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Alfred_Schmidt

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Beiträge: 18 770

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Mittwoch, 11. Mai 2016, 22:40

Haydn, Joseph: Sinfonie Nr. 57 in D-dur



Haydns Sinfonie Nr 57 – sie entstand 1774 wird von den Verfassern von Konzertführern und Booklettexten scheinbar nicht besonders geschätzt, es finden sich kaum Anmerkungen oder gar Artikel dazu, auch im Tamino Haydn-Projekt fehlte sie bis heute. Harenberg erwähnt sie im Bündel von anderen zeitnahen Sinfonien als zu Haydns 1. Schaffensperiode gehörend. Im Booklettext zur Gesamtaufnahme unter Dennis Russel Davies werden Haydns Sinfonien ein wenig anders eingeteilt. Dort findet man sie bei den „Sinfonien zu Unterhaltung“. Wenngleich diese Unterteilung ein wenig merkwürdig erscheinen mag, so trifft sie bei der Sinfonie Nr 57 voll ins Schwarze.
Der Beginn der Sinfonie ist auffallend unauffällig und langsam und steht in klarem Kontrast zum Rest des Satzes, der sehr hell, frisch und fröhlich daherkommt und an eine (nicht existierende) Ouvertüre zu einer Opera Buffa von Mozart erinnern mag. Betörend und lieblich, voller Empfindung der zweite Satz, durch gezupfte Stellen mit farbigen Akzenten versehen. Auch das Menuet mit Trio ist ein Ohrwurm erster Güte (erinnert mich einmal mehr an Mozarts Tänze) Mit rasendem Tempo beginnt der erste Satz, der indes, nach dem er sich beruhigt hat, ähnlich wie schon beim ersten Satz wieder oberflächlich an eine Opernouvertüre im Stile von „Cosi fan tutte“ erinnert. Generell ist die Sinfonie sehr klangschön und ein wenig volkstümlich angelegt – in der Tat -„zur Unterhaltung“
Im oberen Bereich des Beitrags findet man Links zu den Aufnahmen auf die ich zurückgegriffen habe, Müller-Brühl ist eine Einzel-CD, Dennis Russel Davies ist nur als Gesamtaufnahme erhältlich....

Mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Rheingold1876

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Beiträge: 4 492

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

2

Mittwoch, 11. Mai 2016, 23:04

Der Beginn der Sinfonie ist auffallend unauffällig und langsam und steht in klarem Kontrast zum Rest des Satzes,


Für mich klingt der Auftakt der Sinfonie, ein Adagio, immer wie der Beginn eines Zwischensatzes. Der zweite ist ja dann auch ein Adagio, das wunderbar federt. Wenn ich richtig infomiert bin, hat Haydn um diese Sinfionie herum sehr viel Neues ausprobiert und sein Fertigkeiten als Sinfoniker entscheiden vervollkommnet. Ich glaube, dass man das auch hört. Es wirkt zunächst etwas unentschlossen auf mich, kommt aber mit dem dritten Satz, einem Menuett richtig in Fahrt. Trotzdem empfinde ich den ersten Satz als den besten. Das Werk fliegt einem nicht zu. Wer sich aber darauf einlässt, hört ein Meisterwerk allererster Güte. Einräumen muss ich, dass ich lediglich eine Einspielung gut kennen, nämlich die von Adam Fischer.

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."