Inszenierung: Rudolf Steinboeck / TV-Regie: Joachim Hess / Eine Studio-Produktion von 1968 der Polyphon Film- und Fernsehgesellschaft in Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Staatsoper und dem NDR, aufgezeichnet weitgehend in der Premierenbesetzung vom November 1966 - da sang Tatiana Troyanos die Kartenaufschlägerin und Leopold Ludwig war der Dirigent. (Farbfernsehsendung der ARD vom 26. 5. 1969; ich habe von der Ausstrahlung auf 'arte' ein Videoband.) Diese "Arabella" wurde von 'Arthaus' im Zyklus der sogen. Liebermann-Opern nicht auf DVD veröffentlicht, weil die Strauss-Verlage Schott's bzw. Boosey & Hawkes zu hohe Geldforderungen stellten. Dies gilt auch für die Hamburger Verfilmung der "Elektra" von 1968 mit Gladys Kuchta, Ingrid Bjoner, Regina Resnik, Hans Sotin und Helmut Melchert - Dirigent: Leopold Ludwig.

"Der Bürger als Edelmann" (Strauss) (Komödie mit Musik von Hugo von Hofmannsthal nach Molière): Eine Schäferin - Graziella Sciutti / Ein Schäfer - Ilse Gramatzki / Ein Mufti - Oskar Czerwenka / Der Kammerchor der Musikalischen Jugend Wien / Chorltg.: Frieder Meschwitz / Die Wiener Symphoniker / Dirigent: Horst Stein / Das Ballett der Wiener Staatsoper / Choreographie: Wazlaw Orlikowsky / Herr Jourdain - Josef Meinrad / Lucile, seine Tochter - Cornelia Froboess / Cléonte, deren Verehrer - Klaus Wildbolz / Dorante, ein verarmter Graf - Kurt Heintel / Mascarille, sein Diener - Kurt Sowinetz / Dorimène, eine verwitwete Marquise - Erni Mangold / Nicole, Luciles Zofe - Lore Fischer / Covielle, Cléontes Lakai - Alfred Böhm / Ein Philosoph - Günther Haenel / Ein Fechtmeister - Frank Hoffmann / Ein Tanzmeister - Heinz Petters / Ein Musiklehrer - Johannes Schauer / Nerine - Anita Höfer / Lucette - Renate Bernhard / Charles - Theo Schenk sowie Eduard Kautzner, Edd Stavjanik, Tom Krinzinger, Hellmuth Hron und Dieter Tressler / Ausstattung: Günther Schneider-Siemssen / Bearbeitung und Regie: Hellmuth Matiasek (Ehemann von Cornelia Froboess) / Dieser TV-Co-Produktion des ORF mit dem ZDF liegt die Fassung der Max-Reinhardt-Inszenierung des Deutschen Theaters Berlin zu Grunde, die am 9. 4. 1918 mit Max Pallenberg in der Rolle des Jourdain Premiere hatte und für die Richard Strauss die ursprüngliche Schauspielmusik (Stuttgart 1912) überarbeitet und um Gesangs- und Tanzeinlagen erweitert hatte. Die Gesangsnummern bestehen aus einer kleinen Sopran-Ariette "Du, Venus' Sohn, gibst süßen Lohn", einem Duett für Sopran und Alt "Kennst du ewig nichts als Kälte?" und einer 'Türkischen Zeremonie' für einen Chor mit einem Bass-Solisten. (Die TV-Sendung - in Farbe - war am 10. 9. 1969 gleichzeitig im ORF und im ZDF; eine Wiederholung gab es am 11. 11. 1989 auf dem Sender 3sat.) 1956 gab es im Radio eine Co-Produktion des WDR mit dem Österreichischen Rundfunk in der Regie von Wilhelm Semmelroth mit Hermann Thimig als Jourdain - er hatte 1918 in Berlin den Covielle gespielt; ferner wirkten u. a. Chariklia Baxevanos (Lucile), Peter René Körner (Cléonte), Romuald Pekny (Dorante), Hanns Ernst Jäger (Covielle), Alfred Balthoff (Philosoph) und Hans Madin (Musiklehrer) mit. Die Sänger waren Paula Lenchner, Jean Madeira und Otto Wiener - es sang der Chor der Wiener Staatsoper und das Mozarteum-Orchester Salzburg wurde von Ernst Märzendorfer dirigiert.

"Der Türke in Italien" (Il turco in Italia) (Rossini): Der Poet - Hermann Prey / Don Geronio - Oskar Czerwenka / Fiorilla - Ingeborg Hallstein / Don Narciso - Adolf Dallapozza / Selim - Barry McDaniel / Zaida - Rohangiz Yachmi / Selims Diener (stumme Rolle) - Michel de Lutry / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Das Radio-Sinfonie-Orchester Berlin / Dirigent: Giuseppe Patané / Choreographie: Ernst Craemer / Szenenbild: Karl Wägele / Kostüme: Charlotte Flemming / Regie: Franco Enriquez / Die TV-Einrichtung der Partitur - mit dem deutschen Text von Günther Rennert - stammt von Gerhard Reutter, der die Arie der Fiorilla am Ende der Oper gestrichen hat. Die Dreharbeiten waren im November 1970 in den Münchner Bavaria-Studios. Die Erstsendung war am 30. 5. 1971 im ZDF mit einer Wiederholung am 23. 6. 1974. (Ich habe ein Video der Ausstrahlung im 'Theateerkanal' des ZDF.)

"Don Pasquale" (Donizetti): Don Pasquale - Oskar Czerwenka / Doktor Malatesta - Hermann Prey, Ernesto - Luigi Alva / Norina - Reri Grist / Eulalia, Haushälterin Don Pasquales - Flory Jacobi / Der RIAS-Kammerchor / Chorltg.: Günther Arndt / Das Radio-Sinfonie-Orchester Berlin / Dirigent: Silvio Varviso / Choreographie: Hannes Winkler / Szenenbild: Karl Wägele / Kostüme: Charlotte Flemming / Regie: Axel Corti / Fernsehfassung: Gerhard Reutter / Die Darstellerin der Eulalia spielt auch (mit verstellter Stimme) die Rolle des Notars. Ein großer Teil der Rezitative ist durch gesprochene Dialoge ersetzt worden. / Die Produktion entstand im Januar 1972 bei der Bavaria in München. Das ZDF zeigte die Oper erstmalig am 10. 12. 1972, während der ORF sie schon am 29. 10. 1972 sendete. (Einen Mitschnitt davon habe ich auf Video.)

"Don Pasquale" (Donizetti): Don Pasquale - Oskar Czerwenka / Doktor Malatesta - Hans Helm / Ernesto - Luigi Alva / Norina - Edita Gruberova / Ein Notar - Alois Pernerstorfer / Der Chor und das Orchester der Wiener Staatsoper / Chorltg.: Josef Böck / Dirigent: Hector Urbon / Bühnenbild: Mathias Kralj / Kostüme - Evelyn Frank / Inszenierung: Helge Thoma / Übertragung des ORF von einer Aufführung am 24. 10. 1977 im Volkshaus Mürzzuschlag (Steiermark) im Rahmen der Arbeitskammer-Tournee der Wiener Staatsoper durch die österreichischen Bundesländer.

"Linzer Stahloper" (Giorgio Battistelli): Thubalkain, biblischer Schmied - Oskar Czerwenka / Denis Diderot, Philosoph - Karl Oblasser (Tenor) / Jean Le Rond d' Alembert, Philosoph - Michael J. Posey (Tenor) / Die Stimme der Geister von Diderot und d' Alembert - Angelo Degl' Innocenti (Tenor) / Drei Knaben - Alexander Berger, Helmut Krenn und Wolfgang Langeder / Das 'Linzer Stahlorchester' (Arbeiter der VOEST-Alpine AG mit ihren Werkzeugen und Maschinen) / Blechbläser der Werkskapelle der VOEST-Alpine AG / Ein Schlagzeugensemble der Landesmusikschule Grieskirchen / Musikalische Beratung: Sylvano Bussotti / Kostüme: Beatrice Bordone / Inszenierung Lorenzo Vitalone / TV-Regie: Wolfgang Lesowsky / Mitschnitt der Uraufführung am 24. 9. 1982 auf dem Linzer Hauptplatz im Rahmen der 'Ars Electronica' in Linz, gesendet im 2. Programm des ORF am 25. 10. 1982.

"Viva la Mamma" (Le convenienze e le inconvenienze teatrali) (Donizetti): Corilla Sartinecchi, die Primadonna - Eva-Maria Barta / Stefano, ihr Ehemann - Ludovic Konya / Luigia Boschi, die Zweite Sopranistin - Annemarie Zeller / Agata, ihre Mutter - Oskar Czerwenka / Dorotea Caccini, die Mezzosopranistin - Erni Tögl / Guglielmo Antolstoinolonoff, der Erste Tenor - Juraj Hurny / Der Studienleiter - Jaroslav Stajnc / Der Regisseur - Nandor Tomory / Der Reiseleiter - Wilhelm Eyberg-Wertenegg / Der Theaterdirektor - Thomas Tarjan / Die Souffleuse - Ute Winkler / Der Inspizient - Jakob Glashüttner / Der Cembalist - Heimo Smola / Der Requisiteur - Rudolf Jan / Der Chor der Vereinigten Bühnen Graz / Das Grazer Philharmonische Orchester / Dirigent: Fabio Luisi / Choreographie: Christa Mauer-Kronegg / Ausstattung: Wolfram Skalicki / Inszenierung: Edwin Zbonek / TV-Regie: Hugo Käch (ORF: 16. 2. 1986 / Bayerischer Rundfunk, 3. Programm: 26. 9. 1987)

In der nächsten Woche werde ich einige Tonaufnahmen mit Oskar Czerwenka vorstellen, die in diesem Thread noch nicht genannt wurden, z. B. "Le nozze di Figaro", "Don Giovanni", "Die Regimentstochter", "Don Pasquale", "Die verkaufte Braut", "Dalibor", "Der Corregidor", "Der Rosenkavalier", "Arabella", "Schwanda, der Dudelsackpfeifer" und "Die Kluge".

Viele Grüße!

Carlo