Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

Free counters!

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Dienstag, 25. September 2012, 22:33

Carl Friedrich Abel - ein deutscher Komponist in London

Nach schier unendlich langer Pause setze ich nun die Serie - Mozart und seine Zeitgenossen - Mit Carl Friedrich Abel (1723-1787) fort.
Abel war eigentlich ein deutscher Komponist und Gambensolist, der aber seit 1759 in London lebte und dort neben Johann Christian Bach zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des damaligen Londoner Musiklebens wurde.
Eigenartigerweise ist sein Name heute weitgehend aus dem Bewusstsein der heutigen Klassikhörer verschwunden. Manch einer mag sich noch erinnern, den Namen "Bach-Abel-Konzerte" vernommen zu haben (sie fanden zwischen 1764 und 1883 statt und waren die ersten Abonnementkonzerte in London), aber seine Musik kennen heute leider nur wenige. Dabei war er ein veritabler Vertreter der Vorklassik, bzw des galanten Stils. Seine Sinfonien erinnern eher an Mozart oder Johann Christian Bach als an Haydn. Sie sind lieblich und eingängig, dabei temperamentvoll und feurig - niemals aber schrill oder gekünstelt. Johann Christian Bach - mit dem er befreundet war, schätzte seine Musik, ebenso wie Wolfgang Amadeus Mozart, der als Achtjähriger nicht nur beim Londoner Bach abschrieb, sondern auch bei Carl Friedrich Abel, was prompt dazu führte, daß eine Sinfonie von Abel unter Mozarts Namen ins Köchelverzeichnis wanderte. Ob wir das der Unfähigkeit der Musikhistoriker oder der Genialität Abels zuschreiben wollen, das bleibt wohl Geschmackssache......
Auf CD ist Abel leidlich vertreten, hier hat das Label CPO vor fast 20 Jahren Pionierarbeit geleistet als es die Sinfonien op 10 und Op 17 herausbrachte, jeweils 6 Sinfonien beinhaltend.



Sie sind noch immer im Katalog - allerdings zum Super-Niedrigpreis. Wer den frühen Mozart und Haydn liebt - und jetzt nicht zugreift ist selber schuld...
Beide Aufnahmen sind von Orchestern der "HIP-Szene" eingespielt, Op 10 von La Stagione unter Michael Schneider, op 17 Von The Hanover Band unter Anthony Halstead. Persönlich finde ich die Sinfonien op 10 eine Spur spritziger und origineller - aber um das endgültig bestätigen zu können müsste ich sie öfter im Vergleich hören.
Aber inzwischen wurde die Liste der auf CD erhältlichen Werke doch ein wenig komplettiert. Demnächst mehr davon.


mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

2

Freitag, 28. September 2012, 11:38

es ist eigentlich kein wunder, dass die abel-sinfonie, die mozart abgeschrieben hat, wesentlich besser ist, als die sinfonien, die mozart mit 8 geschrieben hat, und die ja tatsächlich einigermaßen kindlich klingen.

ich kenne aus der cpo-reihe die flötenkonzerte und die kammermusik.
:hello:

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

3

Montag, 21. Januar 2013, 15:17

Bevor ich mich einem Anderen Genre Abels zuwende - zunächst noch einmal eine Aufnahme mit seinen Sinfonien op 7 Nr 1-6. Die Nähe zu Mozart ist unverkennbar - jedenfalls haben es Musikwissenschafter der Vergangenheit so gesehen - und eine dieser Sinfonien Mozart zugeschrieben, nämlich die Nr 6. Der achjährige Wolfgang hatte sie zu Studienzwecken in sein Notizbuch übertragen....
So berühmt Abel einst war . nur wenige seiner Werke sind heute auf Tonträger verfügbar

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

wok

Prägender Forenuser

  • »wok« ist männlich

Beiträge: 863

Registrierungsdatum: 18. Juli 2011

4

Montag, 21. Januar 2013, 18:46

Ich freue mich sehr, daß Alfred in diesem thread mit CARL FRIEDRICH ABEL an einen frühklassischen Komponisten erinnert, der mir schon in meiner frühen Jugend durch seine Werke, die ich bereits vor ca. 60 Jahren im Bayrischen Rundfunk wiederholt hörte, auffiel, und mit dem ich mich seitdem besonders intensiv beschäftige. Seine Musik erkenne ich schon nach wenigen Takten, was durchaus für seinen spezifischen Musizierstil spricht. Schon lange hatte ich einen thread über CARL FRIEDRICH ABEL vorgesehen, doch wäre dies dann ein sehr langer Beitrag geworden, zu dem mir im Augenblick leider noch die Zeit fehlt. Inzwischen kam mir Alfred ja mit seinem thread zuvor. Wenn es mir die Zeit erlaubt, werde ich vielleicht zu den von Alfred angekündigten Beiträgen zu weiteren Werkgenres C. F. A.'s gelegentlich noch kleine Bemerkungen zu ABEL beisteuern. In einem Beitrag vom 21.12.2012 über die frühen Sinfonien MOZARTs kam ich bereits auch auf C. F. A. zu sprechen:

Zitat

wok: Übrigens haben einige der frühen MOZART-Sinfonien durchaus ihren Reiz, genauso wie die Sinfonien von CARL FRIEDRICH ABEL, der in diesem Zusammenhang etwas geringschätzig erwähnt wurde, der natürlich als Vertreter der MANNHEIMER SCHULE noch dem galanten Stil huldigte, der aber vielgerühmte, herrlich versonnene Adagios komponierte, absolut hochinteressante Kammermusik, vor allem für sein Parade-Instrument, die Gambe schrieb, und der mit seinen BACH-ABEL-CONCERTS
von 1765 - 1780 in London europäische Musikgeschichte schrieb, der als vermutlicher Schüler von J.S. BACH auch von GOETHE besucht, und nicht zuletzt von W.A. MOZART bei seinem Aufenthalt in London hoch geschätzt und gepriesen wurde, und der auch prompt einige seiner Sinfonien als Lehrstücke abschrieb, sprich kopierte. Berühmt seine Sinfonie KV 18, die tatsächlich das Werk C.F. ABELs ist.
Alfred hat schon einige wichtige Daten zu diesem heute durchaus nicht mehr ganz so unbekannten Komponisten vermerkt, der als der letzte wirklich große Gambenvirtuose seiner Zeit nicht nur hochinteressante und noch oft gespielte Sonaten für sein Instrument komponierte - in Köthen, seinem Geburtsort, in dem ich leider vergebens sein Geburtshaus suchte, gibt es sogar einen Internationalen Bach-Abel-Wettbewerb! - sondern neben den schon von Alfred besonders herausgestellten Sinfonien, auch äußerst reizende Flötenkonzerte, Klavierkonzerte, und vor allem Kammermusik in verschiedenster Besetzung komponierte. (seine Sonaten für Klavier und Violine spielte ich schon in miener Jugend!). Ich glaube, daß Inzwischen sowohl seitens der Verlage, der aufführenden Künstler, und nicht zuletzt der Musikliebhaber längst erkannt wurde, welche musikalischen Schätze in der musikalischen Hinterlassenschaft von CARL FRIEDRICH ABEL verborgen waren und noch sind, und so sind in den letzten Jahren eine große Anzahl von Werken C. F. A.'s in schneller Folge eingespielt worden. Ich nenne 13 Einzel-CDs und noch einige LPs mit ABEL-Kompositionen mein eigen, und lasse mich immer wieder gern von seiner so empfindsamen und für damalige Verhältnisse durchaus innovativen, frühklassischen Musik voller überraschender Einfälle in eine noch weniger hektische Welt versetzen, eine Musik, die MOZART und Haydn vorwegnimmt.

WALTER KNAPE , Musikwissenschaftler, Dozent, Dirigent und Komponist schrieb eine hochinteressante Monographie über diesen Komponisten mit dem Titel "Karl Friedrich Abel, Leben und Werk eines frühklassischen Komponisten", und er war auch der Verfasser des kompositorischen Gesamtwerks ABELs in Partituren von 16 Bänden.

Für heute möchte ich nur einen Teil der zahlreichen CDs abbilden, die es mit abelscher Musik schon gibt.



Viele Grüße

wok

wok

Prägender Forenuser

  • »wok« ist männlich

Beiträge: 863

Registrierungsdatum: 18. Juli 2011

5

Mittwoch, 23. Januar 2013, 13:37

Weitere sehr interessante Aufnahmen von sehr hörenswerten Werken von CARL FRIEDRICH ABEL:



Viele Grüße

wok

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

6

Freitag, 14. Juni 2013, 19:56

Seit einigen Wochen lagert diese links im Bild gezeigte Abel-CD in meinem Archiv und wartet darauf das erste Mal gehört zu werden. Heute war es dann endlich soweit. Wunderschöne Musik der Vorklassik, an jener Grenze, wo sich der Wandel von der dreisätzigen Ouvertüre zur Sinfonien vollzog. Interpretiert von "Il Fondamento" einem mir bis dato unbekannten Spezial-Ensemble für historische Aufführungspraxis, dessen Leiter, Paul Dombrecht, Spezialist für Barockoboe, es 1989 gegründet hat.
Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1994 und dürfte ursprünglich bei Vanguard erschienen sein...

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

wok

Prägender Forenuser

  • »wok« ist männlich

Beiträge: 863

Registrierungsdatum: 18. Juli 2011

7

Samstag, 15. Juni 2013, 00:52

Zitat

Alfred: Seit einigen Wochen lagert diese links im Bild gezeigte Abel-CD in
meinem Archiv und wartet darauf das erste Mal gehört zu werden. Heute
war es dann endlich soweit. Wunderschöne Musik der Vorklassik, an jener
Grenze, wo sich der Wandel von der dreisätzigen Ouvertüre zur Sinfonien
vollzog. Interpretiert von "Il Fondamento" einem mir bis dato
unbekannten Spezial-Ensemble für historische Aufführungspraxis, dessen
Leiter, Paul Dombrecht, Spezialist für Barockoboe, es 1989 gegründet
hat.
Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1994 und dürfte ursprünglich bei Vanguard erschienen sein...

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Paul Dombrecht und seinem Ensemble "Il Fondamento" gelingt es in der Tat, den richtigen Ton für diese zauberhaften vorklassischen Ouvertüren und Sinfonien CARL FRIEDRICH ABELS zu treffen, und mitreißend die schnellen Sätze der Werke, wie auch stilsicher und einfühlsam die berühmten verträumten, empfindsamen Adagios ABELs wiederzugeben. Eine Musik zeugend von großem kompositorischem Können und klanglicher Ästhetik, voller immer wieder neuer, überraschender Einfälle in einem durchaus ganz eigenen Stil, der am ehesten an HAYDN erinnert.
Wer sich für eine Zeitlang einmal der Unrast und Hektik unserer Zeit entziehen will, dem sei als Medizin ABEL's Musik empfohlen, die dann sicher neugierig macht, auch seine Klavier- und Flötenkonzerte, seine Kammermusik, und nicht zuletzt seine hochinteressanten Kompositionen für Viola da Gamba solo zu hören.

Gruß
wok

clck 267

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

8

Sonntag, 22. Dezember 2013, 15:27

zum 290. Geburtstag

Kein ganz "runder" Geburtstag: Heute vor 290 Jahren wurde der "Gambenmeister" Carl Friedrich Abel geboren.



Carl Friedrich Abel, (* 22. Dezember 1723 in Köthen/Anhalt); † 20. Juni 1787 in London) war ein deutscher Komponist und Gambensolist.

LG
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

9

Freitag, 27. Januar 2017, 20:49

MIt der hier gezeigten Aufnahme schließt cpo eine weitere Lücke in der Abel-Discographie. Sie enthält 6 Sinfonien op 6 Nr 1-6, Somit sind 18 von 36 (??*) Sinfonien Abels bereits der Klassikwelt von heute erschlossen.
Die Mozartnähe ist angeblich so ausgeprögt, daß eine Sinfonie aus op 7 (nämlich die Nr 6) lange Zeit als Mozarts Werk im Köchelverzeichnis enthalten war.
Ohne es näher begründen zu können, würde ich doch behaupten, daß Abels Tonsprache doch sehr eigenständig ist, was ihn mit anderen Zeitgenossen verbindet, ist der "galante, elegante Touch des mittleren bis späten 18. Jahrhunderts. Op 7 wird übrigens auf das Jahr 1767 datiert, Mozart war damals ganze 11 Jahre alt.
Wie schon die alte cpo Aufnahme der Sinfonien op 10 sind hier die Ausführenden das Orchester "La Stagione Frankfurt" unter Michael Schneider.
Eine Bereicherung des Katalogs von Sinfonien des 18. Jahrhunderts.

mfg aus Wien
Alfred

*an sich fehlt noch op 14, welches ebenfalls 6 Sinfonien enthält, aber im Booklettext steht etwas von SECHS Samlungen a 6 Sinfonien.
Ich konnte jedenfalls keine finden, vielleicht sind sie ja auch verschollen oder haben . wie so viele Werke Abels - keine Opuszahl....

mfg aus Wien
Alfred

clck 1215

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

10

Donnerstag, 6. April 2017, 23:30

Ich werde nun versuchen in meinen nächsten Beiträgen einige seiner Kompositionen oberflächlich zu beschreiben und auch die mutmaßlichen Absichten und ästhetischen Vorstellungen des Komponisten zu hinterfragen und zu beschreiben.
Zudem werde ich mich bemühen schriftliches Material, vorzugsweise zeitgenössisches, aufzutreiben, wi der Komponist eingeschätzt wird. Vorerst sollten wir uns vor Augen halten, dass Abel neun Jahre vor Haydn und dreiunddreißig Jahre vor Mozart geboren wurde, Aus diesem Blickwinkel betrachtet war Abel ein sehr moderner Komponist, denn seine Sinfonien erinnern im allgemeinen eher an Mozart, als an Haydn, verwunderlich genug.
Ich zitiere nun wieder einen zeitgenössischen englischen Musikwissenschaftler, nämlich Charles Burney. Wir haben ihn schon in anderen Beiträgen von mir kennengelernt - und wir werden ihm in nächster Zeit (hoffentlich) noch des öfteren begegnen. Dass er nebenbei auch Komponist war tangiert uns an dieser stelle eher wenig, Seine Lebensleistung bestand hauptsächlich in der Herausgabe eines Werkes, mit Namen „General History of Music from the Earlest Ages to the present Periode“ (Allgemeine Geschiche der Musik von den Anfängen bis zur gegenwärtigen Periode)
Dort werden zahlreiche Komponisten durch ihn beschrieben – ein Zeitdokument, das heute noch kostbarer ist als zum Zeitpunkt seines Entstehens.

In der Ausgabe Nr 4 von 1789 schreibt er über Abel (gekürzt )

Seine Kompositionen sind leicht und einfach elegant, denn er pflegte zu sagen:“ Ich bin nicht darauf aus immer mit Schwierigkeiten zu kämpfen und meine Stücke mit aller Gewalt schwierig zu machen. Ich mache meine Stücke nur schwierig wenn es mir gefällt, abhängig von meiner Verfassung und der meiner Zuhörer.“

Abel kann man in Zusammenhang mit Johann Christian Bach sehen, beide schrieben in einem Stil, der Mozart ähnelte, von beiden hat Mozart in seiner frühesten Jugend zu Lernzwecken abgeschrieben und beide veranstalteten gemeinsam Konzerte, welche als Bach-Abel Konzerte in die Geschichte der Musik eingegangen sind.

Man kann grob vereinfacht sagen, dass Abel in erster Hinsicht seine Kompositionen schrieb, um den Hörern seiner Zeit zu gefallen, nicht um in Tiefen zu schürfen und sich ein Denkmal zu setzen

Mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

11

Sonntag, 9. April 2017, 15:36

Und schon sind wir beim ersten Beispiel angelangt. Es handelt sich um die Ouvertüre op.1 Nr. 2 in C.dur und ist auf den Soundclips Nr. 10-12 enthalten. Hier kann man die Richtigkeit von Abels Statements überprüfen, die im vorigen Beitrag zitiert wurden. Es handelt sich um ein Werk, das völlig undramatisch oder tieschürfend komponiert ist. Oberflächlich erinnert es an eine unbekannte frühe Haydn Sinfonie. Und da sind wir schon bei der Gattungsbezeichnung angelangt: Auf der hier vorliegenden CD des Labels "passacaille" wird das Werk als Ouvertüre bezeichnet, allgemein findet man bei Abels kompositionen von Opus 1 die Bezeichnung "Sinfonia" Beides ist richtig, da sich aus den Ouvertüren mit ihren Sätzen Schnell -langsam- schnell die Urform der Sinfonie entwickelt hat. Das Werk darf also getrost als Sinfonie gesehen werden und ist in diesem Thread somit gut untergebracht.
Sie ist gefällig und angenehm zu hören. Vielfach wurde darüber nachgedacht und geschrieben, warum Abels Ruhm, der zu Lebzeiten ausserordentlich war - so schnell verblasste. Aucuh ich habe darüber nachgedacht und bin zu einem interessanten Svchluß gekommen, den ich in meinem nächsten Beitrag hier veröffentlichen und eventuell in einem allgemeinen Thread zur Diskussion stellen werde...

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

12

Mittwoch, 3. Mai 2017, 18:58

Ich war mir eigenltich ziemlich sicher eine Auflistung der Werke Abels hier eingefügt zu haben. Da sie nicht auffindbar sind gehe ich davon aus, daß ich sie seinerzeit (dessen bin ich mir sicher !!) in den Cache geladen aber dann vergessen habe sie hier einzufügen. Die den Mitgliedern zu Verfüguing stehende Verschwörungstheorie, die Forenleitung habe den bereits bestehenden Beitrag aus Bosheit gelöscht - steht mir ja leider nicht offen....

Dieses Werkverzeichnis stammt aus der englischen Wikipedia, die es ihrerseits asus der französischen abgeschrieben und übersetzt hat.
Eine weitere Übersetzug halte ich nicht für notwendig, alles ist klar verständlich

Irgendwie empfand ich das Werk dann doch für enttäuschend überschaubar, aber das ist eine Täuschung, die dadurch hervorgerufen wird, daß per Opuszahl üblicherweise 6, manchmal auch 4 Werke zusammengefasst werden. Wir konmmen auf weit über 100 Werke



Op. 1: 6 Overtures or Sinfonias (1761)
Op. 2: 6 Sonatas for Keyboard and Violin and Cello (ad libitum) (1760)
Op. 3: 6 Trio Sonatas for 2 Violins and Basso Continuo (1762)
Op. 4: 6 Overtures or Sinfonias (1762)
Op. 5: 6 Sonatas for Keyboard and Violin and Cello (ad libitum) (1762)
Op. 6: 6 Sonatas for Keyboard and Flute (1763)
Op. 7: 6 Symphonies (1767)
Op. 8: 6 String Quartets (1768)
Op. 9: 6 Trio Sonatas for Violin, Cello and Basso Continuo (1771)
Op. 10: 6 Symphonies (1771)
Op. 11: 6 Concerti for Keyboard and Strings (1771)
Op. 12: 6 Flute Quartets (1774)
Op. 13: 6 Sonatas for Keyboard and Violin (1777)
Op. 14: 6 Symphonies (1778)
Op. 15: 6 String Quartets (1780)
Op. 16: 4 Trio Sonatas for 2 Flutes and Basso Continuo (1781)
Op. 16: 6 Trio Sonatas for Violin, Viola and Cello (1782)
Op. 17: 6 Symphonies (1785)
Op. 18: 6 Sonatas for Keyboard and Violin (1784)

Ich bin mir nicht sicher ob dieses Werkverzeichnis komplett ist, auf manchen meiner Aufnahmen sind Werke ohne Opuszahl enthalten, ob es sich hierbei um solche handelt, die tatsächlich keine Opuszahl aufweisen oder ob es sich hier um editorische Nachlässigkeit handelt wird die Zukunft zeigen, die Rechersch ist hier sehr mühsam...

mit freundlichen Grüßen aus Wien

Akfred

clck 1489

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

13

Mittwoch, 3. Mai 2017, 19:34

Eine Unart (meiner Meinung nach) der Schallplattenproduzenten ist es, Werke aus ihrem Zusammenhang zu reissen und einzeln zu veröffentlichen. Ich habe nach einem Werk mit einer relativ niedrigen Opuszahl gesucht - und schließlich gefunden. Auf der abgebildeten BRILLIANT CD finden wir aus Opus 3 die Triosonate Nr 1 für Flöte und 2 Violinen. (Tracks Nr 7-9) Auch wenn ich kein Fan der Flöte (welcher Art auch immer ) bin, so handelt es sich IMO dennoch um gefällige Unterhaltungsmusik, die auch mir (in kleinen Dosen) gefällt.
Leider ist die CD bei jpc "derzeit nicht verfügbar" - also gestrichen......

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Gombert

Prägender Forenuser

  • »Gombert« ist männlich

Beiträge: 626

Registrierungsdatum: 9. Januar 2014

14

Donnerstag, 4. Mai 2017, 00:52


Op. 1: 6 Overtures or Sinfonias (1761)
Op. 2: 6 Sonatas for Keyboard and Violin and Cello (ad libitum) (1760)
Op. 3: 6 Trio Sonatas for 2 Violins and Basso Continuo (1762)
Op. 4: 6 Overtures or Sinfonias (1762)
Op. 5: 6 Sonatas for Keyboard and Violin and Cello (ad libitum) (1762)
Op. 6: 6 Sonatas for Keyboard and Flute (1763)
Op. 7: 6 Symphonies (1767)
Op. 8: 6 String Quartets (1768)
Op. 9: 6 Trio Sonatas for Violin, Cello and Basso Continuo (1771)
Op. 10: 6 Symphonies (1771)
Op. 11: 6 Concerti for Keyboard and Strings (1771)
Op. 12: 6 Flute Quartets (1774)
Op. 13: 6 Sonatas for Keyboard and Violin (1777)
Op. 14: 6 Symphonies (1778)
Op. 15: 6 String Quartets (1780)
Op. 16: 4 Trio Sonatas for 2 Flutes and Basso Continuo (1781)
Op. 16: 6 Trio Sonatas for Violin, Viola and Cello (1782)
Op. 17: 6 Symphonies (1785)
Op. 18: 6 Sonatas for Keyboard and Violin (1784)

Ich bin mir nicht sicher ob dieses Werkverzeichnis komplett ist, auf manchen meiner Aufnahmen sind Werke ohne Opuszahl enthalten, ob es sich hierbei um solche handelt, die tatsächlich keine Opuszahl aufweisen oder ob es sich hier um editorische Nachlässigkeit handelt wird die Zukunft zeigen, die Rechersch ist hier sehr mühsam...


In Knapes Werkverzeichnis finden sich noch etliche weitere Stücke, welche nicht mit einer Opusnummer versehen wurden. Dazu gehören sieben Flöten- und jeweils ein Cello- und Violinkonzert, Opernouvertüren und -passagen (bezeichnend eine Aria mit obligater Gambe aus dem Pasticcio „Sifari“ von Bach und Galuppi), diverse Quartette, Trios, Sonaten, Menuette und „regimental marches“ sowie natürlich zahlreiche Solowerke für Gambe, von denen einige in einer besonders schönen Abel-Aufnahme zu finden sind:


Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
  • »Alfred_Schmidt« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 18 334

Registrierungsdatum: 9. August 2004

15

Sonntag, 24. September 2017, 18:38

Und wieder schliesst cpo (wer sonst?) eine weitere Repertoirelücke in Sachen Abel. Diesmal ist sind es die Sinfonien op 1, die bei ihrem Erscheinen (1761) noch als Ouvertüren bezeichnet wurden. Es war jene Zeit als ich aus dem Genre "Ouverüre" allmählich die Sinfonie entwickelte. Inzwischen ist die Anzahl der ferfügbaren Aufnamen Abel schon repräsentativ genug, daß man sich einzelne Werke oder Opuszahlen genauer ansehen. bzw. anhören kann......

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix