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Caruso41

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61

Freitag, 12. Februar 2016, 21:11

Durch Zufall wurde ich auf noch einen Traum aufmerksam.
Er ist gleichsam auf einer CD mit der 8. Sinfonie von Alexander Glazunov eine der Zugaben:

A. Glazunov: Zwei Stücke für Orchester op.14, Nr. 2 Rêverie orientale

Ein köstliches Traum-Stück!
Ich habe es mit einem nicht genannten Klarinettisten und demUSSR Symphonie Orchester unter Evgeni Svetlanov.
Klingt nach Traummusik in einem Technicolor-Cinemascope-Film aus Uzbekistan.
Original ist es aber wohl für Klarinette und Streicher geschrieben.
Hier in einer Kammerbesetzung:



Träumt schön!

Caruso41


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Caruso41

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62

Donnerstag, 7. April 2016, 15:38

"Juliette" von Bohuslav Martinů

Dieser Thread war ja eingerichtet, um der Frage nachzuspüren, wo in der klassischen Musik Träume erzählt werden oder zum Träumen verführt wird.
In dem Zusammenhange hatte ich auf "Juliette" von Bohuslav Martinů hingewiesen:
Der Traum in der klassischen Musik

Jetzt also bereitet die Staatsoper Berlin - wie von mir schon angekündigt - eine Neuinszenierung des Werkes vor.
Da der Hinweis auf dieses phantastische Werk hier einiges Interesse gefunden hatte, mag es sinnvoll sein, Besetzung und Aufführungsdaten anzukündigen:

• Musikalische Leitung - Daniel Barenboim
• Inszenierung - Claus Guth
• Bühnenbild - Alfred Peter
• Kostüme - Eva Dessecker
________________________________________
• Juliette: Magdalena Kožená
• Michel: Rolando Villazón
• Kommissar / Briefträger / Waldhüter / Beamter: Richard Croft
• Kleiner Araber/ Junger Matrose / Hotelboy / 3. Herr: Thomas Lichtenecker
• Alter Araber / Altvater Jugend / Alter Matrose (Bass): Wolfgang Schöne
• Vogelverkäuferin / Handleserin / 1. Herr: Elsa Dreisig
• Mann mit Helm / Verkäufer von Erinnerungen / Bettler: Arttu Kataja
• Lokomotivführer: Florian Hoffmann
• 2. Herr: Natalia Skrycka
• Mann am Fenster / Alter Mann / Sträfling / Nachtwächter: Jan Martiník
• Fischverkäuferin / Alte Dame / Alte Frau: Adriane Queiroz

28. MAI 2016 | 19:00 UHR -Premiere

02. JUN 2016 | 19:30 UHR

05. JUN 2016 | 19:30 UHR

07. JUN 2016 | 19:30 UHR

10. JUN 2016 | 19:30 UHR

14. JUN 2016 | 19:30 UHR

18. JUN 2016 | 19:30 UHR
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Bertarido

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63

Donnerstag, 7. April 2016, 17:45

Danke für den Hinweis, lieber Caruso, die Aufführung werde ich mir nicht entgehen lassen.

Ich habe mir inzwischen auch die Krombholc-Aufnahme besorgt, hatte aber noch keine Zeit, sie mir anzuhören.

Dr. Holger Kaletha

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64

Donnerstag, 7. April 2016, 19:27

Wenn Berlin nicht soweit weg wäre, wäre ich auch dabei... :)

Bertarido

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65

Donnerstag, 7. April 2016, 19:47

Wenn Berlin nicht soweit weg wäre, wäre ich auch dabei... :)

Schade, es wäre doch nett, wenn interessierte Taminos einmal gemeinsam eine Opernaufführung besuchen würden.

Dr. Holger Kaletha

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66

Donnerstag, 7. April 2016, 19:58

Schade, es wäre doch nett, wenn interessierte Taminos einmal gemeinsam eine Opernaufführung besuchen würden.
... vielleicht klappt es ja später mal! ;)

lutgra

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67

Donnerstag, 7. April 2016, 20:24

Schade, es wäre doch nett, wenn interessierte Taminos einmal gemeinsam eine Opernaufführung besuchen würden.


Dann wäre die Diskussion hinterher bei einem Glas Wein vielleicht auch nicht so mühselig, ;) Ich werde mich aus dieser ganzen Opernthematik mal wieder zurückziehen. Es kostet einfach zuviel Zeit und Nerven. :hello:

Caruso41

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68

Freitag, 8. April 2016, 09:46

Lieber Lutgra!

Dann wäre die Diskussion hinterher bei einem Glas Wein vielleicht auch nicht so mühselig,


Darf es auch Rhabarber-Schorle sein?

Ich werde mich aus dieser ganzen Opernthematik mal wieder zurückziehen. Es kostet einfach zuviel Zeit und Nerven. :hello:

Wieso denn? Reicht es nicht, wenn Du Dich aus den so unergiebigen Diskussionen über das, was manche hier Regietheater nennen, heraushältst?

Ich werde übrigens die p.p. Produktion am 2. Juni besuchen. Passt gut, habe da sowieso einen Termin in Berlin! Und hinterher eine Rhabarber-Schorle ist sicher lecker!

Beste Grüße

Caruso41
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Bertarido

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69

Mittwoch, 1. Juni 2016, 17:09

Ich werde übrigens die p.p. Produktion am 2. Juni besuchen. Passt gut, habe da sowieso einen Termin in Berlin! Und hinterher eine Rhabarber-Schorle ist sicher lecker!

Lieber Caruso, ich wünsche Dir morgen eine gelungene Vorstellung (und eine leckere Rhabarberschorle danach :) ). Ich werde wohl in zwei Wochen für "Juliette" einen Ausflug nach Berlin unternehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du hier oder in der "Gestern in der Oper"-Rubrik Deine Eindrücke von der Vorstellung schildern könntest. Die Premieren-Kritiken waren ja sehr positiv, aber wann sind sie das nicht? Insbesondere bin ich neugierig, wie Du als Stimmenexperte die Leistung von Villazón einschätzt.

Bertarido

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70

Samstag, 10. Juni 2017, 17:33

Leider hat uns Caruso nie verraten, wie die "Juliette" in Berlin war. Ich habe mir diese Produktion wegen eines beruflichen Termins dann leider doch nicht anschauen können. :(

In der kommenden Spielzeit gibt es in Prag eine neue Chance, die Oper auf der Bühne zu erleben - in dem Theater, in dem sie uraufgeführt wurde:

http://www.narodni-divadlo.cz/en/show/9387

Rheingold1876

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71

Samstag, 10. Juni 2017, 22:19

Mit einem weiteren Beispiel möchte ich den Faden weitersprinnen. "Lenore", die Ballade von Gottfried August Bürger, hat zahlreiche Komponisten angeregt. Joachim Raff nannte seine 5. Sinfonie "Lenore" und Henri Duparc komponierte 1875 die gleichnamige sinfonische Dichtung. Für Singstimme und Klavier komponierte Johann Friedrich Reichardt den umfänglichen Text, der so beginnt:

"Lenore fuhr ums Morgenrot
Empor aus schweren Träumen:
»Bist untreu, Wilhelm, oder tot?
Wie lange willst du säumen?« –
Er war mit König Friedrichs Macht
Gezogen in die Prager Schlacht,
Und hatte nicht geschrieben:
Ob er gesund geblieben ..."

Hier ist eine Aufnahme mit der Altistin Käthe Röschke, die vor allem als Bachsängerin hervorgetreten ist, aus Halle/Saale:


Eindrucksvoller und packender finde ich die Ballade, in der Blasphemie tödlich endet, im Melodram für Sprechstimme von Franz Liszt umgesetzt. Davon finden sich auch einige Einspielungen:


Auch in dieser Box der Klavierwerke Liszts fehlt das Melodram "Lenore" nicht:


Obwohl der von mir geschätze Carl Loewe in seiner Autobiographie die Bürger-Ballade als Hauslektüre ausdrüchlich positiv erwähnt, hat er sie nicht komponiert. Darüber habe ich mich immer wieder gewundert.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

William B.A.

Erleuchteter

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72

Sonntag, 11. Juni 2017, 00:59

Johannes hat zwar im Beitrag Nr. 2 kurz den Titel eines der berühmtesten Lieder über den Traum genannt, aber ich möchte jetzt auch ein Musikbneispiel dazu anführen:

Hier singt Hans Hotter in einer Aufnahem aus dem Jahre 1954, begleitet von Gerald Moore:



Frühlingstraum (Text von Wilhelm Müller)

Ich träumte von bunten Blumen
So wie sie wohl blühen im Mai
Ich träumte von grünen Wiesen
Von lustigem Vogelgeschrei
Von lustigem Vogelgeschrei

Und als die Hähne krähten
Da ward mein Auge wach;
Da war es kalt und finster
Es schrieen die Raben vom Dach
Da war es kalt und finster
Es schrieen die Raben vom Dach

Doch an den Fensterscheiben
Wer malte die Blätter da?
Doch an den Fensterscheiben
Wer malte die Blätter da?
Ihr lacht wohl über den Träumer
Der Blumen im Winter sah?
Der Blumen im Winter sah?

Ich träumte von Lieb und Liebe
Von einer schönen Maid
Von Herzen und von Küssen
Von Wonne und Seligkeit
Von Wonne und Seligkeit

Und als die Hähne krähten
Da ward mein Herze wach;
Nun sitz ich hier alleine
Und denke dem Traume nach
Nun sitz ich hier alleine
Und denke dem Traume nach

Die Augen schließ ich wieder
Noch schlägt das Herz so warm
Die Augen schließ ich wieder
Noch schlägt das Herz so warm
Wann grünt ihr Blätter am Fenster?
Wann halt ich mein Liebchen im Arm?
Wann halt ich mein Liebchen im Arm?

Liebe Grüße und gute Träume

Willi ^^
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

WoKa

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73

Sonntag, 11. Juni 2017, 01:31

Hallo!

Johannes Roehl hat "Allnächtlich im Traume" aus Schumanns Dichterliebe in Beitrag 2 kurz erwähnt.

Hier der Link auf Fritz Wunderlich:



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo