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âme

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31

Montag, 22. Februar 2016, 15:29

Z.B. habe ich die Haydns "Pariser Sinfonien" unter Weil, Wolff und Kuijken verkauft/verschenkt, obwohl das alles recht gute Aufnahmen sind.

Die Pariser unter Wolff hast du damals mir geschickt 8-) , haben wir damals getauscht und du hast ja noch etwas gut bei mir weil du etwas ohne Gegentausch mitgeschickt hast. Wenn dich noch die Myslivecek unter Concerto Köln interessiert kann ich dir die ohne Tausch mal zuschicken...ich kann jetzt auch ehrlich garnicht sagen warum sie schon so lange ungehört in meinem Regal herumliegt. :D Und ich hätte da auch nicht das Gefühl etwas sehr schlechtes andrehen zu müssen, das kann man auch an Reviews (bei zB allmusic, amazon.com,...) lesen, nur scheint der Funke wohl damals nicht bei mir übergesprungen zu sein um es zwischenzeitlich öfter zu hören (zugegeben die Konkurrenz im Regal ist ja auch nicht ohne ;) )
Ansonsten überlege ich ein paar CD´s in den Müll zu geben denn ich hab dann immer so ein schlechtes Gewissen wenn ich etwas Anderen schenke von dem ich selbst nicht wirklich überzeugt bin. Wie zB die Naxos Einspielung von Vivaldis "LÉstro Armonico", Vivaldis Flötenkonzerte unter Acadamy of St.John (aber eher weil ich schon für sich nicht so ein Flötenfan bin) oder vom selbigen Oboenkonzerte unter I Solisti Veneti (Erato). Ich denke es gibt generell nur sehr wenig Bläserkonzerte die mir gefallen und ich habe das Gefühl dass diese auch keine Referenzeinspielungen sind (aber selbst wenn wäre es mir in dem Fall auch egal :untertauch: ;) )
gruß
„Eine Erkenntnis von heute kann die Tochter eines Irrtums von gestern sein.” (Marie von Ebner-Eschenbach)

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32

Montag, 22. Februar 2016, 15:46

Wir hatten schon echt getauscht, ich habe nur ein wenig großzügiger gerechnet, was die Tauschäquivalente betraf. Unterstehe Dich, irgendwelche Kleinmeister-CDs unaufgefordert an mich zu schicken ;)
Wenn Platzmangel und drohende Umzüge kein Thema wären, hätte ich die Wolff-Aufnahmen auch behalten. Ich halte die nach wie vor für eine sehr schöne Version mit modernem Kammerorchester (+ diskretem Cembalo). Mir gefiel Marriner mit sehr ähnlichem Ansatz (ohne Cembalo) einen Tick besser und ich wollte die Sammlung eben etwas verschlanken.

Bei Musik, die ich sehr schätze (wie die Pariser Sinfonien), höre ich mir vielleicht schon mal zwei oder drei unterschiedliche Aufnahmen hintereinander an. Aber 7 oder mehr im Regal zu haben schien mir dann doch übertrieben. Es gibt allerdings Musik, von der ich über 10 Aufnahmen habe, und auch behalte. Da ist das Spektrum, also die Verschiedenheit der Interpretationen aber meistens auch größer als bei Haydn-Sinfonien.

âme

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33

Montag, 22. Februar 2016, 16:36

Wir hatten schon echt getauscht, ich habe nur ein wenig großzügiger gerechnet, was die Tauschäquivalente betraf.
Ja, wenn du so heikel bist und Androhungen wie...


Zitat

Unterstehe Dich, irgendwelche Kleinmeister-CDs unaufgefordert an mich zu schicken ;)
ausrufst, dann ist es natürlich nicht leicht sich auch großzügiger zu zeigen ;) - ich hab dir ja schon damals einige CD´s vorgeschlagen ... und nicht nur "Müll" darunter, außerdem hast du die CD unaufgefordert mit reingelegt, also ich weise jegliche Ursache an einem unfairen Tauschhandel strikt von mir. 8-) :baeh01:
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teleton

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34

Mittwoch, 16. März 2016, 20:09

Mahler-Sinfonien mit Chailly /CGBO (DEcca)

Zuerst einmal sei erwähnt, dass ich nicht der Mahler-Klassikhörer bin, der dieses Repertoire wöchentlich auf dem Programm hat - und wenn dann immer noch am liebsten mit Solti / CSO (Decca) - der kann mich packen - auch bei einigen Mahler-Sinfonien Bernstein (SONY).

Auch wenn die Aufnahmen erstklassige DEcca-Klangtechnik versprechen, so empfinde ich zu wenig Spannung als mehr ungeniessbare Längen ... verwundert war ich dieser Tage, das Willi sogar noch eine dritte GA von Chailly erwartet/herbeisehnt (??). Ich jedenfalls nicht. Das Positive mag ja für die Siebte unter Chailly zutreffen.
Aber ich schliesse mich den Worten, die unser ThomasNorderstedt (der leider schon lange nihct mehr postet) an - wie sagte er doch treffend und kurz und knapp zu diesen Chailly - Aufnahmen: "Weder Fisch noch Fleisch !"

Die Konsequenz folgte nun - ich hatte einfach keinen Spass mehr daran und von daher habe ich mich von der in der letzten Jahren ungehörten CD-Box (und damit totem Kapital) getrennt ... :pfeif:


DECCA, ~90er, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Norbert

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35

Mittwoch, 16. März 2016, 20:25


Auch wenn die Aufnahmen erstklassige DEcca-Klangtechnik versprechen, so empfinde ich zu wenig Spannung als mehr ungeniessbare Längen ... verwundert war ich dieser Tage, das Willi sogar noch eine dritte GA von Chailly erwartet/herbeisehnt (??). Ich jedenfalls nicht. Das Positive mag ja für die Siebte unter Chailly zutreffen.
Aber ich schliesse mich den Worten, die unser ThomasNorderstedt (der leider schon lange nihct mehr postet) an - wie sagte er doch treffend und kurz und knapp zu diesen Chailly - Aufnahmen: "Weder Fisch noch Fleisch !"

Lieber Wolfgang,

der "neue Zyklus" von Chailly ist mit dem Gewandhausorchester entstanden und, siehe Brahms, "Chailly Concertgebouw" nicht gleich "Chailly Gewandhausorchester".
Ich habe einige Chailly-Mahler-Sinfonien mit dem Gewandhausorchester gehört (und gesehen auf "Classica"). Das Ergebnis ist schon spannender als der stellenweise "zu schöne" Concertgebouw Zyklus, nicht nur durch die deutsche Orchesteraufstellung.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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teleton

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36

Mittwoch, 16. März 2016, 20:31

RE: Mahler mit Chailly

Lieber Norbert,

das lässt ja auf besseres Hoffen mit dem neuen Mahler-Zylus des Gewandhausorchesters Leipzig.
;) :!: Bei Brahms war es umgekehrt - da war Chailly I mit dem Royal Concertgebouw Orchestra sogar ungleich besser als aus Leipzig.

Aber sei Dir sicher - bei Mahler bleibe ich bei :angel: Solti ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Norbert

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37

Donnerstag, 17. März 2016, 11:29

Lieber Wolfgang,

ich weiß nicht, ob Decca plant, den Mahler-Zyklus auf CD heraus zu bringen, aber ich würde es mir wünschen.
Unabhängig von Geschmacksfragen ist festzustellen, dass Chailly in Leipzig eine andere "Klangsprache" oder "-kultur" pflegte als in Amsterdam.

Komponisten mit anderen Orchestern quasi neu zu entdecken finde ich sehr spannend. Der früheren unvergleichlichen klanglichen Ausgewogenheit bei den Brahms Sinfonien aus Amsterdam setzte Chailly später in Leipzig wesentlich straffere Tempi und eine veränderte Orchesteraufstellung entgegen.

Der Brahms aus Amsterdam ist einfach zu "gut", als dass ich die neueren Aufnahmen vorziehen könnte, da stimme ich Dir zu.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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JLang

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38

Samstag, 19. März 2016, 12:35

Zitat Norbert

Zitat

ich weiß nicht, ob Decca plant, den Mahler-Zyklus auf CD heraus zu bringen,

Ich werde mich einmal erkundigen, momentan sind die Aufnahmen aber bereits als DVD erschienen (die mit den Neo Rauch Covern).
Ich habe einige Konzerte (Sinfonien 5, 6 und 7) im Gewandhaus gehört und war sehr angetan. Aus dem Amsterdamer Zyklus gefällt mir aber nach wie vor Nr. 5 richtig gut. Den gesamten Zyklus empfinde ich ebenfalls als etwas zu glatt.

Beste Grüße zum Wochenende
JLang
Gute Opern zu hören, versäume nie
(R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

Joseph II.

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39

Samstag, 19. März 2016, 13:29

Gegen Mahler-Giganten wie Horenstein (insbes. 1., 3., 8.), Barbirolli (insbes. 1., 3., 5., 6., 9.) oder Klemperer (insbes. 2., 4., 7.) sieht Chailly m. M. n. schon ziemlich alt aus.
"Die Mehrheit? / Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn; / Verstand ist stets bei Wen'gen nur gewesen." — Friedrich von Schiller

Norbert

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40

Samstag, 19. März 2016, 15:43

Zitat Norbert

Zitat

ich weiß nicht, ob Decca plant, den Mahler-Zyklus auf CD heraus zu bringen,

Ich werde mich einmal erkundigen, momentan sind die Aufnahmen aber bereits als DVD erschienen (die mit den Neo Rauch Covern).
Ich habe einige Konzerte (Sinfonien 5, 6 und 7) im Gewandhaus gehört und war sehr angetan. Aus dem Amsterdamer Zyklus gefällt mir aber nach wie vor Nr. 5 richtig gut. Den gesamten Zyklus empfinde ich ebenfalls als etwas zu glatt.

Beste Grüße zum Wochenende
JLang

Danke, dass Du Dich erkundigen willst.

Stimmt, die 5. Sinfonie ist sicherlich das Highlight des Zyklus', aber ich habe aus dem Gedächtnis auch die 2. Sinfonie in sehr guter und fast alle anderen Sinfonien in guter Erinnerung. "Grenzwertig ästhetisch" empfand ich die 4. Sinfonie, und "zu nett" die 6.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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teleton

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Sonntag, 17. April 2016, 13:41

Malcolm Arnold: Sinfonien - GA mit Penny (NAXOS)

Einerseits ist das eine Gelegenheit nutzen, mit diesem Thread auf die spannende und für meinen Geschmack absolut lohnende Musik von M. Arnold des 20. Jhd zu erinnern. Andererseits soll die Erinnerung auch den Höranstoß geben, Malcolm Arnolds Werke wieder einmal aufzulegen.

Letztes Jahr um diese Zeit hatten wir mehere Diskussionen über verschiedene GA der Arnold-Sinfonien und die jeweiligen Vor- und Nachteile dieser Aufnahmen. Oft habe ich noch in die vorliegenden Aufnahmen mit Hickox und Penny reingehört ... immer zugunsten der Chandos-GA mit Hickox und Gamba.

Inzwischen habe ich mich vor kurzer Zeit entschieden meine Sinfonien - GA mit Penny (NAXOS) abzugeben, da ich die GA mit Hickox/Gamba / BBC Philharmonic Orchestra (Chandos, 1994-2001, DDD) in jeder Beziehung vorziehe, was Spannung, Interpretation, audiophile Klangqualität, Detailschärfe angeht. Und was für mich auch immer wichtig ist - Hickox hat mehr "Schmackes" zu bieten.


:| Was soll ich da noch Penny hören - immer mit dem Wissen das Hickox (bei den Sinfonien Nr.1 - 6) und Gamba (bei den Sinfonien Nr. 7 - 9) einfach vorzuziehen sind ?
8-) So habe ich die Naxosen "Frisch entsorgt", weil das inzwischen totes Kapital für mich wäre. Damit möchte ich nichts gegen die Penny-GA sagen, das war ein guter Einstieg ...


NAXOS, DDD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

dr.pingel

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42

Montag, 19. September 2016, 19:06

Eine überflüssige Ausgrabung



Diese beiden CDs musste man sich zulegen, um eine perfekte Aufführung zu haben, denn als die Top-Sänger galten wohl Fischer-Dieskau und Wunderlich.
Da war dann die DG besonders schlau und hat diese Kombination ausgegraben:



Fazit: Wunderlich klingt matt, Fischer-Dieskau ist da besser, aber besonders das Orchester unter Josef Krips klingt nur dumpf. Bei einem Vergleich von Don Giovanni geht das ähnlich aus: das Orchester unter Klemperer spielt um zwei Klassen besser als das von Krips!.
The danger of being an absolute ruler is that no one dares tell you that what you have just decreed is not a good idea (Barry Kemp, Ägyptologe, über Echnaton)

Alfred_Schmidt

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43

Montag, 19. September 2016, 19:19

Prinzipiell einverstanden.
Aber zur Ehrenrettung der Wiener Symphoniker möchte ich schon sagen, dass die Mängel nicht beim Orchester zu suchen sind, sondern bei der geradezu historisch anmutenden Aufnahmetechnik. Das Orchester klingt nicht nur dumpf sondern ach die Klangfarben stimmen nicht. Ein Desaster IMO.

mfg aus Wien
Alfred
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hasiewicz

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44

Montag, 19. September 2016, 19:41

Das Orchester kongt nicht nur dumpf


Nett: "´S klingt heut so goar ned, des Orchester - es kongt hoid nur!" ;)

dr.pingel

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45

Montag, 19. September 2016, 19:41

Ich habe ja in meinem Wiener Semester die Wiener Symphoniker oft gehört und es gab nie etwas zu bemängeln. Danke für den Hinweis, es waren wohl wirklich die Tontechniker.
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dr.pingel

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46

Montag, 19. September 2016, 19:42

Das Orchester kongt nicht nur dumpf

Nett: "´S klingt heut so goar ned, des Orchester - es kongt hoid nur!" ;)

Und wenn James King singt, haben wir puren King Kong.
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William B.A.

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Montag, 19. September 2016, 21:24

Zitat

dr. pingel: Fazit: Wunderlich klingt matt

Wie kann das denn angehen? Wunderlich hat doch in seinem ganzen so kurzen Leben nie matt geklungen. Das kann doch nur an den Tontechnikern liegen! :D

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

dr.pingel

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48

Montag, 19. September 2016, 21:50

Du sagst es! Alfred hat das ja auch gemeint. Ich kenne noch ein Beispiel. Ich habe einmal das Totenhaus unter Abbado mit dem von Pierre Boulez verglichen, wobei Boulez nicht gut abschnitt. Einer unserer Kollegen hatte das aber live gehört und war wie gefangen. Da hatten es auch die Tontechniker versemmelt.
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Alfred_Schmidt

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Montag, 19. September 2016, 22:10

Es hat sicher gute Gründe gehabt, wenn die Aufnahme so lange nicht veröffentlicht wurde, oder im Archiv vor sich hin geschimmelt hat. Wenn irgendwo in der Promotion einer CD steht: "unveröffentlichte Aufnahmen" - dann läuten bei mir die Alarmglocken. Meist wird eine Aufnahme dann nicht veröffentlicht, wenn entweder der Interpret, Cirigent etc die Aufnahme nicht freigibt oder der Produzent sie als derart schlecht einschätzt, daß er nicht den Ruf seines Labels aufs Spiel setzen möchte. 50 Jahre später - so meint man - kräht kein Hahn danach, der Interpret ist längst Legende und alle was unter seinem Namen veröffentlicht wird ist sakrosankt. - Das war einmal - das heutige Publikum lässt sich von großen Namen weniger blenden als dies vor 30 oder 40 Jahren der Fall war......

mfg aus Wien
Alfred
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Dienstag, 20. September 2016, 09:48

Da war dann die DG besonders schlau und hat diese Kombination ausgegraben:

Fazit: Wunderlich klingt matt, Fischer-Dieskau ist da besser, aber besonders das Orchester unter Josef Krips klingt nur dumpf.

Die Aufnahmen, die der ORF damals mitgeschnitten hatte, gingen allerdings verloren, bevor daraus eine Langspielplatte gemacht werden konnte, und so existierten bislang nur verrauschte Kopien in zweifelhafter Tonqualität. Vor kurzem aber tauchte ist ein bis dato unbekanntes und nie veröffentlichtes Masterband aus dem Privatbesitz der Familie des Dirigenten Josef Krips auf, eine direkte Kopie des längst nicht mehr existenten ORF-Originalbandes. Mit beträchtlichem Aufwand konnte dieses Tondokument in den Emil Berliner-Studios in Berlin restauriert werden, so dass ein legendäres Konzert nun erstmals in einer Klangqualität zu erleben ist, die die Euphorie der Zeitzeugen der Wiener Aufführung nachvollziehbar macht.
Quelle:jpc
mfG
Michael

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Dienstag, 20. September 2016, 23:04

Habe mir die Aufnahme dank spotify heute angehört und mag dr.pingels Einschätzung nicht recht teilen: Vor dem Hintergrund, dass es sich wohl um einen Radio-Mitschnitt aus dem Jahr 1964(?) handelt, empfinde ich die Qualität als durchaus befriedigend. Sicher wirkt das Orchester etwas klangschwach, aber für meine Ohren nicht unbedingt dumpf. Wunderlich singt m.E. ausgezeichnet und eher DiFiDi scheint mir etwas dünn. Vergleiche ich z.B. mit dem fünf Jahre vorher entstandenen Mitschnitt des Schmidtschen Oratoriums Das Buch mit sieben Siegeln von den Salzburger Festspielen, so halte ich die hier in Rede stehende Aufnahme klanglich sogar für deutlich besser. - Insgesamt sicher keine Einspielung, die ich als Erstaufnahme empfehlen würde, aber für Leute, die Ludwig/Wunderlich/Klemperer ohnehin mehrfach im Schrank stehen haben, die Ferrier/Svanholm der Kombination Miller/Haeflinger unter Walter vorziehen und Noman/Vickers/Davis als Geheimtipp handeln, ist diese CD schon wg. des Mozart-Exegeten Krips, aber auch aufgrund der selteneren Besetzung Tenor/Bariton sicher von Interesse :angel:
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

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Mittwoch, 21. September 2016, 10:23

Wie im vorliegenden Fall stammen unveröffentlichte Aufnahmen beinahe nie direkt von einem Plattenlabel, sondern sind fast immer live-Mitschnitte oder Funkproduktionen. Sie wurden normalerweise auch nicht "zurückgehalten", weil jemand damit nicht zufrieden war, sondern es war gar keine Plattenveröffentlichung geplant, weil man solche Funkmitschnitte eben nur in Ausnahmefällen veröffentlicht hat.
Erst in den letzten 10-15 Jahren wird nahezu alles, was sich in einem Archiv findet, ausgegraben und, sofern einigermaßen berühmte Namen dabei sind, auf den Markt geworfen. Naheliegenderweise ist nicht nur die Klangqualität dieser Dokumente sehr unterschiedlich (die Funkanstalten schnitten bis Ende der 1960er meist nur in mono mit), sondern der musikalische Wert reicht ebenfalls von außerordentlich über dokumentarisch wertvoll, etwa wenn ein Werk mit einem bestimmten Künstler nur in solch einem Mitschnitt vorliegt, bis vernachlässigenswert (bzw. durch alternative, oft längst bekannte Aufnahmen, obsolet).

teleton

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Sonntag, 12. Februar 2017, 19:46

Mozart - Klavierkonzerte (Auswahl) auf einer Doppel-CD

Es muss ja in diesem Thread nicht immer um Aufnahmen gehen, die man wegen ihrer Qualität entsorgt.
:!: Diese Doppel-CD habe ich zum Kauf angeboten, weil sie nur eine Auswahl von 5 Mozart-KK enthält. ;) Ich habe mir nämlich aktuell die Klavierkonzerte-GA mit Brendel / Marriner (PHILIPS; 10CD-Box) gegönnt, die für viele Mozart - Kenner (incl. Alfred) zu den Referenzaufnahmen zählt. Die GA hatte ich ganz früher (als Einstieg) mal als Philips-LP-Box ... auf CD fehlte mir hier dann für Jahrzehnte der Rest ... :huh:

Aussserdem hatte mich bei dieser Philips Doppel-CD gestört, dass im Textheft und auf den CD´s selbst nur die Köchelverzeichniss-Nummern angegeben waren (damit kann ich für die Zuordnung wenig anfangen). Da habe ich mir die Klavierkonzert-Nummern mit Nummernaufklebern noch "nachgerüstet" um klare Zuordnung zu haben.


Philips, ADD


In der GA sind die Klavierkonzerte sauber mit Nummern geordnet ... :thumbsup: und die GA ist neu remastert ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Bertarido

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54

Sonntag, 12. Februar 2017, 20:17

Die uninspirierteste Aufnahme von Mozarts Requiem, die ich je gehört habe:



Kommt mit Sicherheit nie wieder in den Player --> Kann weg.

Dr. Holger Kaletha

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Sonntag, 12. Februar 2017, 21:33

Fazit: Wunderlich klingt matt, Fischer-Dieskau ist da besser, aber besonders das Orchester unter Josef Krips klingt nur dumpf.

Was hast Du denn für eine Anlage? :D Sicher, klangtechnisch gibt es Besseres aber eben auch deutlich Schlechteres. Mit meiner nun auch schon betagten aber hochauflösenden und kristallklaren AVM-Elektronik klingt es jedenfalls nicht dumpf. :) Und ich finde Wunderlich teilweise noch inspirierter als bei Klemperer und Fischer-Dieskau bringt für mich Facetten, die ich bisher so noch nicht bei Mahler gehört habe. Für mich ist dieser Mitschnitt jedenfalls unverzichtbar. :hello:

Schöne Grüße
Holger