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Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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121

Montag, 30. Oktober 2017, 06:41

Das ist ja wirklich eine hoch erfreuliche Nachricht! Warum sollte er nicht mehr aufnehmen? Zum Glück leidet er nicht an Arthrose wie Ashkenazy. :)

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

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122

Montag, 30. Oktober 2017, 10:06

Ich freue mich sehr auf diese Aufnahme, lieber Holger! Habe ihn vorletztes Jahr mit Band 1 live gehört, ich hatte leider keinen optimalen Platz, aber das Konzert hat lange nachgewirkt. Ich mag ja auch seinen 'altersmilden Chopin'.

Beste Grüße
Christian

Accuphan

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  • »Accuphan« ist männlich

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123

Montag, 30. Oktober 2017, 10:08

Ich freue mich sehr auf die kommende Aufnahme! :jubel:

Gestern in der Aufzeichnung der EchoKlassik-Verleihung war ich beim Zuhören und Zuschauen seines Chopin-Vortrags sehr angespannt ob der in meiner Wahrnehmung offensichtlichen Einschränkungen. Ich befürchte/ vermute, dass er (hoch)virtuoses Repertoire nicht mehr hinkriegt (nicht, dass ich das bei einem 75jährigen erwarten würde!!); sollte das so sein, hoffe ich, dass er das rechtzeitig merkt und seine Werkauswahl entsprechend anpasst.
Viele Grüße, Accuphan
"mit Bravour"

Accuphan

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  • »Accuphan« ist männlich

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124

Montag, 30. Oktober 2017, 10:43

Im Januar 2018 erscheint endlich der zweite Band der Preludes:



Die Deutsche Grammophon pennt - wie immer! - und hat diese Aufnahme nicht auf ihrer eigenen Website... ?(
Ich finde es ohnehin schräg, dass es keine Vorschau auf kommende VÖ gibt, erst recht dann, wenn Händler die Info bereits haben...

Dem Taminopartner jpc habe ich eben per Nachricht mit diesem Amazon-Link versucht auf's Pferd zu helfen. Mal schauen, wann und wie der Laden reagiert.
Das Stöbern bei jpc war eben übrigens ergiebig und teuer. Mehr dazu, wenn die Spontanklicks aus der Packstation kommen. :rolleyes:
"mit Bravour"

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

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125

Montag, 30. Oktober 2017, 10:56

Vielen Dank für den Hinweis auf Pollinis Auftritt bei der Echo-Klassik-Verleihung! Habe ich mir gerade in der Mediathek angesehen und fand es sehr bewegend. Einschränkungen habe ich aber keine gehört, ich finde ja, dass sein Spätstil noch leuchtender und raumgreifender geworden ist, allerdings auf Kosten kleiner Schattierungen. Apropos Einschränkungen: In München spielt er demnächst die Kreisleriana und Chopins 3. Sonate. Einschränkungen scheinen ihn davon nicht abzuhalten. Mir sind aber die guten Karten - im Herkulessaal unerlässlich - zu teuer, so dass ich leider nicht berichten kann.

Viele Grüße
Christian

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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126

Montag, 30. Oktober 2017, 18:50

Die Echo-Klassik-Preisverleihung habe ich mir auch gerade zum ersten Mal angeschaut. Er ist ja wirklich sehr nobel bescheiden, hört sich die von wem auch immer geschriebene Lobrede, die Katty Salie schauspielerisch-geschliffen und perfekt emotionalisiert vortrug (die selber von klassischer Musik wohl reichlich wenig versteht, selbst Allbekanntes wie "Bilder einer Ausstellung" kennt sie nicht, provoziert bei ihr Versprecher (in "Aspekte")) gar nicht im Saal an, nimmt nur bewegt den Preis entgegen und spielt dann gleich das Arabesken-Nocturne mit großer innerer Bewegtheit. Verlernt hat er spieltechnisch nichts, nur die letzte puristische Perfektion ist ihm altersgelassen einfach nicht mehr wichtig. Wem soll er sich auch noch beweisen wollen in dieser Hinsicht?

Schöne Grüße
Holger

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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127

Dienstag, 13. März 2018, 19:17

... schon zweimal gehört...



und die ausführliche Besprechung wird - wohl nach dem dritten Hördurchgang :D - noch folgen!

Schöne Grüße
Holger

Christian B.

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  • »Christian B.« ist männlich

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128

Donnerstag, 15. März 2018, 13:58

Bin auf Deine Einschätzung gespannt, lieber Holger. Ich mag Pollinis klanglich sehr opulenten Spätstil und mir gefällt diese Aufnahme besser als die etwas akademische Einspielung von Band 1. Allerdings höre ich diese Stücke unreflektiert, ich kenne die Noten nicht und vergleiche sie auch nicht mit anderen, sondern tauche einfach nur ein in den Klang. Schon den Charakter des ersten Stücks finde ich hervorragend getroffen. Und der leuchtende, volle Klavierton ist einfach beglückend.
Viele Grüße
Christian

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

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129

Donnerstag, 15. März 2018, 21:07

Bin auf Deine Einschätzung gespannt, lieber Holger.
Da ich die Debussy-Preludes sozusagen wie meine Westentasche kenne, lieber Christian, fühle ich mich zu einer besonders sorgfältigen Besprechung verpflichtet - natürlich auch wegen der Bedeutung von Pollini. Also werde ich noch eine dritte Hörsitzung machen und bis dahin nichts verraten... :D

Herzlich grüßend
Holger

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

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130

Donnerstag, 15. März 2018, 21:29

Da ich die Debussy-Preludes sozusagen wie meine Westentasche kenne, lieber Christian, fühle ich mich zu einer besonders sorgfältigen Besprechung verpflichtet - natürlich auch wegen der Bedeutung von Pollini. Also werde ich noch eine dritte Hörsitzung machen und bis dahin nichts verraten... :D

Herzlich grüßend
Holger
Das sind genau die Beiträge, lieber Holger, die wir uns an anderer Stelle auch von Dir wünschen1

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Dr. Holger Kaletha

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131

Mittwoch, 28. März 2018, 09:34

Maurizio Pollini: Debussy Préludes Heft II, En blanc et noir (mit Daniele Pollini)



Maurizio Pollini komplettiert 18 Jahre, nachdem er das erste Heft von Debussys Préludes eingespielt hatte, die zweite Hälfte von Debussys zentralem Werk. Inzwischen sind also fast zwei Jahrzehnte vergangen und Pollini ist zu einem Mittsiebziger gereift. Ich glaube, man tut dem Meister kein Unrecht, wenn man auf seine zweite Einspielung der 24 Préludes von Chopin verweist, die deutlich machen, wohin sein „Spätstil“ tendiert. Es geht ihm um ein flüssiges, nie anstrengendes und angestrengtes, jedes Extrem vermeidendes Musizieren, dass sich deshalb auch absichtlich jeglichem Detailfanatismus verweigert, den musikalischen Fluss betont, wo musikalische Strukturen nur insoweit angedeutet werden, wie sie zum musikalischen Gesamteindruck etwas beitragen. Pollini bevorzugt heute die integrale Sicht, die „Stimmung“ eines Stückes zu treffen ist ihm wichtiger als alle Analyse, welche die Musik in ihre Elemente zerlegt, um sie dann wieder für den Hörer mit großer Mühe zusammenzubauen. Sicher steht dahinter eine Prägung aus seiner Zeit als junger Pianist, die Bewunderung nämlich für seinen väterlichen Freund von einst, Artur Rubinstein. Rubinsteins große Tugend war seine Natürlichkeit, das Bemühen, Musik nicht irgend etwas „abzupressen“, sondern statt dessen sich „entwickeln“ zu lassen, was bedeutet sie organisch aus sich selber wachsend wie selbstverständlich vorzutragen, ohne dabei jedoch jemals oberflächlich über die musikalisch wesentlichen Dinge hinwegzuspielen.

Passt dieser Zugang nun zu Debussy – insbesondere zum späten Debussy? Nimmt man die Kennzeichnung von Debussys Musik als „Impressionismus“ auf, dann geht es darum, einen „Eindruck“ wiederzugeben. „Impression“ bei Debussy meint nun freilich keine bloße Privatio, also keine Undeutlichkeit im Sinne des Verwaschenen und Verschwommenen, sondern es handelt sich um „Bilder“, die einerseits atmosphärisch aber zugleich als etwas Fasslich-Gestalthaftes musikalisch-syntaktisch sehr präzise gezeichnet werden und vom Interpreten auch so nachgezeichnet werden sollen. Beim späten Debussy kommt nun noch ein weiteres Moment hinzu – die Auflösung des Impressionismus im Impressionismus selber durch eine Abstraktion und Elementarisierung. Der Impressionismus, wie er in der Malerei entstand, ist keineswegs nur eine intuitive Stimmungsmalerei, er elementarisiert die malerischen Mittel. So arbeitet etwa von Gogh ganz bewusst mit dem Komplementärkontrast, setzt also die unvermischten, reinen Farben in ihrem größten farblichen Gegensatz schroff gegeneinander. Noch einen Schritt weiter geht dann der spätimpressionistische Pointilismus. Die pointilistische Elementarisierung zerlegt das Bild in lauter Bildpunkte, die sich dann im Auge wieder zu einem Ganzen zusammensetzen, womit die „Synthese“ des Bildes vom Bild in den Betrachter des Bildes verlegt wird.

Der Grund, warum viele gute und sehr gute Aufnahmen von Debussys zweitem Heft der Préludes dem ersten gegenüber abfallen, liegt darin, dass sie diesen Zug zur „abstrakten“ Elementarisierung nicht erkennen, indem sie entweder nur impressionistische Stimmungsbilder malen oder die vielen Bilder evozierenden Anspielungen prosaisch-geheimnislos wörtlich nehmen. So aber werden einige der Stücke allzu leicht „seifig“ oder banal. Das „Geheimnis“ des Spätwerks von Debussy liegt – so paradox es scheinen mag – in der Konstruktivität der „Syntax“ gerade auch dieser vermeintlich nur „impressionistischen“ Musik: Der verborgenen Schatz von Debussys Musik, er entbirgt sich deshalb nur dann, wenn man die „abstrakte Malerei“ in dieser Musik, das spannungsreiche Gegeneinander von Bewegungen, von Farbkontrasten, von Harmonien, entdeckt. Wo man von Debussy spätimpressionistische Elementarisierung durch das Kontrastprinzip exemplarisch vorgeführt bekommt, ist etwa beim zweiten Prélude „Feuilles mortes“ („Herbstlaub“). Wie bei taumelnd zu Boden fallenden Herbstblättern besteht das Stück aus Pendelbewegungen, die von ihrem Bewegungscharakter her den Umschlag in die Gegenrichtung enthalten: ein Hin-und-her-Kippen, dass sich aber nicht nur auf die Bewegungen bezieht, sondern auch auf die Harmonik, die Figuren und Farben erstreckt, die nach dem Kontrastprinzip alterierend direkt und hart aufeinanderprallend gegenübergestellt werden. Wer diese elementarisierende Auflösung wirklich „radikal“ mit allerletzter Konsequenz durchführte und damit wie kein Anderer zeigte, dass Debussys zweites Heft der Préludes Musik des 20. und nicht des 19. Jahrhunderts ist, war Arturo Benedetti Michelangeli. Geradezu eine Offenbarung ist seine Gestaltung der Schlussakkorde von Feuilles mortes. ABM löst den von Debussy notierten Bogen elementarisierend auf in eine kontrastierend-alterierende Akkordfolge. Auf diese Weise wird die Dissonanz zum Bestimmenden einer Auflösung, welche damit statt ein versöhnendes Ende zu setzen zum kraftlosen Echo gerät; der Schmerz der Vergänglichkeit wird so zum Unaufhörlichen, zum bleibenden Eindruck, den das verklingende Stück hinterlässt. Eher trocken im Pedal scheint dieses Prélude unter ABMs Händen zum Schluss zu sagen: Hier gibt es Tränen, die nicht mehr zu trocknen sind und statt dessen zu Eis gefrieren – was bleibt, ist ein Mensch, der einsam mit sich alleine bleibt wie schon in Des pas sur la neige, der Winter-Studie der Verlassenheit aus dem ersten Heft der Préludes. Hier nun in Feuilles mortes zeigt ABMs Abstraktion in der Isolierung der Akkorde die Vereinzelung des leidenden Subjekts in der schmerzlichen Empfindung des Vergänglichen gerade auch des Schönen, zum Schluss tragisch kulminierend in einem solchen ins Endlose tönenden Widerhall des Schmerzes selbst in seinem Gegenteil, der tröstenden Wendung ins Harmonische. Das ist ein wahrlich singulärer Moment einer im ganzen unvergleichlichen, die höchsten Maßstäbe setzenden Aufnahme! Zwar nicht ganz so radikal und tiefsinnig, aber in dieselbe Richtung ging Monique Haas´ Gestaltung von Feuilles mortes in ihrer DGG-Aufnahme von 1963 – eine Aufnahme, die ich deshalb nach wie vor für ebenfalls exemplarisch und herausragend aus den vielen anderen guten und sehr guten Darstellungen der Debussy-Préludes halte. Geradezu liebevoll im Detail spürt Monique Haas den Pendelbewegungen und Kontrastierungen nach, macht also die postimpressionistische Elementarisierung sichtbar, ohne jedoch die konventionellen Melodiebögen wie ABM „dekonstruierend“ aufzulösen.

Und was macht Pollini? Pollini behandelt die Préludes von Debussy im Prinzip nicht anders als wenn es sich um ihr romantisches Vorbild, die 24 Préludes von Chopin, handelte. Der bei Chopin so wichtige Sinn für die „Linie“ kommt ihm hier zugute, was das „Zerfließen“ von Debussys Impressionen in eine bloße Stimmungsmalerei verhindert. Auch Pollini zeichnet impressionistische „Bilder“ – aber er analysiert und elementarisiert nicht. Statt dessen verlässt er sich auf seine bei den Romantikern Chopin und Schubert entwickelte Kunst des kontinuierlichen Abschattens und Abtönens. Die melancholische Stimmung von Feuilles mortes, sie trifft Pollini genau, auch vermag seine Abtönungskunst die Farbigkeit eines im Sonnenlicht funkelnden Herbsttages heraufzubeschwören – nur die Bewegungen und Gegenbewegungen, die scharfen Umschläge vom Hell ins Dunkel, sie werden einfach mit einem sanften, die Kontraste in ein mildes Licht hüllenden Grundton abmildernd gleichsam übermalt. Was die plastische Gestaltung der bewegungsdynamischen „Syntax“ von Debussys Musik angeht, ist Pollinis Kunst der Abschattung so auch nie wirklich zwingend. Um es metaphorisch auszudrücken: Bei Pollini springen keine sich mit ihren Gliedern bewegenden Gestalten aus dem Bild heraus, statt dessen werden verschwimmende, schillernde Farbflecken mit einer Linie umrandet, die dem Farbkomplex Kontur gebend ihn von außen – und nicht durch den „inneren Klang“ von abstrakten elementaren Bewegungsgestalten von innen – zusammenhalten. Pollinis Stärke ist zweifellos sein integrierender Blick, die Zerstreuung des „Bildes“ in eine Summe von impressionistischen Farbflecken niemals zuzulassen durch die Wahrung der Linie, den Sinn für den großen Bogen. Das zeigt sich etwa in Canope, wo eine Monique Haas zwar ungemein genau die Kontraste und syntaktischen Komplementaritäten auf engstem Raum herausarbeitet, dabei aber ein wenig den Blick für die durchgehende „Linie“ – das große Ganze – verliert. Genau das wiederum gelingt Pollinis abtönender Stimmungsmalerei und melodischer Zeichnung – aber letztlich um den Preis des Verschwindens des Elementaren einer Bewegungsdramaturgie im Mikroskopisch- Kleinteiligen. Hier hat dann schließlich ABM das letzte Wort, bei dem beides zusammenkommt.

Nein, auch Pollinis Debussy ist keineswegs altmodisch rückwärtsgewandt, gibt vielmehr Debussys zweitem Heft der Préludes auf seine Weise die Würde eines Spätwerks und Schlüsselwerks der Moderne zurück. Schon im ersten Stück, dem „Nebel“ („Brouillards“) zeigt er das irritierend Neue von Debussys Musik, das die traditionelle Melodik und rhetorische Satztechnik auflösend zum Verschwinden bringt. Dabei nutzt er bescheiden und zugleich klug eine Tatsache, die sich bei aller Höflichkeit und Ehrerbietung vor dem wirklichen Meister nicht verschweigen lässt: Sein Spielapparat reagiert nicht mehr so flexibel und leichtgängig auf Kopf-Befehle wie in früheren Zeiten. Am deutlichsten wird das in der vom Titel her „technischsten“ Etüde Nr. 11 („Les tierces alternées“), wo er das Nichtperfekte klaviertechnischer Ungenauigkeiten für das Erzeugen von Klangschattierungen in musikalischen Gewinn ummünzt.

Eine Zwischenbemerkung zur Tempowahl von Nr. 11 und Nr. 12: Nach Pierre-Laurant Aimard folgt nun auch Maurizio Pollini ABM, der die Tempo-Relationen von Nr. 11 und 12 gegen die eingefahrene Unart der Aufführungstradition, welche durch das Terzen-Stück Nr. 11 wie ein leichter Sommernachtstraum-Wirbelwind durchfegt, richtiggestellt hat. Beide Préludes (also sowohl Les tierces alternées als auch das vermeintliche Virtuosen-Feuerwerk Feux d´artifice) sind erst einmal mit Modérément animé überschrieben, was der französische Ausdruck für ein „Moderato“ ist, also eine „moderate“, mäßige Bewegung und damit gerade keine das Tempo forcierende „Presto“-Hastigkeit meint. Die Bewegung in Nr. 11 wird nun von 16teln getragen, diejenige in Nr. 12 von 32teln, d.h. die Tonbewegungen von Nr. 11 müssen im halben Tempo von Nr. 12 gespielt werden und nicht annähernd im gleichen Tempo! Überdreht man das Tempo von Nr. 11, dann wird die geforderte Geschwindigkeitsverdoppelung in Nr. 12 spieltechnisch einfach unmöglich, d.h. Nr. 12 ist dann von der Temporelation her unvermeidlich viel zu langsam.

Die Akkord-Triller im „Feenstück“ Nr. 4 wirken bei Pollini eher etwas ungelenk-holprig als feenhaft leicht – léger und leggierissimo heißen die Spielanweisungen im Notentext. Im abschließenden Feuerwerk hört man zu Beginn die „Sprünge“ der Hände, die Pollini dann aber statt krampfhaft zu egalisieren für die Erzeugung einer Unruhe ausdrückenden Stimmung auszunutzen versteht - klaviertechnische Perfektion ist eben nicht immer ein Gewinn, sondern hat manchmal nur Glätte und damit ausdruckslose Gleichförmigkeit zur Folge. (Übrigens baut auch ABM genau deshalb an dieser Stelle gezielt solche Unebenheiten ein!) In „Brouillards“ erreicht Pollini zwar weder die verdichtete Prägnanz von ABM noch die strukturalistische Klarheit von Monique Haas, die hier die rhythmischen Strukturen verdeutlicht. Dafür nutzt er aber wiederum die fingertechnischen Unebenheiten seines Piano- und Pianissimo-Spiels, um damit das Düstere dieses Nebelstücks um so gespenstischer erscheinen zu lassen, indem das scheinbar Greifbare gleich wieder ungreifbar wird. Nur ein Detail vielleicht, das ein klein wenig stört: Weil er anders als ABM in den Wellenbewegungen zu Beginn der „Coda“ keine gezupften Harfen- oder Gitarrensaiten imaginiert, wirken die eher Mezzopiano als Pianissimo gespielten Wellen dann doch etwas prosaisch. Pollini trifft, das ist die unbestreitbar hohe Qualität dieser Aufnahme, eigentlich immer wie selbstverständlich die Charaktere – überrascht z.B. im Cake-Walk Nr. 6, wo er das strident wörtlich zu nehmen versteht im grell-vitalen Zugriff. Beschäftigt man sich aber mit den Details, dann kommt in letzter Konsequenz allerdings auch das nicht so ganz Zwingende des im Großen und Ganzen Überzeugenden zum Vorschein. So spielt er in der „Habanera“ (Nr. 3) die brüsken und extremen Kontraste zwar aus, vermeidet aber letztlich doch nicht – das Gebrechen nahezu aller Aufnahmen – das Schwerfällig-Basslastige und/oder übertrieben Harte, das letztlich erst ABM diesem Stück ausgetrieben hat, indem er einfach akribisch genau den Notentext liest. Debussy will nämlich den Bass keineswegs plump in den Flügel gehämmert haben (wie das besonders unschön, ja geradezu brutal z.B. bei Krystian Zimerman geschieht), sondern notiert als Betonungszeichen einen Strich, der sonor wie ein breiter Cellostrich zu nehmen ist. In der Figur der rechten Hand sind dann als Kontrast dazu die harten Keilakzente notiert. Nur wenn man – wie endlich ABM – diese Ordnung der Akzente einer dominierenden rechten und nicht linken Hand einhaltend hier wirklich Notentext genau spielt, wird der Eindruck des Plumpen vermieden. Erst in der Reprise notiert Debussy den Kontrast schärfend auch für das Des im Bass einen Keilakzent – was man wiederum einzig und allein bei ABM so hört!

Was die genaue Umsetzung des Notentextes angeht muss zudem auf eine große Merkwürdigkeit der Interpretationsgeschichte des abschließenden „Feuerwerks“ (Nr. 12) hingewiesen werden, die ABM aufgedeckt hat. ABM „explodiert“ förmlich zum Schluss mit den aufwärtsstürmenden Oktaven, bevor das Glissando in die Tiefe stürzt. Des Rätsels Lösung: Als einziger (!) mir bekannter Interpret realisiert er den in meiner Ausgabe notierten Taktwechsel vom 6/8 zum 2/8-Takt. Dann kommen nämlich doppelt so viele 64tel auf eine Achtel und die Oktaven sind in der Wiederholung der Figur mit Taktwechsel doppelt so schnell zu spielen! Wie alle übrigen Interpreten außer ABM zählt Pollini hier egalisierend statt einen 2/8 einen 4/8-Takt.

Um nun noch einmal auf das nicht so ganz Zwingende bei Pollini zurückzukommen: Atmosphärisch gelingt ihm das „Mondscheinstück“ Nr. 7 wirklich sehr gut. Aber zugleich nivelliert er die einheitliche Grundstimmung betonend auch den kontrastierenden Stimmungswechsel einer aufhellenden Belebung, der Debussys Spielanweisung zu entnehmen ist: léger und zugleich Un peu animé. Und in Nr. 9, Debussys parodistischer Variation der englischen Nationalhymne, fehlt letztlich das entscheidende Quantum an Schärfe und damit auch das „Gift“, die gallige Ironie.

Für mich setzt Pollini den Höhepunkt mit dem Schluss, mit „Feux d´artifice“ (Nr. 12). Da erscheint wie ein Widerhall der junge Pollini mit seiner Kraft und Energie – hier spürt man sie plötzlich wieder, die so zwingende Dynamik seines Spiels, den „Zug“ und „Sog“, der auf das Ende zutreibt. Und ganz am Ende hat der Meister auch noch eine zündende Idee. Statt den letzten Ton des Stücks, das Des mit Portato-Punkt, in den Flügel zu tupfen, spielt er ihn erst gar nicht, sondern „enthüllt“ den verhallenden Des-Farbtupfer durch die Wegnahme des Pedals und damit des Quinten-Obertons As der gerade verklungenen Tremolofigur (Des-As) im Bass! Solche geistreichen Zündungen hätte ich mir doch öfter gewünscht! So aber kommt eine Aufnahme heraus, welche zwar einerseits unbestreitbar die Pollini-Qualitäten zeigt, welche man an ihm so schätzt. Sie fördert aber andererseits auch keine wirklich aufregenden, neuen Erkenntnisse in Sachen Debussy und Debussy-Interpretation zu Tage. Vielleicht jedoch hat der altersweise Meister solche ambitionierten Ansprüche auch gar nicht und will sie nicht mehr haben, sondern möchte bescheiden wie es seine Art ist ein lediglich so vorteilhaft wie mögliches „Bild“ von Debussys Musik präsentieren, als ein zugleich Anspruchsvolles und dabei doch immer eingängig Bleibendes – ohne die Anstrengung der Abstraktion eines Pointilismus also, welcher dem Spieler die Mühe der Analyse und dem Hörer die der Synthese macht, mit einem Wort: Dem altersweisen Maurizio Pollini geht es um die Gelassenheit eines musikalischen Vortrags ohne intellektuelle Verkrampfung. Und genau das war schon von Pollinis zweiter Aufnahme der Chopin-Préludes zu sagen. Maurizio Pollinis späte Aufnahmen werfen die Frage auf und werden sie wohl immer wieder aufwerfen: Inwieweit ist Ungenauigkeit – nicht aus Sorglosigkeit, Unachtsamkeit oder Schlampigkeit, sondern als Ergebnis von verantwortlicher Reflexion als Ausdruck interpretatorischer Sorgfalt – ein legitimer Vortragsstil? (En blanc et noir, gespielt mit seinem Sohn Daniele, ist ein wirklich schöner Abschluss dieser höchst respektablen Aufnahme!) :)

Schöne Grüße
Holger

Christian B.

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132

Mittwoch, 28. März 2018, 19:35

Das Verflixte an Deinen Besprechungen ist, lieber Holger, dass sie mich zwingen nachzuhören, um mir eine eigene Meinugn zu bilden. Das zweite Heft der Preludes steht mir nicht so nahe und ich kenne es nicht so gut, dass ich hier wirklich einsteigen könnte. Deswegen nur zwei Anmerkungen: Der Aufnahme von Michelangeli konnte ich noch nie etwas abgewinnen, außer dass sie perfekt ist. Aber sie ist so kalt - auch klanglich- und hat so wenig Atmosphäre, dass ich sie für künstlerisch missglückt halte. Eine äußerst faszinierende Aufführung des Zyklus' habe ich live von Thibaudet gehört, aber seine Studio-Einspielung vermag mich auch nicht zu begeistern. Die noch gelungendste Aufnahme ist für mich von Sviatoslav Richter, es ist eine Live-Einspielung und sie hat eine ganz wunderbare Atmosphäre und Kraft. Der von Dir gewiss zu Recht angesprochene hohe Abstraktionsgrad dieser Stücke, der eine Rezeption ungleich schwerer macht als bei Band 1, wird bei Richter auf unvergleichliche Weise zu betörender Klangmagie (Spoleto 1967).

Aber jetzt muss ich erst einmal nachhören :-) Danke für die tolle und ausführliche Besprechung!!!

Viele Grüße
Christian

Dr. Holger Kaletha

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133

Donnerstag, 29. März 2018, 07:22

Deswegen nur zwei Anmerkungen: Der Aufnahme von Michelangeli konnte ich noch nie etwas abgewinnen, außer dass sie perfekt ist. Aber sie ist so kalt - auch klanglich- und hat so wenig Atmosphäre, dass ich sie für künstlerisch missglückt halte.
Da sind wir nun wirklich total auseinander, lieber Christian. :D Für mich ist ABMs Aufnahme die einzige, die mich wirklich emotional tief berührt. Ich empfinde sie als berstend expressiv in jeder Note mit auch nicht der allergeringsten Spur von Kälte. Und dass es ihm hier nur um Perfektionismus gegangen sei, das ist einfach belegbar nicht zu halten. Das zeigt der Beginn von "Feux d´artifice". Da spielen Andere perfekt gleichmäßig, nur ABM verzichtet gerade auf Perfektion und zeigt so ein kleines Drama zwischen Tönen und Klängen auf. Und ich halte sie für die künstlerisch bedeutendste Aufnahme der Preludes Heft 2.

Aber vielleicht liegt des Rätsels Lösung hier: Ortega y Gasset schreibt 1925, von Debussy datiere eine "neue musikalische Ära". Und er formuliert den Satz: "Debussy reinigte die Musik vom Menschlichen..." Wie kommt Ortega y Gasset zu solch einem Urteil? Haben etwa alle Pianisten 1925 Debussy "kalt" gespielt? Ortega hat offenbar etwas gemerkt, dass bei Debussy die Epoche der Romantik zu Ende ist und eben auch die romantischer Emotionalität. Wenn man die bei Debussy sucht, dann findet man seine Musik vielleicht "kalt" - oder den Vortrag des Interpreten, der kein romantisches Gefühl mehr zeigt. Arraus "Preludes" gefallen mir genau deshalb nicht, weil er sie spielt eben mit einer solchen "altmodischen" romantischen Emotionalität. Bei ABM dagegen spürt man, dass Debussy etwas mit dem wortkargen, formelhaften, in die Abgründe der menschlichen Seele leuchtenden späten Liszt zu tun hat, wo sich Romantik in Richtung eines modernen Expressionismus transzendiert. Und dass Anton Weberns Aphoristik, das Nebeneinander von Ton und Stille, nicht weit ist. Der Moderne bei Debussy muss man sich gerade beim zweiten Heft der Preludes stellen. Und genau dazu zwingt einen ABM.

Den Aufnahmesaal kenne ich übrigens. Die Geschichte dieser Aufnahme begann mit einem total missglückten Aufnahmeversuch in der Schweiz. Der Saal dort bekam einen Wasserschaden und die Akustik war im Eimer. Also suchten ABMs Produzent Cord Garben und ABM nach einem neuen Saal und fanden ihn im kleinen Saal der Bielefelder Oetker-Halle. Den kenne ich gut, denn bis vor 4 Jahren wohnte ich 10 Minuten Fußweg von der Oetker-Halle entfernt und habe auch im kleinen Saal Konzerte gehört, u.a. einen Scriabin-Abend mit Maria Lettberg. Der Saal ist stark bedämpft und eher trocken. "Atmosphärisches" kann man dort nicht hinbekommen - allerdings farbige und warme Klänge. Farbig und warm klingt deshalb auch ABMs Flügel. Aber genau um das Atmosphärische zu betonen ging es ABM gerade nicht. Jean Cocteau sprach von einer Läuterung des Impressionismus: "Musik ohne Sauce!" Und eben das wollte ABM den späten Preludes austreiben im Geiste Cocteaus: die impressionistische Sauce, die "Atmosphäre"! Er verordnet den Preludes Heft II also genau die "Läuterung", von der Cocteau sprach! Da passt einfach alles zusammen - Akustik und Ästhetik!
Eine äußerst faszinierende Aufführung des Zyklus' habe ich live von Thibaudet gehört, aber seine Studio-Einspielung vermag mich auch nicht zu begeistern.
Thibaudet ist ein typischer französischer Pianist, brillant, elegant. So macht er aus Mendelssohns "Variations serieuses" "Variations brillantes". Deshalb bezweifle ich stark, dass der für das "Seriöse" gerade für Debussys Preludes Heft 2 ein Sensorium hat.
Die noch gelungendste Aufnahme ist für mich von Sviatoslav Richter, es ist eine Live-Einspielung und sie hat eine ganz wunderbare Atmosphäre und Kraft. Der von Dir gewiss zu Recht angesprochene hohe Abstraktionsgrad dieser Stücke, der eine Rezeption ungleich schwerer macht als bei Band 1, wird bei Richter auf unvergleichliche Weise zu betörender Klangmagie (Spoleto 1967).
Richters Mitschnitt von 1967 fand ich immer schrecklich. Er ertränkt da Debussy förmlich im Pedal. Das ist mit Cocteau Impressionismus nur noch als reine Sauce! :D Da gefällt mir Richters Lehrer Heinrich Neuhaus mit seiner Klarheit viel, viel besser! :hello:

Schöne Grüße
Holger

Christian B.

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Donnerstag, 29. März 2018, 09:24

Lieber Holger,

wie gesagt, ich muss nachhören und bin hier auch nicht so im Thema. Der Richter-Mitschnitt aus Spoleto ertrinkt meines Erachtens nicht im Pedal, aber die Aufnahme ist leider sehr schlecht und enthält viel Hall. Aber Feux d'artifice spielt er zu Beginn unglaublich pointiert und komplett ohne Pedal. Zu Michelangeli: Wenn Du schon selber sagst, dass es nicht möglich sei, an diesem Aufnahmeort in Bielefeld eine Atmosphäre herzustellen, dann erklärt das natürlich mein Problem. Debussy ohne Atmosphäre finde ich sehr schwierig. Ich melde mich noch einmal, wenn ich mir einige Aufnahmen angehört habe (u.a. Arrau, Egorov, Thibaudet, 2x Ciccolini, Rogé, Bavouzet, Aimard, Koroliov).
Classicstoday favorisiert bei den Preludes ja Steven Osborne - die Aufnahme werde ich mir wohl besorgen.

Viele Grüße
Christian

Dr. Holger Kaletha

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135

Donnerstag, 29. März 2018, 17:40

Wenn Du schon selber sagst, dass es nicht möglich sei, an diesem Aufnahmeort in Bielefeld eine Atmosphäre herzustellen, dann erklärt das natürlich mein Problem. Debussy ohne Atmosphäre finde ich sehr schwierig.
Sooo trocken ist der Saal ja nun nicht und ABMs Aufnahme auch überhaupt nicht unatmosphärisch. Nur wenn man betont das Atmosphärische haben wollte als den dominierenden Aspekt, dann wäre dies freilich der falsche Saal! :hello:

Schöne Grüße
Holger

Dr. Holger Kaletha

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Donnerstag, 29. März 2018, 20:15

Zwischenzeitlich habe ich mir tatsächlich seit urlanger Zeit Richter wieder angehört. Er hat ja nun eine ganze Reihe von Sternstunden gerade auch im Konzert gehabt, aber dieser Mitschnitt der Preludes Heft II ist wirklich eine schnell verglühende Sternschnuppe. Erst wird das Tempo zerdehnt, dass die Nebelschwaden nur so wabern wie in einer schlechten Filmmusik, dann ist er wieder zu schnell, später gibt es dann völlig unorganische Temposchwankungen. Die Phrasierung stimmt nicht, die Idiomatik stimmt nicht und schlüssig ist es in der Regel auch nicht. Bisweilen verwechselt er Debussy irgendwie mit Prokofieff. Das Pedalspiel ist so grottenschlecht nicht wie ich es in Erinnerung hatte, obwohl oft reichlich die Strukturen vernebelnd, da kommt dann noch das zerdehnte Tempo dazu, was den Eindruck einer "Waschküche" verstärkt im Zusammenspiel mit der wirklich grauenvollen Aufnahmetechnik. Irgendwie hat man das Gefühl, dass da Richter versucht, sich der musikalischen Welt der Preludes von Debussy irgendwie anzunähern, zu der er noch keinen richtigen Zugang gefunden hat. Wenn man den Titaten Richter und diesen seinen völlig misslungenen Vortrag gehört hat, weiß man hinterher Pollini um so mehr zu schätzen. Er trifft eigentlich immer das Richtige! Diese Stimmigkeit und Treffsicherheit und dazu noch Natürlichkeit zu erreichen - das muss man auch erst einmal können! :)

Ich finde nach wie vor, dass Pollinis herausragende Aufnahme in Sachen Debussy die Etüden sind! Da hat er wirklich Maßstäbe gesetzt. Das ist jedenfalls meine eindeutige Referenz!

Schöne Grüße
Holger