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Alfred_Schmidt

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1

Samstag, 22. April 2017, 12:47

Boris Giltburg - Intellektuelle Tigerpranke aus Tel Aviv

Ich hatte schon vor einiger Zeit einen Thread über Boris Giltburg angekündigt, sobald dies die Umstände zuließen. Das kann man inzwischen durchaus bejahen., denn das Label Naxos produziert recht flott Aufnahmen mit seinem Exklusivkünstler und es gelingt Giltburg oder seinem Label ihn in der öffentlichen Wahrnehmung gut zu positionieren, So veröffentlichte beispielsweise die Zeitschrift „Rondo“ in der Nummer 1/2017 ein Interview mit ihm. Dort wurde auch die Anregung zu meinem zugegebenermaßen etwas plakativen - Threadtitel - geboren, man erwähnte dort seine "intellektuelle Pranke" - Das wollte ich natürlich nicht wörtlich übernehmen und musste mich zwischen einer Löwen- oder Tigerpranke entscheiden. Der Tiger ist eleganter, hat bei aller Kraft den eleganteren Anschlag, also fiel die Wahl darauf- ;)
Boris Giltburg wurde 1984 in Moskau geboren übersiedelte aber schon in jungen Jahren mit seiner Familie nach Tel Aviv, wo er die ersten Studien bei seiner Mutter absolvierte und sie bei Arie Vardi fortsetzte. Den Versuch, Violine zu erlernen hatte er nach kurzer Zeit aufgegeben, nachdem er erkannt hatte, dass seine wirkliche Liebe dem Klavier galt. Er gewann in Folge einige Preise, darunter den international renommierten Concours Musical Reine Elisabeth in Brüssel (2013). Auf die Frage, für wie wichtig er die Teilnahme und den Erfolg an solchen Wettbewerben einschätze, da ja zahlreiche Gewinner solcher Preise dann eben keine große Karriere machten, antwortete er sinngemäß, dass solch ein Preis sicher als Chance zu sehen sei, sich in Zukunft einem größeren Publikum präsentieren zu können, aber der Künstler müsse stets an sich arbeiten, sich hinterfragen und an seiner Weiterentwicklung arbeiten. Persönlich möchte ich noch hinzufügen, dass gutes Aussehen, Charisma, authentischeas Auftreten, entsprechende Kontakte zur Szene und ein wenig Glück eine ideale Ergänzung zu Talent und Fleiß sind.
Natürlich ist das nicht ausreichend, denn im Falle Giltburg ist schon zu sehen (und zu hören), dass er ein ganz großer Pianist ist. Nicht nur die positiven Kritiken auch das eigene Hörerlebnis vermitteln dies
Die Wahl des Labels Naxos (oder hat Naxos ihn gewählt?) ist heute eine gute, durch den moderaten Preis bei gleichzeitig optisch guter Aufmachung und oft hervorragender Aufnahmetechnik, hat sich das Label zu den führenden hochgearbeitetet und ist nun eine gute Basis, bekannt zu werden.
In Folge, sollen in diesem Thread Aufnahmen von Boris Giltburg vorgestellt werden, immer nur EINE pro Beitrag, und es sollen ein paar Worte dazu geschrieben werden, also keine Schnellaufzählung aller vorhandenen Aufnahmen. Dazu gehört, dass man diese Aufnahme auch kennt, gehört hat, oder selbst besitzt.
Selbstverständlich können Aufnahmen aber von mehreren Personen besprochen oder vorgestellt werden, da Eindrücke durchaus unterschiedlich sein können, etwas das unser Forum von Fachzeitschriften unterscheidet.
Herr Giltburg hat ja über den Gewinn eines Publikumspreises eines belgischen Fernsehsenders gemeint, der wäre ihm besonders wichtig, denn der Kontakt zum Publikum sei ihm besonders wichtig. Tamino Klassikforum ist ein guter Platz um virtuell den Kontakt mit seiner Zielgruppe zu halten, und über persönliche Eindrücke seiner Interpretation nachzulesen.

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

APUT

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William B.A.

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2

Samstag, 22. April 2017, 19:48

Vielleicht ist es von Interesse, lieber Alfred, wenn ich meinen Konzertbericht vom 19. 1. 2015 (Konzert am 18. 1.), in dem ich auch darauf abstellte, dass ich fünf Tage vorher dieses Programm schon in Köln von Ronald Brautuigam auf einem Originalklanginstrument gehört hatte. Das Programm nahm er dann eine Woche nach dem Coesfelder Konzert in England auf CD auf in der Concert Hall in Wynstone Leys, Monmouth:



Und hier ist mein Bericht:

Zitat

Boris Giltburg im Konzerttheater Coesfeld am 18. 01. 2015
Beethovenabend auf einem Bechstein-Flügel mit Boris Giltburg

Nach dem o. a. Konzert und einem kleinen Essen (21.45 Uhr) bin ich gerade zurückgekehrt und kann zunächst berichten, dass Boris Giltburg kurzfristig sein Programm geändert und die o. a. 32 Variationen c-moll nach eigenem Thema WoO 80 abgesetzt hat. Der Zahl 32 und der Tonart c-moll jedoch treu bleibend, hat er nach Pathétique und Waldstein stattdessen nach der Pause die Sonate Nr. 32 c-moll op. 111 gespielt. Herz, was willst du mehr? Ich dürfte so ziemlich der einzige Tamino sein, der innerhalb von fünf Tagen zweimal das gleiche Programm gehört und gesehen hat, gespielt von zwei verschiedenen Pianisten in zwei verschiedenen Orten und auf zwei völlig verschiedenen Instrumenten.

Boris Giltburg hatte nämlich einen Bechstein-Flügel moderner Bauart zur Verfügung, auf dem ich vor einiger Zeit schon einen sehr schönen Liederabend (Loewe, Schumann) mit unserem Chorleiter und Bass/Bariton Maximilian Kramer erlebt hatte und mich seinerzeit schon über die ausgezeichneten Klangeigenschaften ausgelassen hatte.

Noch eine Situation war anders: das Instrument war (in jeder Hinsicht) größer, der Konzertsaal kleiner und ich näher dran (4 m).

Sonate Nr. 8 c-Moll op. 13 "Pathétique"
Spielzeiten: 8:25-4:45-4:30 -- 17:40 min.;

Boris Giltburg war damit in allen drei Sätzen langsamer als Ronald Brautigam. Aber der erste Hauptunterschied war, auch aufgrund der oben schon geschilderten örtlichen und instrumentalen Abweichungen, die völlig andere Wahrnehmung in klanglich-dynamischer Hinsicht, die auch dadurch noch zusätzlich befeuert wurde, dass Giltburg die dynamische Spannweite ganz gehörig ausdehnte. Es scheint andererseits auch so zu sein, dass man auf einem Bechstein (oder Bösendorfer oder Steinway) sich nicht sämtliche Arme ausreißen muss, um ein veritables Fortissimo zustande zu bringen. Da hatte Brautigam mit seinem "mickrigen" Hammerklavier keine Chance. Bei seinen vielfältigen Anstrengungen, aus dem Instrument etwas Feuer zu schlagen, fingen die Tönen an zu schnarren und zu verwaschen. Das Instrument war einfach, wie Beethoven schon selbst sagte, "ungenügend".
Jetzt habe ich noch kein Wort über die interpretatorische Leistung Boris Giltburgs gesagt, aber ich fühlte mich schon nach den ersten Akkorden einfach wohl, obwohl ich bei dem noch nicht 31jährigen (sein genaues Geburtsdatum weiß ich nicht) auch sofort einige dynamische Eigenheiten feststellen konnte. So nahm er das fp in Takt 2 deutlich zurück und legte in Takt 3 wieder deutlich zu. Diese Dinge fallen einem nach 45 Rezensionen einfach auf, auch wenn man die Partitur nicht auf dem Schoß hat.
Gehörte er bei dem Grave schon zu den schnelleren (1:36 min.) , so ging es im Allegro di molto e con brio sowohl temporal als auch dynamisch richtig zur Sache. Mein Gott, was ist dieser schmächtige Typ für ein Energiebündel. Und dann die Art, wie erspielte: das war Risiko auf dem höchsten Niveau, der berühmte Ritt auf der Rasierklinge. Deshalb fiel (jedenfalls in meinen Augen), der eine oder andere Verspieler überhaupt nicht ins Gewicht.
In der Exposition endeten die Crescendi ab Takt 15 und 23 sowie 35 durchaus im Fortissimo, was aber der Sache keinen Abbruch tat. Der junge Mann hatte eben keine Angst vor der Live-Situation und spielte vorwärts. Das Seitenthema mit seinen abwechselnden Staccati und Legatotakten spielte er rhythmisch exzellent, und die großen Crescendi ab Takt 93 und 105 barsten schier vor Energie.
Giltburg wiederholte die umfangreiche Exposition, wozu ich aber im Kapitel über die Waldstein-Sonate noch etwas sagen möchte.
Auch der erste Grave-Einschub ab Takt 133 mit dem abschließende Decrescendo war dynamisch hochstehen, aber schön abgestuft gespielt und führte in die dynamisch höchst kontrastreiche Durchführung, die Giltburg mit den vielen Oktavläufen, Staccati und langen Bögen exzellent spielte. Die absteigende Achtelpassage vor der Reprise ab Takt 187 war "zum Niederknien".
In der dynamisch höchst bewegten Reprise ließ Giltburg in seinem dramatischen Impetus nicht nach und brachte die häufig wechselnden Staccati und kurzen Legatobögen wunderbar unter einen Hut.
Auch die Schlusssteigerung vor dem zweiten Graveeinschub geriet exzellent und mit voller dynamsicher Wucht, wogegen sich die ersten beiden Grave-Takte im Piano (subito) abhoben und er die Takt2 297 und 298 dynamisch wieder extrem kontrastierte. Das abschließende Allegro molto e con brio ab Takt 299 war ein würdiger Abschluss eines feurigen Satzes.

Wie viele jüngere Leute spielte auch Giltburg den langsamen Satz etwas schnell, aber immer noch fast eine Minute langsamer als Ronald Brautigam, dynamisch äußerst sorgfältig und mit tiefem Ausdruck. Auch hier führte er die Steigerungen durchaus nicht zaghaft aus, was aber die dem Satz innewohnenden Kontraste noch erhöhte.

Das Rondo Allegro war ein würdiger, dynamisch wie temporal treffender Abschluss. Auch hier waren die rhythmischen Gegensätze von Staccato und legato wunderbar getroffen. Giltburg hat, so glaube ich, wenn er sich den ganzen Sonatenkosmos vornehmen sollte, eine gute Voraussetzung neben seinen technischen Fähigkeiten: er hat keine Angst, vor welchen Sonaten auch immer.

Sonate Nr. 21 C-dur op. 53 "Waldstein"
Spielzeiten: 11:00-4:10-10:30 -- 25:40 min.;

Vor der Waldstein hatte ich am meisten Angst, nicht, weil ich etwa glaubte, er könne sie nicht bewältigen, sondern weil ich in der (sehr kurzen) Vorbereitung auf dieses Konzert (ich hatte diese Karte ja erst am Freitagabend bestellt) bei Youtube nur eine Aufnahme hatte anschauen können, in der er diese Sonate auf einem Wettbewerb spielte, den er auch noch gewann und in dem er die Wiederholung der Exposition im Kopfsatz negierte. Das war hier Gott sei Dank nicht der Fall, er hat die Wiederholung gespielt, er hat überhaupt in diesem Konzert alles gespielt, was in den Noten stand.
Auch in der Waldsteinsonate hatte er, dynamisch gesehen, keine Hemmungen. Er spielte die Steigerungen aber so organisch, dass alles schlüssig klang (und noch einmal, ich saß sehr nahe am respektablen Bechstein-Flügel), und da er alles spielte, gab es auch nirgendwo einen Bruch, auch nicht temporal gesehen, da er in dieser Hinsicht durchaus einen Waldstein der klassischen Mitte spielt. Was die Dynamik betrifft, könnte man unter Umständen sagen, dass er seine russiche Abstammung nicht verleugnen kann. Wie dem auch sei, wenn er auf Dauer reüssiert, freuen sich gleich zwei Nationen, die Russen und die Israelis.
Es wäre müßig, in diesem langen Sonatensatz noch Einzelheiten hervorzuheben, da es insgesamt eine sehr geschlossene Interpretation war.

In der Introduzione ist Giltburg fast eine Minute langsamer als Brautigam und zweieinhalb Minuten langsamer als Gulda., was sich natürlich ganz auf die Ausdruckstiefe auswirkt. Sie ist bei Giltburg sehr respektabel, zumal ich im Laufe des Konzertes gemerkt habe, dass er sehr viel lyrisches Potential hat.
Der Übergang in das Rondo allegretto moderato verläuft fließend, da er das letzte Achtel unter der Fermate nicht anhebt.

Das Rondo lässt er unter einem hellen Glanz erscheinen, zumal er neben den vielen leisen Stellen auch die zahlreichen Sforzandi, Forti und Fortissimi entdeckt, es richtig krachen lässt und nach einem temporal noch moderaten und äußerst ausdrucksvoll musizierten Allegro ein mitreißendes, sehr schnelles Prestissimo folgen lässt. Das erinnert mich an manche Codas aus der Appassionata.

Sonate Nr. 32 c-moll op. 111
Spielzeiten: 8:55-18:00 -- 26:55 min.

Nach der Pause spielte Boris Giltburg Beethovens "Opus summum" der Klaviermusik, wofür ich ihn bewunderte, stand doch im Programm noch das Varitionenwerk c-moll WoO 80.

Doch wie schon in den beiden Sonaten zuvor war es ihm auch vor diesem Achttausender der Klavierliteratur nicht bange.
Auch hier schöpfte er, vornehmlich im ersten Satz, die dynamischen Möglichkeiten voll aus, die ihm die Partitur bot, und die zahlreichen rhythmischen Wechsel zwischen Staccati und Legato gingen ihm auch flüssig von der Hand.
Sehr schön gestaltete er auch nach der letzten bewegten Sequenz am Ende de Allegro con brio ed espressione das atemberaubende Diminuendo, das in den "Satz aller Sätze" hineinführt, die Arietta.
Als ich die vor über 45 Jahren das erste Mal von Gulda hörte, war ich "hingerissen, weggeschwommen".
Seitdem war es um mich geschehen, was Beethovens Sonaten betrifft.
Um es kurz zu machen, weil das Ganze hier an dieser Stelle viel zu komplex ist, möchte ich, meinem Eindruck von diesem Konzert entsprechend, sagen, dass Giltburg, trotz seines "vordergründigen Tastendonners" seine Stärken vor allem im lyrischen Bereich hat, obwohl er technisch, zur Zeit jedenfalls, keine Grenzen zu kennen scheint.
Wenn er sich lug verhält und wohlgesonnene Berater hat, werden wir noch viel von ihm hören, und wenn er beginnt, die Sonaten im eigenen Namen aufzunehmen, werde ich sie auch unserem Sonatenprojekt hinzufügen, und ich hoffe, dass er dann auch die Wiederholungen spielen wird.

Es ist müßig zu fragen, welches Konzert mir besser gefallen hat.
Trotz des anstrengenden Programms war sich Boris Giltburg nicht zu schade, noch 4 Zugaben von zusammen ca. 20 Minuten Dauer zu spielen. Ich muss allerdings der Wahrheit die Ehre geben, dass ich nicht eine von ihnen kannte, zumindest die ersten drei von ihnen im Dunstkreis von Liszt, Rachmaninov und Chopin vermute.
Wenn ich durch die Presse erfahre, welches die Zugaben waren, werde ich das hier nachliefern.

Liebe Grüße

Willi :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:


Liebe Grüße

Willi
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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Dr. Holger Kaletha

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3

Samstag, 22. April 2017, 22:08

Danke, lieber Willi! :)

Auf Youtube gibt es folgenden Ausschnitt von ihm mit der "Pathetique":



Nun wird Giltburg gerne mit Ashkenazy verglichen (und sogar Arrau). Es gibt nun einen Mitschnitt von Ashkenazy auch mit der Pathetique - ein Konzert von 1972 aus der University of Essex, Colchester. Beide sind also ungefähr im gleichen Alter. Der 2. Satz beginnt bei 10 Minuten. Ich finde, dass Ashkenazy hier eine seiner Sternstunden hat. Als ich ihn u.a. mit Beethovens op. 10 Nr. 3 in Düsseldorf hörte, schrieb die Kritikerin in der "Rheinischen Post" vom "gewissen Etwas mehr" im Vergleich mit anderen guten Beethoven-Spielern. Das muss ich hier nun auch im Vergleich mit Giltburg konstatieren. Sein Legato-Spiel ist noch aufregender, aber vor allem: Er singt die Melodie nicht nur schön schlicht aus, sondern sie hat eben zur "Pathetique" passend einen getragenen Ton. Diesem interpretatorischen Meisterstück gegenüber wirkt Giltburg finde ich doch etwas schlicht-naiv um nicht zu sagen: ein bisschen blass. Würde ich Noten geben (was ich ungern tue bei Interpretationen) würde ich bei Giltburg sagen: "Gut bis sehr gut", bei Ashkenazy "absolut überragend". :)

Herzlich grüßend
Holger


Alfred_Schmidt

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4

Sonntag, 23. April 2017, 01:37

Hier dann die dazugehörige CD von Naxos. Der Vergleich mit Ashenazy und Arrau stammt übrigens von Fono Forum Kritiker Gregor Willmes und bezog sich damals explizit auf Boris Giltburgs neue Schumann-Aufnahme. Ich meine, er wollt den Level betonen auf welchem Giltburg spielt. Vergleiche zwischen zwei Pianisten sind immer problematisch, war der eine Kritiker als wohltuende Werktreue beschreibt, empfindet der anders als langweilig, was der eine Rezensent als "erfrischend mutig" sieht wird von seinem Kollegen als "Verfälschung und Vergewaltigung des Werkes" beschrieben. Ich würde mit Superlativen höchst vorsichtig sein, und sagen Giltburg ist ein äusserts interessanter hörenswerter Pianist, von dem ich gerne einige Aufnahmen in meiner Sammlung hätte - damit sind natürlich auch zukünftige gemeint....

mfg aus Wien
Alfred

EDIT: Ah ich sehe, die CD wurde schon von William B.A. verlinkt. Macht nichts - Doppelt gemoppel hält besser....

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William B.A.

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5

Sonntag, 23. April 2017, 10:14

Schönen Dank, lieber Holger, für die eingestellten Ton/Bild-Beispiele und den Vergleich zwischen Giltburg un Ashkenazy. Ich kenne beide noch nicht und werde sie mir nach meiner Erinnerungstätigkeit zu Gemüte führen. Zu meiner Bestürzung habe ich festgestellt, dass ich die o. a. Aufnahme von Borig Giltburg noch gar nicht rezensiert ahbe, obwohl ich sie seit September 2015 in meinem Besitz habe. Ich kann das jedoch auch erst nachholen, wenn ich wieder zu Hause bin, denn hier, in der Schüchtermann-Klinik in Bad Rothenfelde, habe ich nur den dritten Band der Sonatenpartituren, weil ich ja im Moment an der Hammerklaviersonate arbeite.
Zu deiner Einschätzung Giltburgs kann ich sagen, dass ich in seinem Vortrag nicht den geringsten Eindruck von Blässe hatte. Das ist sicherlich einerseits dem Live-Erlebnis geschuldet. Andererseits weiß ich nicht, von wann die Video-Aufnahme Giltburgs stammt, aber ich werde es erfahren.
Drittens wirst du wissen, dass auch Ashkenazy bei mir im Vergleich in dem Pathétique-Thread zur Spitzengruppe gehört. Ich habe seine Aufnahme am 21. 4. 2014 in meiner obligatorischen Schlussbemerkung mit "Ganz große Kunst" bezeichnet.
Viertens war Giltburg zum Zeitpunkt meines Liveerlebnisses ungeführ fünf Jahre jünger als Ashkenazy zum Zeitpunkt der von dir beschriebenen Video-Aufnahme. Wer weiß, wie Giltburg 2020 spielen wird. Ich hoffe, noch besser als 2015.
Fünftens eine Bermerkung zu den Spielzeiten: du schreibst, Giltburg habe bei ca. 10: Minuten mit dem 2. Satz begonnen. Deswegen will ich noch am Schluss die, wie ich meine, aussagekräftigen Spielzeiten gegenüberstellen:

Giltburg, live : 2015: 8:25-4:45-4:30 --- 17:40 min.;
Giltburg CD:...2015: 8:33-4:46-4:33 --- 17:52 min.;
Ashkenazy CD1980: 8:30-4:57-4:46 --- 18:13 min.;

Liebe Grüße

Willi :)
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William B.A.

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6

Sonntag, 23. April 2017, 14:16

Lieber Holger,

ich konnte leider nur die Ashkenazy-Liveaufnahme von 1972 ganz hören und sehen, der Giltburg-Ausschnitt beginnt am Ende des Kopsfsatzes und geinhaltet dann nur den 2. Satz. Also, werde ich das Ganze wohl verschieben, bis ich wieder zu Hause bin. Nur so viel:
Im Gegensatz zu 8 Jahre späteren Aufnahme spielt er die Pathetique 1972 doch signifikant langsamer, im ersten Satz 43 Sekunden, im zweiten Satz 47 Sekunden und nur im dritten Satz ist er etwas schneller als 1980. Im zweiten Satz ist das okay, aber im ersten Satz scheint mir das durch die besonders breit gespielten Grave-Teile zu geschehen. Das muss ich noch mit der ganzen Aufnahme Giltburgs vergleichen.
Eine Doppelfrage am Schluss: Was meinst du mit "getragenem Ton" und was meinst du mit "schlicht-naiv"? Für mich spielt Giltburg das Adagio cantabile sehr sanglich, aber auch mit der nötigen dynamischen Bewegung, und der von mir immer so genannte "Sonnenaufgang", also das Crescendo vom Dunklen zum Hellen im Seitenthema gelingt ihm m. E. genauso berührend wie Ashkenazy.

Liebe Grüße

Willi :)
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Dr. Holger Kaletha

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7

Sonntag, 23. April 2017, 18:19

Zu deiner Einschätzung Giltburgs kann ich sagen, dass ich in seinem Vortrag nicht den geringsten Eindruck von Blässe hatte. Das ist sicherlich einerseits dem Live-Erlebnis geschuldet. Andererseits weiß ich nicht, von wann die Video-Aufnahme Giltburgs stammt, aber ich werde es erfahren.
Drittens wirst du wissen, dass auch Ashkenazy bei mir im Vergleich in dem Pathétique-Thread zur Spitzengruppe gehört. Ich habe seine Aufnahme am 21. 4. 2014 in meiner obligatorischen Schlussbemerkung mit "Ganz große Kunst" bezeichnet.
Lieber Willi,

dazu später mehr! Den Ashenazy-Beethoven habe ich ja inzwischen auch erstanden für um die 20 Euro aus der Schweiz! :hello:

Herzlich grüßend
Holger

Dr. Holger Kaletha

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8

Freitag, 28. April 2017, 07:09

Hier dann die dazugehörige CD von Naxos. Der Vergleich mit Ashenazy und Arrau stammt übrigens von Fono Forum Kritiker Gregor Willmes und bezog sich damals explizit auf Boris Giltburgs neue Schumann-Aufnahme. Ich meine, er wollt den Level betonen auf welchem Giltburg spielt. Vergleiche zwischen zwei Pianisten sind immer problematisch, war der eine Kritiker als wohltuende Werktreue beschreibt, empfindet der anders als langweilig, was der eine Rezensent als "erfrischend mutig" sieht wird von seinem Kollegen als "Verfälschung und Vergewaltigung des Werkes" beschrieben. Ich würde mit Superlativen höchst vorsichtig sein, und sagen Giltburg ist ein äusserts interessanter hörenswerter Pianist, von dem ich gerne einige Aufnahmen in meiner Sammlung hätte - damit sind natürlich auch zukünftige gemeint....
Volle Zustimmung, lieber Alfred!
Zu deiner Einschätzung Giltburgs kann ich sagen, dass ich in seinem Vortrag nicht den geringsten Eindruck von Blässe hatte.
Lieber Willi,

klar. Live-Erlebnis und Studioaufnahme können schon sehr verschieden sein, das kennen wir ja auch von Gilels oder Rubinstein! ;)
Im Gegensatz zu 8 Jahre späteren Aufnahme spielt er die Pathetique 1972 doch signifikant langsamer, im ersten Satz 43 Sekunden, im zweiten Satz 47 Sekunden und nur im dritten Satz ist er etwas schneller als 1980. Im zweiten Satz ist das okay, aber im ersten Satz scheint mir das durch die besonders breit gespielten Grave-Teile zu geschehen. Das muss ich noch mit der ganzen Aufnahme Giltburgs vergleichen.
Eine Doppelfrage am Schluss: Was meinst du mit "getragenem Ton" und was meinst du mit "schlicht-naiv"? Für mich spielt Giltburg das Adagio cantabile sehr sanglich, aber auch mit der nötigen dynamischen Bewegung, und der von mir immer so genannte "Sonnenaufgang", also das Crescendo vom Dunklen zum Hellen im Seitenthema gelingt ihm m. E. genauso berührend wie Ashkenazy.
Die Studioaufnahme von Ashkenazy (ich habe sie zuletzt gehört) ist in der Tat etwas "nüchterner", geht in Richtung "Neue Sachlichkeit". Aber das ist natürlich auch allerbester Ashkenazy. Ashkenazy kann im Konzert diesen hochkonzentrierten, schlichten und getragenen Ton haben. Ich selbst habe es in Düsseldorf mit op. 10 Nr. 3 von ihm erlebt. Das war aufregend. Das Publikum war nach einer Sekunde völlig gebannt. Es gibt einen Fernsehmitschnitt vom 3. Beethoven-Konzert, den ich bei Youtube entdeckte (langsamer Satz). Da hört man das auch. Schlichtheit ist ja schön, aber sie muss letztlich auch etwas aussagen. Auch Kempff hat oft bei "Melodiösem" bei Beethoven eine naive Schlichtheit - aber eine mit großem Charme, was dann wieder beglückt. Diese Ebene vermisse ich doch ein bisschen bei Giltburg.

Herzlich grüßend
Holger

William B.A.

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9

Freitag, 28. April 2017, 08:29

2, Diese "Ebene, lieber Holger,

ist ja auch schwer fassbar, für den Pianisten, wenn er sie nicht von Natur aus hat, ein Ergebnis eines Lernprozesses, und für den Hörer ein Ergebnis einer langen Hörerfahrung.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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Damiro

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10

Mittwoch, 21. März 2018, 20:00

Boris Giltburg - ein israelischer Pianist.....

welcher vor ca. 35 Jahren in Moskau geboren ist, wird bei den


Ludwigsburger Schlossfestspielen Mitte Juni

im Ordensaal des Residenzschlosses ein Solorezital spielen, mit Liszt, Etudes d`ex. trans. sowie Rachmaninow, Etudes- Tab. op. 39. Im Netz und auf Youtube finden sich Hörbeispiele aus ebendiesem Repertoire. In einem SPIEGEL Online- Artikel wird er in einem Atemzug mit Daniil Trifonow genannt. Hier im Forum habe ich ihn nicht gefunden.

Wer hat ihn schonmal gehört und berichtet Gutes und Animierendes über ihn ?

MlG und herzlichem Dank
Damiro





Maurice

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11

Donnerstag, 22. März 2018, 00:05

Wer … berichtet Gutes und Animierendes über ihn ?

Möchte auf eine TOP-Rezension aufmerksam machen:

https://magazin.klassik.com/reviews/revi…995&RECID=31817

Hoffe, dass das im Sinne der Aufforderung ist … denn solche wohlwollende Rezensionen liest man doch nicht so oft … :jubel: :jubel:
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

Damiro

Fortgeschrittener

  • »Damiro« ist männlich

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12

Donnerstag, 22. März 2018, 03:26

Ups,

mein Post ist weg. --> also nochmal.

Lieben Dank, Maurice, für den Link, v.a. auch für die schnelle Reaktion. Ich denke, mich mal um Karten zu bemühen. (Mal sehen, ob der Flügel im Ludwigsburger Ordenssaal immer noch so mittelmässig (eingerichtet) ist)

Hast du einen Tip, wie man in einem solchen Fall die Suchfunktion des Forums einsetzt ?

MlG
D.

Christian B.

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13

Donnerstag, 22. März 2018, 08:51

Ich kenne seine Schumann-CD mit dem Carnaval und finde sie gut! Giltburg fängt das Stimmungs-Kaleidoskop überaus vielschichtig ein, was dazu führt, dass ich mir die Aufnahme gerne mehrmals angehört haben. Den letzten Ausdrucksgehalt bleibt er aber schuldig - dazu müsste ich mir die Aufnahme noch einmal genauer anhören. Vom Carnaval gibt es freilich nur ganz wenige Aufnahmen, die mich restlos überzeugen.



Viele Grüße
Christian

Damiro

Fortgeschrittener

  • »Damiro« ist männlich

Beiträge: 287

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14

Donnerstag, 22. März 2018, 15:09

Wow !

Allein schon beim Hören einiger Davidsbündler- Hörschnipsel fällt auf, auf welch hohem Niveau der Pianist die Tempi gestaltet und bei den Längen der Bindebögen in den Haupt- und Nebenstimmen sehr genau die Schumann`schen Vorgaben befolgt (und das sind viele !). Ja, bei Giltburg meint man manchmal etwas rätselhaft Zurückgenommenes im Tonfall zu spüren, etwas Obskures, Dunkles... Davidsbündler ?

Nun möchte ich aber mal meine vorhandenen Carnaval- Versionen heraussuchen und vergleichend hören.

Doch zuvor hatte ich noch Hörberichte über Bartok und Kodaly angekündigt. ^^


MlG
D. :)



Christian B.

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15

Donnerstag, 22. März 2018, 15:36

Allein schon beim Hören einiger Davidsbündler- Hörschnipsel fällt auf, auf welch hohem Niveau der Pianist die Tempi gestaltet und bei den Längen der Bindebögen in den Haupt- und Nebenstimmen sehr genau die Schumann`schen Vorgaben befolgt (und das sind viele !). Ja, bei Giltburg meint man manchmal etwas rätselhaft Zurückgenommenes im Tonfall zu spüren, etwas Obskures, Dunkles... Davidsbündler ?
Ja, so habe ich das auch in Erinnerung: "rätselhaft Zurückgenommenes im Tonfall" trifft es gut. Das ist die Qualität seines Schumann-Spiels, dieser Ton ist nicht so leicht zu treffen! Aber manchmal würde ich mir auch die Verrücktheiten extremer ausgespielt wünschen, bspw. das "Ungeduldig" in Nummer 4. Oder den "Arlequin" im Carnaval.

Viele Grüße
Christian

Christian B.

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16

Donnerstag, 22. März 2018, 15:39

Nun möchte ich aber mal meine vorhandenen Carnaval- Versionen heraussuchen und vergleichend hören.
Da bin ich gerne dabei!

Damiro

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17

Mittwoch, 18. April 2018, 13:28

Ich habe (nach Abwesenheit) gestern angefangen , die Schumann - Carnavals, welche ich habe, angefangen zu hören.

Das sind Rachmaninow (RCA 09. - 12.04.1929), Gieseking, Kissin, Giltburg (und fraglich S. Speidel auf klass. Tonbandspule). (Es muss noch eine andere LP irgendwo sein. Kennt jemand von Friedrich Wührer eine Aufnahme ?)
Und Rachmaninow muss ich erstmal verdauen !!! obwohl ich sie schon länger besitze. Dazu in ein paar Tagen mehr.

Schon mehrfach habe ich mich damit hervorgetan, bestimmte Threads nicht gefunden zu haben, sodass fleissige Geister in Gestalt unserer Moderatoren vereinzelte meiner Beiträge hin- und herschieben bzw. -klicken mussten, um diese an ihre richtige oder wenigstens passende Position zu bringen. Ich habe weder gestern abd. noch heute den Carnaval- Thread wiedergefunden !

Kann ich das ein für allemal irgendwo lernen, wie man die Suchfunktion hier im Forum richtig nutzt, sofern es keinen Thread mit zutreffendem Titel, z.B. im Themenverzeichnis gibt ? Wo sollten Posts zur Fantasie op. 17, oder zur Toccata hin ?
Für etwas (nachsichtige ?) Nachhilfe sprich Link(s) wäre ich dankbar !

MlG
D.

William B.A.

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18

Mittwoch, 18. April 2018, 18:00

Lieber Damiro,

ich erst jetzt gesehen, dass du nach Boris Giltburg gefragt hattest, und am besten kann ich dich auf meinen Beitrag Nr. 2 verweisen, der sich mit einem Konzert Boris Giltburgs bei uns in Coesfeld im Januar 2015 beschäftigt, was besonders reizvoll ist, weil ich das gleiche Programm wenige Tage zuvor in der Kölner Philharmonie mit Ronald Brautigam auf einem Hammerklavier genhört hatte und in dem Giltburg-Artikel einige Vergleiche angestellt habe.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Damiro

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19

Donnerstag, 19. April 2018, 03:43

Ja, lieber William,

nachdem mein Post # 10 nun aus seinem ursprünglichen Ort irgendwo zwischen Romantik, Tastenlöwen und Schumann auf seinem vorerst passenden Platz hier in diesem Thread gelandet ist, bin ich nun prima mit einigen Informationen versorgt, nicht zuletzt durch deine schönen, detailreichen Posts aus der Anfangszeit dieses Threads.

Inzwischen weiss ich jetzt auch etwas genauer, wo erstens Coesfeld ist, und habe zweitens Karten für B. G.s Konzert im Ordenssaal des Ludwigsburger Schlosses Mitte Juni.

Nochmals danke für deine freundlichen Hinweise.

MlG
D.

Alfred_Schmidt

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20

Sonntag, 27. Mai 2018, 23:09

Irgendwie scheint Giltburg sich zu einem Rachmaninow-Spezialisten zu entwickeln. Am 8. Juni 2018 erscheint die 3 CD, auf der er Werke dieses Komponisten aufgenommen hat. Es handelt sich diesmal um Rachmaninows Klavierkonzert Nr 3 mit gleichem Orchester und Dirigenten wie vor etwa einem knappen Jahr das Konzert Nr 2, das äusserst positiv rezensiert wurde. Wieder mal was für meine Bestellliste.....


mfg aus Wien
Alfred

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Damiro

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21

Montag, 25. Juni 2018, 14:34

Ich denke, lieber Alfred, dass das genau der Fall ist.

Sind es in deinem Post die abgebildeten CDs mit namentlich den Etudes- Tableaux op. 33, so hat er beim kürzlichen Konzert im Ordenssaal des Schlosses in Ludwigsburg die E.- T. op. 39 gebracht. Ich war und bin von deren Interpretation ziemlich begeistert, trotz des vorherigen Konditionierungsversuchs meiner armen Ohren mit den Liszt`schen Etudes d`exec. transc. :thumbdown: :thumbsup:

Mein Hörbericht dieses Konzerts vom 14.06.2018 ist im "Gestern im Konzert"- Thread.

MlG
D.