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WiKau

Schüler

  • »WiKau« ist männlich
  • »WiKau« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 102

Registrierungsdatum: 25. Dezember 2017

1

Mittwoch, 10. Januar 2018, 12:20

Was sind die Unterschiede zwischen den "großen" und etwas "kleinern" Orchester der Welt

Liebe Freunde(innen),
als Neuling würde mich interessieren was zB: die Berliner Philharmoniker "besser" können / machen als die zB: Duisburger Philharmoniker?
Was sind die Unterschiede bzw. deren Gründe?
Wenn möglich bitte keine Romane sondern einfach kurz und bündig eure Meinungen bzw. Hörerfahrungen (natürlich auch live!) dazu :thumbup:
LG

Johannes Schlüter

Fortgeschrittener

  • »Johannes Schlüter« ist männlich

Beiträge: 218

Registrierungsdatum: 1. Oktober 2017

2

Mittwoch, 10. Januar 2018, 12:29

Ich kenne zwar die Duisburger Philharmoniker nicht, aber auch die können sicherlich, wenn sie einen guten Tag haben, besser und interessanter und fesselnder sein als die Berliner Philharmoniker, wenn sie einen schlechten Tag haben.

WiKau

Schüler

  • »WiKau« ist männlich
  • »WiKau« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 102

Registrierungsdatum: 25. Dezember 2017

3

Mittwoch, 10. Januar 2018, 12:38

Ich kenne zwar die Duisburger Philharmoniker nicht, aber auch die können sicherlich, wenn sie einen guten Tag haben, besser und interessanter und fesselnder sein als die Berliner Philharmoniker, wenn sie einen schlechten Tag haben.
Lieber Johannes,
danke für deine Antwort. Die Duisburger Philharmoniker sollen "nur" stellvertretend für die etwas weniger berühmten Orchester stehen.
Leider ist dein Kommentar sehr allgemein gehalten.
LG

Johannes Schlüter

Fortgeschrittener

  • »Johannes Schlüter« ist männlich

Beiträge: 218

Registrierungsdatum: 1. Oktober 2017

4

Mittwoch, 10. Januar 2018, 12:43

;( schade

Damiro

Anfänger

  • »Damiro« ist männlich

Beiträge: 39

Registrierungsdatum: 13. Dezember 2017

5

Mittwoch, 10. Januar 2018, 13:49

Aber Johannes Sch. sollte doch keinen Roman schreiben.... ;)

Du kannst dir doch sicher denken, dass es ein Meer von Antwort- und Begründungsmöglichkeiten gibt... --->>> Hören, hören, hören.
Im Zweifelsfall sollte man wissen, wie hoch die Gagenforderungen der Orchester im Vergleich sind, um deren Qualität annähernd abschätzen zu können. ?( ?( ?( X( :whistling:

Nein im Ernst:

es gab schon immer Tonträger oder Rundfunkaufnahmen mit recht unbekannten Orchestern, welche sehr ansprechend und gut musiziert haben, u.a. Aufnahmen von früher existierenden Schallplattenclubs. War mal in Kosice in einem Sinfoniekonzert des örtlichen Orchesters, und war sehr angetan, wie sie ihr Programm absolviert haben. Ich fand es schlichtweg gut. 8-) Oder das Konzert in einer nahe meines kleinen Wohnorts gelegenen Kreisstadt mit deren "Sinfonieorchester", welches durch Amateure und Hochschul- Musikstudenten "verstärkt" worden war. Es war Juli und sie spielten mit einer Riesenbesetzung (zahlenmässig) schön aneinander geknüpfte Teile aus "Siegfried", zwei SängerInnen inclusive. Oh, je, oh je. Der Dirigent ging volles Risiko ...Werden sie das schaffen ??? :untertauch: Am Ende hat das Publikum buchstäblich gerast, sie wollten mit dem Beifall nicht mehr aufhören.
Zwei sehr schöne Konzertabende also ! (meist sind die CDs dieser Orchester auch nicht besonders teuer, technisch sehr oft tadellos))

Gruss vom
D.

Damiro

Anfänger

  • »Damiro« ist männlich

Beiträge: 39

Registrierungsdatum: 13. Dezember 2017

6

Mittwoch, 10. Januar 2018, 13:58

Ein Unterschied:
die zeitliche und lautstärkemässige Genauigkeit der Einsätze der einzelnen Instrumentengruppen. So.

La Roche

Prägender Forenuser

  • »La Roche« ist männlich

Beiträge: 2 321

Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

7

Mittwoch, 10. Januar 2018, 14:12

Lieber WiKau,

Einer der Hauptunterschiede dürfte das geringere Etat sein. "Kleinere" Orchester sind in der Regel auch kleiner besetzt, oft wirken sie bläserlastig, weil sie einfach schon daran scheitern, 16 erste Violinen zu besetzen und in der Reihe dann bei 4 Bässen enden.

Da diese Orchester in der Regel auch nicht in einem Saal mit 2000 Plätzen spielen müssen, wird der fehlende Orchesterklang durch den kleineren Resonanzraum ausgeglichen. Unser Konzertsaal in Gera (einer der schönsten in Ostdeutschland) kann um die 800 Zuschauer aufnehmen. Eine Schostakowitsch 7 in voller Besetzung wäre darin für das Publikum eine Zumutung.

Bei einem guten Dirigenten kann aber auch ein "kleines" Orchester hervorragende Leistungen bringen. Es sind ja alles Profis, die da spielen. Und manches "kleine" Orchester spielt oft über viele Jahre in eingespielter Besetzung, das merkt man!

Vom Geraer Orchester gibt es eine Reihe von CD´S, besonders unter Gabriel Feltz (jetzt Dortmund). Er hat viel Richard Strauss aufgenommen, wobei das Orchester durch Gastspieler auf Originalstärke aufgestockt wurde. Als Beispiel nenne ich die "Alpensinfonie", ein Riesenschinken. Sicher schneidet Gera im Vergleich mit den Wienern unter Thielmann nicht als Sieger ab. Aber wenn ich könnte, würde ich Dir diese Alpensinfonie inkognito vorspielen, ohne daß Du das Orchester genannt bekommst. Du würdest erstaunt sein, was ein sogenanntes "kleines" Orchester mit dem richtigen Dirigenten so draufhat!!



Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 610

Registrierungsdatum: 9. August 2004

8

Mittwoch, 10. Januar 2018, 15:10

Man kann allgemein sagen, dass der qualitative Unterschied zwischen den Orchestern geringer geworden ist, wie zahlreiche Tonaufnahmen beweisen. Auch sind die Wettbewerbbedingungen verändert worden. Vor einigen Jahrzehnten hatten eben nur als A-Orchester gehandelte Orchester überhaupt die Chance für ein führendes Label aufzunehmen. Die Spitzenorchester von heute spüren diese Veränderung natürlich. was manche dazu veranlasst ihre Aufnahmen selbst zu vermarkten.
Früher wurden Orchester vor allem durch ihren spezifischen Klang oder durch ihren Chefdirigenten berühmt. Heute vermischt sich das mehr und mehr. Gewiss - es gibt für ein berühmtes Orchester mehr Möglichkeit der Auswahl der Musiker und das kann sich in einer erhöhten Professionaltät und Perfektion auswirken. Eber natürlich kann ein weniger bekanntes Orchester ebensogute Musiker bekommen . wenn es da welceh in der Nähe gibt, die partout nicht der Karriere zuliebe ihren Wohnort wechseln wollen.
Dann gibt es noch so etwas wie den Nimbus oder Vorschußlorbeeren. Die Wiener Philharmoniker wurden oft den Wiener Symphonikern vorgezogen, obwohl der Qualitätsunterschied nie real bewiesen wurde.

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

WiKau

Schüler

  • »WiKau« ist männlich
  • »WiKau« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 102

Registrierungsdatum: 25. Dezember 2017

9

Donnerstag, 11. Januar 2018, 13:05

;( schade
Lieber Johannes, entschuldige, ich wollte dir nicht zu nahe treten.
Einen Kommentar wie ihn zB. unser Foruminhaber Alfred geschrieben hat ist für mich sehr hilfreich.
Das ist das was ich mit meiner Frage meinte - nix für ungut.
Ich freue mich natürlich weiterhin auf deine Antworten.
Danke und einen schönen Tag :thumbup:

WiKau

Schüler

  • »WiKau« ist männlich
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Beiträge: 102

Registrierungsdatum: 25. Dezember 2017

10

Donnerstag, 11. Januar 2018, 13:15

Man kann allgemein sagen, dass der qualitative Unterschied zwischen den Orchestern geringer geworden ist, wie zahlreiche Tonaufnahmen beweisen. Auch sind die Wettbewerbbedingungen verändert worden. Vor einigen Jahrzehnten hatten eben nur als A-Orchester gehandelte Orchester überhaupt die Chance für ein führendes Label aufzunehmen. Die Spitzenorchester von heute spüren diese Veränderung natürlich. was manche dazu veranlasst ihre Aufnahmen selbst zu vermarkten.
Früher wurden Orchester vor allem durch ihren spezifischen Klang oder durch ihren Chefdirigenten berühmt. Heute vermischt sich das mehr und mehr. Gewiss - es gibt für ein berühmtes Orchester mehr Möglichkeit der Auswahl der Musiker und das kann sich in einer erhöhten Professionaltät und Perfektion auswirken. Eber natürlich kann ein weniger bekanntes Orchester ebensogute Musiker bekommen . wenn es da welceh in der Nähe gibt, die partout nicht der Karriere zuliebe ihren Wohnort wechseln wollen.
Dann gibt es noch so etwas wie den Nimbus oder Vorschußlorbeeren. Die Wiener Philharmoniker wurden oft den Wiener Symphonikern vorgezogen, obwohl der Qualitätsunterschied nie real bewiesen wurde.

mfg aus Wien
Alfred


Hallo Alfred,
vielen Dank für deine Antwort. Ist es in dieser "Branche" auch so das ein Orchestermitglied das nicht ganz so "gut" ist dies mit Spielfreude und Engagement gegenüber einem Topmusiker wett machen kann da es für diesen eher Routine ist? Ich denke hier vor allem an den "Livebetrieb".
Liege ich richtig das ein Spitzenorchester sich einfach leichter tut dem Dirigenten zu folgen, weil sie eigentlich keine Noten brauchen und daher mehr auf diesen "schauen" können und damit dessen Vorstellungen besser umsetzen oder sind in der Zwischenzeit sehr viele Orchester soweit das dies auch bei denen so ist?
LG
@: danke für das Mail bezüglich der Verlinkungen :thumbup: - vielleicht wär es eine Idee diese Info unter Technik und Tipps abzulegen