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Sven Godenrath

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Registrierungsdatum: 24. März 2010

1

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 09:57

Galina Pawlowna Vishnevskaya ( 25.10.1926 - 11.12.2012 )

Die Sopranistin wurde am 25.10.1926 in Leningrad geboren und studierte bei Mme Garina, wo sie als Operettensängerin ihr Debüt gab bevor sie sich für die Oper entschloß.
Es folgten Autritte in Moskau, der damaligen Tschechoslowakei, des damaligen Jugoslawiens, Finnland, Italien, Deutschland, England, Australien und Nordamerika.
Es war ihr leider nicht vergönnt gewesen an der Uraufführung von Brittens War Requiem teilzunehmen, e wurde damals von hohen Regierungsstellen verhindert.
Dafür konnte sie den Sopranpart aber dann für die Schallplatte einsingen.
1974 wurde sie mit ihrem Mann Mstislaw Rostropowitsch ausgebürgert.
Im Zeichen von Glasnost und Perestroika kehrte sie in ihre Heimat wieder zurück.
Zu ihren exemplarischen Aufnahmen zählen neben den Liedern und Tänzen des Todes vor allem ihre Lady Macbeth von Minsk von Dimitri Schoschtakovitch..
Sie verstarb am 11.12.2012 in Moskau

PS: Ausführliches Verzeichnis ihres Opernschaffens folgt.

Dr. Holger Kaletha

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Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

2

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 10:09

Da werde ich mir von ihr heute einige Lieder von Mussorgsky und Strawinsky anhören - zum Gedenken.

Beste Grüße
Holger

Sven Godenrath

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Beiträge: 920

Registrierungsdatum: 24. März 2010

3

Sonntag, 30. Dezember 2012, 10:50

Hier wie Versprochen die meines Wissens mit ihr Veröffentlichen Operngesamtaufnahmen:

CD: 1954 Fidelio, 1963 Der steinerne Gast, 1970 & 1987 Boris Godunov, 1986 Krieg und Frieden, 1975 Tosca, 1964 Turandot, 1960 Schneeflöckchen, 1972 Die Zarenbraut, 1978 Lady Macbeth von Minsk, 1955 & 1970 Eugen Onegin, 1976 Pique Dame, 1964 Falstaff.
DVD 1955 Eugen Onegin ( Film ), Lady Macbeth von Minsk ( Film, lieh ihre Stimme einer Schauspielerin )
Hinzukommen jetzt noch eingige Recitel:
Unter anderem 4 - 5 Opernquerschnitt die sie für die Meldoram gemacht hat, Lieder von Glinka, Dargomizhsky, Borodin, Tschaikovsky & Moussorgsky ( Erato ), Mahler 4. Sinfonie (22.01.1967 ), 6 Lieder von Moussorgsky ( BBC, Igor Markevitch ), Arienrecital ( Bellini, Beethoven, Verdi, Puccini, Boito; Songs: Faure, Debussy, Villa-Lobos; bei Artia erschienen ), Opernrecitel ( Norma, La Forza del Destino, Manon Lescaut, Faust, Mefistofeles, Tannhäuser ), Lieder ( Mussorgsky, Prokofjew, Tschaikovsky; Philips ), Ein Opernabend mit ... ( Zarenbraut, Mazeppa, Zauberin, Opritschnik, Jolanthe, Pique Dame, Jungfrau von Orleans ), The Rotropovitch-Vishnevskaya Family ( Beethoven, Tschaikovsky, Prokofjew, Moussorgsky, Tcherepnin

hami1799

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Beiträge: 3 438

Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

4

Sonntag, 30. Dezember 2012, 12:40

Zu den Gesamtaufnahmen kann man noch hinzufügen:

Yolanta von Tschajkovskij mit folgender Besetzung:

Yolanta: Galina Vishnievskaja
Vaudemont: Nicolai Gedda (Hecht auf schwedisch)
Robert: Walter Petkov
Ibn Hakia: Tom Krause
Marthe: Viorica Cortez
Almeric: James Anderson
Brigitte: Tania Gedda (verwandt mit Nikolai ????)
Laura: Colleen Gaetano
Bertrand: Fernand Dumont

Es spielt das Orchestre de Paris unter Mstislav Rostropovitch.


Harald Kral

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Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

5

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 15:38

zum 1. Todestag

heute vor einem Jahr gestorben:

Galina Pawlowna Wischnewskaja (* 25. Oktober 1926 in Leningrad; † 11. Dezember 2012 in Moskau), russische Sopranistin (lyrischer bis dramatischer Sopran, ursprünglich Operettensopran).
Sie war seit 1955 die Gattin des Cellisten und Dirigenten Mstislaw Leopoldowitsch Rostropowitsch, mit dem sie zwei Töchter hatte.

LG
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

9079wolfgang

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Registrierungsdatum: 15. April 2010

6

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 15:45

Ich besitze einige Aufnahmen von Wischnewskaja und behalte sie z. Bsp. mit dieser "Eugen Onegin" in Erinnerung:

W.S.

Don_Gaiferos

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Registrierungsdatum: 4. Juni 2013

7

Samstag, 25. Oktober 2014, 02:30

Geburtstag

Heute hätte Galina Wischnewskaja ihren Geburtstag gefeiert, und es wundert mich, dass sie in diesem Thread in nur wenigen Beiträgen gewürdigt worden ist, hat sie doch m. E. eine außergewöhnlich schöne Stimme besessen und einige äußerst bemerkenswerte Aufnahmen vorgelegt. Ihre Stimme ist für mich durch ihrer Strahlkraft in der Höhe, ihrem betörenden Timbre, ihrem goldenen Schmelz in der tiefen und der mittleren Lage sowie ihrer sinnlich-weichen Färbung hervorstechend. Gerade im russischen Repertoire ist sie eine ausgezeichnete Interpretin. Das erste Mal habe ich sie auf dieser Boris Godunov - Aufnahme gehört:



Sie im Duett mit Ludovic Spiess zu hören, hat mich zutiefst beeindruckt; für mich ist dieses Duett buchstäblich unerreicht. Wie sie als Marina Mnischek Dmitri zuerst energisch und herablassend behandelt, dann auf einmal lockend-betörend singt (im unten gezeigten Video ca. ab 10:15), das ist einfach phantastisch; nachzuhören und zu -spüren auch auf youtube:



Aber nicht nur im russischen Repertoire, auch in der bereits erwähnten Aufnahme von Brittens War Requiem ist sie eine herausragende Gestalterin:



Auch im Bereich des Liedes hat sie gewirkt - diese CD möge als "Einstiegsdroge" dienen:



Jedenfalls wünsche ich mir sehr, dass ihre Stimme noch viel öfter gehört und kommentiert wird, für mich ist sie eine ganz großartige Künstlerin mit einer spannenden Lebensgeschichte.

Don_Gaiferos

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Registrierungsdatum: 4. Juni 2013

8

Donnerstag, 3. November 2016, 19:28

Einmal mehr trage ich ein kleines Licht in die dunkle Nacht des Vergessens, in die herbstliche Finsternis kalten Schweigens, und lasse erneut die Stimme von Galina Vishnevskaya erklingen, die hier als Madame Butterfly eine denkwürdige Interpretation vorlegt; sie lässt die Stimme frei strömen, setzt teilweise dramatisch-durchschlagende Akzente, ohne grell zu klingen, schattet die Stimme auch sanft ab, wo sie innehält und nachdenklich wird, um sich kurz vor Schluss noch einmal machtvoll aufzuschwingen. Der Bolero von Delibes, der im Anschluss vorgetragen wird, kann sich nicht ganz von slawisch-vollblütiger Schwermut freimachen, den könnte man sich ein wenig leichter und nonchalanter wünschen, hörenswert ist ihre kraftvolle, von edlem Material reiche Stimme allemal. Ein ganz eigenens Timbre, sogfältige Phrasierung, klare Diktion sind hervorstechende Merkmale ihrer Sangeskunst.


Caruso41

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Beiträge: 3 656

Registrierungsdatum: 19. November 2010

9

Freitag, 4. November 2016, 14:00

Lieber Don Gaiferos,

hab herzlichen Dank für die schönen Worte, die Du über Galina Vishnevskaya und ihre Butterfly geschrieben hast.

Sie erinnern an eine Sängerin, die gewiß zu den ganz bedeutenden Gesangskünstlerinnen gehört.
Ich habe sie leider nur zweimal erlebt und auch nicht in ihrer großen Zeit, aber die Abende sind mir unvergesslich! Der üppige, farbenreiche Sopran mit der leuchtenden Höhe war schon was Besonderes. Zu einer schlicht einmaligen Künstlerin aber wurde sie durch die Hingabe und Unbedingtheit ihres Gesanges. Darum sind auch einige der Aufnahmen noch immer interessant, die sie erst gemacht hat, als schon viel von der Schönheit des Timbres verbrannt war und auch die Technik nicht mehr ausreichte, die Stimme verläßlich zu führen.

Ich höre natürlich am liebsten die Aufnahmen aus ihrer großen Zeit. Insbesondere den Eugen Onegin von 1956 unter Khaikin mit den großartigen Below! Wie sie den Bogen spannt von dem schüchternen Mädchen über die zur Liebe erwachenden Frau zu der verzichtenden Gattin des Fürsten, das ist ein Erlebnis. Einmalig die Biefszene und das Schlußduett. Besonders schmerzlich schön die Phrase, die in der deutschen Übersetzung heißt "Wie war das Glück so Nahe...". (Die späte Aufnahme unter Rostropowitsch sollte man eher meiden!)

Aber auch die 7 Romanzen auf Texte von Alexander Blok von Schostakovitsch höre ich immer wieder gerne, obwohl sie nicht mehr stimmlich frisch und unlädiert ist. Wegen des Ausdrucksmutes mit dem sie sich in diese Romanzen stürzt, und wegen der Unbedingtheit, mit der sie singt.

Leider habe ich nicht alle 7 Romanzen bei YOUtube gefunden und sie sind wohl auch nicht in der richtigen Reihenfolge. Sei's drum! Begleitet wird sie immerhin von keinen Geringeren als David Oistrakh, Mstislav Rostropovich und Moisei Vainberg.













Eine Jahrhundertaufnahme!
Es gibt sie auch auf CD.

.

Zur Zeit wohl sehr schwer zu beschaffen!

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!