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musikwanderer

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811

Montag, 30. April 2018, 20:58

Das 'n' aus dem ersten Vornamen von Dandrieu wählend komme ich auf den Komponisten Stefano Nascimbeni, dessen Lebensdaten, zieht man Musiklexika zu Rate, unklar ist. Mal wird sein Geburtsjahr mit 1561, mal mit 'um 1570' angegeben, sein Sterbejahr mal mit 'nach 1616', mal mit 1621. Es ist auch nicht viel mehr über ihn bekannt, als dass er in Mantua geboren wurde, dort gelebt hat und auch gestorben ist. Auch dass er Kirchenmusiker war, wohl an einer Kirche seiner Heimatstadt, wird nur anhand seiner überlieferten Werke angenommen: Es liegen mehrere achtstimmige Messen, Psalmen und Kirchenkonzerte für zwölf Stimmen und drei Chöre vor, die allesamt den polyphonen Stil aufweisen. Daneben gibt es noch kleinere Kompositionen in Sammeldrucken. Nascimbenis Musikstil wird in einem meiner Musiklexika folgendermaßen charakterisiert: Mehrchörigkeit und Vielstimmigkeit brachten interessante Klangwirkungen hervor. Zwar haftete ihnen eine gewisse Theatralik an, die von den Menschen seiner Zeit aber geliebt wurde...

:hello:
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MUSIKWANDERER

musikwanderer

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812

Dienstag, 1. Mai 2018, 10:16

Ein Lexikontext zuvor: Cäcilianịsmus - eine restaurative Reformbewegung in der katholischen Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts, benannt nach der Heiligen Caecilie, der Patronin der Musik. Die Bewegung forderte die Abkehr von der Kirchenmusik der Wiener Klassik und die Rückkehr zum reinen a-capella-Stil des 16. Jahrhunderts und besonders auf die Musik Palestrinas. Heinrich Oberhoffer, 1824-1885, war ein strenger Vertreter des Caecilianismus: Von ihm sind Messen und sakrale Gesänge überliefert, die seine gründliche Kenntnis der alten Stilgattungen beweisen, nach Aussagen der Musikwissenschaftler aber wenig Originalität zeitigen. In der nebenstehenden Publikation erklärt er den von ihm vertreteten Stil bis in die letzte Einzelheit, bleibt aber die Antwort auf die Frage, was 'echte Musik' ist, schuldig. Schade, dass es keine Aufnahme mit der Musik Oberhoffers (oder anderer Caecilianer?) gibt - so bleibt eine Überprüfung des muaikalischen Gehalts dieser Stilrichtung für den Musikinteressierten Laien leider aus...

:hello:
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MUSIKWANDERER

Maurice

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813

Montag, 7. Mai 2018, 11:06

Dieser Komponist fehlt bis heute:

Gottfried August Homilius | *1714 †1785 | deutscher Komponist als auch Kantor und Organist.



Einige Aufnahmen möchte ich gerne zeigen:

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

allegro_assai

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814

Montag, 7. Mai 2018, 14:53

Peter Schickele, * 17. Juli 1935 Ames, Iowa, US-amerikanischer Komponist





musikwanderer

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815

Donnerstag, 17. Mai 2018, 08:30

Die komponierenden wie auch konzertierenden Rubinsteins (womit ich das "r" aus dem Vornamen des letztgenannten Musikers gewählt habe) sind bisher auch noch nicht genannt worden - weder der Anton Grigorjewitsch (1829-1894), noch sein Bruder Nikolai Grigorjewitsch (1835-1881). Beide gehören einer verarmten jüdischen Familie an, die väterlicherseits aus Bessarabien, mütterlicherseits jedoch aus dem preußischen Teil Schlesiens stammen. Dass sie 1831 zum Christentum konvertierten, dürfte politische wie auch wirtschaftlichen Gründe gehabt haben, hat Anton Rubinstein später zu der Aussage veranlasst, dass er „den Juden ein Christ, den Christen ein Jude; den Russen ein Deutscher, den Deutschen ein Russe, den Klassikern ein Zukünftler, den Zukünftlern ein Retrograder“ sei. Als Schlussfolgerung meinte er, „weder Fisch noch Fleisch – ein jammervolles Individuum“ zu sein. Ein recht interessantes Leben, wie mir scheint...
:hello:
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MUSIKWANDERER

Maurice

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816

Donnerstag, 17. Mai 2018, 08:43

Jetzt ist mal wieder eine Komponistin an der Reihe:

Elisabeth von Herzogenberg geb. von Stockhausen | *1847 †1892 | deutsche Komponistin, Pianistin und Sängerin



Auf dieser Scheibe sind acht Klavierstücke der Komponostin enthalten:

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

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Freitag, 18. Mai 2018, 23:47

Wenn ich das "h" des Vornamens der vorgenannten Musikerin nehme, möchte ich noch den Komponisten Joseph Haas noch in die Liste aufgenommen wissen.


Diese Oper hätte es vielleicht verdient, einmal wieder aufgeführt zu werden, ebenso "Die Hochzeit des Jobs". Leider ist das ein wohl mir nie erfüllter Wunsch. Wenn man das nebenstehende Oratorium nach Worten von Angelus Silesius "Das Lebensbuch Gottes" hört, wird das Interesse an den beiden Opern geweckt...

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WoKa

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818

Samstag, 19. Mai 2018, 16:02

Hallo!

Das trifft sich ja hervorragend, um den Komponisten einzustellen, dessen Requiem ich gerade höre:

Giovanni Sgamtabi



Er wurde am 28. Mai 1841 im Rom geboren und starb am 14. Dezember 1914.



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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819

Mittwoch, 23. Mai 2018, 00:04

Er hat zwei der bekanntesten Lieder der Welt geschrieben. Das eine ist La Paloma, das andere „El arreglito“, das als Habanera aus "Carmen" bekannt geworden ist. Man weiß nicht viel über Sebastián de Iradier y Salaverriden, wie sein richtiger Name lautet. Geboren wurde er am 20. Januar 1809 in Lanciego, einem Dorf am Rande des Weinbaugebietes Rioja. Er war zweimal verheiratet, hatte zwei Kinder und ging zunächst nach Madrid und später nach Paris. Dort wurde er Gesangslehrer der französischen Kaiserin Eugenie. Wahrscheinlich ging er zwischen 1850 und 1860 mit der Starsängerin Marietta Alboni und der jungen Adelina Patti auf Amerikatournee. Man vermutet, daß er dabei auf Kuba das berühmte "La Paloma" komponiert hat. Sebastián Iradier ist später ins Baskenland nach Vitoria zurückgekehrt und dort vergessen 1865 gestorben.
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Maurice

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820

Samstag, 26. Mai 2018, 20:09

Dann machen wir weiter mit dem Buchstaben »R«:

Emilio Wilhelm Ramsöe | *1837 † 1895 | war ein dänischer Komponist sowie Dirigent.

Ein Bild des Komponisten habe ich keines gefunden.


Aber – es gibt zumindest eine empfehlenswerte Silberscheibe:

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

allegro_assai

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821

Samstag, 26. Mai 2018, 20:33

Zitat

Emilio Wilhelm Ramsöe | *1837 † 1895 | war ein dänischer Komponist sowie Dirigent.



Ein Bild des Komponisten habe ich keines gefunden.


Das müsste passen:


WILHELM EMILIO RAMSÖE (1837-1895)

Quelle: http://mogensandresen.dk/history-brass-i…romanticism-ii/

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822

Dienstag, 29. Mai 2018, 10:36

Das "m" aus des letztgenannten Komponisten zweitem Vornamen wählend bringe ich hier den noch nicht genannten Antoine Mahaut. Er wurde um 1729 in Namur geboren und starb 1785 auch dort. Er war nicht nur Komponist sondern auch Flötist und Musikredakteur. Man nimmt an, dass er von seinem Vater ausgebildet wurde. Mit 15 Jahren kam er in die Dienste des Bischofs von Namur, traf auf einer Reise nach London 1736 den allseits bekannten Verleger John Walsh, der seine „Six Sonatas or Duets“ herausgab. Von 1737 bis 1760 lebte er in Amsterdam, unterbrochen von mehreren Reisen nach Paris, Dresden und Augsburg. Wegen großer Schulden ist er Hals über Kopf von Amsterdam nach Paris geflüchtet. 1751 erhielt er das königliche Privileg seine Werke zu veröffentlichen. Seinen Lebensabend verbrachte er ab 1760 in einem Kloster, um sich so seinen Gläubigern zu entziehen (nach Propyläen Musikgeschichte und Wikipedia).
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823

Freitag, 8. Juni 2018, 14:12

Jenő (Gusztáv) Takács (* 25. September 1902 in Siegendorf, Komitat Ödenburg, Österreich-Ungarn; † 14. November 2005 in Eisenstadt) war Komponist, Pianist, Musikethnologe und Pädagoge ungarischer Abstammung. Ab 1914 wurde er in Klavier an der Realschule Ödenburg (Sopron) unterrichtet, trat 1916 erstmals öffentlich auf, begann 1917 zu komponieren. Er studierte von 1921 bis 1926 in Wien bei Joseph Marx (Komposition), bei Paul Weingarten (Klavier), besuchte Vorlesungen bei Hans Gál (Kontrapunkt) und Guido Adler (Musikwissenschaft). In den 1920er Jahren unternahm er Konzertreisen durch Deutschland, Ungarn und Jugoslawien. Ab 1925/26 ergab sich ein Gedankenaustausch mit Béla Bartók, der bis zu dessen Emigration in die USA 1940 anhielt; Weitere Freundschaften unterhielt er zu Alban Berg, Paul Hindemith, Zoltán Kodály, Ernst von Dohnányi and György Ligeti. Von 1932 bis 1934 wirkte er als ordentlicher Professor und Vorstand der Ausbildungsklassen für Klavier und Komposition an der University of the Philippines in Manila. Im Auftrag des Berliner Phonogrammarchivs beschäftigte er sich auf der philippinischen Insel Luzon musikethnologisch mit den indigenen Völkern. Er gab Konzerte in Japan, China und Hongkong. Nach einer neuerlichen Professur für Klavier am Konservatorium Kairo unternahm er 1938 seine erste Konzertreise – mit seiner Tarantella für Klavier und Orchester op. 39 – in die USA. Während seines Aufenthaltes in New York erfuhr er vom „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, übersiedelte 1939 nach Sopron, um den Missbrauch seines Namens und seiner Musik durch die nationalsozialistischen Kulturbehörden zu verhindern. In den Jahren 1942 bis 1948 war er Direktor des Konservatoriums in Pécs. 1948/49 verließ er Ungarn und ließ sich nach Stationen in Österreich, in der Schweiz und in Italien in Grundlsee/Steiermark nieder. Von 1949 bis 1952 unternahm er Konzertreisen durch Europa und Amerika und lehrte von 1949 bis 1952 als Gastprofessor an den Konservatorien Genf und Lausanne. Schließlich übernahm er von 1952 bis 1970 eine Professur für Klavier und Komposition am College-Conservatory of Music Cincinnati. Nach der Emeritierung übersiedelte er wieder in seine Geburtsstadt, wo er bis zu seinem Tode lebte und als Musikberater wirkte (nach Wikipedia). Ein interessantes Leben, stelle ich fest...

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Donnerstag, 14. Juni 2018, 13:24

Antonio Scandello (1517-1580) war ein Komponist der Renaissance aus Bergamo, der 1549 von Kurfürst Moritz von Sachsen in die Dresdner Hofkapelle berufen wurde, wo er 1566 Vizekapellmeister wurde und 1568 zum Kapellmeister aufstieg. In dieser Position verblieb er bis zu seinem Tode am 18.01.1580. In Abschriften erhalten sind eine sechsstimmige Motette, zwei Bücher Canzoni napoletani, Newe teutsche geistliche Liedlein (vier- bis sechsstimmig), Newe schöne auserlesene geistlich deudsche Lieder (fünf- bis sechsstimmig), sechs Messen, Nuptialen und kleinere Geistliche Concerten. Die erwähnten Hauptwerke sind für Soli und Chor a capella vertont und dienten später Heinrich Schütz als Vorbild.
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Maurice

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825

Donnerstag, 14. Juni 2018, 14:55

Das müsste passen:

@AllegroAssai: Danke für das Bild-Einstellen!!


Jetzt bleibt ja nur eine kleine Auswahl –

Wolfgang Oehms | *1932 † 1993 | war ein deutscher Organist; hat aber auch etwas komponiert …

das auf dieser Scheibe zu hören ist:

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

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Freitag, 15. Juni 2018, 09:45

Dass Maurice mit seiner Nennung von Wolfgang Oehms neben einem "g" nochmals ein "s" anbietet, nehme ich gerne auf. Dadurch habe ich Gelegenheit auf einen Musiker hinzuweisen, der weniger wegen seiner musikalischen Hinterlassenschaft (weil halt nur wenig überliefert ist) berühmt wurde, sondern in erster Linie als Orgelsachverständiger und -virtuose: Arnolt Schlick (ca.1455-ca.1525). Auf der nebenstehenden CD ist er mit neun Stücken überproportional vertreten, acht davon Solo-Kompositionen für Orgel und Laute, eines, nämlich "Maria zart", für Laute und Sopran-Solo. Schlick wurde um 1455 in Heidelberg geboren. Er war blind - ob von Geburt an, steht nicht fest. Ausgebildet wurde er wahrscheinlich in seiner Geburtsstadt. Anlässlich der Krönung Maximilians I. in Frankfurt 1486 spielte er an der Orgel, hielt sich 1490+1491 in den Niederlanden, anschließend in Straßburg als Orgelfachmann auf. In dieser Eigenschaft hat er auch in Heidelberg, Hagenau, Speyer und anderen Städten gewirkt. Sein "Spiegel der Orgelmacher und Organisten" ist das erste Fachbuch in deutscher Sprache. Ob die darin vorkommenden Beispiele von Orgeltabulatoren von ihm stammen, kann die Musikwissenschaft nicht eindeutig beantworten (nach Fr. Stein, Geschichte des Musikwesens in Heidelberg, 1921).
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Maurice

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827

Gestern, 19:26

Das passt ja hervorragend:

Justin Heinrich Knecht | *1752 in Biberach an der Riß; †1817 auch da | deutscher Komponist, Organist, Dirigent, Musikpädagoge und Musiktheoretiker.



Empfehlen möchte ich folgende Scheiben:

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)