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teleton

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31

Donnerstag, 7. Juni 2012, 12:55

Arnold: Ouvertüren

Hallo WolfgangZ,

ein ähnlicher Interpretetionsansatz von Malcolm Arnold ist auch bei seinen eigenen Ouvertüren-Aufnahmen (siehe Beitrag 29) festzustellen, die er unheimlich langsam auskostet.

Welch ein gesteigerter Pepp bei den Chandos-Aufnahmen mit Rumon Gamba ist hier festzustellen ! Diese gefallen mir, trotz der damit entgehenden Autentizität, besser als Arnolds eigene Aufnahmen.
:thumbup: Aber beide Ouvertüren-CD´s sind Klangtechnisch auf fantastisch audiophilem Niveau --- das macht so richtig Hörspass.


Was das Konzert für zwei Klaviere (drei Hände) und Orchester angeht, so kann ich mit bestem Gewissen auf die fabelhafte Naxos-Aufnahme (Beitrag 25) hinweisen.
Wie sind die Arnold-Aufnahmen (EMI-Doppel-CD) denn klanglich zu beurteilen ?
Gruß aus Bonn, Wolfgang

WolfgangZ

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32

Donnerstag, 7. Juni 2012, 19:49

Hallo, teleton!

Die Aufnahmen "Arnold conducts Arnold" sind in Ordnung - ob sie im Falle der Fünften die Qualität von Naxos oder der Einspielung mit Bostock erreichen, das würde ich jetzt nicht eindeutig beantworten können. Aber sie sind mir keineswegs negativ aufgefallen.

Die Naxos-CD mit dem Klavierkonzert besitze ich auch schon länger, da würde ich die Einspielung mit dem Komponisten sogar vorziehen, da sie mir etwas kraftvoller erscheint. Da mag aber Geschmackssache sein; die Dimensionen des Konzerts sind mit seinen gut zehn Minuten nun nicht gerade ausgeprägt.

Schönen Gruß!

Wolfgang
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Alfred_Schmidt

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33

Samstag, 21. September 2013, 21:39

Arnolds Sinfonie Nr 5 in der Naxos-Aufnahme mit dem National Symphony Orchestra of Ireland unter Andrew Penny habe ich mir heute in Wien besorgt - es war noch eine zu haben. Bei jpc finde ich sie nicht mehr. Sie wurde hier ja schon recht positiv erwähnt.
Mir ist sofort aufgefallen, daß abgesehen von der Vorliebe Arnolds für bombastische, wirkungsvolle Instrumentierung die Sinfonie sehr eigenständig ist, also gut unterscheidbar von der gestern von mir gehörten Nr 3. Vielleicht ist als Gemeinsamkeit doch zu erwähnen, daß es sich - zumindest nach meinem Empfinden - stets um kürzere Klangstimmungen handelt - nicht aber wirklich um Themen, bzw Melodien. Das entspricht aber an sich der Zeit. Die Stimmungen wechseln andauernd - von melancholisch zu erruptiv, bedrohlich - auch vereinzelt feierlich - kaum je jedoch fröhlich oder entspannt, ein fatalistischer Grundzug ist nicht zu überhören, so wirkt etwa der 2. Teil des Adagio gelegentlich öde, ein zarter Hoffnungsschimmer aber bleibt - wie eine schwache Flamme die nahezu am Verlöschen ist, sich aber dennoch behauptet. Nahezu bruchlos setzt der dritte Satz die Stimmung des zweiten fort, wandelt sich dann jedoch zu einer eindringlichen schrillen durch Posaunen. Im zweiten drittel das dritten Satztes eindeutig Anspielungen auf Unterhaltungsmusik. Dissonanzen stören mehrfach dieses "Idyll" Ein Satzwechsel bedeutet bei Arnold scheinbar nicht unbedingt einen Wechsel der Stimmung. Paukenwirbel unterschiedlicher intensität untermalt von Glocken, ähnlich jenen einer Alten Schreibmaschine am Zeilenende prägen den 3 Satz. Dissonanzen wechseln erneut mit "Unterhaltungsmusik", bzw einer Parodie auf eine solche.In rasendem Tempo endet der 3. Satz. Ist das ein Spielmannszug der den 4. Satz einleitet ? Es scheint so. Im Hintergrund immer wieder ein Getöse diverser Blasinstrumente, durch Pauken und Beckenschläge verstärkt. Alles strebt unaufhaltsam einem negativen Ende zu wo es kein Entrinnen gibt. Letztlich dann aber doch das erklingen von Glocken und ein sanftes verlöschen.....

soweit mein subjektiver "Erlebnisbericht" ohne jegliche Wertung...

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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WolfgangZ

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34

Sonntag, 22. September 2013, 00:21

Hallo, Alfred!

Schöne Beschreibung der fünften Sinfonie von Malcolm Arnold.

Für mich steht im Mittelpunkt das Hollywood-Thema des zweiten Satzes - wenn das keine Melodie ist! -, das sich aber nicht wirklich durchsetzen kann, auch nicht am Ende des Finales - kraftloses Erlöschen, Zerstörung oder doch Friede?

Den dritten Satz höre ich durchwegs als von Unterhaltungsmusik beherrscht, dabei zweifellos wiederum durch aggressivere oder ironische Passagen gebrochen.

Den ersten Satz empfinde ich wie Du als von steten Stimmungswechseln geprägt, sehr individuell, aber sicherlich nicht im Sinne klassischer thematischer Verarbeitung griffigen Materials.

Sicher eines der originellsten Werke der klassischen Moderne!

Besten Gruß,

Wolfgang
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Alfred_Schmidt

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35

Sonntag, 22. September 2013, 00:54

Danke für das Kompliment. Ich gehe bei solchen laienhaften Beschreibungen in der Regel so vor, daß ich das Werk auf mich wirken lasse. Eventuell höre ich es zweimal. DANACH lese ich im Beiheft nach was andere geschrieben haben, wobei ich überprüfe ob meine Meinung auf Parallellen stösst. Das ist eigenartigerweise oft der Fall. Manchmal schreiben die Booklet Autoren, lediglich die Lebensdaten des Komponisten -ein Zeichen, daß sie mit dem Werk nichts anfangen konnten. In Konzertführern findet man in vielen Fällen sowieso keine Einträge. Oft - wie auch in diesem Falle - komme ich zu anderen Schlüssen als der Booklet Autor:

Zitat

kraftloses Erlöschen, Zerstörung oder doch Friede?
Im Booklet wird ersteres behauptet. Ich hingegen hatte eher den Eindruck , daß hier der Frieden mir sich selbst gefunden wurde -dies mag aber durchaus auch von der jeweiligen Interpretation abhängen. Und es ist nicht auszuschliessen, daß der Komponist diesen Aspekt BEWUSST offen gelassen hat. Werke, seien es literarische Vorlagen oder andere Kunstwerke, welche den Ausgang nicht explizit vorschreiben, geniessen den Bonus, daß man über sie diskutieren kann ...

Ich - der ich der Moderne mehr als kritisch gegenübersteht habe das Hören und das Verarbeiten von Eindrücken sehr genossen - allerdings anders als ich das bei Mozart oder anderen Klassikern geniesse....

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred Schmidt
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Alfred_Schmidt

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36

Mittwoch, 30. Oktober 2013, 03:43

Malcolm Arnold: Sinfonie Nr 1 op 22

Hier der Versuch einer kurzen Vorstellung der 1. Sinfonie von Malcolm Arnold.Sie wurde 1949 komponiert und 1951 uraufgeführt. Ich finde sie eigentlich klarer als die mir bis jetzt bekannten späteren Sinfonien. Das Eröffnungsthema mit den Paukenschlägen, die darauffolgende Sequenz eines unerbittlichen schnellen stampfenden Marschtempos, das zum Erliegen kommt und fast lyrischen Stellen Platz macht. Sind da Harfenklänge ? Ich glaube schon, aber sie sind verhalten, kaum hörbar - ebenso wie der Rest des Orchesters. Immer wieder wird die Ruhe durch Einsprengel diverser Instrumente unterbrochen. Etwa im letzten Viertel des Satzes folgen dann Bläserattacken - Aber schon ist da wieder die Idyllische Beinahe- Stille und die Harfentöne. Einer neuen Bläserattacke folgen Rhythmische Paukenschläge, Glocken und sonstige spektakuläre Instrumente. Eine Fanfare mit angeschlossenen Paukenschlag beendet den ersten Satz.
Eine zarte Weise eröffnet den pausenlos anschließenden 2. Satz. Nichts wird dieses Idyll stören können. Wirklich nichts ?
Allmählich wird einem klar, dass es sich hier nur um ein Intermezzo handelt, denn immer wieder kommen störende Fanfaren zum Einsatz, welche die Zerbrechlichkeit dieses scheinbaren Friedens erahnen lassen. Sie vermögen aber dennoch nicht den beschaulichen Grundcharakter des Satzes ernstlich in Frage zu stellen, der geradezu beharrlich bewahrt wird und auch in diesem Sinne verklingt.
Der 3. Satz: Welch ein Kontrast: Stahlharte Bläser, ein unruhiges Stakkato-Thema, Pauken. Wenn nun ruhigere Sequenzen kommen, so weiß der geschulte Hörer bereits, daß es dabei nicht bleiben wird. Und richtig: Schon geht es los Arnold setzt hier zahlreiche Effekte ein. Der forsche verfremdete Marsch hat schon was - aber er wird jäh von einem ebenfalls marschierenden Teil abgelöst, der mich an einen Trauermarsch erinnert. Gegen Ende wird dieses Thema majestätisch und aggressiv. Effektvoll endet die Sinfonie

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred Schmidt

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teleton

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37

Dienstag, 21. April 2015, 23:31

Arnold-Sinfonien mit Hickox und Gamba

Die Arnold-Sinfonien - GA mit Penny (Naxos) - Abb in Beitrag 22, die es auch in Naxos - Einzelaufnahmen gibt und in diesem Thread oft genannt wurde (siehe auch Vorbeitrag), ist bisher sicher eine empfehlenswerte Option.

*** Heute habe ich eine weitere GA der Sinfonien bestellt, die mit den Dirigenten Hickox und Gamba mit dem London Symphony Orchestra noch mehr versprechen. Besonders Gamba habe ich als äussert positiv für dieses Repertoire abgespeichert. Seine Ouvertüren - Einspielungen sind denen von Arnold himself eindeutig überlegen.

Da ich diese Arnold-Sinfonien "mein Repertoire" des 20.Jhd sind, kommt mir diese weitere GA entgegen:


Chandos, 1994 - 2001, DDD

In Kürze mehr dazu, wenn die "Software" da ist ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

lutgra

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38

Mittwoch, 22. April 2015, 09:56

Die Gamba Aufnahmen kenne ich nicht, die von Hickox habe ich aber wohl alle im Regal stehen. Dazu die von Vernon Handley, die auch sehr zu empfehlen sind, die 7. und 8. gibt es gerade gebraucht sehr günstig beim Werbepartner.

teleton

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39

Donnerstag, 30. April 2015, 20:41

Die neue GA der Malcolm Arnold - Sinfonien mit Hickox und Gamba überzeugt auf ganzer Line. Die audiophiole Klangqualität mit allen orchestralen Details und damit einhergehender natürlicher Orchesterabbildung verursacht einfach :angel: Hörspass pur:


Chandos, 1994 - 2001, DDD

Wenn man den Vergleich mit der NAXOS-GA unter Penny nicht hätte, würde man gar nicht so krass wahrnehmen, was einem bisher entgangen ist. Nichts gegen diese GA mit Penny (Naxos, DDD), die auch gut ist ... aber eben nur gut. Erst der Vergleich zeigt, wie qualitativ unterschiedlich die 9 Sinfonien bei Naxos auch aufnahmetechnisch geraten sind. Die recht komplexen Sinfonien Nr.8 und 9 klingen bei NAXOS recht mulmig mit eingeschränktem Orchesterpanorama und in den Klang integrierten Pauken. Das "Paukenfest" ist bei den ersten 4 Sinfonien mit detailreichem Feuer viel angemessener (sogar sehr imposant) gelungen als bei den Letzten. Irgendwie kein Wunder, das auch bei Hintergrundwissen über die Neute der zündende Funke für diese gar nicht wirklich überspringen könnte !

Man höre die eindeutig "schwierigeren" Sinfonien Nr. 7 - 9 in den kongenialen Einspielungen mit Rumon Gamba (gem.obiger Abb). Da wird kein Detail verschluckt oder verschleiert.
Hickox ist bei den Sinfonien Nr.1 - 6 ebenfalls ein fabelhafter Sachwalter, der auch mit dem LSO den eindeutig besseren Orchesterapparat zur Verfügung hat, als Penny mit seinen Irändern. Unterstützt wird er von ebenso audiophiler Klagtechnik, wei Gamba mit dem BBC PO.
:thumbup: Das ist Hörspass pur !


*** Heute habe ich die tolle Sinfonie Nr.5 (1961) mit Hickox und dessen TOP-Aufnahme genossen; sowie die Sinfonie Nr.7 (1973) und Nr. 8 (1979), die bei Gamba eindeutig durch ihre Details nicht so eindimensional wirken.
Bei der Sinfonie Nr.7 (mit Penny auf Naxos) kommt der Anfang einem undurchsichtigen Orchestergewusel gleich; bei Gamba werden dem Hörer gleich die Strukuren deutlich gemacht, das Interesse für das Werk geschärft, die Spannung entsprechend gesteigert.
Alle habe ich noch nicht durch, aber überall mal reingeschnuppert.

Fazit:
Die Chandos-GA ist der Naxos-GA in allen Punkten vorzuziehen. Der qualitative Unterschied der Int macht sich aber ganz besonders bei den Sinfonien Nr.7 - 9 bemerkbar.
Der Klang ist bei Chandos als audiophil zu betrachten.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

William B.A.

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40

Mittwoch, 23. September 2015, 14:12

Dieser Thread scheint mir schon eher geeignet, eine Erinnerung einzustellen. Sir Malcolm, der am 21. Oktober 1921 geboren wurde, starb am 23. September 2006. Daran möchte ich hiermit erinnern:





Heute ist sein 9. Todestag.


Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

lutgra

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Mittwoch, 20. September 2017, 19:37

Malcolm Arnolds Symphonien sind nach wie vor kaum bekannt. Wenn man - wie ich heute - z.B. die 2. Symphonie hört, ist das eigentlich wenig verständlich, das ist einfach tolle Musik. Wenn Sie dann auch noch so aufbereitet wird wie durch Vernon Handley, bleiben eigentlich keine Wünsche offen. Der Mann hatte einfach ein Händchen für die britische Musik. Ich habe mir jetzt die letzten fehlenden CDs (3+4 und 9) aus der Handley GA bestellt und werde alle 9 Symphonien in zeitnah wieder hören.


teleton

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Mittwoch, 20. September 2017, 23:14

RE: Handley ?

Hallo Lutgra,

wie Du aus vergangenen Beiträgen weisst, bin ich von der Hickox/Gamba-GA (Chandos) = Beitrag 32; schwer begeistert. Das im Vergleich zu der Penny-GA (Naxos), die bereits nicht mehr in mienr Sammlung verweilt !

Klar Handley (wer sonst ? ...) ist DER Dirigent für das britische Repertoire. Aber ob er gegenüber Hickox noch Vorteile verbuchen kann, wage ich angesichts der herausragenden Qualität bei Hickox / Gamba, die zudem durch audiophile Klangqualität glänzt, zu bezweifeln.

Du hast ja die Hickox-Aufnahmen der Sinfonien Nr. 1 - 6; die Sinfonien Nr.7 - 9 mit Gamba fehlen bei Dir (die sind erste Klasse).
:?: Wie würdest Du den Unterschied zu Handley beurteilen ?

:untertauch: Muss man die auch noch haben ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

lutgra

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Donnerstag, 21. September 2017, 18:15

Lieber Wolfgang
das kann ich derzeit noch gar nicht sagen. Ich habe die CDs einzeln und über einen sehr langen Zeitraum (20 Jahre) erstanden und selten gehört, im direkten Vergleich noch gar nicht. Das werde ich aber nachholen und mich dann dazu äußern.
Grüße
lutgra

Friese

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Donnerstag, 21. September 2017, 20:17

Na wenn ihr beiden sie empfiehlt, kann es ja so schlecht nicht sein. ;). Und auch die Orhörschnipsel klingen positiv interessant. Da gab es einige Stellen, wo ich gerne weitergehört hätte. Könnte mir auch gefallen, und ich überlege schon, ob ich die nicht gleich mit auf meinen Wunschzettel für nächsten Monat schreibe. Wobei ich nur in die Chandos Aufnahme reinhören konnte. Die von Handley scheint es nur noch gebraucht zu geben.

Aber es ist mehr etwas, das man mal so alle paar Monate zwischendurch hört, oder? Sprich, so richtig alltagstauglich ist der Arnolds nicht, oder?

lutgra

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45

Donnerstag, 21. September 2017, 20:32

Die von Handley scheint es nur noch gebraucht zu geben.

Nein, die gibt es sogar ziemlich günstig, wenn Dir eine Anschaffung von 11 CDs auf einmal nicht zu viel ist. Und Du müsstest Dich bis zu 12 Jahren hinter Deine gesetzte Zeitmarke zurückbewegen. :S


Friese

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Donnerstag, 21. September 2017, 21:44

Oh, ich hatte nur nach der CD von dir oben gesucht. Die Gesamtausgabe ist mir dabei wohl durchgerutscht. Allerdings wären mir elf CDs tatsächlich zu viel. Für mich sind ja schon die vier der Chandos viel. :pfeif: Ich stehe ja noch auf dem Standpunkt, dass ich die CDs, die ich kaufe, auch alle ein paar mal gehört haben möchte. Bei Elf CDs könnte ich ja die nächsten Wochen nichts anderes mehr hören. Vielleicht sehe ich das irgendwann anders, aber das spart natürlich Geld und früher als Pop und Rock Hörer habe ich das ja auch so gemacht.

lutgra

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47

Freitag, 22. September 2017, 13:51

Klar Handley (wer sonst ? ...) ist DER Dirigent für das britische Repertoire. Aber ob er gegenüber Hickox noch Vorteile verbuchen kann, wage ich angesichts der herausragenden Qualität bei Hickox / Gamba, die zudem durch audiophile Klangqualität glänzt, zu bezweifeln.


Das sagt Gramophone dazu: Vernon Handley’s recordings from the 1990s, many of them made in the composer’s presence, are a touchstone for this repertoire. As Gramophone declared: “It’s Handley who best conveys the sinewy logic and thrusting cogency of Arnold’s symphonic odyssey.”

Alfred_Schmidt

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Sonntag, 24. September 2017, 23:51

Vor einigen Tagen habe ich die 6. Sinfonie in der Naxos Version unter Penny gehört. Der Eindruck ist zwiespältig. Arnold versteht es (wie eigentlich immer) ausgezeichnete Klangeffekte und Kontraste zu erziehlen. Im ersten Satz kann er sich nicht entscheiden zwischen einem lyrischen Grundton und dramatischem Auftrumpfen, zwischen Ruhe und Nervosität- Der Satz beginnt mit geradzu monumentaler Ruhe, ein wenig unterschwellig unheimlich. Und so kommen die nun folgenden Fanfarenstöße nicht unerwartet. Irgendwie klingt alles nach Musik zu einem Film wo es sich um ein düsteres Geheimnis dreht, Die Musik ist nicht direkt schön, aber auch icht abstoßend. Eindrucksvoll und magisch, das trifft es wohl am besten. Dramatische Attacken im zweiten Teil des Satzes scheinen Urkräfte freizulegen. Schliesslich scheint der Satz zu verklingen, aber Arnold setzt noch einen Überraschungseffekt.
Geradezu fröhlich feierliche Fanfaren kündigen den Beginn des Finalsatzes an. Die Stimmung wechselt andauernd und entzieht sich somit jeglicher Beschreibung.

Zu den Schwächen des Komponisten zähle ich, daß er eigentlich keine prägnanten oder eingängigen Melodien erfindet, daß er kein geschlossenes Ganze zustandebringt (oder zustandebringen will) der Wiedererkennungswert ist gering, ich könnte mich einen Tag nach der Hörsitzung an kein einziges Thema erinnern . so es sowas hier überhaupt gibt (im dritten Satz gibt es das ansatzweise) Irgendwie erinnert mich der Kompositionsstil vieler englischer Zeigenossen jener Tage, an jemanden, der ein DTP Program bekommen hat und nun in einem Text alle Schriften und Grafikfunktionen die das Programm bietet, ausnützt. Nien , Beschränkung der Mittel ist sind nicht Arnolds Stärke......

Ich war übrigens überrascht, daß die CD um 5.99 abverkauft und aus dem Programm genommen wurde.....

mfg aus Wien
Alfred

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