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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 586

Registrierungsdatum: 9. August 2004

151

Montag, 25. September 2017, 20:34

Ich glaube es war Strawinsky selbst. der da sagte, das Werk liesse sich nicht wirklich auf Platte bannen, man müsse es LIVE hören, sonst ginge eine Dimension verloren. Am schlechtesten urteilte er über die Aufnahme von Karajan, die "am Werk vorbei" ginge (aus dem Gedächtnis sinngemäß zitiert)- Das glaube ich gerne, erinnert mich irgendwie an den Konflikt Bernsteins mit den Wiener Philharmonikern in Bezug auf Gustav Mahler- Die Wiener spielten ihn nicht "ordinär" genug....

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

Beiträge: 11 175

Registrierungsdatum: 29. März 2005

152

Montag, 25. September 2017, 21:32

Am schlechtesten urteilte er über die Aufnahme von Karajan, die "am Werk vorbei" ginge (aus dem Gedächtnis sinngemäß zitiert)

Das wundert mich überhaupt nicht. Die Karajan-Aufnahme(n) (ich habe eine live) sind viel zu perfektionistisch und makellos – eben dem eigenen Klangideal folgend. Das passt aber für das "Sacre" nun wirklich ganz und gar nicht. Das hört sich nur nett und betulich an. Also Themaverfehlung.

Mein Klassiker ist und bleibt Swetlanow. Brachialer und brutaler habe ich das Werk noch nirgendwo gehört. Manch einem ist das vielleicht gar zuviel des Guten. Ich jedenfalls mag es genauso. Natürlich gibt es noch andere sehr gelungene Aufnahmen, auch aus dem Westen. Es wurden ja schon einige angeführt.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

teleton

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  • »teleton« ist männlich

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Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

153

Dienstag, 26. September 2017, 20:33

Swetlanow / Fedossejew

Mein Klassiker ist und bleibt Swetlanow. Brachialer und brutaler habe ich das Werk noch nirgendwo gehört.

Volle Zustimmung, das ist auch mein Favorit !
Allerdings wundert mich Agons Höreindruck zu Fedossejew schon, denn so riesig weit ist Fedossejew von Swetlanow gar nicht entfernt. Die russischen Orchster aus Moskau haben deutlich ihren Anteil daran.
Der frühe digitale Klang von 1981 ist allerdings bei Melodiya/JVC audiophil und hat einen Frequenzbereich zu bieten, den ich bei anderen CD-Aufnahmen kaum so gehört habe. Die JVC-CD gehörte in den 80er zu meinen Erstgekauften (nach der LP-Phase) - der Klang hat mich schon damals absolut vom Hocker gehauen. Von daher hat mich die Aufnahme auch geprägt.
Auch die wirklich ausgezeichnete Chailly/Cleveland-Aufnahme kann IMO in jeder Beziehung kaum mehr punkten als Fedossejew.
Gruß aus Bonn, Wolfgang