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Bertarido

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751

Mittwoch, 13. September 2017, 19:54

Da hier wohl nicht mehr mit Kommentaren zu rechnen ist, übernehme ich die Auswahl von Caruso vorerst, um dann im Anschluss den letzten Block von Werken der Moderne abhandeln zu können:

VI. Italien
Dallapicola - Il Prigionero - 5
Nono - Al gran sole carico d’amore - 4
Nono - Intolleranza - 2
Berio - Un re in ascolto - 3 (?)

VII. Frankreich
Poulenc - Dialogues des Carmélites - 7
Messiaen - Saint François d'Assise - 6

VIII. Skandinavien
Kokkonen - Die letzten Versuchungen (Viimeiset kiusaukset) - 1

Bertarido

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752

Mittwoch, 13. September 2017, 21:56

Zunächst einmal muss ich einen Fehler korrigieren: Ich habe zwei Komponisten vergessen, die ganz am Ende meiner Liste standen, aber bei Frankreich bzw. Skandinavien schon hätten genannt werden müssen: Vladimir Cosma, ein rumänisch-stämmiger französischer Komponist, und Kaija Anneli Saariaho, eine aus Finnland stammende Komponistin, die seit 1982 in Paris lebt.

Nachträge zu VII. und VIII.
Cosma - Marius et Fanny - 1
Saariaho - L'Amour de loin - 1

IX. Großbritannien
Ich hätte diesen Block auch „Benjamin Britten“ nennen können, denn nur er kommt hier vor (Michael Tippetts Opern waren niemandem eine Nominierung wert):

Britten - Peter Grimes - 12
Britten - Billy Budd - 6
Britten - A Midsummernight´s Dream - 3
Britten - Gloriana - 1
Britten - The Turn of the Screw - 1
Britten - The Rape of Lucretia - 1
Britten - Death in Venice - 4

X. USA
Gershwin - Porgy and Bess - 9
Antheil - The Brothers - 1
Barber - Vanessa - 1
Menotti - Amahl and the Night Visitors - 1
Cage - Europeras 1 & 2 - 1
Bernstein - West Side Story - 1
Bernstein - Candide - 2
Glass - Einstein on the Beach - 3
Glass - Akhnaten (Echnaton) - 2
Adams - Nixon in China - 4

Menotti, der sich auch selbst als amerikanischer Komponist sah, passt hier wohl besser hinein als nach Italien.

XI. Südamerika
Ginastera - Bomarzo - 1

XII. Japan
Hosokawa - Stilles Meer - 1

Nun bin ich gespannt auf Wortmeldungen. Zumindest zu Britten und den Amerikanern sollten eigentlich viele etwas sagen können.

Rheingold1876

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753

Mittwoch, 13. September 2017, 22:36

Lieber Bertraido, für Benjamin Britten würden mir "Peter Grimes", "Billy Budd" und - wenn noch Platz - "A Midsummernight´s Dream" reichen. "Death in Venice" hatte ich zuletzt an der Deutschen Oper Berlin gesehen und fand mein bisheriges Urteil bestätrigt, dass der Stoff, gemessen an der Vorlage, nicht bewältigt wurde.

"West Side Storry" und "Candide" von Leonard Bernstein sind formal keine Opern. Deshalb würde ich sie in den Kanon nicht aufnehmen.

Gian Carlo Menotti würde ich statt mit "Amahl and the Night Visitors" viel lieber mit "The Consul" vertreten sehen. Die Berliner Erstauffühung mit Inge Borkh als Magda Sorel soll ein unglaubliches Ereignis gewesen sein, das die Stimmung der Nachkriegszeit genau traf. Mit ihrer großen Szene möchte ich meinen Vorschlag untermauern:



Und als Ergänzung die nicht weniger bedeutsame Eilleen Farrell in der Originalfassung:



Ich füge hinzu, dass es keiner Diskussion bedürfen wird, "Porgy and Bess" von Gershwin aufzunehmen. Barbers "Vanessa" finde ich immer noch nicht prickelnd. Zu den anderen Komponisten kann ich nichts Erhellendes beitragen.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Stimmenliebhaber

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754

Mittwoch, 13. September 2017, 22:58

Den "Konsul"-Vorschlag unterstütze ich ausdrücklich. Von Britten würde vielleicht auch einfach mal nur der "Grimes" reichen, das war sein genialer Erstling, den er ehrlicherweise so nicht wieder erreicht hat, und es kann ja nicht immer alles endlos ausufern. Wenn ich überlege, dass für Egk und beinahe auch für Orff und damit für ganz wichtige Linien in der deutschen Opernentwicklung des 20. Jahrhunderts - und Deutschland ist neben Italien und Frankreich nunmal das dritte Opernkernland - kein Platz sein soll, dann muss das Repertoire aus den "Opernentwicklungsländern" des 20. Jahrhunderts abgesehen vom wirklich herausragenden Britten und vielleicht noch je einmal Bernstein ("Candide" ist weit eher einer Oper als "West Side Story") und Menotti und natürlich Gershwins "Porgy" auch nicht zu ausgedehnt in einen Opernkanon aufgenommen werden, ist zumindest meine Meinung!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Fiesco

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755

Mittwoch, 13. September 2017, 23:13

Zitat

Barber - Vanessa - 1


Diese wunderbare Oper ist ein Muss!

Zitat


Gian Carlo Menotti würde ich statt mit "Amahl and the Night Visitors" viel lieber mit "The Consul" vertreten sehen. Die Berliner Erstauffühung mit Inge Borkh als Magda Sorel soll ein unglaubliches Ereignis gewesen sein, das die Stimmung der Nachkriegszeit genau traf. Mit ihrer großen Szene möchte ich meinen Vorschlag untermauern:


Na klar, für den Consul gilt das selbe, wie Rheingold und Stimmenliebhaber es schon beantworteten!

LG palestrina
Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen.

Grillparzers Worte auf der Reliefplatte Schuberts.

Bertarido

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756

Donnerstag, 14. September 2017, 11:19

Lieber Bertraido, für Benjamin Britten würden mir "Peter Grimes", "Billy Budd" und - wenn noch Platz - "A Midsummernight´s Dream" reichen. "Death in Venice" hatte ich zuletzt an der Deutschen Oper Berlin gesehen und fand mein bisheriges Urteil bestätrigt, dass der Stoff, gemessen an der Vorlage, nicht bewältigt wurde.

Hier bin ich anderer Meinung, lieber Rheingold. Ich halte "Death in Venice" für ein spätes Meisterwerk von Britten und finde, dass der Stoff sehr wohl bewältigt wurde.

Ich würde neben "Peter Grimes" somit auch "Death in Venice" in den Kanon aufnehmen und mindestens noch eine dritte Oper. Da fällt die Auswahl mir schwer, denn sowohl "Billy Budd" wie auch "A Midsummernight´s Dream" sind großartige Opern. Und das gleiche gilt für "The Turn of the Screw". Eines ist aber klar: Nur mit "Peter Grimes" wird man dem Rang dieses Komponisten nicht gerecht.


"West Side Storry" und "Candide" von Leonard Bernstein sind formal keine Opern. Deshalb würde ich sie in den Kanon nicht aufnehmen.

Das ist richtig. Obwohl ich selbst "Candide" nominiert habe (neben der "West Side Story" m.E. Bernsteins bestes Bühnenwerk), ist es nun mal eine Operette (bzw. ein Musical in der Erstfassung) und keine Oper. Und Operetten und Musicals haben wir explizit ausgeschlossen.


Gian Carlo Menotti würde ich statt mit "Amahl and the Night Visitors" viel lieber mit "The Consul" vertreten sehen. Die Berliner Erstauffühung mit Inge Borkh als Magda Sorel soll ein unglaubliches Ereignis gewesen sein, das die Stimmung der Nachkriegszeit genau traf. Mit ihrer großen Szene möchte ich meinen Vorschlag untermauern:

Danke für den Hinweis. Ich muss gestehen, dass ich von Menotti bisher rein gar nichts gehört habe, das scheint ein Versäumnis gewesen zu sein. Wenn alle der Meinung sind, dass "The Consul" das bessere und wichtigere Werk ist, dann spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, in diesem Fall von der Nominierungsliste abzuweichen.

Stimmenliebhaber

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757

Donnerstag, 14. September 2017, 11:23

Nur mit "Peter Grimes" wird man dem Rang dieses Komponisten nicht gerecht.
Je nun, da wäre Britten nicht der erste Komponist, dem dieser Kanon in der Werkauswahl nicht gerecht wird...
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Bertarido

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758

Donnerstag, 14. September 2017, 11:48

Wenn wir uns die anderen Werke amerikanischer Komponisten anschauen, dann führt an Gershwins "Porgy and Bess" wohl kein Weg vorbei - wahrscheinlich die amerikanische Oper überhaupt.

Barbers "Vanessa" habe ich vor Ewigkeiten mal gehört, so dass ich hier kein Urteil wage. Gibt es andere, die sich Fiescos Urteil "Diese wunderbare Oper ist ein Muss!" anschließen?

"Europeras 1 & 2" von John Cage müsste man eigentlich unter dem Aspekt "Innovativität", mindestens aber unter "Berücksichtigung der verschiedenen Ausprägungen, Schulen und nationalen Traditionen der Oper" aufnehmen. "Eigentlich" deswegen, weil es meines Wissens keine Aufnahme dieses Werks gibt. Immerhin gibt es Aufführungen, in der kommenden Saison in Braunschweig (Premiere im November).

Glass muss vertreten sein, wobei einer der Opern "Einstein on the Beach" oder "Akhnaten (Echnaton)" reichen sollte.

Und Adams "Nixon in China"? Brauchen wir die?

Baculus

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759

Donnerstag, 14. September 2017, 12:21

Ich hoffe, ich kann mich auf diesen letzten Zentimetern noch einklinken - ich bin erst seit zwei Tagen dabei, verfolge das spannende Projekt nur lesend allerdings seit Anfang.
Ich beschränke mich in meinen kurzen Kommentaren auf Werke, die ich zumindest hörend kenne.


IX. Großbritannien
Zwei bis drei Werke von Britten finde ich angemessen

Peter Grimes und Billy Budd

sollten es unbedingt sein, als drittes finde ich den Sommernachtstraum der literarischen Vorlage viel eher gerecht werdend als Death in Venice.

X. USA
Gershwin - Porgy and Bess ist wohl unstrittig

Barber - Vanessa ist in ihrem fast spätromantischen Stil zwar etwas epigonal, aber repräsentiert gerade dadurch eine (wenn nicht die wichtigste) Strömung der amerikanischen Oper.
Menotti - hir schließe ich mich einigen Vorschreibern an: Der Konsul ist ein spannendes und international sehr viel erfolgreicheres (und bis heute repertoirefähiges) Werk.


Glass - Einstein on the Beach habe ich nur als unglaublich langweilig in Erinnerung, könnte raus - wirklich innovativ und modern habe ich Glass sowieso nie empfunden. Zumal: Oper ohne eigentliche Handlung - ist das noch Oper?

Adams - Nixon in China gefällt mir sehr viel besser. wenn "Minimal-Oper" dann diese.
Viele Grüße
Erik

Fiesco

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760

Donnerstag, 14. September 2017, 13:09

Zitat

Bertarido
Ich würde neben "Peter Grimes" somit auch "Death in Venice" in den Kanon aufnehmen und mindestens noch eine dritte Oper. Da fällt die Auswahl mir schwer, denn sowohl "Billy Budd" wie auch "A Midsummernight´s Dream" sind großartige Opern. Und das gleiche gilt für "The Turn of the Screw". Eines ist aber klar: Nur mit "Peter Grimes" wird man dem Rang dieses Komponisten nicht gerecht.


Ich würde das anders sehen lieber Bertarido, "Death in Venice" ist auch gut aber der "Billy Budd " und "The Turn of the Screw" sind mMn wichtiger!?

Ich kann mich nicht so recht entscheiden, zwischen "Einstein on the Beach" oder "Akhnaten", wenn ich nach meinem Gefühl gehe dann der "Akhnaten"!

Mit Cage und den "Europeras" konnte ich damals in Frankfurt überhaupt nichts anfangen!

Für Adams "Nixon in China" ist glaube ich die Zeit abgelaufen, das wurde vor Jahren noch oft gespielt!

LG Fiesco
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La Roche

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761

Donnerstag, 14. September 2017, 13:35

Alle genannten Opern kenne ich nicht, ist nicht meine Musik. Deshalb habe ich hier kein Votum abgegeben.

Allerdings hatte ich von Cosma "Marius et Fanny" nominiert, da mir diese Musik nun wieder zusagt. Außer mir schien zunächst keiner die Oper zu kennen, bis mich Caruso darauf aufmerksam machte, daß die Oper ein Auftragswerk der Stadt Marseille sei und für Angela Gheorghiu und Roberto Alagna maßgeschneidert sei. Nach Caruso gehört sie nicht hierher.

Da sie kaum einer kennt, melde ich mich nochmal. Wenn eine Oper Werbung für eine Stadt macht, dann sollte das kein Qualitätskriterium sein. Schließlich machen einige Bühnenwerke für Sevilla, andere für Venedig oder Genua schon im Titel Werbung. Wenn zwei Stars wie Gheorghiu und Alagna sich für eine neue Oper einsetzen, spricht das auch nicht gegen Qualität. Die Musik ist relativ einfach gestrickt, aber in einem Zeitalter, wo viele Opern gar keine Melodie aufweisen, finde ich dieses Konzept nicht das allerschlechteste. Ich habe einmal in "Einstein am Strand" und "Echnaton" reingehört, zu Cage fehlte mir der Mut total. Über "Nixon in China" hört man auch nicht nur Gutes! Für mich ist diese Art Musik keine Musik (soweit ich reingehört habe).

Wenn diese Werke in den Kanon kommen, dann sollte der Cosma auch reingehören und weit vor denen stehen.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer
Nihil fit sine causa

Fiesco

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762

Donnerstag, 14. September 2017, 14:13

Zitat

La Roche
Wenn diese Werke in den Kanon kommen, dann sollte der Cosma auch reingehören und weit vor denen stehen.
?(

Hallo La Roche, das verstehe wer will, eine Oper die nur in Marseille aufgeführt wurde und sie dir gefällt, und in die anderen hast du
nur mal reingehört und nie gesehen, nie ganz gehört!?

LG Fiesco
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Christian Biskup

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763

Donnerstag, 14. September 2017, 14:51

Zitat

Zitat Bertario: "Europeras 1 & 2" von John Cage müsste man eigentlich unter dem Aspekt "Innovativität", mindestens aber unter "Berücksichtigung der
verschiedenen Ausprägungen, Schulen und nationalen Traditionen der Oper" aufnehmen. "Eigentlich" deswegen, weil es meines Wissens keine Aufnahme dieses Werks gibt. Immerhin gibt es Aufführungen, in der kommenden Saison in Braunschweig (Premiere im November).

Lieber Bertario,
allerdings muss man dabei bitte beachten, dass kein Ton der Oper von Cage stammt! Für mich ist das ganze mehr ein Arragement aber kein wirklich selbstständiges Werk, selbst wenn es als solches gehandelt wird.

LG
Christian

La Roche

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764

Donnerstag, 14. September 2017, 15:08

Hallo La Roche, das verstehe wer will, eine Oper die nur in Marseille aufgeführt wurde und sie dir gefällt, und in die anderen hast du
nur mal reingehört und nie gesehen, nie ganz gehört!?
Cage brauche ich nicht zu hören, immerhin habe ich mich bemüht, Akhnaten (oder Echnaton) bzw. "Einstein am Strand" zu hören. Ohrenschmerzen nach Musik machen mich nicht zu deren Liebhabern. Die anderen Opern kenne ich nicht, wie Du lesen konntest, deshalb ist es mir Wurscht, ob Porgy and Bess drin sind oder dem Britten seine Musik. Ich kenne sie nicht, deshalb beurteile ich sie auch nicht.
Alle genannten Opern kenne ich nicht, ist nicht meine Musik. Deshalb habe ich hier kein Votum abgegeben.
Frage: Hast Du Marius und Fanny gesehen oder gehört? Ich hab ne DVD davon, und das ist tolle Musik. Aber wenn sie Dir nicht gefällt und Du den Tod in Venedig vorziehst, ist das Dein Recht. Genau wie es meines ist, mich für den Cosma einzusetzen.

La Roche
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Caruso41

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765

Donnerstag, 14. September 2017, 15:59

Zitat

Zitat Bertario: "Europeras 1 & 2" von John Cage müsste man eigentlich unter dem Aspekt "Innovativität", mindestens aber unter "Berücksichtigung der
verschiedenen Ausprägungen, Schulen und nationalen Traditionen der Oper" aufnehmen. "Eigentlich" deswegen, weil es meines Wissens keine Aufnahme dieses Werks gibt. Immerhin gibt es Aufführungen, in der kommenden Saison in Braunschweig (Premiere im November).

Lieber Bertario,
allerdings muss man dabei bitte beachten, dass kein Ton der Oper von Cage stammt! Für mich ist das ganze mehr ein Arragement aber kein wirklich selbstständiges Werk, selbst wenn es als solches gehandelt wird.

LG
Christian

Ja, aber das ist doch gerade die Pointe!
In Hannover wurde das Werk auch gespielt,und zwar mit erheblichem Erfolg.

Wenn Barbers "Vanessa" -Meiner Meinung nach voll zu Recht - aufgenommen wird, obwohl ihr "fast spätromantischen Stil" als "zwar etwas epigonal" empfunden wird, da sie "gerade dadurch eine (wenn nicht die wichtigste) Strömung der amerikanischen Oper" repräsentiert, gibt es auch gute Gründe für Cage's "Europeras1&2". Die Collage ist eben auch Stilmittel - und ein sehr unterhaltsames aber auch zum Nachdenken anregendes!

Auf meiner Liste waren die folgenden englischen und amerikanischen Opern

Britten: Peter Grimes
Britten: Billy Budd
Gershwin: Porgy and Bess
Barber: Vanessa
Glass: Akhnaten
Cage: Europeras1&2
Adams: Nixon in China



Die würde ich auch verteidigen!

Ein dritter Britten müßte wohl nicht sein. Aber den "Death in Venice" habe ich als starkes Werk erlebt. Immerhin schon in vier Einstudierungen. Die Abwertung durch Stimmenliebhaber kann ich nicht nachvollziehen. Allerdings fand ich auch "A Midsummer Night's Dream" stark! Trotzdem: Mehr als Zwei Werke sollten wirklich nicht in den Kanon. Und "Peter Grimes" und "Billy Budd" sind mit großem Abstand die meistgespielten Opern von Britten.

Mir leuchtet ein, dass auch Menottis "Konsul" verdient hat, aufgenommen zu werden! Ich wäre ja für Menottis "Die Heilige von der Bleecker-Street" eingetreten. Die Erinnerung an die Aufführungen unter Thomas Schippers mit Elfriede Trötschel, Irene Dalis und Sandor Konya waren ein sehr starkes Argument für das Werk. Aber, ich fürchte, ich hätte keine weiteren Argumente gefunden. Wenn die Oper von Puccini wäre - und sie klingt so!!! - würde sie heute sicher öfter gespielt!

Bertarido hat in Klammer angemerkt: "(Michael Tippetts Opern waren niemandem eine Nominierung wert)"! Das kann ich sehr gut verstehen!

Cosmas "Marius et Fanny" finde ich völlig abwegig. Dagegen habe ich ja schon ausführlich Stellung genommen - obwohl bei LaRoche das keine Eindruck hinterlassen zu haben scheint!

Bleibt

Ginastera - Bomarzo (Da kenne ich nur die CD unter Julius Rudel. Ein starkes Plädoyer für die Aufnahme in den Kanon sehe ich danach nicht!)

Hosokawa - Stilles Meer (Hat mir in Hamburg Eindruck gemacht! Das war natürlich der Stoff, die großartige Inszenierung und die musikalische Leitung von Kent Nagano! Trotzdem würde ich es nicht notwendig finden, das Werk schon gleich nach der Uraufführung in den Kanon aufzunehmen! Viel Neues, Aufregendes habe ich in dieser Musik nicht gehört, aber ein ehrliches, anrührendes Bemühen um Betroffenheit und Anteilnahme. Da sollten wir abwarten, wie das Werk sich in anderen Produktionen bewährt.)

Caruso41
;) - ;) - ;)

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Bertarido

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Donnerstag, 14. September 2017, 16:25

Ein dritter Britten müßte wohl nicht sein. Aber den "Death in Venice" habe ich als starkes Werk erlebt. Immerhin schon in vier Einstudierungen. Die Abwertung durch Stimmenliebhaber kann ich nicht nachvollziehen. Allerdings fand ich auch "A Midsummer Night's Dream" stark! Trotzdem: Mehr als Zwei Werke sollten wirklich nicht in den Kanon. Und "Peter Grimes" und "Billy Budd" sind mit großem Abstand die meistgespielten Opern von Britten.

Lieber Caruso, "Death in Venice" ist aufgrund der für Britten recht modernen Tonsprache und des spröderen Themas sicher weniger populär als "Peter Grimes" und "Billy Budd", aber deswegen nicht schlechter. Und sowohl Brittens Rang als Opernkomponist wie auch die Unterschiedlichkeit seiner Werke sind meiner Meinung nach ein starkes Argument dafür, zumindest im ersten Durchlauf drei Opern in der Liste zu lassen. Weniger bedeutend als Prokofjew, von dem wir auch drei Werke haben, ist Britten nicht. Wenn man die Unterschiedlichkeit seines Œuvres abbilden will, wäre es sogar besser, neben "Peter Grimes" auf "Billy Budd" zu verzichten und "Death in Venice" und "A Midsummernight's Dream" oder "The Turn of the Screw" zu nehmen. Aber da bin ich verhandlungsbereit. :)

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Donnerstag, 14. September 2017, 17:15

Weniger bedeutend als Prokofjew, von dem wir auch drei Werke haben, ist Britten nicht.


Lieber Bertarido, habe ich das richtig verstanden? Du stellst Britten und Prokofjew auf eine Stufe?
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Donnerstag, 14. September 2017, 17:15

Die Abwertung durch Stimmenliebhaber kann ich nicht nachvollziehen.
Habe ich ich zu "Death in Venice" bislang überhaupt geäußert? Ist mir nicht bekannt. Kann ich aber gerne nachholen, habe ich gerade erst im März dieses Jahres an der Deutschen Oper Berlin gesehen und teile die von gleich einigen anderen hier geäußerte Kritik am Werk voll und ganz. Nicht annhähernd auf Augenhöhe eines "Peter Grimes"!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Bertarido

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769

Donnerstag, 14. September 2017, 17:27

Weniger bedeutend als Prokofjew, von dem wir auch drei Werke haben, ist Britten nicht.


Lieber Bertarido, habe ich das richtig verstanden? Du stellst Britten und Prokofjew auf eine Stufe?

Als Opernkomponisten ganz ohne Frage!

Caruso41

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770

Donnerstag, 14. September 2017, 17:30

Die Abwertung durch Stimmenliebhaber kann ich nicht nachvollziehen.

Habe ich ich zu "Death in Venice" bislang überhaupt geäußert? Ist mir nicht bekannt. Kann ich aber gerne nachholen, ........

Lieber Stimmenliebhaber!
Sorry, das waren Rheingold und Baculus!
Aber Danke für Deine Einschätzung. Ich habe zuletzt auch die nämliche Aufführung gehört. Mir hat sie wohl besser gefallen als Dir! Auch beim Publikum kam sie überraschend gut an! Aber - keine Frage - Peter Grimes ist doch schon eine andere Klasse.

Beste Grüße
Caruso41
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Bertarido

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771

Donnerstag, 14. September 2017, 17:36

Aber - keine Frage - Peter Grimes ist doch schon eine andere Klasse.

Und das wage ich zu bestreiten. :hello: Ich bin ganz der Meinung von Ian Bostridge, der zu "Death in Venice" schrieb:

I came to it knowing that the music alone - in its brilliant sound-worlds, its compelling musico-dramatic use of endlessly varied and reconfigured thematic material, its melodic invention - made Britten's Death in Venice perhaps his greatest opera. Preconceptions made me anxious about the story itself, but rehearsing it as a piece of theatre, we have found a gentleness, a sadness and a subtlety that belie the sensationalism that has too often afflicted the reception of this masterpiece. Britten's Death in Venice speaks of the human condition with a depth of insight few operas can match.


https://www.theguardian.com/music/2007/m…lmusicandopera1

dr.pingel

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Donnerstag, 14. September 2017, 17:58

Ich hätte gern den ganzen Britten drin, also alle, die ich nominiert habe, also auch "Gloriana". Das sind Meisterwerke und stehen Prokofiew in keiner Weise nach. Das ist so ein wenig das Janacek-Problem, denn für einen Liebhaber dieser Musik sind sie alle gleich wichtig. Und was "Death in Venice" betrifft: hier stimme ich Ian Bostridge zu!
Von Philipp Glass gehört auf jeden Fall "Akhnaten" hinein; ich finde, dass dies seine beste Oper ist.
Was ist der Unterschied zwischen der Titanic und dem Regietheater? Das RT kann den Eisberg jetzt schon sehen! (Dr.Pingel´s musikalische Brosamen, Band 2, Nr. 666)

Bertarido

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Samstag, 16. September 2017, 18:36

Benjamin Britten

Ich bin immer noch sehr erstaunt, dass Benjamin Britten als Opernkomponist von einigen Taminos offenbar weitaus weniger geschätzt wird als von mir. Die ungläubige Frage von Rheingold: "Du stellst Britten und Prokofjew auf eine Stufe?" hätte ich nie erwartet, denn für mich ist es ganz selbstverständlich, dass Brittens Opern mindestens auf einer Stufe mit denen von Prokofjew stehen. Britten scheint es hier ähnlich wie Janáček zu gehen, dessen Genie auch von einigen Opernfreunden nicht gesehen wird. Um sicher zu sein, dass ich nicht ganz falsch liege, habe ich mir noch einmal die Darstellungen von Britten in einigen Opern-Geschichten durchgelesen und war erleichtert, dass dort meine (und dr. pingels) Bewertung durchgängig geteilt wird. Man lese sich nur einmal die 40 Seiten durch, die Ulrich Schreiber dem "Orpheus Britannicus II" (als Anspielung auf Henry Purcell) widmet! Da insbesondere die Qualität von "Death in Venice" in Frage gestellt und das Werk dem "Peter Grimes" als nicht ebenbürtig bezeichnet wurde, zitiere ich aus Schreibers Besprechung dieser Oper:

"Es ist müßig, darüber zu spekulieren, ob ein heterosexueller Komponist Thomas Manns Vorlage so kongenial in ein Musikdrama hätte umsetzen können wie Benjamin Britten. Unbestreitbar ist jedenfalls, dass ihm diese Umsetzung auf der Höhe der Vorlage gelungen ist. [...] Death in Venice variiert den konventionellen Typus Literaturoper in einer neuartigen Dramaturgie eines mehrschichtigen Erzähltheaters zu einem höchst individuellen Meisterwerk. Britten problematisiert in seinem letzten Musikdrama zudem die Gattung insofern, als er alles, wofür Literatursprache bei Aschenbach (auch in Manns Novelle) steht - Form, Logik, Selbstdisziplin -, unter dem Ansturm der Sinnlichkeit zusammenbrechen lässt und gleichwohl in der Gestaltung dieses Zusammenbruchs Form, Logik und Selbstdisziplin bewahrt."

Mit wie raffinierten musikalischen Mitteln dies dem Komponisten gelingt, kann man ebenfalls bei Schreiber nachlesen. "Death in Venice" muss unbedingt in den Kanon, und drei Opern insgesamt sind für Britten, "easily the single most significant producer of opera after 1945" (Abbate/Parker) gewiss nicht zuviel, eher zuwenig.

Stimmenliebhaber

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774

Samstag, 16. September 2017, 19:08

Ich kenne sehr viele ernstzunehmende Leute, die zwar Britten als Musikdramatiker anerkennen, der mit viel musikthetralischem Instinkt eindrucksvolle Effekte setzen kann, ein Meyerbeer des 19. Jahrhunderts sozusagen (und ich schätze Meyerbeer außerordentlich), die aber seine Opernmusik selbst bestenfalls für zweitklassig halten, sogar beim "Grimes", was ich so nun wirklich nicht teile. Ich schätze Britten als einen der bedeutendsten Musikdramatiker der 20. Jahhunderts, dem allerdings mit seinem Erstling "Peter Grimes" nur ein wirklicher Geniestreich gelang, den er in dieser herausragenden genialen Qualität in der Folge nicht wieder erreichte.

"Death in Venice" muss unbedingt in den Kanon
Dieser Satz zeigt leider einmal mehr in erschreckender Deutlichkeit, dass du hier der denkbar schlechteste Moderator für einen solchen Kanon bist, weil du nicht zum ersten Mal versuchst, deine Auffassung auch gegen eine Mehrheit an Teilnehmern (die ja immer weniger wurden) gnadenlos durchzusetzen. Das Ergebnis kann dann bestenfalls ein "Bertarido Opernkanon" sein, aber kein "Tamino Opernkanon" (wobei ich zwei Substantive, die zusammenhanglos nebeneinanderstehen und nicht durch einen Bindestrich verbunden sind, im Deutschen ohnehin nicht kenne, sondern höchstens im Neudeutschen...)

Hier wurden so viele Komponisten, die im 19. Jahrhundert wirklich zu den bedeutendsten zählten (und das gilt gerade auch für den deutschsprachigen Raum im 20. Jahhundert, ich habe Orff und Egk genannt, Strauss wurde auf vier oder fünf Werke zurechtgestutzt und sein ganzes spätes Opernschaffen blieb unberücksichtigt), dass es meiner Meinung nach ein krasses Missverhältnis wäre, wenn Britten hier mit drei Werken (und noch seinem Erstling UND "Letztling" dazu, diese Ehre ist hier wohl auch noch keinem anderem widerfahren, der gleich einige Opern komponiert hat, was aber zugegebermaßen auch an der besonderen Güte seines Erstlings liegt) vertreten sein würde, wie ich überhaupt den ganzen englisch-amerikanischen Teil als reichlich aufgebläht empfinde (die meines Erachtens beste amerikanische Oper, Kurt Weills Broadway-Oper "Street Scene" fehlt hingegen).

Und nun klinke ich mich aus dieser immer wieder ärgerlichen (aber der zitierte Satz war für mich ein neuer Höhepunkt an Chuzpe, weshalb ich darauf doch kurz reagieren wollte) Rubrik wieder aus und denke dabei an ein wohlbekanntes Zitat des sächsichen Königs Friedrich August III. ...
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Bertarido

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Samstag, 16. September 2017, 19:29

Und nun klinke ich mich aus dieser immer wieder ärgerlichen (aber der zitierte Satz war für mich ein neuer Höhepunkt an Chuzpe, weshalb ich darauf doch kurz reagieren wollte) Rubrik wieder aus und denke dabei an ein wohlbekanntes Zitat des sächsichen Königs Friedrich August III. ...

Auf die üblichen Stänkereien einzugehen erspare ich mir und hoffe stattdessen, dass Du Dein mehrfach angekündigtes Fernbleiben von diesem Thread endlich wahr machst. :hello:

Übrigens frage ich mich, was aus Deiner Ignorierliste geworden ist, auf der ich doch schon seit Ewigkeiten stehe. Musstest Du die etwa abschalten, damit Alfred Dich wieder ins Forum gelassen hat? :D

dr.pingel

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Samstag, 16. September 2017, 20:49


"Death in Venice" muss unbedingt in den Kanon
Dieser Satz zeigt leider einmal mehr in erschreckender Deutlichkeit, dass du hier der denkbar schlechteste Moderator für einen solchen Kanon bist, weil du nicht zum ersten Mal versuchst, deine Auffassung auch gegen eine Mehrheit an Teilnehmern (die ja immer weniger wurden) gnadenlos durchzusetzen. Das Ergebnis kann dann bestenfalls ein "Bertarido Opernkanon" sein, aber kein "Tamino Opernkanon" (wobei ich zwei Substantive, die zusammenhanglos nebeneinanderstehen und nicht durch einen Bindestrich verbunden sind, im Deutschen ohnehin nicht kenne, sondern höchstens im Neudeutschen...)


Und nun klinke ich mich aus dieser immer wieder ärgerlichen (aber der zitierte Satz war für mich ein neuer Höhepunkt an Chuzpe, weshalb ich darauf doch kurz reagieren wollte) Rubrik wieder aus und denke dabei an ein wohlbekanntes Zitat des sächsichen Königs Friedrich August III. ...


Also, Stimmenliebhaber, auf diese Sottisen deinerseits habe ich gerade gewartet. Ich bin erstaunt, dass du nach deinem Rauswurf und Wiederaufnahme, was ja ganz unmöglich erschien, hier wieder die alten großen Töne spuckst, vor allem gegen Bertarido, dem du in keiner Weise das Wasser reichen kannst. Du hast dich eklatant gegen Cavalli, Janacek und Britten echauffiert. Das zeigt mir, dass du ein Stimmenliebhaber sein kannst, aber von packendem Musiktheater nicht die leiseste Ahnung hast.
Was ist der Unterschied zwischen der Titanic und dem Regietheater? Das RT kann den Eisberg jetzt schon sehen! (Dr.Pingel´s musikalische Brosamen, Band 2, Nr. 666)

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Samstag, 16. September 2017, 22:33

Noch so einer, der keine andere Meinung ertragen kann als die eigene. Aber dass ich mich gegen Janacek "echauffiert" hätte, ist mir neu. Eigentlich ist mir so, dass ich ich auch nur gegen irgendeinen Komponisten "echauffiert" hätte, sondern ich wage es vielleicht, auch die Schwächen von diesen aufzuzeigen, nur ist mir das im Falle von Janacek nicht bewusst, aber du wirdt sicherlich einen Beleg dafür haben. Ich harre gespannt!

P.S.: "Echauffieren", das trifft eher auf deinen eigenen Beitrag zu...

P.P.S.: Natürlich meinte ich in meinem Beitrag 774, dass manche Britten als einen Meyerbeer des 20. Jahrhunderts ansehen - eine Einschätzung, die ich so wie gesagt nicht teile, die aber durchaus nicht so unverbreitet ist, wie es hier suggeriert wird.
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dr.pingel

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Samstag, 16. September 2017, 23:16

Auf die üblichen Stänkereien einzugehen erspare ich mir und hoffe stattdessen, dass Du Dein mehrfach angekündigtes Fernbleiben von diesem Thread endlich wahr machst. :hello:
:D


Ich habe deinen Beitrag gelesen und erinnere mich an viele frühere Streitigkeiten. Ansonsten stimme ich dem Zitat von Bertarido zu. :no:
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dr.pingel

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Sonntag, 17. September 2017, 00:09

Nachtrag: nach deinem unrühmlichen Abgang und dem nicht weniger rühmlichen Neustart hast du nicht das leiseste Recht, Bertarido in dieser Art und Weise zu kritisieren. Du kannst ja einen eigenen Opernführer kreien, den ich dann in meiner Satireseite "besprechen" werde.
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Stimmenliebhaber

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Sonntag, 17. September 2017, 00:22

Zwei weitere Stänkerbeiträge von "Dr. Pingel" - OHNE den erbetenen Beleg, wo ich mich angeblich über Janácek "echauffiert" hätte, wie er zuvor behauptet hat. Wen wundert's...
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