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WoKa

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1

Samstag, 20. Juni 2015, 22:55

WoKa: Unverzichtbare Klassikaufnahmen

Hallo!

Habe in der letzten Stunde im Klassik-Kanon gestöbert - und Lust verspürt, meine Sammlung ebenfalls nach diesen unverzichtbaren Aufnahmen zu durchstöbern. Ich möchte voran schicken, dass die Interpretation eines Werkes natürlich häufig das wesentliche Kriterium für die Wahl eben dieser Einspielung ist - aber nicht immer. Das mag etwas eigenartig klingen, aber ich halte häufig "die Treue" zu der Aufnahme, die mich an ein Werk herangeführt hat. Natürlich nehme ich vergleichbare Einspielungen, vielleicht auch solche, die übereinstimmend als besser empfunden werden, wahr und nehme sie in mein Repertoire. Die erste Begegnung bleibt dennoch ebenfalls im Fokus.

So war es beispielsweise eine Fernsehreihe, in der Leonard Bernstein die Brahms-Sinfonien erläuterte und interpretierte, durch die ich den Zugang zu Johannes Brahms fand. Daher liegt - neben einigen anderen Interpretationen - diese eine Aufnahme der 2ten (meiner Lieblings-) Sinfonie von Johannes Brahms mit den Wiener Philharmonikern immer wieder in der CD-Schublade:



Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

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2

Sonntag, 21. Juni 2015, 22:59

Hallo!

Es war vor einigen (schon recht vielen) Jahren, da saß die Familie Sonntag morgens beim Frühstück. Im Hintergrund lief Klassik Radio. Dann erklang ein Stück, das mich elektrifizierte. Ich verbat der gesamten Familie (natürlich auf pädagogisch wertvolle Art und Weise), dass alle schweigen mögen, bis das Stück zu Ende sei und die Abmoderation gesprochen wurde. Es handelte sich um den Anfang der CD Officium des Hilliard Ensembles gemeinsam mit Jan Garbarek. Seither hat mich diese Aufnahme nicht mehr verlassen, wenngleich ich sie nur noch selten höre. Der Wechsel aus Entspannung und Erregung (vor allem durch das Saxofon) hat mich immer fasziniert. Ich muss allerdings auch gestehen, dass ich es selten schaffe, die Scheibe ganz durchzuhören.



Ein Ereignis, das ich in Zusammenhang mit dieser Musik ebenfalls nie vergessen werde, war ein Konzert der Hilliards mit Garbarek in Stuttgart (ich meine es war in der Leonhardskirche). Alle warteten auf den Beginn des Konzertes. Zumal erklangen Stimmen aus allen vier Ecken des Gebäudes, die sich langsam auf die Mitte zubewegten. Dort angekommen setzte das Saxofon von Jan Garbarek ein. Mir läuft heute noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich davon erzähle.

Gruß WoKa
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Victor Hugo

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3

Montag, 22. Juni 2015, 20:34

Hallo!

In dem Jessye-Norman-Hype der 80er und 90er (Ariadne auf Naxos, Fidelio, Carmen, Cavalleria etc.) wurde ich auf die Vier letzten Lieder von Richard Strauss aufmerksam die ich bis dato nicht kannte. Ich war vollauf fasziniert, konnte allerdings noch nicht erkennen, welche außergewöhnliche Stellung die Aufnahme im Reigen der zahllosen Einspielungen einnimmt. Mittlerweile besitze ich annähernd 30 verschiedene Einspielungen, darunter einige, die ich häufiger höre (beispielsweise Renée Fleming mit Christoph Eschenbach). Dennoch komme ich immer wieder zu meiner "Ausgangsaufnahme" zurück, bei der Eichendorffs "Im Abendrot" eben keine 6 Minuten, auch keine 8 sondern annähernd 10 Minuten dauert. Es bleibt (m)eine überwältigende Aufnahme.

Gruß WoKa

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4

Dienstag, 23. Juni 2015, 20:44

Hallo!

Ich habe zufällig von dieser Liveaufnahme (die als solche ursprünglich wohl nicht geplant war) gehört und damals (die Aufnahme ist von 1982) reingehört. Und bin seitdem fasziniert. Die Lebendigkeit und Rasanz dieser Aufnahme hat mich umgehauen und tut es noch. Die Bewegung von Kleiber auf dem Cover steht für die Eigenart der Aufnahme. Seither habe ich mir alles zugelegt, was ich von Carlos Kleiber bekommen konnte.

Erst vor Kurzem, als hier heftig über Simon Rattle diskutiert wurde, hörte ich die 4te aus der Box mit den Wienern. Ich muss gestehen, dass ich nebenher irgend etwas gearbeitet habe. Anschließend hatte ich Lust auf den Vergleich mit Kleiber - da war an eine "Nebenbeschäftigung" nicht mehr zu denken.

Gruß WoKa
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5

Mittwoch, 24. Juni 2015, 19:21

Hallo!

Am 20.April 1967 fand die Uraufführung statt. Rodion Schtschedrin hatte das Ballett über Themen aus Bizets Oper Carmen für seine Frau Maya Plissezkaja, Primaballerina beim Bolschoitheater Moskau, geschrieben. Eine Komposition für Streicher und 47 Schlaginstrumente.

Ich habe Schtschedrins Carmen-Suite durch meinen Schwiegervater kennengelernt. Er war hinsichtlich seines Klassikgeschmackes eigentlich immer Mainstream - diese Aufnahme war für ihn außergewöhnlich. Doch bei Besuchen bei meiner Zukünftigen (und Jetzigen) hörte ich das Werk immer wieder und mag es nicht mehr missen.

Spannung, Temperament, in Musik gesetzte Erotik - ich weiß, das klingt etwas schwülstig - aber so empfinde ich es.


Meine Ausgabe sieht allerdings so aus:


Gruß WoKa
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6

Freitag, 26. Juni 2015, 17:36

Ich hatte das Cellokonzert von Sir Edward Elgar bereits über meinen Schwiegervater kennengelernt, der mir die CD mit Heinrich Schiff (Dvorak & Elgar) schenkte. Damals habe ich eigenartigerweise noch nicht Feuer gefangen. Das änderte sich erst durch den Spielfilm "Hillary & Jackie" über das Leben von Jacqueline du Pré. Und wie das dann so ist habe ich mir erst den Soundtrack zugelegt, auf dem das Werk unter der Leitung von Daniel Barenboim zu hören ist. Dann weitere Vergleichseinspielungen (Maisky, Moerk, Casals, Gabetta). Mittlerweile besitze ich auch die EMI-Gesamtbox von Jacqueline du Pré, die die Einspielung mit Sir John Barbirolli enthält.

Doch nach jeder Vergleichseinspielung legte ich anschließend eine Aufnahme mit Jacqueline du Pré in den Player. Das änderte sich erst, als Alisa Weilerstein ebenfalls mit einer Einspielung dieses Werkes erschien (bezeichnenderweise ebenfalls mit Daniel Barenboim als Dirigent). Der erste Satz hat für mich Gänsehautgarantie!



Abschließend noch eine schmerzhafte Anekdote dazu:
Im vergangenen Jahr kam Alisa Weilerstein nach Stuttgart in die Liederhalle. Ich habe meine Tochter (Nicht-Klassikhörerin) überzeugt, was da Tolles anstünde und ging mit ihr gemeinsam hin. Das Konzert fand sonntags statt. Was ich bis dato noch nicht wusste: Sonntags fangen die Konzerte im Beethovensaal meistens nicht wie sonst um 20 Uhr an, sondern bereits um 19 Uhr. Um 19:30 Uhr kamen wir an. Üblicherweise ist während des Konzertes kein Einlass möglich. Glücklicherweise war man in der Liederhalle so freundlich, uns ganz nach oben in den Fernchor zu führen. Von einem meiner absoluten Lieblingswerke konnten wir nur noch den dritten und vierten Satz hören. ;(

Gruß WoKa
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7

Samstag, 27. Juni 2015, 16:38

Hallo!

Der Inselkoffer ist jetzt bald gepackt! Allerdings muss das 2te Klavierkonzert von Dimitri Schostakowitsch noch rein.


Diese Einspielung mit Cristina Ortiz besitze ich.

Das Werk ist für Schostakowitsch´sche Verhältnisse relativ unkompliziert. Ich frage mich, wie jemand etwas derart Schönes schreiben kann, wie Schostakowitsch es mit dem 2ten Satz dieses Klavierkonzertes vermocht hat. Träumerisch und poetisch - doch nie kitschig.
Man hat das Gefühl, ein großer Verlust müsse hinter dieser Komposition stecken. Tatsächlich hat Schostakowitsch das Konzert für seinen Sohn zum 19ten Geburtstag geschrieben.

Ich weiß das klingt pathetisch - aber wahrscheinlich haben einige taminos diesen Satz schon ausgesprochen: Das (der 2te Satz) soll bei meiner Beerdigung gespielt werden! :angel:

Gruß WoKa
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8

Sonntag, 23. April 2017, 12:07

Hallo!

Mir fiel auf, dass ich diese Aufnahme noch nicht genannt habe:



Ich weiß nicht mehr, wie ich dazu kam, diese CD erstmals zu hören. Wahrscheinlich hat das auffällige Cover eine Rolle gespielt.

Ich liebe es, wie Barto die Rameau-Stücke, die üblicherweise auf dem Cembalo gespielt werden, am Flügel interpretiert. Wahrscheinlich nichts für Puristen.

Ich brauche die richtige Stimmung für diese Musik - und wenn, dann höre ich die ganze Scheibe durch.

Vor drei Tagen: Nachtfahrt mit Raumeau. Kann ich nur empfehlen.

Gruß WoKa
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