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Thomas Sternberg

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  • »Thomas Sternberg« ist männlich

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91

Samstag, 28. Dezember 2013, 05:48

Viele der hier erwähnten Aufnahmen besitze ich (auch die hier oft erwähnte Gesamteinspielung von Ryo Terakado/Boyan Vodenitcharov), und habe viele Aufnahmen dieses Werks oft und viel gehört. Die Gesamteinspielung von Faust/Melnikov eröffnet meiner Meinung nach völlig neue Ansichten auf dieses Werk. Endlich ist Violine & Klavier eine völlig gleichberechtigte Einheit. Die Details die uns Isabelle Faust's stupendes Spiel aufzeigt, hört man staunend, erstmals, einfach atemberaubend (z.B. im Beginn von op.96). Melnikov ist nicht Begleiter, sondern ein gleichwertiger Mitspieler im Duo völlig aufeinander eingestimmter und eingespielter Partner.

Meiner Meinung nach DIE Referenzaufnahme ...

Vollste Zustimmung.

Ich werde mir auf jeden Fall noch die Aufnahmen von Leonidas Kavakos zulegen. Das Können dieses Musikers ist überragend, das Klavier wird zum Mitspieler fast degradiert, es ist aber unglaublich, wie viel Ausdruck Kavakos in sein Spiel legt. Übrigens ersieht man die Dominanz von Kavakos schon auf dem Cover.

Felix Meritis

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Beiträge: 2 208

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92

Samstag, 28. Dezember 2013, 12:26

Ich muss zugeben, dass mir die Violinsonaten Beehovens (außer der 10.) nicht sehr nahe gehen, weshalb ich mich viel zu lang mit der völlig verschleppten Aufnahme von Zukerman/Barenboim zufrieden gegeben habe. Seit Kurzem besitze ich die Aufnahme von Baráti und Würtz und kann sie bedenkenlos empfehlen. Ausgeglichenes, detailreiches Zusammenspiel, flotte Tempi. Der Ton scheint mir, den Soundschnipseln nach zu urteilen, etwas voller als bei Faust zu sein.


Thomas Sternberg

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Beiträge: 735

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93

Sonntag, 29. Dezember 2013, 04:17

Authentizität

Gerade der Klang der GA von Faust/Melnikov macht das subtile Zusammenspiel zwischen den Solisten möglich. Er dient dem Alleinstellungsmerkmal des charakteristischen Klangbildes der Violine ebenso wie dem subtilen Spiel des Klaviers.
Der Klang ist tragender Teil der Originalität der GA und hebt sie gleichzeitig aus der Masse heraus. Außerdem unterstreicht er noch die Besonderheiten der Sonaten im Schaffen Beethoven`s, dieses Leichte, Luftige, Unbeschwerte, was laut Literatur so gar nicht zum Bilde Beethoven`s passen soll.

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 6 820

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94

Sonntag, 29. Dezember 2013, 09:17

Sonaten für Klavier und Violine

Der Threadtitel ist erst einmal falsch! Die Sonaten mit Violine sind von Mozart und Beethoven "für Pianoforte und Violine" geschrieben, was nicht unwichtig ist, sondern etwas über die dominierende Rolle des Klaviers aussagt.

Einzigartig finde ich die Aufnahmen von Clara Haskil und Arthur Grumiaux.



Schöne Grüße
Holger

Glockenton

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  • »Glockenton« ist männlich

Beiträge: 2 003

Registrierungsdatum: 27. Juli 2006

95

Sonntag, 29. Dezember 2013, 10:48

In Konzerten hat man manchmal den Eindruck, dass Teile des Publikums dem Streicher mehr Applaus geben als dem Tastenspieler. Manche können sich wohl leichter auf eine einzige singende, von Natur aus expressivere Einzelstimme konzentrieren, als auf die vielen Tönen eines Klaviers, welches den Eindruck von Gesanglichkeit nur durch Abstraktion und Täuschung erreichen kann (ein Klavier produziert ja in Wirklichkeit nur eine Folge von Akzenten - ein Nachteil, der bei guten Instrumenten und vor allem mit einem Pianisten, der das kantable Spiel beherrscht, wieder ausgeglichen werden kann)
Ich frage mich manchmal, ob Beethoven mit dem von Holger genannten Titel etwas gegensteuern wollte, was die Aufmerksamkeit des Publikums anbetrifft.

In der heutigen öffentlichen Wahrnehmung, etwa der Einspielung Mutters der Sonaten für Violine und Klavier von Brahms, kommt vor allem die Geigerin gut weg. Beim Pianisten fragen sich wohl manche Leute, wie er denn noch hiess, oder wie man den schreibt.
Von der Komposition her ist es dort jedoch so, dass beide Partien sehr gleichberechtigt sind. Es kommt auch vor, dass die Violine das solierende Klavier begleitet. Musikalisch gibt es m.E. ebenfalls keinen Grund für diese ungerechte Wahrnehmung (jetzt bei Mutter/Orkis)
Beide spielen wunderbare Kammermusik. Es könnte hier ja auch ein bisschen am Unterschied der optischen Erscheinung liegen...;-)

Dass die Violine auch einmal das Clavierinstrument begleitet, das gab es schon bei Bach und seinen Sonaten für Violine und Cembalo. Es wechselt sich mit Passagen ab, bei denen das Tasteninstrument die Violine begleitet. Meistens ist es jedoch ein gleichberechtigter Dialog.
Die hier besprochenen Sonaten Beethovens sind für ich in dieser Hinsicht nicht viel anders. Es ist ein gleichberechtigtes kammermusikalisch-dialogisches Musizieren auf Augenhöhe mit wechselnden Rollenverteilungen.
Nicht anders sehe ich es auch für die Sonaten für Cello und Klavier (oder heissen die auch andersherum...;-) ? ) von Beethoven.

Ich besitze nur die Einspielungen des Duos Kremer/Argerich. Vor langer Zeit habe ich dazu einmal die Noten mitgelesen und fand eigentlich auch bei dieser Form des Hörens, dass hier eine sehr schöne und lebendige Beethoveninterpretation zustande kam.
Einen Bedarf für eine weitere Einspielung habe ich da noch nicht empfunden, allerdings habe ich mich auch noch nicht sehr intensiv mit diesen Werken befasst.

Gruss
Glockenton

Thomas Sternberg

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  • »Thomas Sternberg« ist männlich

Beiträge: 735

Registrierungsdatum: 19. Juni 2010

96

Sonntag, 29. Dezember 2013, 17:27

Wunderbarer Beitrag, Glockenton.
Ob ich Musik aber immer in einem solchen fast schon globalen Zusammenhang sehen soll, sei für mich dahin gestellt.
Für mich ist es wichtig, das es Interpretationen gibt, die das technische Vermögen von heute in eine Interpretation von heute einbauen. Ich kann nicht akzeptieren, das eine 0815 Musik herausragend oberflächlich dargestellt wird und so etwas wie eine durchdachte, wohl überlegte Komposition von Beethoven einem Nichts überlassen wird.
Das zu erkennen, was substanziell für den Fortbestand von zukunftsweisenden Interpretationen notwendig ist, ist wichtig für gute Interpretationen in der Zukunft, unabhängig davon, welcher musikalischer Geschmack vorherrscht.
Darin bestärkt mich gerade eine Musik wie die von Faust/Melnikov.

Herzliche Grüße Thomas Sternberg

Thomas Sternberg

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  • »Thomas Sternberg« ist männlich

Beiträge: 735

Registrierungsdatum: 19. Juni 2010

97

Sonntag, 29. Dezember 2013, 17:45

Titelname

Werter Holger,

auch wenn dein Einwurf korrekt sein mag, verlagert sich wohl die Spielwiese der Gewichigkeiten in Richtung der Violine.
Jetzt ist es an dem Hörer, das zu beurteilen. Wenn ich solche Interpretationen von Faust und Kavalkov höre, bin ich dankbar, das die Gewichtung anders liegt.
was würde dem Hörer eine Dominanz des Klaviers bringen?
Eine weitere Darstellung der Dominanz dieses Instrumentes im Klangvolumen?
Ist es nicht von Vorteil, das hier mal ein Instrument dominiert, was sonst nur zur Effekthascherei eingesetzt wird?
Der Violine wird von Seiten Beethoven`s so viel Freiraum eingeräumt, soll man das wirklich bemängeln?

Herzliche Grüße Thomas Sternberg

Thomas Sternberg

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  • »Thomas Sternberg« ist männlich

Beiträge: 735

Registrierungsdatum: 19. Juni 2010

98

Sonntag, 21. September 2014, 12:29

Leonidas Kavakos

Gerade jetzt im Moment höre ich die Sonate F-Dur op.24.
Es ist unglaublich, was Leonidas Kavakos für einen präzisen, sauberen und ausdrucksstarken Ton aus der Violine zaubert.
Dabei nichts Aufdringliches, Überbetontes, Theatralisches.
Warum finde ich keinerlei Hinweise in diesem Forum auf diesen Künstler?
Und ich muss feststellen, das die Reihe in 3sat schon seit zwei Wochen läuft!
Jetzt ist es für mich endgültig Zeit, diesem Forum den Rücken zu kehren.
Auf nimmer wieder sehen, mich braucht auch niemand mehr anschreiben oder sonst was!

WiKau

Schüler

  • »WiKau« ist männlich

Beiträge: 161

Registrierungsdatum: 25. Dezember 2017

99

Donnerstag, 8. Februar 2018, 12:24

Guten Tag,
kennt jemand diese Aufnahme und kann etwas dazu sagen?

https://www.amazon.de/Beethoven-Alexande…a/dp/B00B5EMGLQ
Merci und lG

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