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Agon

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  • »Agon« ist männlich

Beiträge: 1 279

Registrierungsdatum: 22. Mai 2008

2 611

Gestern, 13:58

Lieber Agon,

unter all den Programmmusiken von Strauss bis Liszt, von Berlioz bis zu Beethovens 6. ist mir die Alpensinfonie die liebste. Live schon sicher 10 x erlebt, und jährlich einmal liegt eine Aufnahme auf dem Teller. Nicht nur das Gewitter finde ich toll, auch die harmonische Auflösung sofort nach dem Gewitter, der Übergang in die friedliche Stimmung bis hin zum Abend mit dem Sonnenuntergang sind eine prachtvolle Naturbeschreibung. Dazu gehört auch der strahlende Sonnenaufgang, der wuchtige, mit einem einzigen Akkord gezeichnete Eintritt in den Wald. Musikalisch ist für mich der Höhepunlt auf dem Gipfel, mit der Ruhe nach den Anstrengungen, dem grenzenlosen Himmel oben und den Bergkämmen auf der mittleren Ebene. Und darüber strahlt in aller Schönheit wieder die Sonne. Die Gewaltigkeit des Universums in den Bergen konnte so nur einer musikalisch zeichnen, der auch schon auf Berggipfeln stand.

Das ändert nichts daran, daß ich Bruckner und Mahler auch ohne Programm besonders mag!

Herzlichst La Roche
Lieber La Roche,

das ist sehr interessant und nachvollziehbar, was Du zur "Alpensinfonie" schreibst. Das Gewitter mit seinem erschütternden und schmerzhaften Höhepunkt ist für mich immer ein Wendepunkt in diesem Werk. Denn dieser dann folgende harmonische Abstieg ist so zutiefst bewegend und fesselnd, daß ich immer das Gefühl habe, daß sich hier ein Leben dem Ende zuneigt und am Schluß im Nichts verebbt. Ich sehe dieses Werk weniger als eine Alpenwanderung, als vielmehr eine Art "Lebenswanderung" von der Geburt bis zum Tod.

Gruß,
Agon
Der Bürger duldet nichts Unverständliches im Haus. (Karl Kraus)

Accuphan

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  • »Accuphan« ist männlich

Beiträge: 1 580

Registrierungsdatum: 7. Februar 2007

2 612

Gestern, 16:12

Erholung: FAE löscht das Feuer


Ich brauche Erholung von Strauss, wer hätte das je gedacht... Ich liebe seine Orchesterwerke, seine Lieder, Chorwerke, auch den Rosenkavalier. Seine Opern sind sonst aber nichts für mich. Und wenn ich daran denke, dass ich einst DFD mit Enoch Arden im Frankfurter Funkhaus gehört habe, graust es mich jetzt noch. Genug! Brahms eilt zu Hilfe und Gehör, ich gebe Saitenklang als Balsam auf Herz und Hirn. "Brahms akut 600". :hello:
(gut stimmen!!)

timmiju

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  • »timmiju« ist männlich

Beiträge: 1 411

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2010

2 613

Gestern, 17:49

Aus der Versenkung geholt:
Anton Urspruch
Das Unmöglichste von Allem
Komische Oper in drei Akten
Rebecca Broberg, Robert Fendl
Anne Wieben, Caterina Maier
Matthias Grätzel, Ralf Sauerbrey u.a.
ppp musiktheater München
Orchester des Sorbischen National-Ensembles
Dirigent: Israel Yinon

Anton Urspruch, den Franz Liszt als seinen "Lieblingsschüler und vortrefflichen lieben Freund" bezeichnete, geriet nicht zuletzt durch die Rassengesetze und die "Arisierung des Musiklebens" im Nazi-Deutschland in völlige Vergessenheit. Um so dankbarer muss man für seine Wiederauferstehung mit diesem wohl bedeutendsten seiner Werke sein. Eine belanglose Handlung (das trifft wahrlich für viele Opernlibretti zu) auf nahezu drei Stunden Musik auszudehnen, ist schon mal eine Kunst für sich. Es ist durch und durch eine frische, lebendige Musik. Auch wenn es sich hier um ein Ensemble von "Namenlosen" handelt, was man hier hört, ist schon beachtlich an Stimm- und hörbarer Spielkultur. Chapeau!
:hello:
Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

orsini

Anfänger

  • »orsini« ist männlich

Beiträge: 5

Registrierungsdatum: 9. Juli 2017

2 614

Gestern, 20:57

La Marseillaise auf italienisch


Giovanni Battista Viotti

Violinkonzerte Nr. 12 und Nr. 25
Tema e Variazioni für Violine und Orchester
Camerata Ducale, Guido Rimonda, Violine

Eine fesselnde und auch klanglich für sich einnehmende CD mit zweien der insgesamt 29 Violinkonzerte von G.B. Viotti, ergänzt durch ein Variationsstück, das besondere Aufmerksamkeit verdient...
Das Thema dieser Variationen ist das Hauptthema der Marseillaise, die gemeinhin auf Rouget de Lisle zurückgeführt wird, der sie im April 1792 komponierte.
Interessanterweise stammt Viottis Thema aber bereits aus dem Jahre 1781, ist mithin gut 11 Jahre älter...
Nun sind Musikhistoriker gefragt zu urteilen: hat der eine vom anderen oder hat er nicht... Im Internet finden sich einige interessante Artikel zum Thema Marseillaise und Plagiat. Ungeachtet dessen ist es sehr hörenswerte Musik...
Der Youtube-Clip zeigt auch Tema e Variazioni mit dem gleichen Ensemble, allerdings liegen Welten zum Klang auf CD.

Man soll nicht lügen. Es sei denn, daß man mit der Wahrheit noch schlechter führe.
Curt Goetz

AcomA02

Anfänger

  • »AcomA02« ist männlich

Beiträge: 29

Registrierungsdatum: 9. Juli 2017

2 615

Gestern, 21:16

Hallo

J Brahms

Klavierkonzert Nr.2 B-Dur Op.83

Emil Gilels, p
Mario Rossi, cond
Kölner RSO

(ICA Classics, ADD, 1971)

In der Gesamtkonzeption ähnlich wie Gilels DG-Einspielung mit Jochum und den Berliner Philharmonikern. Der 1. Satz wird als Maestoso aufgefasst und klingt IMO sehr schwerfällig. Die Sätze 2-3 gefallen mir.

LG Siamak

Norbert

Moderator

  • »Norbert« ist männlich

Beiträge: 6 954

Registrierungsdatum: 11. August 2004

2 616

Gestern, 21:57

Neu für 4,10 € erworben:



-Dvorak, Stabat Mater; Ilse Eerens, Michaela Seelinger, Maximilian Schmitt, Florian Boesch; Collegium Vocale Gent; Royal Flemish Philharmonic; Philippe Herreweghe

Normalerweise kann ich mit dem Stabat Mater nicht so viel anfangen, aber Herreweghes Interpretation ist fantastisch. Der Chor ist hervorragend, die Solisten versuchen keine Oper aufzuführen, singen aber trotzdem engagiert, und Herreweghe beweist für mich aus neue, dass er von den "hippen" oder "hip orientierten" Dirigenten der musikalischste ist.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 17 770

Registrierungsdatum: 9. August 2004

2 617

Gestern, 22:03

Bis soeben hatte ich ein ehemaliges Tamino Mitglied bei mir zu Gast. Damit lebt eine alte Traditon wieder auf, in meiner Jugend gab es gelegentlich Hörsitzungen
Unter anderem hörten wir auch in die hier gezeigte CED von Nikolaus Lahusen hinein, und zwar die "Ungarische Melodie" 817, die Lahusen unvergleichlich schön spielt, noch dazu auf eimem historischen instrument von Conrad Graf. Wer meint , historische Flügel müssen notgedrungenerweise immer "klappern" und "ächzen". der höre in diese formidable Aufnahme hinein, auch der Rest der CD ist hörenswert. Diesen Klang kann ein modernes Instrument nicht vermitteln, es ist eine eigene Welt.
Lahusen versteht es vorzüglich, diese Welt aufblühen zu lassen ,ewig schade. daß er so jung sterben musste...

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

Die wichtigste Aufgabe des Forenbetreibers besteht darin, an allem was im Forum passiert, prinzipiell schuld zu sein
(Alfred Schmidt)

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

2 618

Gestern, 22:24

@orsini
Selten konnte sich ein Mitglied in so kurzer Zeit bei mit "einschmeicheln" -und zwar mir der Vorstellung der Viotti CD mit der "Marseillaise"
Ich bin einfach hin und hergerissen. Es wäre schade, wenn diese Empfehlung hier allein im "Was hört ihr gerade jetzt" bliebe, die sollte auch im Viotti Tread erscheinen, denn dann werden sie Viotti- Verehrer auch nach Jahren finden. :hello:

Giovanni Battista Viotti und seine Violinkonzerte

Den Link zu youtube habe ich übrigens ausgebessert und funktionsfähig gemacht
Youtube Links funktionier bei uns wie jene zu cpo und AMAZON : Lediglich die NUMMER wischen die beiden TAGs setzen....


mfg aus Wien
Alfred

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