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m-mueller

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1

Sonntag, 25. März 2018, 22:44

Deep Purple - Concerto for group and orchestra

Am 24. September 1969 wurde ein Stück uraufgeführt, das als erstes Stück überhaupt eine Rockband und ein komplettes Orchester kombinierte. Entsprechend hieß das Stück: Concerto for group and orchestra, war komponiert von John Lord, dem Organisten der Rockband Deep Purple und wurde aufgeführt von Deep Purple und dem Royal Philharmonic Orchestra, das von Malcom Arnold dirigiert wurde.

Das Stück wurde 1970 zum zweitenmal aufgeführt, und zwar in Los Angeles - nach der Aufführung waren die Noten weg!!! Unglaublich, aber wahr.

aus Wikipedia:
On 25 and 26 September 1999, thirty years after its initial performance, the Concerto was again performed in front of a live audience in the Royal Albert Hall. To make this performance possible, a new score was created by Marco de Goeij by listening to the recording and watching the video of the 1969 performance.

Und hier ist das Video der 1969 performance:


teleton

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Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

2

Dienstag, 27. März 2018, 18:47

Concerto for Rock-Band and SO / Sarabande - Suite für Rock-Band und Orchester

Hallo m-müller,

mich wundert, dass Dir noch keiner gentwortet hat, denn so unbekannt sind die sachen dioch nicht ?
Wenn ich mir deine anderen Beiträge über Jon Lord ansehe, dann scheinst Du ja ein richtiger Fan zu sein.
Ich sage dazu: Solange bei Jon Lord kein Gesang zu hören ist, dann empfinde ich das ja noch alles als OK. Aber sobald der Rockgesang einsetzt muss ich abschalten .... uuuuaaaahhhh ....

Die Idee Rock und Symphony-Orchestra zu kombinieren fand ich damals richtig gut. Die LP hatte ich damals von einem Freund zum aufnehmen auf Tonband ausgeliehen.
Ich habe gerade in meiner alten Tonbandliste von den 70er-Anfang 80er-Jahren nachgesehen (die TB habe ich noch im Keller) - da habe ich die TB-Nr mit dem LP-Mitschnitt dieser LP Deep Purple - Concerto for group and orchestra gefunden.

- hier die CD mit gleichem Cover -

Harvest (EMI), 1970

Vom Ergebnis hatte ich mir damals (und bis heute) etwas mehr versprochen ( ;) na ja ich bin nicht der FAN) und fand die Orchestration etwas leihenhaft, obwohl Arnold sich alle Mühe gab das Beste raus zu holen.
Aber sonst habe ich es mir ganz gerne mal angehört ... :) ich muss demnächst mal reinhören, was nicht einfach ist, :D weil das TB nur noch in liegendem Zustrand ohne Gleichlaufschwankungen läuft.
Auch wenn der Vergleich hinkt, aber Liebermanns - Concerto for Jazz-Band und Symphony Orchestra (1954) und auch Harold Brubecks - Dialoge für Jazz-Combo und Orchester finde ich deutlich ansprechender umgesetzt.


------------------------------------------------------------


Wenig später 1975 folgte ein weiteres Projekt in der Art Cross-Over von Jon Lord, das ich auf gleichem TB vorfinde:
Sarabande - Suite für Rock-Band und Orchester (1975)


Deep Purple records, 1975

Nach barockem Schema werden 6 Sätzen (Fantasia - Sarabande - Aria - Giuge - Bourée - Finale) abgespult. Es spielt die Philharmonia Hungarica unter dem damaligen deutschen "Rocker" Eberhard Schoener, der sich damals mit Musik in der Richtung einen Namen machte.
Das Ergebnis finde ich allerdings teils etwas langatmig und hat mich damals weniger überzeugt, als das og. Concerto ... ganz nett eben ... aber nichts, was mich nun total vom Hocker haut.
Ich habe mich jedenfalls nie durchringen können mir die beiden "Jon Lord-Werke" auf CD zuzulegen ...

:?: Kennst Du / Ihr (andere Mitleser, die etwas dazu sagen möchten) Sarabande ?




*** Auch hier möchte ich noch ein weiteres Cross-Over-Stück benennen, dessen Vergleich zu den beiden genannten Jon Lord-Rock-Symphonic-Pieces ebenfalls hinkt, das ich aber mega ungleich besser finde und von dem ich bereits mehrfach bei Tamino berichtete: Sogar meine Frau (die sonst fast alles zu "powermässig-modern" empfindet, was ich höre) ist ein Fan =
:thumbsup: William Russo: Drei Stücke für Blues-Band und Sinfonieorchester (1970)
Gruß aus Bonn, Wolfgang

kalli

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3

Dienstag, 27. März 2018, 22:47

Einspruch euer Ehren,

Schon 1967 haben die Moody Blues ein Album mit Orchester aufgenommen - "Days of Future passed" . Mit dem berühmten Nights in white Satin......Von Procul Harum gibt es auch eine ( Live) Aufnahme mit Orchester und Chor aber das war 1971 ....Übrigends hat deren Keyborder Gary Brooker vor einem Live Konzert auf dem Flügel zur Einstimmung nur Bach gespielt ( mein Klavierstimmer hatte ehrfurchtsvoll gewartet bevor er zum Flügel ging...)
Ich schätze übrigends John Lord sehr - seine CD " Pictured Within " höre ich öfters.

Kalli

chrissy

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  • »chrissy« ist männlich

Beiträge: 3 645

Registrierungsdatum: 20. Oktober 2010

4

Dienstag, 27. März 2018, 23:12

Einspruch euer Ehren,

Schon 1967 haben die Moody Blues ein Album mit Orchester aufgenommen - "Days of Future passed" . Mit dem berühmten Nights in white Satin......Von Procul Harum gibt es auch eine ( Live) Aufnahme mit Orchester und Chor aber das war später....

Kalli
Stimmt alles!
Nights in white Satin, https://www.youtube.com/watch?v=88uv7S9Bz9U
seinerzeit ein Riesenhit :thumbsup: . Höre ich heute noch gern, wenn er mal spontan im Autoradio kommt.

CHRISSY
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m-mueller

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5

Mittwoch, 28. März 2018, 20:19

Hallo Kalli, Chrissy,

Ihr habt natürlich insofern recht, als es schon vor dem "Concerto" Versuche gegeben hat, klassische Instrumente in den Pop-Sound mit einzubauen, aber das blieb doch immer Pop. Das Concerto war aber vom Verständnis John Lords ein Stück, das sowohl dem Pop als auch der Klassik angehörte. Und Ritchie Blackmore, der Gitarrist der Deep Purple, mochte es deshalb auch nicht.

Hallo teleton,
ich bin ein Fan des frühen John Lord, oder sagen wir, der frühen Deep Purple - nach Smoke on the water haben sie eigentlich nicht mehr viel gemacht, das mir gefallen hat. Die Sarabande habe ich früher ein paarmal gehört, ich finde aber das Concerto wesentlich besser. Die Sarabande ist in weiten Teilen zu "smooth", man könnte auch sagen: einfallsarm.

Hinsichtlich Gesang bin ich allerdings anderer Meinung als Du, auch wenn ich Deine Ansicht verstehen kann. Der Sänger ist Ian Gillan, und er kam früher unglaublich hoch, was sich zum Teil recht gewöhnungsbedürftig anhört. M.E. ist er aber einer der besten Sänger der Popgeschichte, er hat z.B. den Original-Jesus in Llody-Webbers Jesus Christ Superstar gesungen, eine ganz vorzügliche Leistung. Auch bei Child in time, Speed King etc. beweist er seine außergewöhnliche Klasse.

chrissy

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6

Mittwoch, 28. März 2018, 22:33

Hallo Kalli, Chrissy,

Ihr habt natürlich insofern recht, als es schon vor dem "Concerto" Versuche gegeben hat, klassische Instrumente in den Pop-Sound mit einzubauen,
aber das blieb doch immer Pop.
Hallo, Michael
Du hast natürlich recht, auch mit dem Zusatz und der Verwendung von "klassischen Instrumenten", blieb es vordergründig doch immer Pop.
Und ich denke, für die Kürze eines solchen Songs von 3 - 4 Minuten, kann es eigentlich auch nicht anders sein.
Ebenfalls 1967 gab es den Hit der "Beatles - All you need is love". https://www.youtube.com/watch?v=dsxtImDVMig
Neben den üblichen Pop - Instrumenten war dieser Hit untermalt und begleitet von zwei Tenorsaxophonen, zwei Posaunen, zwei Trompeten,
vier Violinen, zwei Celli und sogar von einem Akkordeon.

Herzliche Grüße
CHRISSY
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kalli

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7

Mittwoch, 28. März 2018, 22:45

Hallo Chrissy,

Das von mir genannte Moody Blues Album ist für mich schon ein Meilenstein, aber du hast Recht- die Titel selbst sind "Pop". Ich habe es mittlerweile als SACD ( wie alle älteren MB Aufnahmen ) . Die Songs gehen ineinander über - später wurden das bei MB Konzeptalben - ich schätze alle. Und der Decca Sound war schon zu der Zeit überragend gut.
Das Concerto Album habe ich natürlich gleich bestellt - als John Lord "Fan" bin ich für diese Info sehr dankbar .
Nebenbei "Yesterday" wird ja nur von einem Streichquartett begleitet......

Schönen Abend noch.

Kalli