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William B.A.

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1

Sonntag, 12. Januar 2014, 23:51

BEETHOVEN, Ludwig van: Messe in C-dur op. 86

Die C-dur-Messe op. 86 war eine Auftragskomposition. Der Auftrag stammte vom Fürsten Nikolaus Esterházy, und die Messe sollte zum Namenstag seiner Frau komponiert werden. Jahre vor und nach 1800 hatte stets Haydn diese Aufgabe übernommen und zu diesem Zweck seine großartigen späten Messen komponiert. Da Beethoven die hohe Qualität dieser Messen kannte, hatte er vor diesem Auftrag großen Respekt.

Doch war er zu der Zeit längst zumindest auf Augenhöhe mit Haydn und hat, obwohl dies sein erstes Vokalwerk war, sogleich ein Meisterwerk geschaffen, was allerdings seinem Auftraggeber nicht deutlich wurde.

Die Messe, zu deren Komposition er den Auftrag im Anfang 1807 erhalten hatte, wurde im September 1807 zum Namenstag der Fürstin Esterhazy uraufgeführt, und Beethoven selbst war von Anfang an von ihrer Qualität überzeugt.

Die Messe stand lange im Schatten und steht vielleicht heute noch der Missa Solemnis, jedoch geschah dies aus heutiger Sicht zu Unrecht, denn sie war und ist ein eigenständiges Meisterwerk, keineswegs etwa als Vorstufe auf dem Weg zur Missa Solemnis gedacht.

Teile der Messe wurden in der berühmte „Akademie“ am 22. Dezember 1808 aufgeführt, in der außerdem noch die 5. Und 6. Sinfonie, das 4. Klavierkonzert und die Chorfantasie zum Vortrag kamen.

Sie dauert rund 45 Minuten und kann es auch in dieser Beziehung mit Haydns Spätmessen aufnehmen, in ihrer formalen und musikalischen Kühnheit geht sie jedoch darüber hinaus.

Ich habe im Folgenden die wichtigsten Einspielungen der C-dur-Messe aus meiner Sammlung aufgelistet :



In der Gesamtaufnahme Beethoven ist die Einspielung von Sir Colin Davis mit dem London Symphony Chorus und Orchestra sowie Christiane Eda-Pierre, Sopran, Patrica Payne, Alt, Robert Tear, Tenor und Kurt Moll, Bass, enthalten.

Welche Einspielungen habt ihr in eurer Sammlung, und welche Meinung habt ihr von den hier genannten Einspielungen bzw. von euren Einspielungen? Hörberichte sind auch willkommen.

Liebe Grüße

Willi
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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2

Montag, 13. Januar 2014, 10:56

Beethovens erstes größeres Vokalwerk war sein erstes größeres Werk überhaupt, die Kantate auf den Tod Kaiser Josephs. Vor der C-Dur-Messe gab es noch eine weitere Kaiser-Kantate (für den Nachfolger, Leopold) und das Oratorium "Christus am Ölberge".

Ich habe die C-Dur-Messe zwar schon länger nicht gehört, mochte es aber früher ziemlich gern und habe auch nie so ganz verstanden, warum es sich um eines der am wenigsten bekannten und eingespielten größeren Werke Beethovens handelt. Selbst andere "Stiefkinder" wie das Tripelkonzert oder die Chorphantasie scheinen mir mindestens am Plattenmarkt erheblich besser vertreten.

William B.A.

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3

Montag, 13. Januar 2014, 14:40

Da habe ich mich falsch ausgedrückt, lieber Johannes, ich meinte natürlich sein erstes "geistliches" Vokalwerk. Die Kantate auf den Tod Kaiser Josephs II. , hat er ja, wenn ich mich recht entsinne, noch in Bonn als Auftagsarbeit der dortigen "Lese- und Errholungsgesellschaft komponiert.

Liebe Grüße

Willi :)
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Siegfried

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4

Montag, 13. Januar 2014, 19:38

Lieber Willi,

ich habe Beethovens C-Dur-Messe mal während eines Gottesdienstes im Allgäu gehört und war sehr ergriffen.

Welchen der von dir vorgestellten Tonträger bevorzugst du persönlich?
Freundliche Grüße Siegfried

timmiju

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5

Montag, 13. Januar 2014, 19:47


Welche Einspielungen habt ihr in eurer Sammlung, und welche Meinung habt ihr von den hier genannten Einspielungen bzw. von euren Einspielungen? Hörberichte sind auch willkommen.

Lieber Willli, es ist schon so, die C-Dur-Messe steht eben sehr im Schatten der gewichtigen Missa Solemnis. Gäbe es dieses Werk nicht, sehe es sicher anders aus. Ich muss gestehen, dass ich schon sehr viel Beethoven habe, bei Vokalwerken sieht es dagegen schwach aus (die 9. gehört nicht dazu). Was auch daran liegt, dass ich sinfonische Musik bevorzuge. Und da immer wieder Vergleichswerke hören möchte.
Ich habe zwei Ausgaben der C-Dur-Messe:



Bevorzugen würde ich die Wiener Sängerknaben wegen des Chorklanges. Die andere Aufnahme war meine erste mit einem Billig-Label, darauf sind dazu noch zwei Mozart -Arien (Laudate Dominum und Exsultate jubilate). Magdalena Hayossyova ist ja führwahr keine Laufkundschaft. Mir reichen erstmal diese Einspielungen wegen anderer Präferenzen. Vielleicht wäre der von mir geschätzte Günter Wand noch zu überlegen.
Beste Grüße
:hello:
timmiju
Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

William B.A.

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6

Montag, 13. Januar 2014, 23:49

Zitat

Siegfried: Welchen der von dir vorgestellten Tonträger bevorzugst du persönlich?
Ich schwanke noch ein wenig zwischen Carlo Maria Giulini und der zuletzt gehörten Aufnahme von Günter Wand, aber ich tendiere zu letzterem.

@ timmiju: Die Aufnahme von Anton Nanut habe ich auch, muss sie aber nochmal durchhören.

Liebe Grüße

Willi :)
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