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  • »Dritte Dame« ist weiblich

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1 021

Mittwoch, 17. Januar 2018, 13:35

Kleiner Nachtrag: Der Baron ist in beiden Inszenierungen derselbe, nämlich Günther Groisböck! Der ist klasse! In beiden Fällen fehlt da die Lächerlichkeit, die dem Baron ja meistens anhaftet.Was ich gut finde, denn zum Lachen ist das Ganze genauso wenig wie das Verhalten des Grafen! Bleibt zu hoffen, dass Octavian weiterhin beherzigt, was er gelernt hat, nachdem er am eigenen Leibe die Opferrolle kennengelernt hat. Sollte er vorher auch gerne einmal das eine oder andere Dienstmädchen begrabscht haben, so wird er sich das in Zukunft vielleicht zwei Mal überlegen...


Liebe Grüße, die Dritte Dame

Mme. Cortese

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  • »Mme. Cortese« ist weiblich

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1 022

Mittwoch, 17. Januar 2018, 14:23

Zitat von »Mme. Cortese«
In welcher Hinsicht? Sein promiskuitives Verhalten war zu der Zeit allgemein üblich.
Dann ist aber der Verzicht auf das Recht der ersten Nacht nicht standesgemäß!
Aber wieso regt sich die Gräfin dann eigentlich so auf und singt da zwei wunderschöne , herzzerreißend Leidensarien?
Und lässt sich obendrein noch von einem "Contessa, perdone!" einwickeln?


Wenn ich mich recht erinnere, hat der Graf das "Ius primae noctis" bei seiner Hochzeit als "Liebesbeweis" für seine Rosina aufgegeben, ein Beschluss, den er sehr bald bereut hat. Dass er es nun gerne heimlich wieder einführen möchte, sieht die Gräfin folgerichtig als Beweis, dass seine Liebe erloschen ist. Dass der Graf seinerseits eifersüchtig ist, hat natürlich nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Besitzdenken. Was die Herren bei sich selber für verzeihlich hielten, war den Ehefrauen noch lange nicht erlaubt.
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

  • »Dritte Dame« ist weiblich

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1 023

Mittwoch, 17. Januar 2018, 15:45

Wenn ich mich recht erinnere, hat der Graf das "Ius primae noctis" bei seiner Hochzeit als "Liebesbeweis" für seine Rosina aufgegeben, ein Beschluss, den er sehr bald bereut hat. Dass er es nun gerne heimlich wieder einführen möchte, sieht die Gräfin folgerichtig als Beweis, dass seine Liebe erloschen ist.
Das hat er für Rosina aufgegeben? Das wusste ich nicht, dann wird mir manches klarer! Wobei ich es dann wiederum merkwürdig finde, dass so sehr auf diesem Verzicht herumgeritten wird, wenn der schon eine Weile besteht ( siehe den Chor, den Figaro da inszeniert und das Duett der Brautjungfern...), denn ein paar Jährchen sind sie ja nun schon verheiratet.

Dass der Graf seinerseits eifersüchtig ist, hat natürlich nichts mit Liebe zu tun, sondern mit Besitzdenken. Was die Herren bei sich selber für verzeihlich hielten, war den Ehefrauen noch lange nicht erlaubt.

Deswegen ja mein Hinweis, dass sie sich als Frau da wohl besser nicht erwischen lassen sollte!Tja, da hat sich bis zur heutigen Zeit wohl nur insofern etwas geändert, dass nun auch teilweise Frauen im Zuge der Gleichberechtigung solches Verhalten für sich in Anspruch nehmen...


Liebe Grüße, die Dritte Dame

Hosenrolle1

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1 024

Mittwoch, 17. Januar 2018, 16:10

Rodolfo39 hatte aber explizit auf die Inszenierung mit Fleming und Garanca hingewiesen. Vielleicht haben wir uns da ja in dem Punkt irgendwie missverstanden?

Ich habe jetzt die beiden Stellen von rodolfo rausgesucht. Er schreibt:

Da ich die DVD gestern per Amazon bekommen hab , möchte ich mich nur kurz einmischen. Gekürzt wird häufig im ersten Akt der Monolog des Ochs . Und die Chemie zwischen Frau Flemming und Garanca stimmt tatsächlich da die beiden ganz natürlich miteinander umgehen und es nicht einstudiert wirkt.


Auf deine Frage, wie die Inszenierung sei, schrieb er:

Der Monolog des Ochs geht fast 10 Minuten im ersten Akt. Ohne Striche hab ich den Rosrnkavalier vor Jahren in Dortmund gesehen. (...)

Für mich klang das ebenfalls so, als ob er sich beim Monolog auf die MET-Version bezieht.


LG,
Hosenrolle1
„Begreifen wir endlich, dass der emotionale Kult der Tradition nur eine Form unserer geistigen Faulheit ist.“ (Stanislaw Brzozowski)

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1 025

Donnerstag, 18. Januar 2018, 09:49

Für mich klang das ebenfalls so, als ob er sich beim Monolog auf die MET-Version bezieht.
Klingt für mich auch so... Naja, vielleicht meldet er sich ja noch einmal und gibt Aufklärung!




Und wie fandest du speziell Garanča als Octavian? War der sehr burschikos, oder wirkte er eher eleganter oder so?
Garancas Octavian ist klasse!!! Sie gibt da echt alles, schade, dass es ihr endgültiger Abschied von den Hosenrollen sein soll...
Nein, elegant ist Octavian hier wirklich nicht, sondern ganz schön frech und selbstbewusst. Und schon der erste Akt sprüht vor witzigen ( nicht übertriebenen!) Regieeinfällen.
Octavian wechselt da überzeugend zwischen männlich und weiblich und wirkt, als hätte er mächtig viel Spaß daran, den Baron zu veralbern.
In jedem Fall zu empfehlen!


Liebe Grüße von der Dritten Dame

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1 026

Donnerstag, 18. Januar 2018, 10:06

Zitat von »Dritte Dame«



Dann dürfte er Barbarina aber auch nicht mehr besuchen...
Hmm ... auch wieder wahr. Meinst du, dass sie keine mehr ist?
Was Barbarina angeht, bin ich mir da immer noch nicht schlüssig...
Ich kann mir irgendwie immer noch nicht vorstellen, dass zwischen ihr und Cherubino mehr läuft als Herumknutschen.
Aber der Graf würde sich ja wohl kaum mit Händchenhalten und Küsschen zufriedengeben, oder?
Es sei denn, er ist bei Barbarina auch noch nicht weitergekommen als bei Susanna und versucht, mit Schmeicheleien und Bestechungsversuchen ans Ziel zu kommen.
Wenn Barbarina nach dem Chor der Blumenmädchen zum Grafen sagt : "Nun geben Sie mir Cherubino zum Mann und ich will Sie so lieb haben wie mein Kätzchen!" kann ich mir nicht helfen, es wirkt auf mich so, als wenn sie gar nicht weiß, was der Graf mit "lieb sein" eigentlich meint!
Ebenso wie diese Bitte, Cherubino heiraten zu dürfen auf mich den Eindruck macht, sie würde "Heiraten" spielen wollen so wie wir damals in der Grundschule...
Ich habe sie bis vor kurzem noch für eine ca. sechzehnjâhrige, frühreife Göre gehalten, aber seit ich weiß, dass sie erst zwölf sein soll, sehr ich manche ihrer Bemerkungen irgendwie in einem anderen Licht!



Liebe Grüße von der Dritten Dame

Hosenrolle1

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:00

Nein, elegant ist Octavian hier wirklich nicht, sondern ganz schön frech und selbstbewusst. Und schon der erste Akt sprüht vor witzigen ( nicht übertriebenen!) Regieeinfällen.

Das klingt schon gut, finde ich :)
Wie macht der Regisseur das eigentlich mit Grapschereien und Knutschereien, die man da im Trailer sieht? Bleibt es dabei, oder wird das die ganze Oper über fortgesetzt, dass es vielleicht schon übertrieben wirkt?


Octavian wechselt da überzeugend zwischen männlich und weiblich und wirkt, als hätte er mächtig viel Spaß daran, den Baron zu veralbern.

Wie meinst du "überzeugend weiblich" genau? Dass er sich natürlich bewegt, oder doch ein bisschen mit leicht übertriebenem Hüftwackeln etc.?


Wenn Barbarina nach dem Chor der Blumenmädchen zum Grafen sagt : "Nun geben Sie mir Cherubino zum Mann und ich will Sie so lieb haben wie mein Kätzchen!" kann ich mir nicht helfen, es wirkt auf mich so, als wenn sie gar nicht weiß, was der Graf mit "lieb sein" eigentlich meint!
Ebenso wie diese Bitte, Cherubino heiraten zu dürfen auf mich den Eindruck macht, sie würde "Heiraten" spielen wollen so wie wir damals in der Grundschule...

Der Ansicht bin ich im Grunde auch, andererseits kommt es mir schon so vor, als wolle sie Cherubino nur zum Mann als Notlösung, damit Cherubino im Schloß bleiben kann. Dass sie jetzt auf die Schnelle versucht, ihn irgendwie da zu behalten, und so einen Vorschlag macht.


Aja, wir sprachen ja öfter mal darüber, ob Cherubino bei "Venite inginocchiatevi" irgendwann wieder aufsteht, oder bis zum nächsten Rezitativ auf den Knien bleibt, und auch über diese Stelle, wo die Streicher diese Synkopen spielen. Ich sah dieser Tage eine Inszenierung dieser Arie, die an sich für mich nicht besonders erwähnenswert ist, aber an einer Stelle hab ich schön geschaut, und zwar ab 1:50!



Zwar kniet Cherubino hier nicht, obwohl Susanna ja singt, dass sie sich seine Schritte anschauen, wenn er wieder auf den Beinen ist, aber lassen wir diesen Fehler mal beiseite: der Regisseur interpretiert diese Synkopen so, dass SUSANNA ihm vormacht, wie man geht, und zwar werden ihre Schritte dabei genau mit diesen Synkopen getimt. Ich dachte immer, dass diese Synkopen eindeutig zu Cherubino gehören, dass er hier anfangs noch etwas ungeschickt und holprig geht ... aber andererseits singt Susanna während dieser Synkopen "wenn ihr wieder auf den Beinen seid", also würde ich fast ausschließen, dass Cherubino hier schon geht - denn warum sollte sie, wenn er schon wackelig herumgeht, zu ihm sagen "wenn ihr wieder auf den Füßen steht"?

Ich finde diese Interpretation hier sehr einleuchtend, und diese Synkopen bekommen in diesem Zusammenhang (Susannas vornehm-zierliche Schritte) eine neue Bedeutung, einen neuen Sinn.



LG,
Hosenrolle1
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Hosenrolle1

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Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:21

Eine Stelle gibt mir auch Rätsel auf: als der Graf die Türe öffnen will, hinter der er Cherubino vermutet, meint die Gräfin:

Giuro al ciel, ch'ogni sospetto...
(tremante e sbigottita)
e lo stato in che il trovate,
sciolto il collo, nudo il petto...


Laut meiner Übersetzung:

Beim Himmel schwöre ich, jeder Verdacht ...
(zitternd und entsetzt)
und der Zustand, in dem ihr ihn findet,
mit geöffnetem Kragen, nackter Brust ...


Nackte Brust?? Haben Mozart und/oder Da Ponte das tatsächlich so erwartet, wie es da steht? Wieso sollte die überhaupt nackt sein? Ich glaube nicht, dass die Gräfin sowas leichtfertig dahin sagt, wenn es nicht zutreffen würde, denn mit solchen Aussagen bringt sie sich in ärgste Schwierigkeiten.

Die "Filmübersetzung" verharmlost und verfälscht hier übrigens stark:

Könnt' ich dir nur seine Unschuld ...
Zwar sein Anzug erscheint verdächtig,
ohne Mantel, blaß die Arme ...




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1 029

Freitag, 19. Januar 2018, 08:52

Nackte Brust?? Haben Mozart und/oder Da Ponte das tatsächlich so erwartet, wie es da steht? Wieso sollte die überhaupt nackt sein? Ich glaube nicht, dass die Gräfin sowas leichtfertig dahin sagt, wenn es nicht zutreffen würde, denn mit solchen Aussagen bringt sie sich in ärgste Schwierigkeiten.
Theoretisch wäre seine Arme nackt, weil sie ihm ja die Ärmel hochgeschoben haben... Aber selbst wenn ihm schon das Hemd aufgeknöpft worden sein sollte ( was ja regietechnisch nirgendwo angegeben ist! ), weil sie ihm das Kleid überziehen wollten: Hält die Gräfin Cherubino wirklich für so dämlich, dass er in diesem Zustand im Ankleidezimmer verbleiben würde? Selbst, wenn er vor Angst völlig kopflos wäre, glaube ich schon, dass er zumindest noch so weit Herr seiner Sinne wäre, dass er das Hemd wieder zuknöpfen ( wenn nötig ;) ) und die Ärmel wieder herunterziehen würde, oder?

Liebe Grüße, die Dritte Dame

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1 030

Freitag, 19. Januar 2018, 09:09

Ich hätte da noch eine andere Frage: Würde der Graf Cherubino wirklich umbringen, wenn er ihn im Ankleidezimmer fände? Ich meine, der ist kein "dummer, kleiner Bauernlümmel", der ist ein Standesgenosse! Das würde für ihn doch nicht ohne Konsequenzen bleiben, nehme ich an! Zumal Cherubino völlig wehrlos ist und noch nicht einmal einen Degen tragen darf!
Aber sowohl Cherubino als auch Susanna gehen davon aus ( "Wenn er mich/ ihn findet, bringt er mich/ ihn um").
Auch die Gräfin sieht es so ( "Er rast vor Eifersucht! Er ist imstande, es zu tun!") .
Ach ja, auch Joachim Kaiser ist der Meinung ;) In dem besagten Buch, das wir beide kennen, meint er "Würde in diesem Moment Cherubino statt Susanna aus dem Kabinett treten, er wäre verloren."
Wie denkst Du darüber?


Liebe Grüße, die Dritte Dame


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Freitag, 19. Januar 2018, 09:28

Theoretisch wäre seine Arme nackt, weil sie ihm ja die Ärmel hochgeschoben haben... Aber selbst wenn ihm schon das Hemd aufgeknöpft worden sein sollte ( was ja regietechnisch nirgendwo angegeben ist! ), weil sie ihm das Kleid überziehen wollten

Das ist ja grade das, was mich stutzig macht. Nirgendwo wird gesagt, dass das Oberteil geöffnet wird, es ist nur davon die Rede, dass der Ärmel höher gezogen wird (damit man das Band sieht). Gut, bei Mozart stehen die Regieanweisungen nicht alle in schriftlicher Form da, vieles steckt auch in der Musik, aber trotzdem verstehe ich nicht, warum ihm überhaupt das Hemd vorne geöffnet werden sollte. Vielleicht wollten sie das Hemd ganz ausziehen, damit er besser ins Kleid passt? Dann würde es für mich noch Sinn machen, aber nur ein bisschen geöffnet, das wäre schon sehr unpraktisch.

Und wie gesagt, ich glaube nicht, dass die Gräfin sowas schwerwiegendes ohne jeden Grund sagt, weil sie ja nicht nur sich selbst, sondern auch Cherubino durch solche Beschreibungen seines Zustands in Bedrängnis bringt. Da Ponte oder Mozart hätten auch irgendwas anderes sagen können, nackte Ärmel, ohne Mantel, offene Haare, irgendsowas. Vielleicht haben die beiden diese Stelle nur reingenommen in der Hoffnung, dass der Bühnen-Cherubino tatsächlich mit aufgeknöpftem Hemd herumläuft? :D


Hält die Gräfin Cherubino wirklich für so dämlich, dass er in diesem Zustand im Ankleidezimmer verbleiben würde? Selbst, wenn er vor Angst völlig kopflos wäre, glaube ich schon, dass er zumindest noch so weit Herr seiner Sinne wäre, dass er das Hemd wieder zuknöpfen ( wenn nötig ;) ) und die Ärmel wieder herunterziehen würde, oder?

Gute Frage ... andererseits, ich weiß nicht, ob er als 13 jähriger sein aufgeknöpftes Hemd oder seine Ärmel als "erotischen" Zustand, als verfänglich sieht. Ich meine, es ist ja schon eigenartig genug, dass der Graf auszuckt, weil ein halbes Kind ein aufgeknöpftes Hemd hat.

Was das Töten des Pagen angeht, ich vergesse immer wieder dass er ja ein Adeliger ist! Vielleicht würde er auf ihn losgehen, aber ich glaube, wirklich töten würde sogar er ihn nicht. Zumal er dann vermutlich nicht nur Probleme mit Cherubinos Eltern hätte (falls denen sowas nicht egal ist), sondern vermutlich auch seine Frau, Susanna und Figaro sich völlig von ihm abwenden würden. Obwohl, die Gräfin sieht ja auch darüber hinweg, dass der Graf auf Kinder steht, also vielleicht wäre ihr ein Kindsmord auch egal, wenn der Graf sich nur schön entschuldigt.



LG,
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Samstag, 20. Januar 2018, 19:15

Oh, ein neuer Figaro-Trailer, diesmal von der "Opéra Nice Côte d'Azur":



Leider ziemlich rasch geschnitten, so dass ich öfter und in Zeitlupe schauen musste (Doppelrechtsklick auf das Video -> Wiedergabegeschwindigkeit -> Langsam). Der Graf scheint hier besonders brutal zu sein, läuft mit einer Hacke herum, tritt Cherubino, der auf dem Boden liegt, und geht so auf ihn los, dass Susanna oder die Gräfin dazwischengehen muss.



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