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lutgra

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31

Sonntag, 3. November 2013, 13:26

Klanglich wird bei der EMI-Aufnahme auch nicht ganz das geboten, was man aus dieser Zeit von EMI bereits erwarten konnte (von Decca und CBS ganz zu schweigen).
Das musste ich bei der Wiederbegegnung mit dieser Einspielung leider auch feststellen. Das Orchester klingt muffig und die Geige ist viel zu sehr im Vordergrund. Da ist die Balance bei Kogan/Kondraschin viel besser, die einzig erhältliche CD ist allerdings viel zu teuer, schade. Die Aufnahme mit Mitropoulos steht seit Jahren als LP noch versiegelt im Regal, die werde ich demnächst mal anhören.

lutgra

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32

Donnerstag, 11. September 2014, 21:04

Christian Tetzlaff ist ohne Zweifel einer der bedeutendsten Geiger, die derzeit unterwegs sind, und auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten. So habe ich mit großer Freude zur Kenntnis, dass seine neueste CD die beiden Konzerte von DSCH enthält. Das erste davon ist mein Lieblingskonzert was Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts angeht, speziell die Passacaglia ist einer meiner Lieblingssätze in der Musik überhaupt.




Wenn man DSCH 1 einspielt, spielt man immer gegen zwei übermächtige Jahrhundertinterpretationen an, die von Leonid Kogan unter Kyrill Kondrashin und die von David Oistrakh, wahlweise unter Mitropoulos, Mravinsky oder Schostakowitsch-Sohn. Die unglaubliche Intensität dieser beiden Geiger erreicht auch Tetzlaff nicht.

Somit bleibt das Umfeld der herausragenden neueren Einspielungen. Und in diesem Umfeld behauptet sich Tetzlaff hervorragend. Ich habe zum Vergleich die vielgerühmten Einspielungen von Maxim Vengerov und Arabella Steinbacher herangezogen (weitere Spitzen- aufnahmen von Lisa Batiashvili, Hilary Hahn und Victoria Mullova lass ich jetzt mal beiseite) und denen steht er in keinster Weise nach. Bei diesem geigerischen Spitzenlevel mag ich dann auch keine Reihung vornehmen, für Tetzlaff spricht aber zumindest auch eine orchestrale Begleitung durch das Helsinki PO unter John Storgards (der ja auch selber Geiger ist), die der von Steinbacher durch das SO des BR unter Andris Nelsons mindestens ebenbürtig ist und ebenso hervorragend eingefangen wurde. Besser geht es in dieser Beziehung vermutlich nicht mehr.

lutgra

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33

Freitag, 13. Februar 2015, 11:25

Nadja Salerno-Sonnenberg und Maxim Schostakowitsch

Vom 1. Violinkonzert gibt es viele gute Aufnahmen. Meine Favoriten sind nach wie vor die "authentischen" von David Oistrakh und Leonid Kogan. Aber da es eines meiner Lieblingskonzerte ist, habe ich viele weitere Aufnahmen z.B. von Vengerov, Hahn, Batiashvili, Steinbacher und Tetzlaff. Durch einen Besprechung der Tetzlaffaufnahme im ARG bin ich auf eine Aufnahme aufmerksam gemacht worden, die schon lange vergriffen ist, aber die ich gebraucht beim Werbepartner erstehen konnte (m.o.w. zum Vollpreis).
Und die Investition hat sich gelohnt. Was Nadja und der Komponistensohn hier veranstalten, das ist schon eine Klasse für sich. Die langsamen tragischen Sätze 1 und 3 kommen ja in fast jeder Einspielung toll rüber, aber wie hier die Sätze 2 und 4 hingefetzt werden, das ist schon eine Klasse für sich. Man hat manchmal das Gefühl, gleich fliegen sie aus der Kurve, aber sie tun es natürlich nicht. Spannender geht es nicht mehr und das London SO sorgt dafür, dass man jedes Detail hört. Echt stark. Schade, dass man von dieser impulsiven Geigerin in den letzten Jahren so wenig gehört hat.


WoKa

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34

Sonntag, 15. Februar 2015, 00:54

Die Frage von Alfred Schmidt, warum man Musik hört, die einem keine Freude macht, lässt sich schwer beantworten. Warum schaue ich mir den Schrei von Edvard Munch an? Ich gebe zu, ich würde ihn mir nicht ins Wohnzimmer hängen. Dennoch fasziniert er, weil der die Tiefe der Emotionen wiedergibt, die wir letztlich alle haben. Ich habe das erste VK von Schostakowitsch 2014 in Stuttgart mit Gidon Kremer gehört - war faszinierend. Natürlich auch wegen der Persönlichkeit. Gleichwohl würde ich den Abend nicht als fröhlich bezeichnen. Jetzt besitze ich seit Kurzem die Einspielung von Batiashvili, habe sie allerdings noch nicht gehört. Werde es aber infolge dieser Diskussion in Kürze nachholen.
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

teleton

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35

Sonntag, 15. Februar 2015, 11:38

RE: Gidon Kremer

Ich habe das erste VK von Schostakowitsch 2014 in Stuttgart mit Gidon Kremer gehört - war faszinierend.

Hallo WoKa,

herzlich willkommen im T-Forum. Interessante Tatsache, denn das VC 1 hat Gidon Kremer bislang noch nicht auf CD/SACD vorgelegt.
Verwunderlich, denn das VC 2 gehört in seiner Aufnahme mit dem Bosten SO/Ozawa zu den besten Aufnahmen dieses VC 2 überhaupt.


DG, 1994, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

kalli

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36

Sonntag, 15. Februar 2015, 12:57

Als erster Überblick....

Hallo,

kennt jemand die Einspielung des zweiten Konzertes durch Gidon Kremer?



Hat er das erste Konzert nicht eingespielt?


Viele Grüße,
Jonathan


Ich habe mir diese Aufnahme bestellt da mir neben den Violinkonzerten auch auch die Cellokonzerte unbekannt sind . Die Klavierkonzerte und die Jazzsuiten gefallen mir sehr gut - nur zu den Sinfonien finde ich keinen Zugang - aber das gehört nicht hierher . Wenn mir die Violinkonzerte gafallen werde ich mir noch die Metha / Perlman Aufnahme besorgen. Ich denke zum Kennenlernen ist diese Box in Ordnung ?

Schönen Sonntag noch !
Kalli

teleton

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37

Sonntag, 15. Februar 2015, 13:17

Zitat

Ich denke zum Kennenlernen ist diese Box in Ordnung ?

Hallo Kali,

ja natürlich, auch klanglich i.O.
Die KK mit Ortiz fand ich vor vielen Jahren genau so wenig überzeugend, wie die CC mit Schiff. Von beiden Einzel-CD´s habe ich mich wieder getrennt !
Die VC soweit gut. Mit deiner Planung für das VC1 liegst Du mit Metha / Perlman goldrichtig ! (Wenn Du die richtige CD-Kopllung erwischst, dann hast Du noch das Khatchaturian-VC mit drauf !)

Ich hätte Dir für die GA der Konzerte diese Brillant-Box mit packenden russ.Aufnahmen empfohlen (wenn es eine GA sein soll):

-->
Brillant, Melodiya-Aufnahmen, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

kalli

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38

Sonntag, 15. Februar 2015, 13:27

Danke ,
nach der Brilliantbox hatte ich auch gesucht - ist aber nur noch für ca. 50€ zu bekommen.....werde wohl noch die Metha/Perlman Aufnahme dazu nehmen , vielleicht noch die Cellokonzerte von Kliegel / Naxos...

Kalli

WoKa

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39

Sonntag, 15. Februar 2015, 14:18

Hallo!



Wie ist die Aufnahme mit David Oistrakh von 1972 einzuordnen?



Habe eben im Netz die Gesamt - 17 CD - Box mit den EMI - Einspielungen von ihm für 23 € entdeckt.

Gruß

WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

lutgra

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40

Sonntag, 15. Februar 2015, 15:00

Wie ist die Aufnahme mit David Oistrakh von 1972 einzuordnen?


Als Referenz :)

teleton

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41

Montag, 16. Februar 2015, 11:12

RE: David Oistrach und seine 4 Aufnahmen

Wie ist die Aufnahme mit David Oistrakh von 1972 einzuordnen?

Hallo Wo(d)Ka und Lutgra,
das mit der Referenz würde ich jetzt nicht so einfach und klar sehen. Ich bitte Dich meinen Beitrag 30 dazu mal zu lesen ... und auch Dich Lutgra Deine Antwort in Beitrag 31, die Deine Antwort "Referenz" von gestern deutlich reletiviert !

Selber hatte ich mich lange Zeit darüber geärgert, dass ausgerechnet das VC Nr.1 mit David Oistrach in keiner Stereoaufnahme vorliegt, zumal er doch der Widmungsträger ist. Ich war natürlich dann mit der tatsächlich referenzwürdigen Mrawinsky-Aufnahme von 1956 zufrieden, die auch in der Brillnat-Box (Abb Beitrag 37) und auch auf der Eurodisc-CD (Abb Beitrag 30 unten) enthalten ist.
:!: Erst zu späteren Zeiten erfuhr ich bei Tamino (von Swjatoslaw) von der BBC Live-Aufnahme von 1962 (Abb auch in Beitrag 31), die aber leider sehr "verhustet" ist; aber Stereo und von der Int ebenfalls recht packend gelungen !

In einem anderen Schostakowitsch-Thread erfuhr ich auch von befragten der EMI-Aufnahme mit Sohn Maxim (EMI, 1972), die ich umgehend erwarb. :huh: Leider ist gerde diese die am wenigsten ansprechende von den David Oistrach-Aufnahmen:

Zitat

Es fehlt der Hochdruck, die unsagbare Eindringlichkeit, die die Vorgängeraufnahmen (Mrawinsky - Melodiya, 1956 und Roshdestwensky - BBC, 09/62) so autentisch packend macht - und das sowohl beim Solisten wie auch bei orchestraler Betrachtung.

Und klanglich macht diese recht muffige Stereoaufnahme von EMI auch keinen wirklichen Spass !

Die 4.David Oistrach-Aufnahme mit Mitropulos habe ich immer noch nicht. Bisher habe ich aber auch keine Notwendigkeit gesehen mir ein weiteres Monodebakel anzutun; ;) angesichts meiner zahlreichen TOP klingenden CD´s dieses :angel: grössten VC aller Zeiten (nach meinem Geschmack).
Gruß aus Bonn, Wolfgang

lutgra

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42

Montag, 16. Februar 2015, 13:24

Also eine der Oistrakh-Aufnahmen braucht man m.E. in jedem Fall, darauf bezog sich auch meine "Referenz"-Titulierung. Aber Du hast recht, die EMI Stereo mit Sohn klingt nicht gut und hat auch eine unnatürliche Balance zwischen Geige und Orchester. Bei Ositrakh muss man halt mit irgendeinem Kompromiss leben.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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43

Montag, 16. Februar 2015, 15:28

Warum wird eigentlich die Oistrakh/Ormandy-Aufnahme (CBSony) gar nicht erwähnt? Ist zwar auch Mono, aber meiner Erinnerung nach ziemlich akzeptables Studio-Mono...

lutgra

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44

Montag, 16. Februar 2015, 17:07

Das ist m.W. die Aufnahme wo Mitropoulos dirigiert, die ist gekoppelt mit dem Cellokonzert unter Ormandy.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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45

Montag, 16. Februar 2015, 17:38

Ja, völlig richtig. Mitropoulos dirigiert. Ich hatte das falsch in Erinnerung, weil zwei unterschiedliche Ausgaben jeweils mit einem anderen Werk, das dann Ormandy dirigiert, gekoppelt sind. Entweder das Cellokonzert oder Tschaikowskys Violinkonzert.
Abgebildet wurde es jedenfalls noch nicht und falls erwähnt, habe ich es übersehen. Ich habe mit Oistrakh jedenfalls nur die rechts sowie die Eurodisc-CD mit dem zweiten VK (von diesem Werk ist das meine einzige Aufnahme).


WoKa

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  • »WoKa« ist männlich

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46

Samstag, 21. Februar 2015, 10:01

Hallo'!



Ich muss meinen Eintrag vom 15.2. zum meiner Schande korrigieren. Ich habe eben zusäfllig das Programmheft vom 23.5.2014 mit Gidon Kremer und dem RSO Stuttgart unter Cornelius Meister in die Finger bekommen. Es war das 2te VK von Schostakovich, nicht wie ich behauptet hatte, das 1te.

Mea culpa!
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Victor Hugo

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47

Freitag, 13. Oktober 2017, 21:27

Leila Josefowicz spielt Schostakowitsch

Dass aus dem medienverwöhnten, fotogenen Teenager inzwischen eine überaus ernsthafte Musikerin geworden ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Wenn es noch eines Beleges bedurft hätte, würde ihn diese Aufnahme des 1. Violinkonzertes liefern. Schon die im Booklet niedergelegten Gedanken der Geigerin zu diesen Werken zeigt, wie intensiv sie sich mit ihnen und ihrem Schöpfer beschäftigt hat. Und vom ersten Ton dieses Livemitschnitts an wird klar, dass hier nicht an der Oberfläche herumpoliert wird, sondern es tief ins Herz dieser wunderbaren Musik geht. Der erdige, in den tiefen Lagen fast bratschenartige Ton, der Verzicht auf jegliche Wizardry, dafür ein umso intensiveres Spiel ergeben eine Interpretation, die den großen Einspielungen ebenbürtig aber doch auch anders ist. Die lange Kadenz zwischen der Passacaglia und dem Schlußsatz spielt sie etwas langsamer als die Konkurrenz, aber dafür umso intensiver und eindringlicher. Für mich eine ganz große Aufnahme.