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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Mme. Cortese

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  • »Mme. Cortese« ist weiblich

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181

Samstag, 27. Januar 2018, 15:56

Ich versuche immer wieder das Thema beizubehalten, nämlich zeitnahe "Traditionelle" Operninszenierungen zu zeigen -



Lieber Alfred,
auch wenn es jetzt OT ist, hier der Trailer aus Hannover, damit die Mitglieder und -leser wissen, wovon Amfortas und ich reden:



Sooo feiert man heute!
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Amfortas08

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182

Samstag, 27. Januar 2018, 16:22

Ich habe doch schon geschrieben, dass ich reichlich angeödet war.
Stimmt. Hatte ich momentan nicht auf Schirm.
auch wenn es jetzt OT ist, hier der Trailer aus Hannover, damit die Mitglieder und -leser wissen, wovon Amfortas und ich reden:
Danke für Link auch in diesem Thread !
Schade, dass es davon keine Komplettaufzeichnung gibt, denn Berger-Regie in Hannover sehr gelungenen, wärend Minkowski/Neuenfels-Mitschnitt aus Salzburg mich wenig überzeugte und KOB (wars Homoki oder Mussbach ?) vergleichweise szenisch eher behäbig rüberkam

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

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Registrierungsdatum: 7. April 2011

183

Samstag, 27. Januar 2018, 19:28

Zitat

Zitat von MmeCortese: Meiner Meinung nach krankt die Inszenierung unter anderem auch daran, dass wie so häufig Witz und Humor mit unterster Klamotte verwechselt werden.
Liebe MmeCortese,

aus eigener Erfahrung weiß ich, wieviel schwerer es ist, eine Komödie zu inszenieren und auch zu spielen als ein ersteres Stück.
Anscheinend verstehen viele heutige Regisseure diese Kunst nicht mehr und machen daher aus Komödien billigste Klamotten. Und ein manches Publikum kann man ja auch mit billigen Witzchen, gewürzt mit Anzüglichkeiten, blendend unterhalten (Blödelshows haben ja auch im Fernsehen - vor allem bei den Privatsendern - immer noch hohe Einschaltquoten). Ist das das Publikum, das die Regisseure suchen?

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

Mme. Cortese

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  • »Mme. Cortese« ist weiblich

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184

Samstag, 27. Januar 2018, 19:44

Ist das das Publikum, das die Regisseure suchen?


Den Eindruck hatte ich schon öfter, auch wenn sie das meistens hinter hochgestochenen Phrasen zu verdecken suchen -- siehe Trailer.
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

Amfortas08

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185

Samstag, 27. Januar 2018, 20:29

Anscheinend verstehen viele heutige Regisseure diese Kunst nicht mehr und machen daher aus Komödien billigste Klamotten. Und ein manches Publikum kann man ja auch mit billigen Witzchen, gewürzt mit Anzüglichkeiten, blendend unterhalten (Blödelshows haben ja auch im Fernsehen - vor allem bei den Privatsendern - immer noch hohe Einschaltquoten).
Einige Postings zuvor ist folgendes von dir zu lesen:
dass man das Publikum mit den Mätzchen verschiedener Regisseure nicht locken kann. Die Intendanten der sogenannten "Provinztheater" scheinen das weitsichtiger zu sein als die verbohrten der Großen Häuser, die noch viel zu viel Subventionen erhalten. Leider hat man hier - wohl aus Gründen der geringen Nachfrage (die Besucher haben sich wegen der vielen entstellten Inszenierungen verschiedener anderer Tourneetheater hier andere Nischen gesucht) - keine Opern mehr eingekauft,
sowie:
Auch dass die Leipziger Folgevorstellungen schon ausverkauft sind, während in den in den Theatern mit verunstalteten Werken teilweise gähnende Leere herrscht, zeigt doch, dass das ein gewaltiger Irrweg ist.
Folglich:
Falls ein zahlenmäßig großes Publikum sich bevorzugt auch Inszenierungen reinzieht, die du pauschal als Verunstaltungen qualifiziertst, setzt es sich also nach deinem Weltbild nicht mehr aus wahren Opernliebhabern zusammen, sondern bloß aus Besuchern, die TV-Blödelshows goutieren, weil du das in deinem Posting in unmittelbaren Zusammenhang mit den Opernbesuchern gebracht hast.

Haste etwa jemals diese Besucher nach Ende einer Vorstellung von "Verunstaltungen" nach ihren TV-Präferenzen gefragt oder aus welch verlässlichen, aber mir leider unbekannten Quellen speist sich deine Behauptung ?
Wäre höchst interessant zu erfahren. Bin auf eine plausible Antwort gespannt.

Falls du deine Behauptung untermauern kannst, dann allerdings bedarf ein solches Publikum selbstverständlich unbedingt einer gründlichen Instruktion durch Gerhard Wischniewski, um zu erkennen, wie sehr es den „Verunstaltern“ bereits auf dem Leim gegangen ist.
Ist das das Publikum, das die Regisseure suchen?
Inwiefern sucht sich ein Regisseur das Publikum ? Organisieren z.B. diese „Verunstalter“ denn so was wie Telefonaktionen oder lassen sie zu diesem Behuf in der City zahlreiche Flugblätter verteilen ?
Nähere Details, welche diese in deine Frage eingekleidete Behauptung untermauern, wären sehr hilfreich.