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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

a.b.

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31

Freitag, 27. März 2009, 09:41

Zitat von »Thomas Pape«

Als Backhaus anfing, die Beethoven-Sonaten in stereo aufzunehmen, war er schon über 70. Die älteren mono-Aufnahmen gibt's leider nur kaum auf CD. Da muß man mühselig auf dem Plattenmarkt nach fahnden.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:

Danke, Thomas!

Über jeden Label-Hinweis wäre ich dankbar!

Mit Backhausens frühen Brahms und Chopin habe ich mich nie anfreunden können. Ich habe beides in einer Magic Talent-Ausgabe von 1997, ziemlich Cedar-zerstört. Für mich ist er Beethoven-Interpret par excellence. Studio kommt er mir deutlich steriler vor, wobei ich leider nur die Namenssonate (eloquence) habe.

Seine GA fehlt mir schmerzlich neben Schnabel, Kempff und Gieles. Meine Wunschliste ist laaang... :wacko:

Noch nicht genannt wurde seine Konzertaufnahme vom 27.4.1961, als er in Lugano mit Carl Schuricht das 5. Klavierkonzert von Beethoven mit dem Orchestra della Svizzera Italiana gespielt hat (Aura / vormals Ermitage / neuerdings Documents). Trotz der Mängel meine Lieblingsaufnahme dieses Konzerts (ohne allzureichlich Alternativen zu kennen - von allen Gattungen mag ich vielleicht das Konzert an sich am wenigsten); gemeinsam mit der völlig exaltierten von Afanassiev mit Soudant.
:untertauch:


:hello:
Gruß ab

---
Und ich meine, man kann häufig mehr aus den unerwarteten Fragen eines Kindes lernen als aus Gesprächen mit Männern, die drauflosreden nach Begriffen, die sie geborgt haben, und nach den Vorurteilen ihrer Erziehung.
J. Locke

Frank Georg Bechyna

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32

Freitag, 27. März 2009, 09:51

Backhaus und Brahms

Lieber Thomas,

Backhaus' Brahms hat mich seit vilen Jahren eingenommen .

Sein B - Dur - Klavierkonzert finde ich mit Carl Schuricht eine der besten mir bekannten Aufnahmen der Komposition .

Backhaus ' Live mit Beethoven ist relativ gut dokumentiert - und einfach wegen seiner gewolt unpathetischen Interpretationen mit einigen anderen interpretn Massstäbe setzend.

Danke für Deine Mühe zu Wilhelm Backhaus.


Beste Grüsse ,

Frank


PS.: Seltsamerweise finden wir wenig zu seinem Schumann und Schubert. Schade.
Frank Georg Bechyna
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Thomas Pape

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33

Freitag, 27. März 2009, 10:51

Waldi hatte im Gedächtnisthread dran gedacht, ich habe es leider vergessen :O : Gestern wäre Wilhelm Backhaus 125 Jahre alt geworden. Der WDR hat ihm ein Zeitzeichen gewidmet (Autor: Michael Struck Schloen).

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

Frank Georg Bechyna

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34

Freitag, 27. März 2009, 14:33

Zeitlose Kunst !

Lieber Thomas,

Waldi sei natürlich Dank für seine Erinnerung an Wilhelm Backhaus' 125. Geburtstag.

Aber ich denke doch, dass Backhaus' Kunst, sein dienendes Musizieren im besten Sinne, völlig zeitlos geblieben sind.

Man kann ganz allgemein andere Interpretationen bestimmter Sonaten oder Klavierkonzerte bevorzugen, aber Wilhelm Backhaus bleibt sicherlich einer der wichtigsten Interpreten - nicht nur der Klaviersonaten Beethovens!


Beste Grüsse,

Frank


PS.: Nochmals der Hinweis : Professor Backhaus ist auf dem Friedhof "Melaten" in Köln beigesetzt.
Frank Georg Bechyna
Musik & Medizin

Thomas Pape

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35

Freitag, 27. März 2009, 23:10

Das Jahr 1908 scheint in der Backhaus-Diskographie so eine Art Meilenstein zu sein. In Ermanglung einer gesicherten Quelle gibt es im Netz zwei unterschiedliche Aussagen über die erste Plattenaufnahme von Wilhelm Backhaus: Das Grieg-Konzert (in einer 3 min-Fassung) oder das Fantaisie-Impromptu von Chopin, das gerade bei mir erklingt.

Die Aufnahme dieses Stückes ist beeindruckend: der junge Backhaus geht mit unglaublicher Fingerfertigkeit an das Stück heran, um dann, im ruhigen Mittelthema, sinnend nahezu in sich zu versinken; er spielt nicht die Noten eines Stückes ,sondern benutzt das Klavier als Mittel zum Gefühlsausdruck. Für einen Pianisten deutscher Schule eher ungewöhnlich.

Ebenfalls aus 1908 stammt eine Aufnahme von Händels Air & Variations aus der Suite No. 5, HWV 430, auch als "Harmonious Blacksmith" bekannt. Die llässt sich übrigens auf youtube nachören.

Zwischen diesen Aufnahmen und jenen aus dem Jahr 1927 klafft rein zeitlich eine diskographische Lücke, die sich nicht nur durch den Weltkrieg oder Backhaus' vielen Konzertreisen erklären lässt. Wilhelm Backhaus bespielte in der Zeit Welte-Mignon Rollen.

Wilhelm Backhaus' eigentliche Plattenkarriere begann 1927: in diesem Jahr wurde durch die EMI das elektronische Schallaufzeichnungsverfahren eingeführt (man musste nicht mehr vor einem Trichter spielen, sondern hatte ein elektrisches Mikrophon), entsprechend hieß das Plattenlabel, über das diese Aufnahmen vermarktet wurden "Electrola". Neben den Chopin-Etuden hatte Backhaus in diesem Jahr noch Brahms eingespielt: Die Paganini-Variationen. Die Salonstücke, die er auf Welte-Mignon hinterlassen hatte, hat Backhaus in die Schallplattenzeit nicht mitgenommen (sieht man von einer Platte mit Liszt's Liebestraum und Delibes "Naila" ab).

Frank hat zurecht auf Backhaus' Schumann hingewiesen. 1938 entstand eine Einspielung der Fantasie op. 17 sowie eines Nachtstückes op. 23,4. In den 1950ern kamen dann noch die Waldszenen zur Diskographie hinzu, und das Klavierkonzert (unter der Leitung von Günter Wand).

Allerdings ist die Auseinandersetzug mit Schumann und Schubert -vor dem Hintergrund des Aufgezeichneten bedauernswert genug- leider nicht sehr umfangreich.

Diese Romantiker tauchten mit ihren kostbaren Miniaturen immer wieder als Zugabe in seinen Programmen auf, auf Schallplatte sind deren Werke indes nur bruchstückhaft vorhanden. Leider. Schuberts "Moments Musicaux" wären diesbezüglich eine Hörempfehlung.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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a.b.

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36

Samstag, 28. März 2009, 12:37

Zitat von »Thomas Pape«

Schuberts "Moments Musicaux" wären diesbezüglich eine Hörempfehlung.

Ja, genau die!
Gruß ab

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J. Locke

William B.A.

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37

Donnerstag, 26. März 2015, 00:36

Nach sechs Jahren wird es mal wieder Zeit, sich in diesem Thread zu melden, und sei es nur, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren. Zu seinem Geburtstag habe ich die legendäre GA der Beethoven-Klavierkonzerte (unter Schmidt-Isserstedt) mitgebracht:



Wilhelm Backhaus wurde am 26. März 1884 geboren.

Heute ist die 131. Wiederkehr seines Geburtstages.


Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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38

Donnerstag, 26. März 2015, 16:11

Diese Aufnahmen besass ich als Einzelstücke. Zu Beginn noch zum Vollpreis, später dann in der Decca Wiederauflageserie "Aspekte". Sie prägten - neben jenen von Wilhelm Kempff - meine Vorstellung von den Beethoven Klavierkonzerten.

Es wurde weiter oben im Thread - also vor etlichen Jahren - bereits die Frage erörtert, ob es den keine früheren Studioaufnahmen der Konzerte mit Backhaus gegeben habe. In der Tat - es gab sie - und zumindest die Konzerte Nr 2-5 sind in durchaus ansprechender Mono-Tonqualität (ca 1950-52) verfügbar.


Das Orchester waren damals die Wiener Philharmoniker, dirigiert von Clemens Krauss, bzw Karl Böhm. Achtung - Die Nr 3 ist bei den hier gezeigten CDs zweimal in gleicher Besetzung vorhanden!!!

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

MIT ARBEIT VERSAUT MAN SICH DIE GANZE FREIZEIT

William B.A.

Erleuchteter

  • »William B.A.« ist männlich

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39

Sonntag, 5. Juli 2015, 00:13

Heute begehen wir Wilhelm Backhaus' Todestag. Dazu habe ich diese Aufnahme mit einer phänomenalen "Les Adieux"-Live-Intepretation aus meiner Sammlung ausgesucht:



Heute ist sein 46. Todestag.


Liebe Grüße

Willi :)
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