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WoKa

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91

Samstag, 18. Februar 2017, 18:52

Hallo!

Dann möchte ich doch auch mein Scherflein zu dieser Sammlung beitragen:

Der tschechische Komponist Josef Suk komponierte Anfang des 20ten Jahrhunderts sein "Sommermärchen":



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Alfred_Schmidt

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92

Sonntag, 12. November 2017, 18:57

GUIDO, Giovanni Antonio: Le Quattro Stagioni

In Beitrag Nr 67 dieses Threads habe ich diese Aufnahme bereits erwähnt und gezeigt. Dir enthält eine Komposition von Giovann Antonio GUIDO (1675 - nach 1728) Ich habe damals auf die zeitnahen Lebensdaten von GUIDO und VIVALDI hingewiesen und der Hoffnung Ausdruck gegen, ich werde - sobald ich die CD besitze und abghört habe, bze im Booklet nachgelesen habe, sagen können, wer denn eigentlich die frühere Komposition geschaffen haben, Vivaldi oder Guido.
Leister ist das nicht wirklich möglich. Über Guido gibt es so gut wie keine Unterlagen, er fehlt in allen meinen Musiklexika, ebenso wie in der Brockhaus Enzyklopädie. Die Wikipedia-Eintragungen sind äusserst dürftig.
Der Einfachheithalber hat mans sich offenbar entschlossen Goidos Werk als Nachahmunf von Vivaldis Jahreszeiten einzustufen.
Ich würde das etwas diffenzierter sehen - inzwischen habe ich die Einspielung und habe sie vor etwa zwei Stunden erneut gehört, vielleich erstmals mit Konzentration und Begeisterung. In der Tat klingt uns das sowas wie ein (fast) waschechter Vivaldi entgegen. Die Sätze sind in einzelne Szenen unterteilt und mit kurzen Erkärungen versehen. Die Ähnlichkeit mit Vivaldi beruht vor allem auf der Verwendung gewisser Phrasen, die uns bekannt vorlommen, die Themen sind indessen eigenständig - und IMO macht gerade das den Reit dieser Komposition aus. Es ist, als hätte sich Vivaldi ein zweites Mal dem Thema "Le Quattro Stagioni"gewidmet. - mit anderem Ergebnis aber gleicher Handschrift. Es sprich schon einiges dafür, daßVivaldi der erster von den Beiden war, der das Thema verarbeitet hat, denn GUIDOS Werk kling noch typischer nach Vivaldi, als Vivaldis Werk selbst. Quasi so als wollter er Vivaldi übertrumpfen, gewisse Effekte sind überaus eingängig, dramatisch und plakativ.
Im ersten Satz nach etwa 4 Minuten kommt eine Stelle, die ich als Vorwegnahme auf den Galanten Stil empfinde. Im Finalsatz (Winter)höre ich nach einer kurzen Einleitung die zweite Zeile des von Fallersleben getexteten Volksweise "A A A der Winter der ist da" - nämlich: "Herbst und Sommer sind vergangen, Winter der hat angefangen" Das kann man - so Interesse bessteht sogar in Track 4 des cpo Samples nachhören und bestätigen oder verwerfen....

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix