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hyperion70

Anfänger

  • »hyperion70« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 61

Registrierungsdatum: 27. Dezember 2004

1

Montag, 2. Januar 2006, 16:31

Eine Musikkassettensammlung für den Müllcontainer?

hallo,

mir steht eine schwerwiegende Entscheidung bevor: Bald werde ich umziehen und trage mich mit dem Gedanken, mich von meiner Musikkassettensammlung, die ich über ca. 15 Jahre aufgebaut habe, zu trennen, d.h., sie einfach wegzuwerfen.
Ein Grund: sie nimmt viel Platz weg; der zweite Grund: ich brauche sie schlicht und einfach nicht mehr. Ich habe sicher schon seit mehr als 2 Jahren keine Kassette mehr in meinem Player laufen lassen. Das meiste habe ich mittlerweile auf CD's und DVD's. Ausgenommen natürlich viele Konzerte die ich aus dem Radio mitgeschnitten habe.

Wahrscheinlich wirds ein Kompromiss werden: einige besonders tolle Konzerte werde ich noch behalten, den Rest werde ich wohl dem Müllcontainer überantworten (oder gibts irgendwo Interessenten?).

Wenn ich bedenke, was allein die Leerkassetten kosteten - habe natürlich meist recht gute gekauft (Superchrom, Metall), dann die Zeit die ich für Aufnahme, Archivierung u. dgl. verwendet habe. Irgendwie trennt man sich da nicht so leichten Herzens.

War jemand von euch schon mal in der Situation. Wie würdet ihr entscheiden?

Hyperion

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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Registrierungsdatum: 1. Dezember 2004

2

Montag, 2. Januar 2006, 18:04

RE: Eine Musikkassettensammlung für den Müllcontainer?

Hallo Hyperion

Ich empfehle dir, einen Musik-PC einzurichten. Entweder hast du schon einen, der entsprechend ergänzt wird, oder du installierst einen exklusiven Rechner für Musikaufnahmen. Der "Musik-PC" benötigt eine hochwertige Sound-Karte und eine große Festplatte für die Musikdateien (eventuell zus. Platte in bestehendem PC).

Dann kannst du deine Kassetten ohne nennenswerten Verlust auf die Platte überspielen und am PC auch in Zukunft Radio-Aufzeichnungen machen. Ein PC und eine externe Backup-Platte ersetzen locker ein großes Kassetten-Archiv. Die Anforderungen an die restliche Hardware sind sehr gering, da reicht ein älterer PC oder ein neuer, der auf geringe Lautstärke getrimmt ist. salisburgensis macht ähnliches sogar mit einem Notebook.

Ein Tip für den Fall, dass du einen PC hast und darauf keine Musikdaten speichern willst:
Ein zweiter Musik-PC kann mittels Netzwerkkabel mit dem Hauptrechner verbunden werden und vom ersten Rechner aus bedient werden. Man braucht nur eine Monitor-Tastatur-Kombination!


PS: Ich kann deine Gefühle nachvollziehen. Auch ich würde mich nur ungerne von so einer Sammlung trennen. Aber das Überspielen ist wirklich das Beste, was du aus dieser Situation machen kannst. Die Bänder werden nicht besser und vor allem hast du ein echtes Problem, wenn dein Abspielgerät streikt. Ich verwende meinen Sony ESxxx auch nur mehr ganz selten, hoffe aber, dass er einfach nicht kaputt geht und für die seltenen Fälle, wo etwas überspielt werden muß, weiterhin seinen Dienst tut.

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Alfred_Schmidt

Administrator

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3

Montag, 2. Januar 2006, 18:30

Hallo Hyperion,

Meine Entscheidung in einem solchen Fall wäre - succzessive- so erhältlich - jene Aufnahmen die auf CD erhältlich sind nachzuschaffen und DANN Stück für Stück - wegzuwerfen. Nicht früher.

Alternativ könnte ich mir vorstellen, diejenigen Aufnahmen, an denen ich Interesse habe auf CD zu überspielen. Daß auch in diesem Falle teuerste Rohlinge verwendet werden sollten, versteht sich von selbst...

LG

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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4

Montag, 2. Januar 2006, 18:44

Hallo Alfred

Zitat

Alternativ könnte ich mir vorstellen, diejenigen Aufnahmen, an denen ich Interesse habe auf CD zu überspielen. Daß auch in diesem Falle teuerste Rohlinge verwendet werden sollten, versteht sich von selbst...

Ich weiß nicht, das würde bedeuten, eine Steinzeit-Variante durch eine jetzt schon fast veraltete zu ersetzen. Das Überspielen auf CD-Rohlinge hat nur Nachteile gegenüber einer PC-Lösung. Nicht nur, dass die Rohlinge wieder Geld kosten und unnötigen Platz belegen, ist es auch viel einfacher, Daten von einem Rechner auf portable Abspielgeräte zu kopieren. Außerdem ist es mit der Lagerfähigkeit von selbstgebrannten Rohlingen nicht so gut bestellt, die halten vielleicht weniger lange als Bänder!

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Verletto

Schüler

  • »Verletto« ist männlich

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5

Montag, 2. Januar 2006, 21:12

Hallo

Hmmm...dieses Problem hatte ich auch, weniger von Kasetten als von LP's, von denen einige bisher noch nicht (oder nie?) auf CD erschienen sind. Die Lösung mit dem PC hatte ich ausprobiert, aber sie kamen, trotz guter Soundkarte nie so auf meinen PC, wie ich wollte. Also hieß es nachbearbeiten und wer das schon mal gemacht hat, weiß welche Arbeit das für einen, der zwei linke Hände hat, bedeutet.....
Dann kam das Christkindl.... :wacky:
Es bescherte mir einen Yamaha CDR-HD 1500...eine Kombination aus einem CD-Recorder (sogar ein sehr guter) und einer Festplatte. Damit kann man von jeder Audioquelle ohne Qualitätsverlust auf die Platte kopieren. Man kann sie dann, falls man Lust hat, die auf CD's brennen, oder auch auf der Festplatte lassen. Es passen ca 400 Stunden Musik darauf und wenn einem das nicht reicht, so lässt sich die Festpkatte austauschen (Wechselplatte)...nun ja, ich weiß, daß dieses Geräte nicht gerade billig ist, aber einerseits schaut man einem geschenkten Gaul nicht ins Maul, andererseits kann man sich seine Lieblingsmusik beliebig zusammenstellen und dann auf CD brennen. Also ich habe bereits begonnen, meine LP's zu kopieren und bin sehr zufrieden damit, jedenfalls bis jetzt.....

Gruß
Zu viele Musikstücke enden zu lange nach ihrem Ende (Igor Strawinsky)

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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6

Montag, 2. Januar 2006, 21:29

@Theophilius

Das mit der Haltbarkeit von selbstgebrannten CDs habe ich auch schon gehört...
Aber die Festplatte halte ich für eines der unsichersten Medien überhaupt.....

Und die CD an sich - ich halte sie nicht für ein aussterbendes Format -
das ist höchstens ein unerfüllbarer Traum der Plattenbosse....

Immerhin kann man sagen , daß die CD SACD und DVD-A mehr oder weniger gekillt hat. - wenn man der Fachpresse Glauben schenken darf.

Ich wage eine weiter Prognose: Nachfolgende ANDERE Tonträgerformate sind IMO nun erst recht zum Tode verurteilt bevor sie noch geboren wurden. Die Gründe liegen auf der Hand.

LG

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Theophilus

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7

Montag, 2. Januar 2006, 21:46

Hallo

Eine interessante Aussage. Es ist klar, dass man dass System "kennenlernen" muss. D.h. welche maximalen Pegel sind vom Ausgabegerät her zu erwarten und wie stelle ich dazu passend den Aufnahmepegel. Wenn das einmal passend bestimmt ist, sehe ich eigentlich kein weiteres Problem mehr. Das muss aber beim Yamaha auch gemacht werden, es sei denn, er verwendet eine Aufnahme-Automatik. Diese verändert aber mein Eingangssignal schon erheblich und ist daher technisch schlechter.

Das größere Problem beim Yamaha ist aber seine Standardaufzeichnung. Eine Compakt-Cassette in CD-Qualität zu brennen ist pure Platzverschwendung. Ein Komprimierungsverfahren mit ca. 192kb/s verliert gegenüber der Kassette nichts an klanglicher Qualität und reduziert die Daten auf ca. ein Sechstel des normalen CD-Platzes. Eine voll bespielte C90-Kassette würde zwei CDs zur Speicherung benötigen, komprimiert bekomme ich aber vier Bänder auf eine CD, wenn man schon unbedingt eine CD haben will.

Aber ich plädiere dennoch für die Festplatte als Speichermedium, da gebrannte Rohlinge nicht als Langzeitspeicher geeignet sind (nach zwanzig Jahren wird man Probleme haben, sie noch zu lesen).

Generell ist das Überspielen von LPs heikler als das von Cassetten. Darf ich übrigens fragen, welche Soundkarte und welche Aufnahmesoftware du bei deinen Versuchen verwendet hast?

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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8

Montag, 2. Januar 2006, 21:58

Hallo Alfred


Zitat

Das mit der Haltbarkeit von selbstgebrannten CDs habe ich auch schon gehört...

Und dann getraust du es dir, das noch zu empfehlen? ;)


Zitat

Aber die Festplatte halte ich für eines der unsichersten Medien überhaupt.....

Es ist das beste und preisgünstigste Medium. Und bei richtigem Einsatz auch ein sehr sicheres. Es erfordert jedoch einen gewissen Verwaltungsaufwand.


Zitat

Und die CD an sich - ich halte sie nicht für ein aussterbendes Format - ...

Das habe ich nicht behauptet. Aber zum Archivieren schon bestehender Musikbestände ist sie meines Erachtens eine veraltete Lösung. Die Verwaltung der Daten am PC ist wesentlich eleganter als ein weiteres Regal voll von Plastikscheiben, wo man wieder nicht schnell findet, was man sucht...

Ciao

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observator

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9

Dienstag, 3. Januar 2006, 11:10

Zitat

Original von Theophilus
Das größere Problem beim Yamaha ist aber seine Standardaufzeichnung. Eine Compakt-Cassette in CD-Qualität zu brennen ist pure Platzverschwendung. Ein Komprimierungsverfahren mit ca. 192kb/s verliert gegenüber der Kassette nichts an klanglicher Qualität und reduziert die Daten auf ca. ein Sechstel des normalen CD-Platzes. Eine voll bespielte C90-Kassette würde zwei CDs zur Speicherung benötigen, komprimiert bekomme ich aber vier Bänder auf eine CD, wenn man schon unbedingt eine CD haben will.


geschätzter elektronenmeister,
kennst du geräte mit komprimierungsverfahren, für die ich ebenfalls keinen pc brauche?
:hello:
erkenntnis braucht oft lange -selbst für selbsterkenntnis ist es nie zu spät

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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10

Dienstag, 3. Januar 2006, 12:31

Hallo observator

Zitat

geschätzter elektronenmeister,
kennst du geräte mit komprimierungsverfahren, für die ich ebenfalls keinen pc brauche?

Nein, kenne ich nicht. Wobei ich gestehe, dass ich gar nicht danach Ausschau halte. Mein Hammer ist der PC, mit dem ich jeglichen Nagel zu bearbeiten trachte.

Das, was deinem Wunsch am nächsten kommt, ist Holgers Edirol R-1. Das ist ein kleines, tragbares und noch erschwingliches Studiogerät, das auch über Line-In aufnehmen kann und die digitalisierten Daten entweder in Studio-Qualität oder in frei wählbarer MP3-Kompression abspeichert. Die Bedienung ist sicher nicht komplizierter als bei Verlettos Yamaha. Das Medium ist CF-Cards. Die steckt man dann in den PC und brennt die fertigen Dateien auf die CD, wobei natürlich alle Möglichkeiten der Zusammenstellung und Umgruppierung vorhanden sind.

Könnte das Ding auch OGG-Vorbis-Kompression, würde ich es sofort auf meinen Wunschzettel setzen. So wird es wohl noch ein Weilchen dauern, da es noch wichtigere Posten auf der Ausgabensliste gibt....

Der elektronenmeister :hello:

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Verletto

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11

Dienstag, 3. Januar 2006, 16:44

Hallo

Vorweg, ich bin kein, wie schon angedeutet, Freak in dieser Angelegenheit. Aber wie Du gesagt hast, braucht man Zeit, um ein System kennenzulernen, vorerst habe ich mal nach Schema F eine LP ohne viel Studium der Bedienungsanleitung kopiert und war eigentlich überrascht, wie gut das funktionierte. Auch klanglich klang es für mich überzeugend, wenn auch vielleicht Tonfanatiker Unterschiede feststellen mögen - sie sind wahrscheinlich sogar vorhanden. Kasetten habe ich noch nicht probiert, werde es wahrscheinlich auch nicht, denn wie die Kasetten auf den Markt kamen, habe ich diesen Trend nicht mitgemacht und nur einige für Musik im Auto erworben, die es nicht wert sind, archiviert zu werden.
Jedenfalls werde ich mich in der nächsten Zeit näher damit beschäftigen, um noch die Feinheiten, falls vorhanden, noch zu erkunden. Der Anfang war jedoch vielversprechend....
Meine Versuche mit dem PC liegen schon einige Zeit zurück, hatte mehrere Programme in der Try-Version (aus dem Netz gelanden) probiert, ich kann mich noch an zwei erinnern, wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich die Namen noch richtig behalten habe....eines war Media Digitalizer, ein anderes hieß, so glaube ich, Rip Vinyl. Nun ja, entweder gab es Tonschwankungen, oder Nebengeräusche, die ich nicht lokalisieren konnte. Die verwendete Soundkarte, eine Creative Audigy 4 Pro, so denke ich, kann es nicht gewesen sein, denn sie funktioniert sonst zu meiner vollsten Zufriedenheit.
Ich bin mir nicht sicher, ob das Yamaha-System Zukunft hat, aber vorerst eine Möglichkeit, LP's auf CD zu brennen. Wenn es nicht ein Geschenk gewesen wäre, ich hätte es mir nicht gekauft.....vorerst nur wegen dem Preis.

Gruß
Zu viele Musikstücke enden zu lange nach ihrem Ende (Igor Strawinsky)

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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12

Dienstag, 3. Januar 2006, 16:59

Hallo Verletto

Zitat

Nun ja, entweder gab es Tonschwankungen, oder Nebengeräusche, die ich nicht lokalisieren konnte.

Dazu kann ich jetzt aus dem Handgelenk auch nichts sagen. Klingt nicht primär nach einem Problem mit der Soundkarte.
Aber du hast Plattenspieler, Verstärker und PC zusammengehängt. Da stellt sich immer das Problem der Brummschleife, die man gezielt eliminieren muss (gerade Tonabnehmer reagieren oft äußerst empfindlich!). Da ich mich in dieser Richtung noch nicht aktiv betätigt habe, muss ich bis auf Weiteres passen.

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

heinz.gelking

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  • »heinz.gelking« ist männlich

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13

Dienstag, 3. Januar 2006, 23:34

Hallo,

gebe zu Bedenken:

1 gebrannte CD von 50 oder 100 defekt = kleiner Schaden
1 Festplatte defekt = großer Schaden, falls kein Backup gemacht wurde

Wichtige Aufnahmen würde ich einer Festplatte nicht anvertrauen, jedenfalls nicht allein einer Festplatte. Also Backup. Das würde dann aber vermutlich auf CD durchgeführt werden.

Ich persönlich würde - in Annäherung an Alfreds Vorschlag - so vorgehen: Cassetten erst einmal behalten. Immer dann, wenn ich eine hören wollte, das tun, anschließend auf CD verfrachten und (wenn es denn sein muss) die Cassette wegwerfen.

Wegen der Haltbarkeit des Cassettendecks würde ich mir keine Gedanken machen. Geht eins kaputt, gibt es bei 1,2,3 für 20 Euro ein gebrauchtes Anderes.

Cassetten nicht in der Nähe starker Magnete lagern (ein Meter von Lautsprechern entfernt!) und einmal jährlich umspulen.

Freundliche Grüße

Heinz Gelking

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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14

Mittwoch, 4. Januar 2006, 11:33

Hallo Heinz

Zitat

1 Festplatte defekt = großer Schaden, falls kein Backup gemacht wurde

Falsche Betrachtungsweise. Wichtige Daten auf einer Festplatte zu speichern, ist ein Hochseilakt ohne Netz. Es ist ist selbstverständlich, mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Backups (an verschiedenen Orten) zu haben. Alles andere ist Unfug.

Das erste Backup sollte auch auf einer Festplatte sein (Kopie). Damit habe ich beim Ausfall einer Platte überhaupt keine Unterbrechung beim Musikgenuss und ein neues Backup auf eine Ersatzplatte wird über Nacht durchgeführt.

Das zweite Backup kann auch auf klassischen Backup-Medien (z.B. Bänder) erfolgen und dient nur für extreme Notfälle. Voraussetzung: sie sind an einem anderen Ort untergebracht.



Zitat

Wegen der Haltbarkeit des Cassettendecks würde ich mir keine Gedanken machen. Geht eins kaputt, gibt es bei 1,2,3 für 20 Euro ein gebrauchtes Anderes.

Das kommt auf den persönlichen Anspruch an. Wirklich gute Kassettenspieler sind bereits sehr schwer zu bekommen. Man darf nicht vergessen, dass bei Eigenaufnahmen ein Player eine gewisse "Handschrift" besitzt. Auf einem beliebigen anderen Gerät abgespielt ergibt sich eine hörbare klangliche Verschlechterung. Hochwertige Geräte können dies vermeiden.



Hyperion hat sich nicht genau deklariert. Angenommen, es geht um 500 C90-Bänder. Das ergibt unkomprimiert 1000 Rohlinge. Hast du dir überlegt, was das kostet, und wieviel Zeit es benötigt 1000 Rohlinge zu brennen? Und von einer ordentlichen Beschriftung und Dokumentation fange ich gleich gar nicht an. Und in 15 Jahren kannst du die Dinger dann als Frisby-Scheiben oder Untersetzer weiterverwenden, und die ganze Prozedur vorher zur Rettung irgendwie wiederholen.

Diese 500 Bänder würden maximal 75 GB Festplattenspeicher benötigen. Also einmal auf eine 80GB-Platte um 55 Euro überspielen, das Ganze auf zwei weitere kopieren, eine davon außer Haus lagern. Sicherer geht es nicht, und das alles hat nicht einmal 200,-- gekostet und hält ewig!

Wenn du dann irgendetwas abspielen willst, reichen ein Paar Mausklicks und benötigt keine Suche in irgendeinem Regal (im Keller ;) ), wo die 1000 Scheiben untergebracht sind...

Ciao

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heinz.gelking

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15

Mittwoch, 4. Januar 2006, 12:21

Hallo Theophilus,

ja, bei näherer Betrachtung leuchten mir deine Argumente ein. Mir war gar nicht klar, dass 80GB inzwischen so billig (=55 Euro) sind. Da lohnt der Kauf von Brenn-CDs eigentlich wirklich nicht mehr.

Freundliche Grüße

Heinz

Theophilus

Administrator

  • »Theophilus« ist männlich

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16

Mittwoch, 4. Januar 2006, 12:36

:hello:

Ciao

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salisburgensis

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17

Mittwoch, 4. Januar 2006, 13:03

Dass eine Festplatte ewig hält, wage ich doch zu bezweifeln. Trotzdem ist es eine gute Variante zum Archivieren von goßen Datenmenge.



Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

Theophilus

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18

Mittwoch, 4. Januar 2006, 13:20

Zitat

Dass eine Festplatte ewig hält, wage ich doch zu bezweifeln.

Das war natürlich virtuell gemeint. Beim Ausfall einer Platte wird einfach die zweite genommen und wieder eine neue Ersatzplatte mit einer Kopie des Datenbestands bereitgestellt, was zeitlich sehr wenig Aufwand erfordert. Ich habe also ein stabiles System ohne Ablaufdatum.

Demgegenüber die Variante, wo ich einen Stapel Rohlinge vor ihrer Ablaufzeit auf ein neues Medium überspielen muss. Außerdem laufe ich dort Gefahr, dass Ausreißer schon früher unlesbar werden und deren Daten dann wirklich unwiederruflich verloren sind.

Ciao

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allegro_assai

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19

Mittwoch, 4. Januar 2006, 19:13

Archivierung auf Harddisk

Zitat

Dass eine Festplatte ewig hält, wage ich doch zu bezweifeln.


Korrekt - auch Festplatten unterliegen einem Verschleiss und halten nicht ewig. Dies gilt im übrigen auch für Magnetbänder. Auch bei CDs bekommt man hier keinerlei Aussagen über die Haltbarkeit. Wenn die Festplatte klappert oder das System mit File System Checks startet, ist Harddisk Austausch angesagt.

Um Datenverluste zu vermeiden, sollte die Harddisks archiviert werden auf ein oder mehrere andere Harddisk(s) bzw DVDs.

Robert Stuhr

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20

Donnerstag, 5. Januar 2006, 12:21

Ich habe zweimal vor der Situation gestanden. Einmal Mitte der 90er Jahre, als ich mich zum vollständigen Verkauf der LP-Sammlung entschlossen habe. Das zweite Mal im Herbst 2005, als ich vor der Frage stand, alle VHS, Laser- und Videodiscs meiner Filmsammlung auszusortieren.

Es plagt einen immer die Frage, wann man seine geliebten Aufnahmen auf CD oder DVD erhält und wieder in die Sammlung einreihen kann. Ich habe mich jeweils für einen Radikalschnitt entschieden. Alles kam raus, und zwar auf einmal. Es bringt meiner Meinung nach nichts, sie Stück für Stück auszusortieren, einen Teil noch aufzuheben, den anderen nicht. Irgendwann in naher Zukunft sind alle Aufnahmen wieder erhältlich. Ich konnte die entsprechenden Abspielgeräte gleich mit entsorgen und habe jetzt mehr Platz.

Überlegungen, die VHS-Kassetten, LPs, VCDs oder LDs auf Festplatte zu brennen, habe ich auch angestellt. Mir war der technische Aufwand (die Kosten kämen noch hinzu) einfach viel zu hoch. Den Zeitaufwand mußt Du auch noch einkalkulieren! Das lohnt sich aus meiner Sicht nicht.

Und: Natürlich habe ich so mancher Aufnahme nachgetrauert. Aber nicht sehr lange. Etliche gerade aussortierte Filme zB sind inzwischen schon auf DVD erhältlich und wieder in der Sammlung.

Mein Rat daher: Ab damit in die Tonne, und zwar alles und sofort...
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
Zu füßen gottes, wenn
gott füße hat,
zu füßen gottes sitzt
bach,
nicht
der magistrat von leipzig
(Reiner Kunze, Auf eigene Hoffnung, Gedichte)

Engelbert

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21

Donnerstag, 5. Januar 2006, 16:29

Ich hatte mich entschlossen, meine LP-Sammlung zu behalten und eine etwas grössere Wohnung zu nehmen. Mit Brettern vom Baumarkt habe ich die Regale dann selbst gebaut, die bis an die Decke reichen.

Es ist nicht die Musik allein, sondern auch die Texte, die Interpretenfotos und die schönnen großen Titelcover an denen mein Herz hängt. Ich kann doch Frau Moffo und Frau Sutherland nicht einfach auf den Müll werfen. Was würden diese dazu sagen?

Aus dem Antiquariat kaufe ich manchmal noch Sängerporträts dazu, wenn diese nur zwei Euro kosten. Mit der Musik von der LP ist man "am Klang näher dran" als von der CD.

Die DVD hat einen großen Vorteil, trotzdem kommt es nicht sehr oft vor, weil Bild und Ton gleichzeitig zu konsumieren, die volle Konzentration auf das Medium abfordern.

Ich rate jedem, nichts wegzuwerfen, sondern in genormte Umzugskartons packen, die Wohnzimmerwand 50 cm vorzurücken und dahinter zu verstauen. Die Lps sind dann nicht mehr zugänglich, aber noch da.

:angel:

Robert Stuhr

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22

Donnerstag, 5. Januar 2006, 22:13

Nachdem ich feststellen mußte, kaum noch LPs, sondern nur CDs zu hören, bzw. kaum noch VHS oder LDs zu sehen, sondern nur DVDs, fiel mir die Entscheidung auch etwas leichter. Die LPs jahrelang verstauben zu lassen wäre auch nicht mein Ding. Ich konnte sie en bloc an einen Studenten und Klassikliebhaber verkaufen. Billig natürlich, aber dafür in guten Händen.

Der OP hat aber von Kassetten gesprochen (habe ich zuletzt 1978 gehabt =) ). Wie lange können die klanglich mit einer CD mithalten? Wie lange hat er da noch Freude dran?
Ermutigung nach 200 Jahren (auf dem heimweg von einem orgelkonzert)
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Maexl

Profi

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23

Freitag, 6. Januar 2006, 17:45

wegen den defekten Festplatten rate ich ja meistens zu einem hardwarebasierten Raid 0 oder Raid 5 (bei mehr Platz). Netzwerkfestplatten sind im Moment groß in Mode und machen es möglich ohne ständig laufendem Server von jedem Netzwerk PC an seine Daten zu kommen. Festplatten mit 80GB zu kaufen lohnt sich nicht (es sei denn mir möchte jemand meine 2 Raid 0 Platten, dank denen ich gerade schreibe abzukaufen). Festplatten mit 250 GB sind momentan die Preis/Leistungs-Sieger. mit einem Raid sollte es dann auch ausreichen ein Backup (vll. monatlich) außer Haus zu lagern. Ohne Backup würde ich auch keine speicherung sensibler Daten empfehlen, besonders wenn man z.B. kleine Kinder hat, die mal fix auf die Idee kommen die Festplatte zu formatieren oder häufiger ohne Firewall usw. unterwegs zu sein.

  • »Napoleon Dynamite« ist männlich
  • »Napoleon Dynamite« wurde gesperrt

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24

Freitag, 6. Januar 2006, 19:39

Mein Vorschlag wäre: Die CDs wegwerfen, und durch LPs zu ersetzen....
Mind, body & soul

D.Minor

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25

Freitag, 6. Januar 2006, 19:40

geht ja leider nicht 8)
Es gibt kaum etwas Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören

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Registrierungsdatum: 25. Oktober 2005

26

Freitag, 6. Januar 2006, 19:46

Warum denn nicht? Mache ich seit zwei Jahren.
Mind, body & soul

D.Minor

Fortgeschrittener

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Registrierungsdatum: 2. August 2005

27

Freitag, 6. Januar 2006, 20:25

na ja, aber leider gibts keine neuen klassik-aufnahmen auf vinyl, das meinte ich damit
lg
d.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören

Philhellene

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28

Freitag, 6. Januar 2006, 22:20

Als ich in Athen war, fand ich dort in einem CD-Geschäft sogar neu herausgekommene Popalben auf Vinyl...

D.Minor

Fortgeschrittener

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Registrierungsdatum: 2. August 2005

29

Samstag, 7. Januar 2006, 00:18

re: neues auf vinyl

eben das ist das problem - "nur" pop alben, aber keine klassik
lg
d.
Es gibt kaum etwas Schöneres, als dem Schweigen eines Dummkopfes zuzuhören