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  • »Uwe Aisenpreis« ist männlich
  • »Uwe Aisenpreis« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 467

Registrierungsdatum: 8. Januar 2010

1

Samstag, 25. Februar 2017, 17:06

"Der Opernfreund" - auch ein Freund der Operette

Im Web gib es die sehr interessante Seite "Der Opernfreund", die, wie sie sich selbst nennt, "die älteste deutsche private Opernzeitung" ist. Dass diese Seite auch ein Freud der Operette ist, beweist folgender Auszug aus einem Artikel (Czardasfürstin):

Zitat

Hellberg inszeniert die Operette in der authentischen ungarisch-wienerischen Form – und er tut gut daran. So macht Operette Spaß, so kann sie auch wieder in die Herzen ihres Publikums kommen, trotz aller Widerstände und trotzdem sie in den letzten Jahren einfach totgeschwiegen wird. Im Fernsehen kaum noch Operette, im Rundfunk ebenso, der öffentlich-rechtliche Auftrag alle Formen der musikalischen Unterhaltung anzubieten, wird auf das schmählichste ad absurdum geführt und leider erheben sich auch nicht die Stimmen der nach wie vor vielen Operettenliebhaber und zeigen an, dass man sie so nicht behandeln kann. Ein Aufschrei der Musikliebhaber müsste die Rundfunkanstalten erschüttern, und einer der liebenswürdigsten Formen der Musik, der Operette wieder die ihr gebührende Rolle zurückzugeben. Dies geschieht heute „nur“ auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und die Operette begeistert nach wie vor ihr Publikum – natürlich nur, wenn sie so stilsicher aufgeführt wird, wie von Heinz Hellberg und seinen Mannen.

Da muss man sich fragen, wo bleibt unser Aufschrei???

Gleich auf der Startseite finden sich die jeweils neuesten Artikel. Man muss allerdings die Seiten manchmal etwas scrollen, um zum jeweiligen Artikel zu kommen, da auf einer Seite alle Besprechungen eines bestimmten Hauses hintereinander geschrieben werden. Hier eine kleine Auswahl an Links auf aktuelle Operetteninszenierungen:

Mikado
Czardasfürstin
Lustige Witwe
Maske in Blau
Carneval in Rom
Fledermaus
Herzogin von Chicago
Vogelhändler

Die Haltbarkeitsdauer der Links beträgt nach Auskunft des Herausgebers mindestens zwei Jahre. Neuere Artikel für ein Haus werden auf der Seite immer oben hinzugefügt, daher auch das Scrollen. Es lohnt sich, immer mal wieder reinzuschauen.

:) Uwe

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 401

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

2

Sonntag, 26. Februar 2017, 07:32

Im Web gib es die sehr interessante Seite "Der Opernfreund", die, wie sie sich selbst nennt, "die älteste deutsche private Opernzeitung" ist. Dass diese Seite auch ein Freud der Operette ist, beweist folgender Auszug aus einem Artikel (Czardasfürstin):

Zitat

Hellberg inszeniert die Operette in der authentischen ungarisch-wienerischen Form – und er tut gut daran. So macht Operette Spaß, so kann sie auch wieder in die Herzen ihres Publikums kommen, trotz aller Widerstände und trotzdem sie in den letzten Jahren einfach totgeschwiegen wird. Im Fernsehen kaum noch Operette, im Rundfunk ebenso, der öffentlich-rechtliche Auftrag alle Formen der musikalischen Unterhaltung anzubieten, wird auf das schmählichste ad absurdum geführt und leider erheben sich auch nicht die Stimmen der nach wie vor vielen Operettenliebhaber und zeigen an, dass man sie so nicht behandeln kann. Ein Aufschrei der Musikliebhaber müsste die Rundfunkanstalten erschüttern, und einer der liebenswürdigsten Formen der Musik, der Operette wieder die ihr gebührende Rolle zurückzugeben. Dies geschieht heute „nur“ auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und die Operette begeistert nach wie vor ihr Publikum – natürlich nur, wenn sie so stilsicher aufgeführt wird, wie von Heinz Hellberg und seinen Mannen.

Da muss man sich fragen, wo bleibt unser Aufschrei???

Gleich auf der Startseite finden sich die jeweils neuesten Artikel. Man muss allerdings die Seiten manchmal etwas scrollen, um zum jeweiligen Artikel zu kommen, da auf einer Seite alle Besprechungen eines bestimmten Hauses hintereinander geschrieben werden. Hier eine kleine Auswahl an Links auf aktuelle Operetteninszenierungen:

Mikado
Czardasfürstin
Lustige Witwe
Maske in Blau
Carneval in Rom
Fledermaus
Herzogin von Chicago
Vogelhändler

Die Haltbarkeitsdauer der Links beträgt nach Auskunft des Herausgebers mindestens zwei Jahre. Neuere Artikel für ein Haus werden auf der Seite immer oben hinzugefügt, daher auch das Scrollen. Es lohnt sich, immer mal wieder reinzuschauen.

:) Uwe
Lieber Uwe,

das Schönste ist, dass auch Du wieder als Aktiver bei uns bist. Ist es Zufall oder hat sich der Beginn des Frühlings im Tamino-Klassik-Forum so schnell verbreitet, dass Langvermisste wieder unsere Tamino-Gemeinschaft bereichern?. In den Opernhäusern führen Operette und Spieloper leider ein Schattendasein. In Konzerten allerdings werden die Ohrwürmer nach wie vor viel gesungen. Ich habe jedoch den Eindruck, dass ganz langsam eine Renaissance beider Genres eintritt.
Totgesagte leben länger und manche Melodien auch der leichteren Muse sind tatsächlich untsterblich.

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 774

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

3

Sonntag, 26. Februar 2017, 09:04

Da muss man sich fragen, wo bleibt unser Aufschrei???


Lieber Uwe, ganz so pessimistisch sehe ich die Dinge nicht. Die Operette ist nicht totzukriegen. Schon der Musik wegen. Es gibt immer wieder bemerkenswerte Aufführungen, zu denen auch jene Zuschauer eilen, die gewöhnlich ein sehr gespaltenes Verhältnis zur Operette haben. Hier in Berlin, wo ich wohne, hat die Komische Oper flotte Inszenierungen auf die Bühne gebracht, die ich sehr gern gesehen habe. Das Problem ist und bleibt der Inhalt. Regisseure misstrauen den Stoffen. Oft völlig zu Recht. Was tun? Ich würde die Werke pur aufführen, als Ausstattungsorgien - und sehr gut gesungen. Mich wundert, dass viel zu wenige Opernsänger sich dem Genre zuwenden, wo sie besser aufgehoben wären als bei Wagner und Strauss. ;)

Mein Eindruck ist, dass sich die Operetten-Rezeption heutzutage auf die Medien verlagert hat. Hier sehe ich Parallelen zum Kunstlied, das auch fast nur noch auf Tonträgern gepflegt wird und weniger im Konzert. Und dort sehr intensiv und umfassend. Ist das eine Entwicklung? Oder ist es nur Zufall? Das Label cpo hat inzwischen eine nicht mehr zu zählende Menge an Titeln herausgebracht, mitunter verdächtig in den Fassungen und nicht immer perfekt gesungen. Aber immerhin! Regelrecht überschwemmt wird der Markt mit Wiederauflagen. Auch die alten Filme kommen wieder.

Bekanntlich hält sie hier im Forum das Interesse an Operetten in Grenzen. Das ist für mich nicht tragisch. Immerhin tauchte die "Fledermaus" in einer aktuellen Opernkanon-Vorschlagsliste auf, was mich sehr freute. :) Nun ist dieses Werk immer ein Genrezwitter gewesen, auch für mich mehr Oper als Operette. Ich bin gespannt, ob sich die "Fledermaus" in der Endfassung des Kanons halten wird. Vielleicht entspinnt sich ja auch daraus ein neuer Diskussionsfaden. Ich freue mich auf neue Beiträge von Dir. :hello:

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

  • »Uwe Aisenpreis« ist männlich
  • »Uwe Aisenpreis« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 467

Registrierungsdatum: 8. Januar 2010

4

Dienstag, 28. Februar 2017, 15:50

Ist es Zufall oder hat sich der Beginn des Frühlings im Tamino-Klassik-Forum so schnell verbreitet, dass Langvermisste wieder unsere Tamino-Gemeinschaft bereichern?.

Es freut mich ja, dass man mich vermisst hat. Aber Zufall ist es nicht. Wegen Betreuung in der Familie habe ich nicht mehr so viel Zeit. Andererseits sind mir auch keine neuen Themen mehr eingefallen. Und dann ist es ja auch noch so, dass sich, wie Rheingold sehr richtig gesagt hat, hier im Forum das Interesse an Operetten in Grenzen hält.

Zum Aufschrei: natürlich waren in dem von mir zitierten Bericht über die Czardasfürstin gerade nicht die Theater gemeint. Dass dort schon seit Jahren eine Renaissance stattfindet, ist bekannt und die Berliner können sich glücklich preisen ob ihrer Komischen Oper. Der Aufschrei galt in erster Linie den Rundfunkanstalten. Der einzige mir bekannte Sender, der noch eine Operettensendung ausstrahlt, ist BR Klassik. In allen übrigen einschlägigen Klassik-Sendern gibt es regelmäßig jede Woche eine komplette Opernaufführung, aber so gut wie nie mal eine Operette. Der WDR hat schon vor ein paar Jahren seine wöchentliche Sendung "Operette nach Wunsch" eingestellt, in der es einmal pro Monat eine komplette Operette zu hören gab, oft Raritäten aus den Archiven. "Ersetzt" wurde diese Sendung durch ein bunt durchmischtes Samstagskonzert.

Der Aufschrei war ja auch nur rhetorisch gemeint. Denn was würde ein Protest von einer Handvoll Operettenliebhabern schon nützen?

:) Uwe

9079wolfgang

Prägender Forenuser

  • »9079wolfgang« ist männlich

Beiträge: 7 207

Registrierungsdatum: 15. April 2010

5

Dienstag, 28. Februar 2017, 17:36

Zitat

Der Aufschrei galt in erster Linie den Rundfunkanstalten. Der einzige mir bekannte Sender, der noch eine Operettensendung ausstrahlt, ist BR Klassik. In allen übrigen einschlägigen Klassik-Sendern gibt es regelmäßig jede Woche eine komplette Opernaufführung, aber so gut wie nie mal eine Operette.


Hallo, Uwe!

Ich sehe das genauso. Aber wie will man das ändern? Vor Allem möchte ich keine Operette mit miserabel singenden Schlagersängern erleben. Darauf verzichte ich gerne. Bei mir gibt es zu Hause weiterhin Operette, ob in Vinyl, als CD oder DVD.

Gruß Wolfgang
W.S.

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