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WoKa

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Samstag, 24. Februar 2018, 19:15

Lieber hart!

Vielen Dank für Deine Reaktion auf meinen Beitrag. Im Moment sitze ich im Foyer des Palatin in Wiesloch wo ich einen sicherlich schönen Lieder- und Kammermusikabend mit Katja Stuber erleben werde.
Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

WoKa

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92

Sonntag, 25. Februar 2018, 13:35

Hallo!

Es war ein sehr schönes Konzert mit viel Fantasie in der Zusammenstellung.

Interpreten:

Katja Stuber - Sopran
Christoph Eß - Horn
Boris Kusnezow - Klavier

Das Programm begann mit der Hornsonate op. 17 von Ludwig van Beethoven. Sehr beeindruckend das Zusammenspiel der beiden Protagonisten.

Es schlossen sich verschiedene Schubert - Lieder an:

Die Unterscheidung
Lachen und Weinen
Erster Verlust
Das Echo
Die Männer sind méchant
Der Vollmond strahlt

Anschließend von Richard Strauss Alphorn WoO 29 (Lied für Sopran, Horn und Klavier).
Zum Abschluss des ersten Teils Frauenliebe und -leben (Er der herrlichste von allen) von Franz Lachner für dieselbe Besetzung.

Anm.: Ich habe anschließend versucht, mich im Netz schlau zu machen. Franz Lachner hat von nur einzelne der Chamisso-Gedichte vertont. Im Netz habe ich noch "Er ist gekommen" gefunden. Weiß jemand Genaueres darüber?


Der zweite Teil begann wieder kammermusikalisch mit dem Adagio und Allegro As-Dur für Horn und Klavier op. 70 von Robert Schumann.

Anschließend wieder Lieder von Franz Schubert

Die Forelle
Am Strome
Der Fischer
Des Fischers Liebesglück (ich liebe dieses Lied!)
Auf dem Wasser zu singen.

Gefolgt wieder von der Dreierbesetzung mit Horn: Auf dem Strom (Lied für Sopran, Horn und Klavier).

Zugaben:

Rossini: Rendez-vous de chasse (Horn Solo)#
Mendelssohn: Auf den Flügeln des Gesangs
Ignaz Lachner (Sohn von Franz Lachner): Überall Du (Für Stimme, Horn und Klavier)

Das Programm macht Lust auf Mehr in dieser Kombination. Das Zusammenspiel der 3 war hervorragend, Katja Stuber war klar emotional in ihrem Gesang, Die Virtuosität des Hornisten (vor allem bei der Rossini-Zugabe) beeindruckend, die Klavierbegleitung hervorragend.

Ein großes Kompliment an den Organisator dieser Veranstaltung im Palatin.

Katja Stuber
Christoph Eß
Boris Kusnezow

Hier die Vertonung von "Er der Herrlichste von allen" in einer anderen Besetzung:



Gruß WoKa
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Victor Hugo

hart

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Sonntag, 25. Februar 2018, 18:37

Anm.: Ich habe anschließend versucht, mich im Netz schlau zu machen. Franz Lachner hat von nur einzelne der Chamisso-Gedichte vertont. Im Netz habe ich noch "Er ist gekommen" gefunden. Weiß jemand Genaueres darüber?

Schumann ist der dritte Komponist, der sich des Chamisso-Textes angenommen hat; bereits 1836 hatte Carl Loewe diesen Zyklus komponiert – und zwar alle neun Strophen, während Schumann nur acht vertont hat. Der allererste Komponist von Frauenliebe und- Leben war Franz Kugler (1808-1858), ein enger Freund Chamissos. 1831 vertonte Franz Lachner das erste Lied des Zyklus „Seit ich ihn gesehen“.

WoKa

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Sonntag, 25. Februar 2018, 18:45

Hallo Hart,

vielen Dank für die Antwort.

Offenbar hat Lachner auch "Er der Herrlichste von allen" aus den Gedichten Chamissos vertont. sind das die beiden einzigen Vertonungen von ihm?

Gruß
WoKa
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Victor Hugo

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Sonntag, 25. Februar 2018, 20:19

Lieber WoKa.
hier noch ein Interpretationsbeispiel


Auf dieser CD werden zwei Lachner-Vertonungen aus den neun Chamisso-Gedichten angeboten, ich gehe davon aus, dass er nur diese beiden vertont hat.

Frauenliebe und -leben op. 82 Franz Paul Lachner (1803-1890)
Seit ich ihn gesehen
Er, der Herrlichste von allen

hart

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Samstag, 14. April 2018, 23:29

HEIDELBERGER FRÜHLING - Wieder einmal eine herrliche Abschlussmatinee der Stipendiaten

Am Donnerstag, 12. April 2018 waren in der Heidelberger Stadthalle in zwei Veranstaltungen eine Menge Kunstlieder zu hören. Morgens um elf stand das Abschlusskonzert der Liedakademie auf dem Programm und abends um halb acht eine »Schumanniade«

Wie Thorsten Schmidt, der Intendant des HEIDELBERGER FRÜHLING, in seinen einführenden Worten sagte, betreut Thomas Hampson nun schon seit 2004 diese Heidelberger Meisterkurse. Man darf sich das aber nicht so vorstellen, dass da blutjunge Anfänger kommen, die erste Gesangsversuche machen; das sind alles Sängerinnen und Sänger, die sich andernorts schon einige Meriten erworben haben.

Frauen- und Männerstimmen waren ausgewogen vertreten und es wurden Lied-Kompositionen von zehn Komponisten zu Gehör gebracht, was ein schönes und interessantes Programm ergab, denn wo kann man schon Lieder von Erich Wolfgang Korngold, Georges Bizet, Reynaldo Hahn oder Miguel Ortega live im Konzertsaal erleben?

Und da waren Interpreten dabei die aufhorchen ließen, zum Beispiel dieser argentinische Bariton German E. Alcántara, der die Lieder von Korngold und Ortega mit erstaunlicher Souveränität in den Raum stellte, mit einer Stimme die an Josef Metternich erinnerte (obwohl dieser natürlich kein Liedsänger war). Auch der mazedonischen Mezzosopranistin Ema Nikolovska hätte man gerne mal einen ganzen Abend lang zugehört; »ganz hervorragend« habe ich da als Gedankenstütze auf dem Programmzettel notiert, sie trug Lieder von Schumann, Brahms und Mahler vor, eines schöner als das andere gesungen - was ist schön? Was will man damit beschreiben? Da mag jeder andere Parameter haben, meine Kriterien sind (scheinbar) müheloses und natürliches Singen. Auch von der französischen Mezzosopranistin Adèle Charvet wird man noch einiges hören, an diesem Morgen hat sie ein Abschiedslied von Georges Bizet vorgetragen und wohl die meisten Konzertbesucher mit ihrem in Venezuela geborenen Landsmann Reynaldo Hahn bekannt gemacht.
Jessica Dandy - wann hört man schon mal einen Contralto? - sang »Nimmersatte Liebe« von Hugo Wolf und Mahlers »Ich bin der Welt abhanden gekommen», das ist auch auf YouTube von ihr zu hören, ein fast unglaublicher Unterschied zum viel besseren Liveerlebnis.

Zum Beginn der Matinee sang Theresa Pilsl Schuberts »Im Frühling«, den Schlusspunkt setzte Julien van Mellaerts mit Schumanns »Frühlingsnacht« und draußen war es auch endlich Frühling geworden. Die Stadthalle war zwar nicht rappelvoll, aber für einen so ungewöhnlichen Termin wie einem Donnerstag-Vormittag, sehr gut besucht - glückliches Heidelberg! Wo gibt es sowas noch?


Ganz rechts im Bild, Thomas Hampson, der stolze künstlerische Leiter des Meisterkurses

Die Programmfolge:

Theresa Pilsl - Sopran / Daniel Gerzenberg, Klavier
Franz Schubert:
Im Frühling
Hugo Wolf:
In dem Schatten meiner Locken
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Johannes Maas - Tenor / Toni Ming Geiger, Klavier
Franz Schubert:
Ganymed
Erlkönig
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Erma Nikolovska - Mezzosopran / Harry Rylance, Klavier
Robert Schumann:
Röselein, Röselein
Johannes Brahms:
Sapphische Ode
Die Trauernde
Gustav Mahler:
Wer hat dies Liedlein erdacht?
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Ferdinand Keller - Tenor / Daniel Gerzenberg, Klavier
Franz Schubert:
Auflösung
Taubenpost
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Matthias Hoffmann - Bariton / Toni Ming Geiger, Klavier
Gabriel Fauré:
En Sourdine
Hugo Wolf:
Der Feuerreiter
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Germán Alcántara - Bariton / Daniel Gerzenberg, Klavier
Erich Wolfgang Korngold:
Come Away
Miguel Ortega:
Romanza de la Luna, Luna
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Adéle Charvet - Mezzosopran / Ammiel Bushakevitz, Klavier
Georges Bizet:
Les Adieux de l'hôtesse arabe
Reynaldo Hahn:
Á Chloris
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Giulia Laudano - Mezzosopran / Harry Rylance, Klavier
Robert Schumann: Gedichte der Königin Maria Stuart
Abschied von Frankreich
Nach der Geburt ihres Sohnes
An die Königin Elisabeth
Abschied von der Welt
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Jessica Dandy - Contraalto / Harry Rylance, Klavier
Hugo Wolf:
Nimmersatte Liebe
Gustav Mahler:
Ich bin der Welt abhanden gekommen
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Julien van Mellaerts - Bariton / Daniel Gerzenberg, Klavier
Hugo Wolf:
Ganymed
Robert Schumann:
Mondnacht
Frühlingsnacht
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Zugabe sämtlicher Mitwirkenden:
Johannes Brahms: Ein kleiner hübscher Vogel


Auftritt eines Duos beim Abschlusskonzert

Bilder: studio visuell

hart

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Sonntag, 15. April 2018, 00:01

HEIDELBERGER FRÜHLING - Eine Schumanniade

Es macht schon Sinn, hier in Heidelberg eine Schumanniade zu machen, denn Robert Schumann kam auf das Drängen seiner Mutter am 21. Mai 1829 zum Beginn seines Jurastudiums in die Stadt, die er am 24. September 1830, mit dem inzwischen gereiften Entschluss Künstler zu werden, wieder verließ.

Kaum hatten die Stipendiaten die Bühne geräumt, wurde auch schon der Konzertflügel nach rechts verschoben und auf der linken Seite der Bühne ein Perserteppich ausgerollt, der die Unterlage für eine gemütliche Sitzgruppe bildete - siehe Foto - der rechts stehende Flügel ging nicht mehr aufs Bild. Das waren die Vorbereitungen zu einer literarisch-musikalischen Soiree.



Der Instrumentalmusikalische Teil des Abends wurde von den zwei Pianisten Sholto Kynoch und Nicholas Rimmer, dem Klarinettisten Han Kim, der Violinistin Tianwa Yang und Gabriel Schwabe mit seinem Violoncello bestritten. Hinzu kam noch die Mezzosopranistin Anna Stéphany - ganz rechts im Bild - eine Gewinnerin des Kathleen Ferrier Award, die auf respektable Auftritte an bedeutenden Häusern zurückblicken kann. Das Ganze verband die Schauspielerin Martina Gedeck, indem sie aus Briefen von Clara und Robert Schumann rezitierte und mit den Musikern kleine Interviews führte.
Die Instrumentalisten führten Stücke in unterschiedlicher Besetzung auf, dann spielte Han Kim Solo auf seiner Klarinette und die Pianisten auch mal vierhändig Klavier ...

Da es sich hier um einen Lied-Thread handelt, soll nur auf das Liedprogramm an diesem Abend eingegangen werden. Aus den »Myrthen« op. 25 hatte man ausgewählt:

Widmung - Friedrich Rückert

Der Nussbaum - Julius Mosen

Die Hochländer-Witwe - Wilhelm Gerhard, basierend auf Robert Burns

Hochländers Abschied - Wilhelm Gerhard, basierend auf Robert Burns

Hochländisches Wiegenlied - Wilhelm Gerhard, basierend auf Robert Burns

Du bist wie eine Blume - Heinrich Heine

Aus östlichen Rosen - Friedrich Rückert

Zum Schluss - Friedrich Rückert

»Myrthen«, ist eine Sammlung von Gedichten unterschiedlicher Autoren, die insgesamt 26 Gedichte umfasst; Robert Schumann vertonte diese Gedichte als Hochzeitsgeschenk für seine Frau Clara.
Für diesen Abend in Heidelberg hatte man davon acht ausgewählt, die mit den entsprechend passenden Brieffragmenten in Verbindung gebracht wurden.

Das Gedicht »Widmung« schrieb Friedrich Rückert als Lobpreis seiner Braut Luise, kaum eine andere Frau der Weltliteratur wurde so mit Gedichten verehrt. Es ist Teil der Sammlung »Liebesfrühling« (1821) und entspricht geradezu programmatisch der Gefühlslage Schumanns, der das Gedicht vertonte und als Eröffnung der Liederfolge »Myrthen« im Jahr 1840 seiner Braut Clara zu Hochzeit schenkte. Das war ja alles so wunderbar vorformuliert, das hätten seine eigenen Worte sein können.

Robert Schumann benutzt in dieser Liedsammlung auch fremdsprachige Literatur, die er zumeist in deutschen Übersetzungen las, wie etwa die Gedichte des Schotten Robert Burns (1759-1796), die er in der Übertragung durch den deutschen Dichter Wilhelm Gerhard (1780–1858) kannte.
Verblüffend ist, dass auch dieser Wilhelm Gerhard einen Bezug zu Heidelberg hat, er ist hier, aus der Schweiz kommend, gestorben.
Diese Hochländer-Lieder von Robert Schumann sind höchst selten im Konzertsaal zu hören, hier von einer Engländerin interpretiert, die vermutlich die von ihr besungene Landschaft kennt.
Die erfahrene Opernsängerin, die bei den Interviews ihre Muttersprache benutzte, hat die deutschen Texte gut verinnerlicht und mit der intimen Interpretation des Wiegenliedes all denen eine besondere Freude gemacht, die kultivierten Gesang lieben.
»Zum Schluss« bildet auch den Schluss der Sammlung dieser 26 »Myrthen«-Gedichte.

Bild: studio visuell

operus

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Sonntag, 15. April 2018, 09:29

Lieber Hart,
danke für Deine wie immer so informativen Berichte. Sehr positiv, dass beim Heidelberger Frühling junge Sänger so geehrt und gefördert wurden. Nur wo sind bitte die Bässe? Im ganzen von Dir eingestellten Progamm konnte ich keinen Tieftöner erkennen. Mit Kurt Moll ist wohl der letzte hochkarätige Basso profondo von uns gegangen und schon bei ihm könnte man fragen, ober er nicht bereits mehr Basso Cantante war. Die Zeit von Emanuel List, Ivar Andresen, Gerog Hann, Ludwig Hoffmann, Herbert Alsen, Luwig Weber, Josef Greindl, Kurt Böhme und selbstverständlich Gottlob Frick scheint unwiederbringlich vorbei zu sein. Warum ist das so? Lässt unsere schnelllebige Zeit einfach keine solche schwarzen Bassjuwelen mehr reifen?

Herzlichst
Operus

 
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

hart

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Sonntag, 15. April 2018, 22:28

Lieber Operus,
schon als ich im März 2017 vom internationalen Heidelberger Wettbewerb »DAS LIED« berichtete, fragte unser Stimmenliebhaber hier im Forum: »Kein einziger Bass?«

Beim professionellen Sänger umfasst die Stimmlage meist zwei Oktaven. Große Stimmen sind durchaus in der Lage über 4 bis 5 Oktaven zu singen. Echte Bässe sind selten anzutreffen, es wird vermutet, dass nur 5 Prozent der Männer, die Bass singen, echte Bässe als Singstimme besitzen.

Im Internet gibt es eine Liste von Sängerinnen und Sängern klassischer Musik, die berühmte Stimmen in verschiedenen Epochen darstellt. Hier wird eine Trennung zwischen dem 19. Jahrhundert und nach dem Jahr 2000 gemacht. Sicher sind da Ungenauigkeiten unvermeidlich, weil sich eben manches nicht exakt trennen lässt und mit dem Prädikat »berühmt« ist das ja auch so eine Sache ...

Aber diese Liste weist für das 19. Jahrhundert 69 Bassisten aus und nach dem Jahr 2000 finden sich 30 Sänger diese Stimmfachs.

Beim internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN der Bertelsmann Stiftung hat 2015 der 28-jährige Bass Anatoli Sivko aus Weißrussland bei den Herren den ersten Preis vor zwei Tenören gemacht. Sivko ist bei YouTube sehr präsent, aber nicht mit Kunstliedern. So ein junger Künstler kann sich mit den bekannten Bass-Arien der Opernliteratur die Opernhäuser der Welt erobern, warum sollte er im Mühlehof zu Mühlacker Loewe-Balladen singen?

Auf dem Programm des Heidelberger Abschlusskonzertes vermisst man nicht nur die Bass-Stimme, sondern auch den Komponisten Carl Loewe, der ja seine Lieder und Balladen als Tenor vortrug und - die cpo Edition beweist es - auch für Frauenstimmen durchaus singbar ist.

Es tut mir ehrlich leid, aber der nächste hier vorgestellte Liedsänger ist ein Tenor ...

hart

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Sonntag, 15. April 2018, 22:59

Heidelberger Frühling 2018

Lied-Matinee Ilker Arcayürek / Hartmut Höll am 13. April 2018



1989 kam der fünfjährige, in Istanbul geborene Ilker Arcayürek, nach Wien und hatte seine musikalischen Ambitionen zunächst auf das Klavier gerichtet; als seine Lust daran schwindet, sorgt die Mutter dafür, dass Ilker beim Mozart Knabenchor in Wien singen kann, schließlich entdeckte er seine Stimme als ausbaufähiges Instrument und arbeitete daran, aber eine Musikhochschule hat er aus finanziellen Gründen nicht besucht. Bei einem Gesangswettbewerb in Wien errang er zwar keinen Preis, wurde jedoch dort von einem Herrn gehört, der Ilker Arcayürek zu einer Art Opernpraktikum nach Zürich brachte, das war 2010
Auf Zürich folgte von 2013-2015 ein Engagement an das Stadttheater Klagenfurt, wo er dann erstmals in Hauptrollen auf der Bühne stand, inzwischen folgte ein Wechsel ans Theater in Nürnberg.
2016 war er erster Preisträger des internationalen Wettbewerbs für Liedkunst der Hugo Wolf Akademie in Stuttgart. Im Herbst 2016 gab er sein Rezital-Debüt in der Wigmore Hall in London, etwas später dann im Concertgebouw Amsterdam - um nur einige wichtige Stationen zu nennen. 2017 kam seine CD »Der Einsame« mit Schubert-Liedern heraus.
Nun also sein Debüt in der altehrwürdigen Aula der Universität Heidelberg.

Die kurze Vorstellung des Tenors dieser Matinee ist dem Umstand geschuldet, dass es sich hier um keinen altbekannten Interpreten handelt, der schon seit Jahrzehnten auf den Liedpodien der Welt zu Hause ist. Genau dies trifft aber auf Hartmut Höll zu, der einer der bekanntesten Liedbegleiter überhaupt ist; über einen Zeitraum von Zehn Jahren hatte er Dietrich Fischer-Dieskaus Gesang begleitet, mit der japanischen Sängerin Mitsuko Shirai bildet er schon seit den 1970er Jahren ein in der ganzen Welt bekanntes Duo.

Das Programm:

Franz Schubert (1797-1828)
Der Musensohn op. 92,1 D 764
Frühlingsglaube op. 20,2 D 686
Der Jüngling an der Quelle D 300
An den Mond
An die Laute op. 81,2 D 905
Schäfers Klagelied op. 3,1 D 121
Rastlose Liebe op. 5,1 D 138
Die Liebe hat gelogen op. 23,1 D 751
Nachtstück op. 36,2 D 672

- Hier folgte nur eine kurze Pause für die Interpreten und den Beifall für das bisher Gebotene -

Robert Schumann (1810-1856) - Zwölf Gedichte op. 35 »Kerner-Lieder«
Lust der Sturmnacht
Stirb, Lieb´ und Freud´!
Wanderlied
Erstes Grün
Sehnsucht nach der Waldgegend
Auf das Trinkglas eines verstorbenen Freundes
Wanderung
Stille Liebe
Frage
Stille Tränen
Wer macht dich so krank?
Alte Laute

Zugabe:
Schwanengesang op. 23 Nr. 3 D 744

Über den Noten von »Der Musensohn« steht des Komponisten Anweisung »Ziemlich lebhaft«; dem hat der Sänger zwar voll entsprochen, dennoch wird Hartmut Höll gehört haben, dass Fischer-Dieskau diese Anweisung differenzierter gestaltet hat. Es ist natürlich etwas unfair, einen Einsteiger ins Liedfach mit dem größten aller Liedsänger zu vergleichen, aber Kritik muss ja einen Vergleichsmaßstab haben. Das ist in der Tat ein Problem bei diesem ersten Programmteil mit seinen neun, meist hochkarätigen Schubert-Liedern, die der eifrige Liederabend-Geher seit Jahrzehnten, von den Besten gesungen, im Ohr hat. Wenn Arcayürek stark forciert, besteht die Gefahr, dass die Stimme nicht mehr schön klingt, wenn es leiser wurde, war es immer schöner, aber das ist das Empfinden eines Einzelnen ...
Man will erstaunt sein, will bewundern können, was da vorne passiert - das war bei »Die Liebe hat gelogen« der Fall, da war Kraft und Saft und Schönheit des Tons, so etwas nimmt man mit nach Hause. Auch das »Nachtstück« passte gut zur zurückgenommenen Stimme.

Nach diesen neun Schubert-Liedern zogen sich die Interpreten kurz zurück, wobei man in der Alten Aula nicht einfach an der seitlichen Bühne verschwinden kann, sondern durch den Mittelgang des Saales schreiten muss, was an diesem Morgen durch herzlichen Beifall begleitet wurde.

Grundsätzlich sollte man jedem Sänger dankbar sein, der dieses Dutzend Kerner-Lieder mitbringt, aber das ist natürlich auch wieder so eine subjektive Aussage, objektiv kann man nur begründen - weil sie eher seltener auf dem Programm stehen.
Direkt auf die »Sturmnacht« folgt dieses getragene »Zu Augsburg steht ein hohes Haus ...«, da konnte sich Arcayüreks Stimme so richtig wohlfühlen und Schönklang erzeugen.
Darauf das burschikose »Wanderlied«, das so richtig zum Mitsingen reizt, und am Ende Beifall heischt, aber wer möchte schon einen Zyklus zerreißen?
Bei »Stille Tränen« geht es nicht so still zu, wenn der Sänger seinen Schmerz hinausschreit und der Pianist scheinbar unkontrolliert in die Tasten haut, ein Prachtstück für den Sänger.
Bei den beiden letzten ruhigen Stücken des Zyklus konnte Ilker Arcayürek sein schönes Piano wunderbar einsetzen und nach dem »Weckt mich ein Engel nur«, brauchte es ein paar Sekunden, bis man bekundete, dass der Vortrag gefallen hat. Der Beifall war herzlich und lautstark, 21 Lieder am Stück zu singen ist immer eine bewundernswerte Leistung.

Ilker Arcayürek steht heute im Genre Lied und von der Stimmlage her in Konkurrenz mit dem gleichaltrigen Julian Prégardien und dem etwas jüngeren Peter Mauro - man wird sehen, wie sich die Sache entwickelt ...

Bild: studio visuell

hart

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Mittwoch, 1. August 2018, 18:29

KUNSTLIED-FESTIVAL »DER ZWERG« Liederabend Diana Haller und Marcelo Amaral




Der äußere Rahmen des kleinen Festivals

Lied-Kennern ist die von Schubert vertonte schauerliche Ballade »Der Zwerg«, ein Musikstück, das eine Aufführungsdauer von etwa fünf Minuten hat, ein Begriff.
Neuerdings - genauer gesagt, seit 2012 - nennt sich auch ein Festival in Sindelfingen, eine Stadt etwa 15 Kilometer südwestlich von Stuttgart, DER ZWERG - das Festival findet alle zwei Jahre statt und währt eine Woche; heuer also zum vierten Mal, mit insgesamt sieben Veranstaltungen.

Johannes Held ist selbst Sänger; ein Bariton, der auf seinem Festival auch schon mal die »Winterreise« gesungen hat und Schubert-Freund; er ist der Macher des Festivals. Während eines Frankreich-Urlaubs hatte er die Idee entwickelt, hier, wo er aufgewachsen ist, ein Kunstlied-Festival zu gründen. Johannes Held stellte nämlich fest, dass es so etwas in Deutschland noch nicht gab, auch wenn das Festival HEIDELBERGER FRÜHLING sich seit 2011 durch Thomas Hampson besonders um das Kunstlied bemüht.

Für Dienstag, 31. Juli 2018 hatte sich Diana Haller und der Pianist Marcelo Amaral angesagt, das Duo gab einen Liederabend und brachte laut Programm Werke von Schubert, Mahler, Wolf und Turina zu Gehör, außerhalb des gedruckten Programms kam dann noch Rossini hinzu.

Die Gedanken gehen einige Jahre zurück - ein Meisterkurs bei Thomas Hampson, acht Sängerinnen und Sänger übten in der Alten Aula der Universität Heidelberg mit seiner Unterstützung Lieder ein. Schon nach wenigen Tönen war mir klar, das ist die Beste von allen; es war die kroatische Mezzosopranistin Diana Haller, damals noch ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Eines Abends gestalteten die jungen Leute ein Konzert in der Heiliggeistkirche, abermals stach Diana Haller heraus, Thomas Hampson hatte die Stipendiaten damals außerordentlich gefordert.
Mein Eindruck war seinerzeit, dass die Dame wohl ihr Glück in der Oper macht und dann für den Liedgesang nicht mehr zur Verfügung steht. In der Spielzeit 2010/11 war sie das jüngste Ensemblemitglied der Stuttgarter Oper und war dort seither u. a. als Cherubino »Le nozze di Figaro«, Ruggiero »Alcina«, Orlofsky »Die Fledermaus«, Rosina »Il barbiere di Siviglia«, Angelina »La Cenerentola« und Dorabella »Così fan tutte« zu hören.
Inzwischen hat Diana Haller in beachtlicher Weise schon vielfältig international auf sich aufmerksam gemacht und konnte mit renommierten Künstlern musizieren.
Dass sie neben ihrer Operntätigkeit auch noch den Konzertgesang pflegt, zeigte sie auf beeindruckende Art, als man ihr 2012 beim 8. Internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart den ersten Preis zuerkannte.

Nun hatte sie im kleinen, runden Konzertsaal des »Odeon« ein Lied-Programm mit einundzwanzig Liedern geboten, wobei Lieder von Hugo Wolf den breitesten Anteil bildeten.
Die Schubert-Lieder waren eher von der Sorte, die man nicht so sehr kennt, auch »Der Zwerg« ist auf Konzertprogrammen relativ selten zu finden.
Die Gedanken gingen nochmal zurück: Bei einem Meisterkurs in Schwarzenberg im September 2009 wollte eine Sopranistin dieses Stück zum Vortrag bringen. Fischer-Dieskau wandte sich ans Publikum und sagte, dass er diesen Versuch als Wagnis einstufe. Der große Meister brach dann schließlich den Versuch mit der Begründung ab, dass an bestimmten Stellen die Tiefe fehle.

Nun, bei Diana Haller fehlt weder Höhe noch Tiefe, aber bei ihrem Vortrag von D 771 wäre mehr drin gewesen, diese so harmlos beginnende Geschichte sollte einfach spannender erzählt werden ...
In der Mahler-Liedgruppe sind »Die zwei blauen Augen von meinem Schatz« besonders hervorzuheben, wobei das vielleicht auch ein rein subjektiver Eindruck sein mag.

Normalerweise sagt man bei einem Konzertbericht über die Pause nichts; aber ich wurde - vor dem Gebäude flanierend - von einem mir fremden Herrn angesprochen: »Können Sie mir sagen, wo das Motorrad der Sängerin steht?«
Die Frage konnte nicht beantwortet werden; ich wusste nicht ob Frau Haller mit ihrer Honda angereist war, aber dass die Sängerin schon mal zu einer »Cenerentola«-Vorstellung zum Cuvilliés-Theater nach München düst, ist bekannt.

Nach der Pause gab es Lieder aus Wolfs Spanischem Liederbuch, souverän gesungen, aber für meinen persönlichen Geschmack einen Tick zu viel Opernstimme.

Bei Joaquin Turinas »Poema en Forma de Canciones op. 19« bot Marcelo Amaral zunächst ein Solostück am Klavier - er hatte sich der großen Hitze wegen in der Pause seiner Weste entledigt - und konnte nun die Aufmerksamkeit der Hörer für sich alleine haben, die auch schon in der Begleitung der Lieder gehört hatten, dass er sein Instrument beherrscht.
Nun war Diana Haller voll in ihrem Element, was sie in diesen fünf Turina-Liedern auf die Bühne brachte, war engagierter Gesang vom Allerfeinsten - da konnte sie Stimme zeigen! Und das tat sie dann auch bravourös!

Natürlich war das Publikum aus dem Häuschen, eine Zugabe war unter diesen Umständen nicht zu vermeiden. »Rheinlegendchen« von Mahler wurde angesagt, man war wieder beim deutschen Kunstlied angelangt. Das war so hinreißend schön gesungen und von unaufdringlicher Gestik begleitet, das sind Augenblicke eines Liederabends, die man für den Rest seines Lebens nicht mehr vergisst.
Den endgültigen sängerischen Schlusspunkt setzte Diana Haller mit Gioacchino Rossinis bekannter »Canzonetta spagnuola«.

Der rhetorische Schluss gehörte dem eloquenten Johannes Held, der sich bei Künstlern und Publikum bedankte und schon wieder die Werbetrommel für die nächste Veranstaltung rührte.
Alle zwei Jahre nur eine Woche, das hat eine gewisse Exklusivität ...
Obwohl die Zuschauerzahl aufgrund der örtlichen Gegebenheiten begrenzt ist, kann man sagen, dass DER ZWERG ein Riesenerfolg ist.

Programm:

Franz Schubert
Lied des Orpheus, als er in die Hölle ging D474
Am See D 746
Der Zwerg D 771
Auflösung D 807

Gustav Mahler
Lieder eines fahrenden Gesellen:
Wenn mein Schatz Hochzeit macht
Ging heut´ morgen über´s Feld
Ich hab´ ein glühend Messer
Die zwei blauen Augen von meinem Schatz

P A U S E

Hugo Wolf
Spanisches Liederbuch
In dem Schatten meiner Locken
Mühvoll komm´ ich und beladen
Bitt´ ihn o Mutter
Liebe mir im Busen zündet
Schmerzliche Wonnen und wonnige Schmerzen
Bedeckt mich mit Blumen
Sagt, seid Ihr es, feiner Herr

Joaquín Turina
Poema en Forma de Canciones op. 19

Deticantoria - Klaviersolo -
Nunca olvida ...
Cantares
Los dos midos
Las locas por amor

Zwei Zugaben:

1. Gustav Mahler: Rheinlegendchen
2. Gioacchino Rossini: Canzonetta spagnuola

Die Liedtexte waren im Programm nicht abgedruckt, aber es gab jeweils eine kurze Inhaltsangabe zu den einzelnen Liedern. Am Beispiel »Der Zwerg« las sich das so:
Auf einem Schiff fahren eine Königin und ihr Zwerg. Sie hat ihn für den König verlassen, darum tötet er sie. Sie wusste schon, dass er das tun würde. Der Zwerg kann nie mehr an Land gehen.

Die Schule für Musik, Theater und Tanz (SMTT) ist eine Einrichtung der Stadt Sindelfingen, wo diese Veranstaltungen stattfinden, hier noch einige Eindrücke der Foyer-Gestaltung.







Resümee: Wenn möglich, werde ich da in zwei Jahren wieder dabei sein ...

WoKa

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Mittwoch, 1. August 2018, 21:40

Hallo hart!

Vielen Dank für den detaillierten Bericht. Diana Haller engagiert sich in diesem Jahr auch für Jugendliche im Verein Liedkunst Kunstlied in Stuttgart.

Am Donnerstag, 17 Januar 2019, gastiert sie im Opernhaus in Stuttgart mit einem Liedkonzert. Gemeinsam mit dem Tenor Daniel Kluge und dem Bass Goran Juric (Klavierbegleitung Rita Kaufmann).
Möglicherweise hast Du diese Information schon, da ich davon ausgehe, dass Du ebenfalls das Programm der Hugo-Wolf-Akademie erhältst.

Gruß WoKa
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Victor Hugo

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Mittwoch, 1. August 2018, 22:05

dass Du ebenfalls das Programm der Hugo-Wolf-Akademie erhältst.

Davon darfst Du ausgehen, lieber WoKa, aber durch Deinen Hinweis werden auch andere informiert, die das Programm nicht haben, deshalb war Dein Hinweis nicht umsonst.

Helmut Hofmann

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Donnerstag, 2. August 2018, 11:44

Es ist, lieber hart, hier in diesem Thread wie bei Deinen so umfangreichen Reiseberichten von den Gräbern und den Ehrenplätzen von Musikern: Man bekommt auf höchst anschauliche und informative Weise Erfahrungen vermittelt, die man, etwa – wie das bei mir der Fall ist - infolge altersbedingter Behinderungen und Beschränkungen, nicht mehr machen kann, - und nimmt sie dankbar auf.

Ich kannte diese Sängerin Diana Haller gar nicht und habe mir alsogleich, nachdem ich Deinen Bericht von ihrem Aufritt gelesen habe, über die bei YouTube verfügbaren Aufnahmen einen Eindruck und ein Bild von ihr zu verschaffen versucht. Das fiel zwar, etwa bei „Des Antonius von Padua Fischpredigt“, etwas durchwachsen aus, was die Flexibilität in der Stimmführung und die deklamatorische Binnendifferenzierung anbelangt, gleichwohl war es eine interessante und die Kenntnisse hinsichtlich gesanglicher Liedinterpretation bereichernde Erfahrung.
Hab Dank dafür!

hart

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Donnerstag, 2. August 2018, 17:06

Das fiel zwar, etwa bei „Des Antonius von Padua Fischpredigt“, etwas durchwachsen aus, was die Flexibilität in der Stimmführung und die deklamatorische Binnendifferenzierung anbelangt

Eine andere Bewertung von Dir hätte ich auch nie erwartet, denn Du vergleichst mit einem Deklamationskünstler wie Dietrich Fischer-Dieskau ...
Was jedoch auf diesem Youtube Beitrag nach 4:25 von ihr gesungen wird, ist eine runde Sache, der ich uneingeschränkt applaudiere!

Helmut Hofmann

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Donnerstag, 2. August 2018, 17:31

Zit.: "...der ich uneingeschränkt applaudiere!"

Ich auch, lieber hart. Aber bei diesem Lied des kroatischen Komponisten Ivan Zajc (1832-1914) handelt es sich um eine völlig andere Art von Musik, die wohl dieser Sängerin weitaus mehr liegen dürfte als Gustav Mahler.
Obwohl ich kein Wort verstehe, klingt´s auf herzanrührende Weise wehmütig-schön.
Und jetzt stelle ich, obwohl das von Deinem Bericht ein wenig wegführt, doch einen Link ein, damit Leser dieses Threads wissen, wovon wir beide eben gerade sprechen: