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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Joseph II.

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1

Montag, 30. Januar 2006, 02:55

BEETHOVEN, Ludwig van: Symphonie No. 2 D-dur op. 36

Die 2. Symphonie von Beethoven hat - wie mir auffiel - als einzige noch kein eigenes Thema. Allerhöchste Zeit, das nachzuholen.

Ich favorisiere diese:


Berliner Philharmoniker
Herbert von Karajan
1984

Welche Aufnahme(n) empfehlt ihr?
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Pius

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2

Montag, 30. Januar 2006, 10:24

Hallo, Felipe!

Für mich derzeit das Nonplusultra ist diese CD:


Mit meinen anderen Aufnahmen bin ich längst nicht so zufrieden.
Daher erhoffe ich mir hier Kauf-Anregungen, eine weitere Spitzenaufnahme der Zweiten hätte ich schon gerne noch. Da müßten doch viele hier einen guten Tip für mich haben, oder?
Übrigens war ich der einzige, der sie unter seinen zehn Lieblingssymphonien nominierte. Ich schätze das Werk wirklich sehr!
Mit etwas Vorbereitung werde ich mich demnächst nochmal ausführlicher zu deiser Komposition äußern.

Viele Grüße,
Pius.

teleton

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3

Montag, 30. Januar 2006, 11:02

Hallo Felipe,

Deiner kurzen Vorstellung zur Sinfonie Nr.2 möchte ich mich was die Karajan - Aufnahmen anbetrifft anschließen.
Gerade diese von Dir favorisierte Digital-Aufnahme von DG.1984.. ist bei vielen nicht so beliebt, da die Klangqualität nicht bei allen Sinfonien (wenn man alle 9 betrachtet) die Natürlichkeit des Orchesterklanges bietet, wie Karajan´s ältere DG-Aufnahmen von 1977 und 1961. (Ausnahme ist die Sinfonie Nr.6 von 1984 DDD - die ist sehr gut gelungen und unterscheidet sich deutlich von den anderen.)

Deine 1984er DG-CD hatte ich mal besessen und gegen die unten abgebildeten von DG 1977 eingetauscht, die ich der Neueren im Falle der Sinfonien Nr.1 und 2 vorziehe:



Aber wenn es um Karajan´s interpretation geht, dann bin ich mit Dir der Meinung, das Karajan ein Beethoven-Dirigent der ersten Garnitur ist.
Ich freue mich immer, wenn hier im Forum eine Lanze für Karajan´s fantastische Beethoven-Aufnahmen gebrochen wird.

:) Weitere Favoriten sind für die Sinfonie Nr.2 ist die Decca - Aufnahme mit Solti / Chicago SO, die sich durch Solti´s Perfektion und den TOP-Klang des CSO auszeichnet. Solti läßt sich mehr Zeit als Karajan und beachtet alle Wiederholungszeichen, was für mich allerdings nicht das Qualitätskriterium ist.

:) Seit 2005 besitze ich alle Beethoven-Sinfonien in Einzel-CD´s mit Szell.
Die atemberaubende Einspielung auf SONY/CBS mit Szell / Cleveland Orchestra (1961) darf hier als Favorit nicht fehlen. Bis auf das leichte Rauschen der 60erjahre-Aufnahme, stimmt hier alles. Die Spielzeiten sind ähnlich straff und flott wie bei Karajan 1977 und haben meine uneingeschränkte Symphatie.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Norbert

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4

Montag, 30. Januar 2006, 11:13

Hallo Pius,

ich habe einen "Geheimtipp": Rafael Kubelik.



Kubelik ist wahrlich nicht als Beethoven-Dirigent bekannt geworden, aber die Auseinandersetzung mit der zweiten Sinfonie Beethovens lohnt sich auf jeden Fall.

Der Faulheit halber zitiere ich, was ich seinerzeit im Kubelik-Thread schrieb:

Besonders die Interpretation der 2. Sinfonie (Live-Mitschnitt vom 01.02.1971) fasziniert mich, weil Kubelik aufzeigt, wie revolutionär Beethoven schon vor der berühmten "Eroica" komponiert hat.

Den spannungs- und temperamentvollen Ansatz erwähnte ich bereits. In Tempoangaben bedeutet dies:
12'40'', 12'00'', 03'20'' und 06'21'' Zum Vergleich Harnoncourt:
12'31'', 10'30'', 04'22'' und 05'55''

Nach der langen Introduktion startet Kubelik furios (übrigens auch hörbar in diesem Live-Mitschnitt durch ein paar Geräusche, die wie stampfen auf den Boden klingen). Die ebenfalls schon erwähnte klassische Orchesteraufstellung macht die Melodienlinien der Streicher ungeheuer transparent, ferner legte Kubelik viel wert auf die Gleichbehandlung der Bläser gegenüber den Streichern.

So entstand eine Aufnahme, die, wüßte man nicht, wer dirigiert, auf Harnoncourt oder Leibowitz schließen ließe. Das Orchesterspiel ist durchaus als "brilliant" zu bezeichnen, die Tonqualität ist, bis auf ein paar Nebengeräusche (stampfen [?], sehr vereinzelte Huster) für 1971 und live sehr gut und durchhörbar. Das Publikum konnte sich "gerade noch zusammen reißen" und klatschte erst unmittelbar, nachdem der letzte Takt verklungen war ;) .

Weitere Rezensionen findest Du auch auf der Audite-Homepage.
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Pius

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5

Montag, 30. Januar 2006, 13:11

Hallo, Norbert!

Deine ausführliche Vorstellung der Kubelik-CD hat bei mir Interesse geweckt.
Auf Kubelik wäre ich bei Beethoven in der Tat nicht gekommen. Allerdings habe ich ihn erst gestern mit KV 551 im Radio gehört - hervorragend!
Der Preis der CD liegt oberhalb meines üblichen Preislimits, aber da ich die noch teurere Dritte mit Savall im Auge habe, ist das kein Argument. Für sehr gute Viert-,Fünftaufnahmen meiner Lieblingswerke kann ich schon mal mehr ausgeben. Andererseits kostet die Szell-CD nur 5€...
Ich überlege noch eine Weile.

Viele Grüße,
Pius.

P.S.:

Zitat

Besonders die Interpretation der 2. Sinfonie (Live-Mitschnitt vom 01.02.1971) fasziniert mich, weil Kubelik aufzeigt, wie revolutionär Beethoven schon vor der berühmten "Eroica" komponiert hat.

Genau das ist es, was IMO eine sehr gute Interpretation auszeichnet. Das vermisse ich irgendwie bei Zinman, Karajan, Krips,...

Norbert

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6

Montag, 30. Januar 2006, 13:32

Hallo Pius,

zugegeben, über 15 € für über 30 Jahre alte Aufnahmen auszugeben, ist schon eine "Menge Holz" (obwohl bei Amazon ab 11,99 € erhältlich), aber das Hörerlebnis entschädigt für die Geldausgabe.

Seitdem ich mir einige der wunderbaren Audite-Livemitschnitte kaufte, "erhörte" und erlebte ich den Dirigenten Rafael Kubelik in einem vollkommen neuen Licht. Vorher kannte ich ihn als Beethoven-Dirigenten mit betulichen Aufnahmen der 5. und 7. Sinfonie und hörte kaum mehr als Durchschnitt.

Diese Live-Aufnahmen hingegen zeigen ihn mal als temperamentvoll-feurigen Dirigenten (bei der 2.), mal als "Poeten" (bei der wunderbar lyrischen und im Vergleich erheblich langsameren Pastorale).

Im Beiheft heißt es u.a.: "Als in den siebziger Jahren Rafael Kubelik diese Symphonie dirigierte (gemeint ist die 2.), überschrieb Karl Schumann seine Rezension mit "Beethovens Werther". Kubelik war glücklich darüber, er fühlte sich verstanden. Er schob die eingefahrenen Hörgewohnheiten beiseite und kehrte zur Erregtheit der Entstehungszeit zurück. Die Rechtfertigung dafür ist allerorten in der Partitur zu finden, nicht nur in der Einleitung. Ausschlaggebend dafür ist die überaus lebendige Dynamik, welche die Extreme zwischen Fortissimo und Pianissimo lustvoll ausspielt und dazu fortlaufend stechende oder bohrende Akzente setzt, oft auf einem leichten Taktteil."

Na, wenn das nicht Lust auf mehr macht... ;)
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

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Joseph II.

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7

Montag, 30. Januar 2006, 13:59

Zitat

Original von teleton
Aber wenn es um Karajan´s interpretation geht, dann bin ich mit Dir der Meinung, das Karajan ein Beethoven-Dirigent der ersten Garnitur ist.
Ich freue mich immer, wenn hier im Forum eine Lanze für Karajan´s fantastische Beethoven-Aufnahmen gebrochen wird.

Hallo, teleton!

Es freut mich, daß Du ebenfalls ein Bewunderer der Karajan'schen Beethoven-Interpretation bist - die sind ja heutzutage eher rar, wie mir scheint. :D
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Pius

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8

Mittwoch, 1. Februar 2006, 10:00

Hallo!

Ein kleinwenig über diese Symphonie:

Sie hat vier Sätze:
Adagio molto - Allegro con brio
Larghetto (A-dur)
Scherzo. Allegro
Allegro molto

Besetzung:
2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauke, Streicher

Uraufführung:
5.4.1803 im Theater an der Wien

Entstanden:
Entwürfe zu allen Sätzen lagen schon 1801 vor. Im Sommer 1802 in Heiligenstadt komponierte Beethoven das Werk fertig.

Weiß jemand etwas interessantes rund um dieses Werk zu berichten?

Viele Grüße,
Pius.

Ulli

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9

Mittwoch, 1. Februar 2006, 10:04

Zitat

Original von Pius


Besetzung:
2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauke, Streicher


Salut,

ich nehme an, zwei Pauken.

:rolleyes:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Ulli

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10

Sonntag, 24. September 2006, 14:51

Zitat

Original von Pius

Weiß jemand etwas interessantes rund um dieses Werk zu berichten?


Salut,

ob's interessant ist, die Entscheidung überlasse ich Dir:

Die Sinfonie mit dem ersten offiziellen Scherzo [?], die Zweite also, erfreute sich jedenfalls vor nun gut 200 Jahren weitaus größerer Beliebtheit, als heute: In Kürze wurde der Musikalienmarkt mit Bearbeitungen für Septett, Nonett, Streichquartett und Klavier zu vier Händen überschwemmt, quasi als "Ersatz-Stereo-Anlage", die unter 5.000 € zu erwerben war. Man nimmt an, dass die noch nicht genannte Bearbeitung für Klaviertrio, welche 1806 erschien - diesmal also vor exakt 200 Jahren und pünktlich zu Mozarts 50tem - von Beethoven selbst stammt. Das klingt richtig gut :yes:



Beaux Arts Trio
Menahem Pressler, Piano
Isidore Cohen, Violine
Bernard Greenhouse, Cello

Obsi der gnadenlose Bearbeitungsfanatiker auch kennt?

:hello:

Ulli
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musicophil

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11

Sonntag, 24. September 2006, 16:02

Auch ich habe diese Klaviertrios. Durch den letzten Beiträge interessiert, nahm ich das dazugehörige Büchlein.
Da fand ich

Zitat

In einer Epoche, in der das musikalische Kunstwerk noch nicht (wie heute nach dem Aufkommen elektronischer Medien) allzeit verfügbar war, kam den üppig ins Kraut schießenden Bearbeitungen eine ganz herausragende Bedeutung zu. Unentbehrlich waren sie all jenen Musikfreunden, die sich "in der Erinnerung den Genuß der vollstandigen Auffuhrung" zu "wiederholen" suchten. Doch wie ... in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung von 1806 nachzulesen ist, kam noch ein weiteres Faktum hinzu. Hilfreich waren beim häuslichen Musizieren die Arrangements schließlich für jene, die "unter der Menge künstlich verflochtener Gedanken. vielleicht auch unter dern allzuhaufigen Gebrauch der schreyendsten Instrumente" (!) das Werk nach einmaligem Hören im Konzertsaal "nicht genug verstehen" konnten. Auch bei Werken wie Beethovens D-Dur-Symphonie verlief die Rezeption keineswegs so reibungslos, wie es das liebenswürdige Werk vielleicht erwarten ließe.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Pius

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12

Sonntag, 24. September 2006, 21:09

Hallo!

Die Beaux-Arts-Box habe ich auch. Die Zweite als Klaviertrio gefällt mir auch sehr gut. Ebenso in der Klavierfassung und auch im Original.
Könnte das daran liegen, daß es sich um eine hervorragende Komposition handelt? :jubel:

Viele Grüße,
Pius.

Barezzi

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13

Montag, 25. September 2006, 00:53

Zitat

Original von Pius
Die Beaux-Arts-Box habe ich auch. Die Zweite als Klaviertrio gefällt mir auch sehr gut. Ebenso in der Klavierfassung und auch im Original.
Könnte das daran liegen, daß es sich um eine hervorragende Komposition handelt? :jubel:


:yes: Glücklicherweise gibt es doch ein Häufchen Liebhaber dieser Symphonie im Forum; mir ist sie eine der liebsten vom Ludwig und als Klaviertrio auch vorn dabei (interessant welche Stimmen und Effekte Beethoven wie übernahm/transponierte) - leider fanden im "Beethovens Symphonien Ranking" fast Alle dieses Werk weniger prickelnd :(

:hello:
Stefan
Viva la libertà!

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14

Montag, 25. September 2006, 10:58

Zitat

Original von Barezzi

Zitat

Original von Pius
Die Beaux-Arts-Box habe ich auch. Die Zweite als Klaviertrio gefällt mir auch sehr gut. Ebenso in der Klavierfassung und auch im Original.
Könnte das daran liegen, daß es sich um eine hervorragende Komposition handelt? :jubel:


:yes: Glücklicherweise gibt es doch ein Häufchen Liebhaber dieser Symphonie im Forum; mir ist sie eine der liebsten vom Ludwig und als Klaviertrio auch vorn dabei (interessant welche Stimmen und Effekte Beethoven wie übernahm/transponierte) - leider fanden im "Beethovens Symphonien Ranking" fast Alle dieses Werk weniger prickelnd :(


Könnte das vielleicht daran, liegen, meine Freunde, dass es vom guten alten Ludwig van noch acht weitere, nicht ganz schlechte Sinfonien gibt?
Das weiter oben gebrachte Zitat deutet ja an, dass diese Sinfonie bei ihrer Premiere keineswegs als eine gemütliche Fortführung von Mozarts und Haydns Werken aufgefaßt wurde. Leider finde ich keinen Beleg, aber die berühmte Stelle aus einer frühen Rezension, das Stück sei ein angestochener, unbändig sich windender Lindwurm, der nicht ersterben will und (im Finale) selbst verblutend, noch mit aufgerecktem Schweife vergeblich wütend um sich schlägt

Empfehlenswerte Einspielungen aus der Erinnerung:
Toscanini, Harnoncourt, Gielen, Reiner

vielleicht demnächst etwas ausführlicher...

JR
Struck by the sounds before the sun,
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The morning breeze like a bugle blew
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(Bob Dylan)

Alfred_Schmidt

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15

Montag, 25. September 2006, 13:28

Liebe Taminoianer

Bei meinen "Rundgängen" durchs Forum bin ich heute auf diesen Thread gestoßen - und habe einige Aussagen gefunden die mich ein wenig nachdenklich gemacht haben. So zum Beispiel, daß die 2. nicht zu den Favoriten der Taminoianer gehört.
Das mag ja sein, aber es ist kein Qualitätskriterium. Die 5. 6. und die Neunte sind ja derart übermächtig, daß sie alle anderen im Schatten lassen, wo bei imo der Schatten nicht nur ein heller sondern ein gleissender ist.
Ich behaupte mal JEDE Beethoven-Sinfonie - hätte sie ein anderer Komponist als EINZIGES Werk geschrieben - würde diesem Weltruhm bescheren.....

Die zweite - in der Tat habe auch ich sie verdrängt....

Das hat aber nichtas mit der Qualität an sich zu tum, sondern in der Reihenfolge in der ich sie erstmals gehört habe.
Es muß irgendwo im Umfeld der 5. und 6. gewesern sein.

4. 7. und 8. habe ich hingegen erst gehört , als ich mich von den "Rennern"(kurzfristig) abgehört hatte. Sie wurden für eine gewisse Zeit zu meinen Favoriten.

Heute - durch den Thread angeregt - habe auch ich wieder begonnen mich für diese Sinfonie zu begeistern (ich höre sie gerade jetzt)

Es ist schon eigenartig, daß daß das Tamino-Forum - ein von mir geschaffenes Konstrukt - mehr in der Lage ist mich geschmacklich zu beeinflussen - als umgekehrt. :P




Auch ich habe mich wieder für die Karajan Einspielung (ich besitze derzeit nur die digitale auf CD ) entschieden. Und ich muß sagen ich kann die oft gehörte Kritik an seinen Einspielungen - zumindest bei Beethoven - nicht nachvollziehen.

Ich werde jedoch in den nächsten Tagen auch andere Aufnahmen wieder zum Vergleich heranziehen. Beethoven hab ich schon viel zu lange nicht gehört - und auch das Forum scheint mir reif, daß wir uns wieder verstärkt seinen Kompositionen widmen.

Hier noch ein Auszug aus dem "Harenberg -Konzertführer" der ja eher
rabiaten und progressiven Deutungen das Wort redet:

Zitat

"Während in vielen älteren Einspielungen die Sinfonie recht harmlos daherkommt, werden neuere Ansätze der historischen Aufführungspraxis (Hogwood, Norrington, Gardiner) dem Innovativen des Werkes besser gerecht"


Das mag ja sein - die Frage ist nur wie das Publikum das dann aufnimmt.
Beethovens Zeitghenossen jedenfalls bezeichneten das Werk als "schwierig", "überkünstlich", "düster", "wild" und "grell"

Ich kann jedenfalls diese Attribute (die einander teilweise sogar widersprechen) nicht bestätigen.

Jedenfalls werde ich mich in den nächsten Wochen etwas mehr mit Beethovens Sinfonien (und den Klaviersonaten) befassen....

LG

aus Wien

Alfred

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Ulli

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16

Montag, 25. September 2006, 13:59

Zitat

Ich behaupte mal JEDE Beethoven-Sinfonie - hätte sie ein anderer Komponist als EINZIGES Werk geschrieben - würde diesem Weltruhm bescheren.....


Salut,

meinst Du wirklich, Ries oder Witt wären heute berühmter, hätten sie die Zweite komponiert?

:no:

Ich glaube nicht daran...

Viele Grüße
Ulli
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17

Montag, 25. September 2006, 15:10

Zitat

Original von Ulli

Zitat

Ich behaupte mal JEDE Beethoven-Sinfonie - hätte sie ein anderer Komponist als EINZIGES Werk geschrieben - würde diesem Weltruhm bescheren.....


meinst Du wirklich, Ries oder Witt wären heute berühmter, hätten sie die Zweite komponiert?

:no:

Ich glaube nicht daran...


m.E. schwer zu sagen, weil nur sehr selten Komponisten mit einem einzigen Werk berühmt werden (auch wenn es manchmal den Anschein haben mag). Beethoven war meines Wissens schon berühmter (wenn auch zunächst hauptsächlich als Pianist) als es Ries und Witt je wurden, bevor er überhaupt eine Sinfonie veröffentlicht hatte. Auch das macht es schwierig, einzelnen Werken "Ruhmstufen" zuzuordnen.
Man müßte genauer sehen, wie schnell und wodurch Beethoven seinerzeit bekannt wurde; aus heutiger Perspektive sieht ja vieles ganz anders aus.
Ich habe nicht zur 2., aber zur 1. Sinfonie, einen recht ausführlichen Kommentar zu Hause, da müßte etwas über die frühe Rezeption stehen.

viel Grüße

JR
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Pius

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18

Montag, 25. September 2006, 20:33

Hallo!

Ich sah das Werk zusammen mit KV 504 und Hob.I:104 als Teil einer grandiosen klassischen D-dur-Symphonien-Trias. D-dur ist ohnehin irgendwie die "klassische" Tonart für eine "klassische" Symphonie.
Sah deshalb, weil ich durch das Kennenlernen von Mehuls D-dur-Symphonie erkennen mußte/durfte, daß man auch in Frankreich hervorragende Symphonien komponieren kann.

Zurück zu Beethoven:
Kann man wirklich die Erste und Zweite als der früheren Phase zugehörig zusammenfassen, und dann kommt plötzlich die Eroica und fegt alles weg?
Nein, die Zweite ist IMO von der Ersten mindestens so weit weg wie die Eroica von der Zweiten.
Während ich die Erste zunehmend als Beethoven-Durchschnitt und KV551-Ableger betrachte, finde ich in der Zweiten durchaus schon wirklich Großes, Revolutionäres, allem voran das Ende des ersten Satzes - man muß als Dirigent nur den Mut haben, aus der Symphonie rauszuholen, was in ihr steckt. Anscheinend haben viele ein Problem damit.

Viele Grüße,
Pius.

Ulli

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19

Montag, 25. September 2006, 20:48

Zitat

Original von Pius

Zurück zu Beethoven:
Kann man wirklich die Erste und Zweite als der früheren Phase zugehörig zusammenfassen, und dann kommt plötzlich die Eroica und fegt alles weg?
Nein, die Zweite ist IMO von der Ersten mindestens so weit weg wie die Eroica von der Zweiten.


Da stimme ich Dir absolut zu.

Zitat


Während ich die Erste zunehmend als Beethoven-Durchschnitt und KV551-Ableger betrachte,


?( :no:

Da war Mozi doch schon sehr viel weiter. Ich kenne allerdings auch kein Werk Mozarts, dass man in irgendeiner Form mit der Ersten Beethoven "vergleichen" bzw. "gleichstellen" könnte, was jetzt nicht negativ gemeint ist. Die Erste ist "irgendwie anders"... :rolleyes:

Als Beeethovendurchschnitt [was im Ergebnis immer mindestens eine 1 ist] würde ich aber eher die II betrachten.

Zitat

finde ich in der Zweiten durchaus schon wirklich Großes, Revolutionäres, allem voran das Ende des ersten Satzes - man muß als Dirigent nur den Mut haben, aus der Symphonie rauszuholen, was in ihr steckt. Anscheinend haben viele ein Problem damit.


Ein allgemeines "Problem" der "Zweiten"? Bei Schubert und -mann ganz ähnlich!?

Viele Grüße aus CD-hard
Ulli
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20

Montag, 25. September 2006, 21:14

Zitat

Original von Pius
Ich sah das Werk zusammen mit KV 504 und Hob.I:104 als Teil einer grandiosen klassischen D-dur-Symphonien-Trias.


Jedenfalls scheint es mir, dass sich Beethoven recht deutlich auf diese beiden Werke bezieht, besonders im Kopfsatz.

Zitat


Zurück zu Beethoven:
Kann man wirklich die Erste und Zweite als der früheren Phase zugehörig zusammenfassen, und dann kommt plötzlich die Eroica und fegt alles weg?
Nein, die Zweite ist IMO von der Ersten mindestens so weit weg wie die Eroica von der Zweiten.
Während ich die Erste zunehmend als Beethoven-Durchschnitt und KV551-Ableger betrachte, finde ich in der Zweiten durchaus schon wirklich Großes, Revolutionäres, allem voran das Ende des ersten Satzes - man muß als Dirigent nur den Mut haben, aus der Symphonie rauszuholen, was in ihr steckt. Anscheinend haben viele ein Problem damit.


Es gibt seltsamerweise gar nicht so wenige (u.a. Dirigenten), die die 1. für besser/gelungener als die 2. halten! Ich fürchte zwar, dass er von der 1. auch nicht so viel hielt, aber z.B Furtwängler dirigierte die 2. mit Abstand am seltensten.
Mit KV 551 hat die 1. m.E praktisch überhaupt nichts zu tun. Die Einleitung z.B. ist sehr "beethovensch", einzig das Finale erinnert ziemlich an Haydn, wieder jedoch mit der Besonderheit, dem Gag der kurzen Einleitung. Der 3. Satz ist mindestens so reiner Beethoven wie der der 2. Der Kopfsatz, besonders die etwas lärmige, marschartige Coda ist ebenfalls sehr weit von Mozart und auch Haydn entfernt.

Insgesamt ist allerdings bemerkenswert, dass Beethoven insofern recht vorsichtig bei seinen Sinfonien vorgeht, dass keine von beiden (besonders aber die 1.) auch nur annähernd so "fortschrittlich" ist wie deutlich früherere Kammermusik und insbesondere Klavierwerke. Fortschrittlich i.S.v. im Ausdruck wesentlich extremer als Mozart und Haydn, in der Form experimentell bzw. schlicht ungewöhnlich breit angelegt. Schon die Trios op.1 zeigen das, viele der Klaviersonaten erst recht. Die Quartette op. 18 bilden eine Mischung aus eher "konservativen" und avancierten Stücken.

Und man muß sichauch einfach eingestehen, dass es für uns heute praktisch unmöglich ist nachzuvollziehen, was Zeitgenossen als kühn, bizarr, zu kompliziert usw. empfanden. Mein Lieblingsbsp. ist ja die Dissonanz mit der die 1. Sinfonie beginnt, aber hier ein Zitat (aus einem englischen Beiheft übersetzt, es mag im Original anders lauten), ein Rezensent der Allg. Musikalischen Zeitung schreibt: "[der Hörer] werde dauernd von verschlungenem Dickicht gehindert, aus dem er endlich müde und erschöpft hervorkommt, ohne Freude .... Herr Beethoven geht seinen eigenen Weg, aber was für eine bizarrer und schmerzvoller Weg ist es! Gelehrt, gelehrt, und nochmals gelehrt, aber keine Natürlichkeit und kein wirklicher Gesang." Worauf mag sich das wohl beziehen? (Antwort unten)

viele Grüße

JR

















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Alfred_Schmidt

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21

Montag, 25. September 2006, 21:18

Mit dieser Sinfonie dürften viele - auch Tonträgerkonzerne und Klassikläden ein Problem haben:

Ich konnte in Wien heute keine echte Alternative zu meinen beiden Einspielungen auf CD auftreiben (Karajan DDD 1982 - Kegel DDD)

Es gab ausser Karajan:

Abbado mit den Wiener, mit den Berlinern beides keine Gipfelstürmer

Harnoncourt zum VOLLPREIS !! (Für eine alte Teldec-Aufnahme, die jederzeit auf Apex veröffentlicht werden kann, zahle ich keine 22 Euro !!

Irgendein unbekanntes Schweitzer Kammerorchester mit einer Nauaufnahme...

KEIN Norrington einzeln- (allenfalls als Komplettbox) sei es auf Virgin oder auf Hänssler, kEIN Harnoncourt auf apex oder Elatus (es MUSS hier IMO eine Veröffentlichung geben...)

RATTLE ja - aber mit COPY CONTROL - sowas kommt mir nicht ins Haus
EMI wäre gut beraten - nachdem sie längst erkannt hat - daß COPY CONTROL ein Irrweg war - diesen Schandfleck von den Rattle Beethoven CDs (es ist nur auf einigen Sinfonien- und nur auf den Einzelveröffentlichungen vorhanden)zu entfernen und selbstbezwusst diese CDs zum Vollpreis anzubieten - anstelle den Schwanz einzuziehen und diese Serie MIT Copy-Control im wüsten Doppelpack (zwei sind mit Tesaband zu einer Packung vereint !) anzubieten.

Wenigstens fühle ich mich von Schuild entlastet, nur zwei Einspielungen dieser Sinfonie zu haben (Aber ich lass nicht locker :P )

mfg
aus Wien
Alfred

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Ulli

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22

Montag, 25. September 2006, 21:23

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
RATTLE ja - aber mit COPY CONTROL - sowas kommt mir nicht ins Haus
EMI wäre gut beraten - nachdem sie längst erkannt hat - daß COPY CONTROL ein Irrweg war - diesen Schandfleck von den Rattle Beethoven CDs (es ist nur auf einigen Sinfonien- und nur auf den Einzelveröffentlichungen vorhanden)zu entfernen und selbstbezwusst diese CDs zum Vollpreis anzubieten - anstelle den Schwanz einzuziehen und diese Serie MIT Copy-Control im wüsten Doppelpack (zwei sind mit Tesaband zu einer Packung vereint !) anzubieten.


Was hat das COPY-CONTROL für eine Auswirkung auf das Abspielen?

?(

LG
Ulli
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23

Montag, 25. September 2006, 21:32

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Mit dieser Sinfonie dürften viele - auch Tonträgerkonzerne und Klassikläden ein Problem haben:

Ich konnte in Wien heute keine echte Alternative zu meinen beiden Einspielungen auf CD auftreiben (Karajan DDD 1982 - Kegel DDD)

Es gab ausser Karajan:

...

Harnoncourt zum VOLLPREIS !! (Für eine alte Teldec-Aufnahme, die jederzeit auf Apex veröffentlicht werden kann, zahle ich keine 22 Euro !!


Sie ist bei jpc auf elatus erhältlich, einmal (Angebot?) für 3,99, identisch für 9,99 (mit Sinf. Nr. 1)

Zitat


Wenigstens fühle ich mich von Schuild entlastet, nur zwei Einspielungen dieser Sinfonie zu haben (Aber ich lass nicht locker :P )


Das Problem ist, dass sie zu lang ist, um als Füller für zB die Eroica zu dienen. Bei jpc finde ich z.B. die 1. mit Karajan zweimal einzeln, aber keine 2. (außer der sauteuren "Gold")

Und es besteht natürlich ein in den letzten Jahren verstärkter Trend, ältere Aufnahmen nur noch als Komplettbox (dann aber sehr preiswert) wiederzuveröffentlichen. Wenn Du das konsequent boykottierst, wirst Du öfters Sachen nicht kriegen... :rolleyes:

viele Grüße

JR
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Ulli

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24

Montag, 25. September 2006, 21:36

Also, es gibt sie schon "einzeln":



Peter Maag - 7,99 €



Alfred SCholz - 6,99 €



ohne Dirigent, daher nur 4,49 € :D



Menuhin - 4,99 €



Béla Drahos - 5,99 €

[bis jetzt nur Gutes von Osterhazy & Drahos Corp. gehört, wäre eine Überlegung durchaus wert! - Ach was: vorgemerkt]



Sanderling für Siebenneunundneunzig...



Wand - 15,99 € 8o



Knappertsbusch - 9,99 € [3 CDs inkl 3,5, 7,8]



Konwitschny - 2,99 €

Bei NH gibts die 2te eh nur auf 7 CDs... :rolleyes:

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - und ich kenne [bewußt] keine davon.

Schon krass, welch unterschiedliche Ergebnisse die jpc-Suchfunktion bei Eingabe von "Sinfonie 2" alt. "Symphony 2" aufzeigt... dass die das nicht automatisch = setzen können... ?(

:hello:

Ulli
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Theophilus

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25

Montag, 25. September 2006, 22:30

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Abbado mit den Wiener, mit den Berlinern beides keine Gipfelstürmer

Harnoncourt zum VOLLPREIS !! (Für eine alte Teldec-Aufnahme, die jederzeit auf Apex veröffentlicht werden kann, zahle ich keine 22 Euro !!

Alfred

Hallo Alfred

Den Harnoncourt zum Vollpreis würde ich auch nicht nehmen. Und zwar, weil man seinen ganzen Beethoven zum Preis von zwei Vollpreis-CDs bekommt. Was er auf jeden Fall Wert ist!

Bei Abbado bin ich nicht deiner Meinung. Die Symphonien Nr. 1 & 2 mit den Berlinern in kleiner Besetzung in der neuen Bärenreiter-Ausgabe sind wirklich hörenswert und eine echte Bereicherung der Diskographie.


:hello:

Ciao

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C.Huth

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26

Montag, 25. September 2006, 22:53

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Irgendein unbekanntes Schweitzer Kammerorchester mit einer Nauaufnahme...

KEIN Norrington einzeln- (allenfalls als Komplettbox) sei es auf Virgin oder auf Hänssler,


Norrington/Hänssler gibt es einzeln:



Und was das "unbekannte Schweizer Kammerorchester" angeht: Einfach mal reinhören, nicht wahr? Dann wird man merken, das ein vermeintlich namenloses Basler Orchester unter dem richtigen Dirigenten - jedenfalls bei der zweiten Sinfonie - durchaus auch was kann (und das zu respektablem Preis):



Und dann gäbe es zufällig auf demselben Label noch (die Live-Aufführung war jedenfalls exzellent, die Aufnahme kenne ich nicht):



BTW, neulich im Konzert: die zweite mit dem hr-Sinfonieorchester unter Hugh Wolff: Gespannt von der ersten bis zur letzten Note (nur leider mit unsicheren Hörnern im zweiten Satz.....) - ein wunderbares Live-Stück.

Beste Grüsse,

C.
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27

Montag, 25. September 2006, 23:05

Zitat

Original von C.Huth

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Irgendein unbekanntes Schweitzer Kammerorchester mit einer Nauaufnahme...



Salut Alfred,

das Baseler Kammerorchester hätte beinahe vor einer Woche Dein Klavierkonzert uraufgeführt... hätte ich nur 38.000 € klein gehabt... :rolleyes:

[kann wieder gelöscht werden].

:hello:

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28

Montag, 25. September 2006, 23:12

Ja ja , ich WEISS, daß es eine Norrington Aufnahme bei Hänssler gibt - aber in Wien boykottieren die CD-Läden diesen Dirigernten.

Ich wollte eigentlich einen Revoluzzer - um das "revolutionäre" dieser Sinfonie zu hören. Unter Karajan - und weitgehend auch unter Kegel - ist sie zwar wunderschön - revolutionär jedoch nicht...

Bele Drahos und sein Beethoven - ich besitze ein oder 2 CDs - es ist sehr klangschön und weich musiziert - nicht jedoch das was die heutige Generation "aufregend" oder "spannend" nennt.

@Ulli
"Copy Control" sind künstlich eingebaute Fehler, die Kopierprogramme stören sollen. Die Fehlerkorrektur des Players wird an den Rand ihrer Möglichkeiten ausgereizt. NAD Player haben zwar einen vorzüglichen Klang - die Fehlerkorrektur jedoch... na ja......

(Je nach Player hört man gelegentlich ein Knacken oder sekundenweise eine gewisse "Rauhigkeit " der Klangs. Bei Interesse eigener Thread im Tamino HIFI Forum - hier bitte NICHT)

mfg

aus Wien

Alfred

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29

Montag, 25. September 2006, 23:19

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Ja ja , ich WEISS, daß es eine Norrington Aufnahme bei Hänssler gibt - aber in Wien boykottieren die CD-Läden diesen Dirigernten.


Na. Alfred,

da würde ich mir aber Gedanken um die angebliche Musikstadt Wien machen ;)

SCNR.

LG - C.
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30

Montag, 25. September 2006, 23:40

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Ja ja , ich WEISS, daß es eine Norrington Aufnahme bei Hänssler gibt - aber in Wien boykottieren die CD-Läden diesen Dirigenten.


Kann das nicht eher an hänssler liegen (ich kann mir nicht vorstellen, dass sie ihn boykottierten, als er vor 20 Jahren ein EMI-Flaggschiff war...)

Zitat


Ich wollte eigentlich einen Revoluzzer - um das "revolutionäre" dieser Sinfonie zu hören. Unter Karajan - und weitgehend auch unter Kegel - ist sie zwar wunderschön - revolutionär jedoch nicht...


Dafür würde vermutlich Toscaninis ausreichen, aber Mono aus den 40ern willst Du vermutlich auch nicht (und ob es die noch einzeln gibt ist fraglich)
Was ist mit Zinman? Gibts die nicht mehr einzeln? (Ich dachte, Du hättest die...)
Der gesamte erste Satz ist von recht brutalen Blech-Akzenten durchsetzt, die bei den HIP-nahen Dirigenten schön herauskommen. Und dann gibt es diese schneidend dissonante Stelle der Trompeten gut 30 sec. vor Schluß.
Da kann man wenigstens ansatzweise den Lindwurm Feuer speien hören...

viele Grüße

JR
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