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Barezzi

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Registrierungsdatum: 1. August 2006

1

Sonntag, 24. Dezember 2006, 16:07

Das Tamino-Forum als Referenz

In der aktuellen Merkmail des Versandhauses 2001 wurde für eine Bruckner-Symphonie-Edition folgendermaßen geworben:

"IN DIESER WOCHE VOR 114 JAHREN KROENTE ANTON BRUCKNER, Sohn einer
oesterreichischen Bauernfamilie, mit der Wiener Aufuehrung der 8.
Sinfonie in c-Moll seine sinfonische Kunst. Gegen alle Widerstaende
setzte er (im 3.Satz) Harfen ein. Bruckner: 'A Harf'n g'hert in ka
Symphonie? I' hab' ma noet onders helf'n koenna!? Heute wird
Bruckners Achte als 'Krone der Musik des 19. Jahrhunderts' (Wikipedia)
gefeiert: 'Nur weil er so tief in die Seele eines Maedels geblickt
hatte, vermochte er solche Musik zu schaffen' (Tamino-Klassikforum)
. [Hervorhebungen meinerseits]
Bei
uns gibt es Saemtliche Sinfonien von Bruckner auf 10 CDs ab 19,99.
http://www.zweitausendeins.de/r.cfm?Nr=3072"

Ein Auszug aus einem Beitrag eines Forenmitglieds ( :hello: Walter.T :D ) wurde hier zur Beschreibung Bruckners Musik zitiert.
Sind Euch mehrere Fälle bekannt, in denen man sich auf unser Forum als Referenz berufen hat?
In diesem Thread kann auch über die Verantwortung geschrieben werden, die dadurch für unser Schreiben resultiert, mögliche Folgen unseres Schaffens sowie andere tangierte Aspekte.

:hello:
Stefan
Viva la libertà!

Norbert

Moderator

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Beiträge: 7 401

Registrierungsdatum: 11. August 2004

2

Sonntag, 24. Dezember 2006, 16:59

Am vergangenen Montag "durfte" ich bei bei meiner Ärztin verweilen. Mir fiel dort die bis dato vollkommen unbekannte Zeitschrift Park Avenue in die Hände.

In der Ausgabe 5/2006 (meine Ärztin ist sparsam und wechselt selten die Zeitschriften ;) ) stand ein Artikel über Simon Rattle und seinen Problemen als Chefdirigent der Berliner Philharmoniker.

In dem Artikel war u.a. sinngemäß zu lesen: "In Klassikforen, insbesondere "Tamino", spricht man offen aus, was sich kaum ein Kritiker traut..." Danach wurden Rattles Nachteile im Vergleich zu Harnoncourt und Boulez aufgeführt.

Ein leichtes Staunen machte sich bei mir breit...
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

Barezzi

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Beiträge: 2 163

Registrierungsdatum: 1. August 2006

3

Sonntag, 24. Dezember 2006, 17:20

Scheinbar sind wir wirklich ein sehr kritisches Forum - die letzten Wochen haben den Ruf sicherlich nicht gemildert :D
Vor diesem Hintergrund auch die Frage, wie bewusst uns das selbst ist und inwiefern uns die Verantwortung aufgrund der öffentlichen Wirkung beeinflusst.
Viva la libertà!

musicophil

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Registrierungsdatum: 19. Februar 2006

4

Sonntag, 24. Dezember 2006, 18:23

Wir haben hier einige sehr polemischen Threads gehabt, und da haben Befürwörter und Gegner einandern "das Maß genommen". :D
Aber es ging nie soweit, das die Hölle ausbrach. Meist wurde ziemlich faktisch diskutiert. Vielleicht ist das der Grund, warum wir beliebeig oft (offenbar) zitiert werden.

Ich denke an HvK, AN, FiDi, ES, usw. Es sind, bemerke ich jetzt, jedenfalls farbenreiche Figuren. :D

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Siegfried

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Beiträge: 4 708

Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

5

Montag, 25. Dezember 2006, 11:07

Wie Recht du hast, Paul!
Konstruktiver Dialog befruchtet. Dabei sollen Kleinkrämerei und persönliche Angriffe keinen Raum finden. So gedeiht ein lebendiges Forum. :hello:
Freundliche Grüße Siegfried

Alfred_Schmidt

Administrator

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Beiträge: 19 099

Registrierungsdatum: 9. August 2004

6

Montag, 25. Dezember 2006, 17:32

Ja natürlich weiß ich, daß TAMINO als Referenz gebraucht wird - ich bin mir dessen - ohne alle falsche Bescheidenheit - durchaus bewusst.

http://www.weikert.com/cms/index.php?DIE_FIRMA:REFERENZEN

Zitat


CD-schnittpunktvokal...
...bei der sowohl Repertoire wie auch Interpretation für mich zu den veröffentlichen highlites des Jahres zählen. Wieder vom verdienstvollen CPO-Label herausgegeben. Die Interpreten sind das Männerquartett "schnittpunktvokal" und weil 3 der der vier singenden Herren Brüder sind, klingen die Stimmen wie der schön gestimmte Principal-Chor einer barocken Orgel. Die Lieder selber sind eher schlicht, aber niemals banal.
Diese CD war für jemanden wie mich, der meint, gerade im chor-vokalen Bereich sehr viel zu kennen, eine echte Überraschung.
Hier also 5***** Sterne für Werke, Aufnahmetechnik und Interpretation eines ausserhalb Oesterreichs sicher kaum bekannten Werkbestandes.
Rezensent des [tamino-klassikforums]


oder:

die Websiter der Pianistin Ulrike Schaper

http://www.pianoemotions.eu/presse.html

Zitat


Tamino Klassikforum

Ulrike Schaper ... eine Romantikerin an den Tasten ... Einstiegs-CD gefällt außerordentlich ...

Schwarzwälder Bote
CD zum Träumen und Verweilen ... Ulrike Schapers Kompositionen fesseln mit balladenhafter Erzählkunst

Tonkünstlerforum und Neue Musikzeitung,

Autor Dr.Patrick Tröster Den meisten im Verband dürfte Ulrike Schaper, Klavierpädagogin und Pianistin in Hechingen, als Regionalvorsitzende bekannt sein. Jetzt tritt sie mit ihrer ersten CD ins Licht der Öffentlichkeit, auf der sie Schumanns "Kinderszenen" op. 15 sowie einige Klavierstücke aus op. 115, 117 und 118 von Johannes Brahms eingespielt hat.
Doch "lisztig", mutig und selbstbewusst beginnt sie mit vier Eigenkompositionen, die sich aus Improvisationen entwickelten und die stark von der Romantik beeinflusst sind. Liszt, Brahms, Schumann sind hier unverkennbar die Leitbilder, doch weitet die Pianistin sie harmonisch auf, experimentiert polymetrisch-bartókial mit Motivmelodien, über Ganztonleitern oder schmissig-düsteren Klangkaskaden. Mit Schapers Interpretation der "Kinderszenen" fühlt man sich wahrhaftig als Kind an einen Kamin rückversetzt und lauscht den eigenen Erinnerungen nach: innig, pastellfarbig, verträumt und gedankenverloren. Die Klavierstücke des fantasiebegabten Improvisators Brahms rücken dagegen in ein anderes Licht. Hier wird die Nähe zum Klang, die Wirklichkeit der musikalischen Gedanken, das Erfassenwollen der verklingenden Tonwelt gesucht, verbunden mit dem Spagat, die Transzendenz der Notenwelt als Klangbilder zu begreifen. ...



oder:

http://www.festspielhaus.de/upload/files/1159347962.pdf


Zitat


Über Sängerinnen und Sänger wird in Gesprächsforen im Internet von Klassikliebhabern intensiv
diskutiert. Auf der Seite http://www.tamino-klassikforum.at gibt es zum Beispiel einen
ausführlichen Gesprächskreis zu Flórez. Man findet hier interessante und persönliche Berichte
über Livekonzertbesuche, Einschätzungen der weiteren Karriere von Flórez und Vergleiche
mit anderen berühmten Sängern.


Die nächste Seite zitiert als Positivbeispiel aus dem Tamino-Opernführer - daß es sich um einen Beitrag von mir persönlich handelt schmeichelt mir natürlich.....

http://www.dasganzewerk.de/ndr_kultur/20…t-van-dam.shtml

Soweit ein kurzer Auszug.



mfg
aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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Registrierungsdatum: 12. August 2005

7

Dienstag, 26. Dezember 2006, 11:12

RE: Das Tamino-Forum als Referenz

Zitat

Original von Barezzi
In der aktuellen Merkmail des Versandhauses 2001 wurde für eine Bruckner-Symphonie-Edition folgendermaßen geworben:

"IN DIESER WOCHE VOR 114 JAHREN KROENTE ANTON BRUCKNER, Sohn einer
oesterreichischen Bauernfamilie, mit der Wiener Aufuehrung der 8.
Sinfonie in c-Moll seine sinfonische Kunst. Gegen alle Widerstaende
setzte er (im 3.Satz) Harfen ein. Bruckner: 'A Harf'n g'hert in ka
Symphonie? I' hab' ma noet onders helf'n koenna!? Heute wird
Bruckners Achte als 'Krone der Musik des 19. Jahrhunderts' (Wikipedia)
gefeiert: 'Nur weil er so tief in die Seele eines Maedels geblickt
hatte, vermochte er solche Musik zu schaffen' (Tamino-Klassikforum)
. [Hervorhebungen meinerseits]
Bei
uns gibt es Saemtliche Sinfonien von Bruckner auf 10 CDs ab 19,99.
http://www.zweitausendeins.de/r.cfm?Nr=3072"


Von Zweitausendeins entsprechend zitiert zu werden, halte ich für ein zweifelhaftes Lob. :wacky: Zum einen haben die tatsächlich schonmal eine Käseblatt wie den "Gießener Anzeiger" ähnlich als Referenz genannt, zum anderen haben und hatten sie auch immer genügend Autoritäten für den hanebüchenen Esoterikquatsch (Kornkreise, Reich, Sheldrake, usw. :rolleyes: ), der zum Glück inzwischen weitgehend aus dem Merkheft verschwunden ist. :D
Im selben Satz wie ein Allgemeinplatz aus Wikipedia angeführt zu werden, leider ebenfalls.... (die Harfen kommen übrigens prominent schon im Trio des 2. Satzes vor)
Dennoch gewiß ein schönes Zeichen der Verbreitung und Anerkennung des Forums.
(Ich will wirklich nichts schlechtreden; aber Internetquellen werden u.a. schlicht deswegen häufig zitiert, weil sie schnell zugänglich und billig (d.h. gratis) sind. Ich selbst hatte schonmal eine Anfrage, ob ein kleiner Text von mir für ein Programmheft verwendet werden dürfte. Natürlich fühlt man sich kurz gebauchpinselt. Aber dann sieht man ein, dass der Chorleiter nur zu faul gewesen sein muß, selbst was zu schreiben (so was wie diesen Text hätte er auch an einem Abend hingekriegt) oder ggf. zu zahlen....)

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

musicophil

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8

Dienstag, 26. Dezember 2006, 11:34

RE: Das Tamino-Forum als Referenz

Zitat

Original von Johannes Roehl
Ich will wirklich nichts schlechtreden; aber Internetquellen werden u.a. schlicht deswegen häufig zitiert, weil sie schnell zugänglich und billig (d.h. gratis) sind. Ich selbst hatte schonmal eine Anfrage, ob ein kleiner Text von mir für ein Programmheft verwendet werden dürfte. Natürlich fühlt man sich kurz gebauchpinselt. Aber dann sieht man ein, dass der Chorleiter nur zu faul gewesen sein muß, selbst was zu schreiben (so was wie diesen Text hätte er auch an einem Abend hingekriegt) oder ggf. zu zahlen....

Hallo Johannes,

Übersehst Du nicht eine Möglichkeit? Es könnte sein, daß das benützen von Zitaten nichts mehr und weniger ist als Werbung für das eigene Produkt. Also in diesem Fall des Chorleiters.
Dann ist er vielleicht nicht faul, sondern versucht stattdessen klar zu machen, wie "man" über jene Werke urteilt.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Alfred_Schmidt

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9

Dienstag, 26. Dezember 2006, 21:28

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, es zu deuten, wenn man als Referenz zitiert wird.

Und nicht alle Deutungen sind richtig. Daher nur einige kurze Gedanken zu diesem Thema:

Zitat

Ich selbst hatte schonmal eine Anfrage, ob ein kleiner Text von mir für ein Programmheft verwendet werden dürfte. Natürlich fühlt man sich kurz gebauchpinselt. Aber dann sieht man ein, dass der Chorleiter nur zu faul gewesen sein muß, selbst was zu schreiben (so was wie diesen Text hätte er auch an einem Abend hingekriegt) oder ggf. zu zahlen....)


So sehe ich das nicht:
Ein hervorragender Chorleiter muß noch lange kein Meister der Feder sein ....
da nimmt man was "professionelles" bzw "geht auf Nummer Sicher"

Was hat denn Otto Normalverbraucher dereinst zu Weihnachten verschenkt, wenn er keine Ahnung von klassischer Musik hattehatte, aber doch was "Erstklassiges" verschenken wollte ?
Bingo !! Eine CD von Karajan - was sonst - da konnte doch gar nichts schief gehen.

Genau aus diesem Grund werden Kritiken von diversen bekannten Fachzeitschriften - aber auch von Tamino als Referenz angeboten....

Ein bisserl stolz können wir da schon drauf sein....

mfg

aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

C.Huth

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10

Dienstag, 26. Dezember 2006, 21:33

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Was hat denn Otto Normalverbraucher dereinst zu Weihnachten verschenkt, wenn er keine Ahnung von klassischer Musik hattehatte, aber doch was "Erstklassiges" verschenken wollte ?
Bingo !! Eine CD von Karajan - was sonst - da konnte doch gar nichts schief gehen.


Ohne den Stolz nehmen zu wollen, lieber Alfred,

so sehe ich das doch eher wie Johannes, ebenfalls auch aus eigener Erfahrung: Zweifelsfrei hat dein musikalischer Laie namens "Otto Normalverbraucher" auch mit einer Karajan-Aufnahme häufig danebengelegen, ebensowenig kann kaum jemand hier im Tamino für sich beanspruchen, seine Texte stammten aus "professioneller" Feder....Meines Erachtens wäre das nicht nur Selbstüberschätzung, sondern auch Missverständnis dieses Forums (und damit will ich niemanden, der sich auf einem bestimmten Gebiet sehr gut auskennt, blamieren, nur: Profis, das sind wir eben alle (fast) doch nicht)...

Beste Grüsse,

C.
Die wirkliche Basis eines schöpferischen Werks ist Experimentieren - kühnes Experimentieren! (Edgar Varèse)

musicophil

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11

Dienstag, 26. Dezember 2006, 21:41

Zitat

Original von musicophil



Und dann Helmut Lotti. Eine Geschichte an sich. Ich hatte CD 2003 an einem Freund geschenkt. Als sein Vater bei ihm war, und jene CD hörte; das Stille Nacht und danach das Panis Angelicus, so erzählte mein Freund mir, fing er an still zu weinen.
Ich machte von meiner CD einen Kassettenband für seinen Vater. Und der Vater war so überglücklich damit, der wollte mich danken. Er hatte je von Helmut Lotti gehört, der fürs Fernsehen immer klassische Dinge sang. Und da hatte der Lotti eine Weihnachts-CD eingesungen. Die wurde mir also geschenkt. :O ;(
Laß ich mal sagen: es gibt Leute, die singen viel schlechter. :D

Hallo Claus,

Ich kann Alfreds Beispiel sogar mit diesem Zitat verdeutlichen.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

C.Huth

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12

Dienstag, 26. Dezember 2006, 21:54

Lieber Paul,

verstehe ich Dich recht: Helmut Lotti ist die zukünftige Idealbesetzung für jeden Tamino, weit vor Wunderlich, Blochwitz und wer da noch so in Frage käme?

Ich glaube, das verstehe ich doch falsch ;) Der Punkt ist doch der: Aus der Sicht von "Otto Normalbürger" (wer auch immer das ist, ich definiere ihn mal in diesem Zusammenhang als jemanden, der bis dato wenig bis gar nicht mit klassischer Musik gleich weöcher Ausprägung in Berührung kam) mag Hemut Lottis Gesang zu Tränen rühren, sicher. Dagegen nichts. Auch nichts dagegen, wenn jeman Karajans brucknerisierte "Sinfonie fantastique als das Maß aller Dinge betrachtet, diese Sinfonie betreffend. Bloß: Ich würde höchst ungern in welchem Zusammenhang auch immer damit zitiert werden, das sei so. Denn ich bin der festen Überzeugung: So wie Lotti besser die Finger von manchem Tenorschlager lassen sollte (ungeachtet aller Tränen, die irgendwer vergießt, was vergösse er, wen Florez oder Blochwitz sänge??), so sollte man auch vorsichtig damit sein, dieses Forum als "professionell" zu betrachten (und Karajan als kompetenten Dirigenten der "Sinfonie fantastique"). Denn das, ich bitte um Vergebung, sind wir schlichtweg nicht, und wollen es eigentlich, so glaube ich, auch nicht sein.

Oder?

Besste Grüsse,

C.
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musicophil

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13

Dienstag, 26. Dezember 2006, 22:10

Lieber Claus,

Ich habe nicht behauptet, daß wir "Profis" sein. Höchstens könnte mann etwas munkeln von Blinden und Einauge.
Nein, es ging mir nur darum Alfreds Behauptung zu unterstützen: derjenige, der keine Ahnung von klassischer Musik hat, kauft irgendwas. Das gekaufte ist ihm vage bekannt, denn berühmt. Ungeachtet die Qualität.
Und so bekam ich jene Lotti-CD geschenkt.

Und vielleicht, wenn ich Dir jetzt etwas ahnungslos schenken wollte, bekämst Du heute was von Rieu.
Denn der ist heute beim Publikum bekannt als der Fiedler mit klassischer Musik.

Habe ich mich so klarer ausgedrückt?

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

C.Huth

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14

Dienstag, 26. Dezember 2006, 22:22

Lieber Paul,

ja, so verstehen wir uns ;) Wer keine Ahnung hat, kauft eben irgendwas. Hauptsache, der Name ist irgendwo schon mal erschienen. Dann ist es egal, ob Lotti oder Florez draufsteht.

Nur: Das sollte in unserer Diskussion hier eigentlich keine Rolle spielen. Lotti ist sicher kein klassischer Sänger. Er wird auch nicht dazu, wenn mir jemand eine CD von ihm schenkt....und ganz ehrlich: Wenn Du mir heute etwas schenken würdest: Ich würde doch auf Haydns Volksliedbearbeitungen hoffen ;) So wie Du, schenkte ich Dir etwas, vielleicht auf jene von Britten hoffen könntest...Hoffe ich jedenfalls ;)

Liebe Grüße,

C.
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Klawirr

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15

Donnerstag, 26. Juli 2007, 13:44

Tamino-Klassikforum als Referenz in Spiegel-Online

In einem Spiegel-Online Artikel über Carlos Kleiber (Autor des Artikels: Stefan Osterhaus) liest man heute:

Zitat

Was ist geblieben von Kleiber außer den paar Platten? Der Ruf als enigmatischer Wundermann mit maliziösen Zügen, der einen Konzertsaal buchstäblich zum Glühen bringen konnte? Sicher. Die echten Enthusiasten, wenn auch zahlenmäßig überschaubar, preisen Werk und Wirken: Bei einer Abstimmung des "tamono-klassikforums" [sic!], dessen Exegeten Scherzi und Tempi mit ähnlicher Hingabe diskutieren wie die Fußballgemeinde die Bundes-Torwart-Frage, rauschte Kleibers "Don Carlos" trotz seines quasi nicht vorhandenen Repertoires vor Bernstein, Furtwängler & Co. als Sieger ins Ziel.


Hier der [URL=http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,495249,00.html]Link[/URL] .

Herzlichst,
Medard

p.s.: jetzt sehe ich, daß GieselherHH im Thread Das Tamino-Forum in der Presse schneller war. Vielleicht könnte man meinen Beitrag hier dann löschen.

Elisabeth

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Beiträge: 3 393

Registrierungsdatum: 5. Oktober 2010

16

Samstag, 24. Mai 2008, 19:36

Hallo zusammen,


im Thread "Rund um die Bayerische Staatoper" des oberfränkischen Forums findet sich dieses posting von gesten abend:


Zitat

Im Tamino-Forum gibt es eine sehr lesenswerte Bassariden-Rezension ...

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ulisse: Gestern, 23:06.



"Tamino-Forum" ist als link auf Bernds Beitrag formatiert....


LG Elisabeth