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Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 86.

Mittwoch, 20. Februar 2013, 22:42

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Ich habe genug - Betrachtungen eines Sammlers

Ich befürchte jeden Monat wieder aufs Neue, dass meine Sammlerleidenschaft (Orchestermusik, namentlich Sinfonie, Condertante und Ouvertüre 1730 bis 1847) schlicht durch das Nachlassen des Stromes an Neuaufnahmen beendet wird. Aber dann entdeckt man auf einmal brasilianische CDs mit Werken eines Garcia und, noch besser, einer Ouvertüre und der zweiten Sinfonie von Neukomm. Zwei Wochen später wird man der maltesischen Sinfonik gewahr. Vor drei Tagen erst entdeckte ich einen alten jugoslawischen To...

Mittwoch, 20. Februar 2013, 22:10

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Ist der Verbleib im Nischenrepertoire ein unabwendbares Schicksal?

Als bekannteste Beispiele fallen mir hier die sogenannte "Jenaer Sinfonie" von Witt (att. Beethoven) und Mozart KV 297b ein. Und nicht zu vergessen der recht freimütige Umgang des ansonsten hochzuverehrenden und leider verstorbenen Herrn Klöckers mit der Zuweisung von Entdeckungen an bekannte Komponisten, wie etwa seine CD mit Concertanten Sinfonien für Klarinetten die er in Toto und mit recht fragwürdiger Beweisführung Josef Haydn zusprach. Und dies lässt sich auch auf andere Kunstrichtungen an...

Mittwoch, 20. Februar 2013, 21:56

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Klassik-Archive endlich öffnen

Es mag schon richtig sein, dass nicht alles, was in den Archiven schlummert Gold ist. Aber, mit Verlaub, auch längst nicht alles was an Raritäten von bekannten Komponisten veröffentlicht wurde hält ansatzweise, was der große Name versprechen mag. Aber ich möchte mich an dieser Stelle einfach als Anwalt der "kleinen" Komponisten aufschwingen: Sie verdienen wenigstens gehört zu werden. Wenn etwas wegen möglicherweise mangelnder Qualität kaum gekauft werden wird, dann ist es doch kein Beinbruch die...

Montag, 18. Februar 2013, 22:09

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Klassik-Archive endlich öffnen

Rätselhaft bleibt, warum die großen Rundfunkanstalten sich nicht einmal aufraffen können ihre Schätze in den Archiven nach Unveröffentlichtem zu sichten und diese auch zu veröffentlichen. Es kann doch weder im Interesse der Künstler noch des Hörers sein ein Stück lieber zu löschen als es dauerhaft einem wenn auch ausgesuchten Publikum vorzuenthalten. Kann man mit den Rechteinhabern nicht ein Übereinkommen finden? Genau so alte Tonbänder oder Vinylschallplatten, welche vergessen und seit Jahrzehn...

Montag, 18. Februar 2013, 21:47

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Ist der Verbleib im Nischenrepertoire ein unabwendbares Schicksal?

Und Rufinatscha. Der Mann der Brahms vor Brahms war. Also für meinen Geschmack schimmert aus dem ganzen Thread etwas zu viel Resignation durch. Obwohl es stimmt, dass auch in der Klassik wie überall heutzutage Stars dem Publikum präsentiert werden in der Hoffnung den ganzen Bereich am Leben erhalten zu können. Mit dem Resultat, dass man jedem Laien (und, erstaunlich genug, auch genügend Fachleuten) irgendein Werk des 18. Jhd. als unbekannten Mozart vorsetzen kann und schon fliegt alles reihenwei...

Montag, 18. Februar 2013, 09:09

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Ist der Verbleib im Nischenrepertoire ein unabwendbares Schicksal?

Ein unüberbrückbares Schicksal ist es sicher nicht. Ich sehe jedes Mal mit erstaunen, auf wie viel Gegenliebe die Werke (gerade die sinfonischen) der sogenannten "Kleinmeister" bei einem unvorbereiteten Konzertpublikum stoßen. Zum Beispiel bei den Rosetti-Tagen im Nördlinger Ries erhalten die Werke Rosettis, Massoneaus, Witts etc. nicht weniger Applaus als die eines Haydn oder Mozart. Und dies gilt auch für andere Konzertreihen. Mit etwas mehr Wagemut seitens der Veranstalter könnte hier so manc...

Mittwoch, 30. Januar 2013, 22:26

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Die Sinfonien Johann Baptist Vanhals

Guten Abend, Mittlerweile sind doch einige Jahre ins Land geflosssen und im Land der aufgehenden Sonne war man nicht untätig was die Komplettierung des sinfonischen Werkes von Vanhal (und übrigens auch Zeitgenossen wie Gassmann und Ordonez) anbegeht. Die Haydn Sinfonietta Tokyo hat zu einer wirklich erfreulichen Spielstärke gefunden und uns einige weitere Ersteinspielung Vanhals beschert: Sturm und Drang Sinfonies Vol. VII mit A3 und A5 Sturm und Drang Sinfonies Vol. VIII mit G8 und C9 Sturm und...

Samstag, 6. Dezember 2008, 09:00

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Die wichtigsten Komponistinnen

Zitat Original von Alfred_Schmidt Die Wahrheit ist doch - es wurde elegant angedeuetet, aber nicht explizit ausgesprochen - daß eigentlich kein einziges Wark einer Frau je im Bewusstsein der "allgemeinen Klassikwelt" verankert war, bzw ist. Naja, aber man muss auch fragen, warum das so ist. Wohl kaum weil Frauen minder talentiert als ihre männlichen Kollegen sind, eher weil sie in der damaligen Gesellschaft kaum eine Chance hatten, sich Anerkennung zu verschaffen. Ich gehe davon aus, dass sie u...

Samstag, 6. Dezember 2008, 08:50

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Die wichtigsten Komponisten des 18. Jahrhunderts

Es erstaunt mich, dass zwei der wichtigsten Sinfoniker des 18 Jhds. nicht erwähnt worden sind (oder ich habs überlesen): Franz Ignaz Beck (meines erachtens der wichtigste ernste Sinfoniker zu einer Zeit, als man sich oft in galanten Belanglosigkeiten ergab - sprich zwischen 1757 und 1766, in dieser Zeit entstanden seine sinfonischen Werke) und Pieter van Maldere (wäre er nicht so früh verstorben hätter er den Meistern aus der Mannheimer und Wiener Ecke Konkurrenz gemacht - ein großartiger Sinfon...

Samstag, 6. Dezember 2008, 08:41

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Die Sinfonien Johann Baptist Vanhals

Leiber Alfred, Wahrlich, Wagenseil hat wirklich einen eigenen Thread verdient. Jedoch sehe ich ihn eher als Vorklassiker, da er seine letzten Sinfonien schrieb als Vanhal, Haydn etc. gerade losgelegt haben. Deswegen tu ich mich auch schwer damit ihn dem Sturm und Drang zuzuordnen (jedoch als Wegbereiter desselben: Sehr gerne!). Ärgerlich in diesem Zusammenhang war, dass die jüngste cpo CD von Wagenseil mit Goritzki exakt dieselben Sinfonien wie die mit Tamas Pal enthielt. Die Mühe, neues Materia...

Donnerstag, 4. Dezember 2008, 19:43

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Die Sinfonien Johann Baptist Vanhals

Die Sinfonien Johann Baptist Vanhals Teil I: 1760-62 Es ist immer bedauerlich, wenn der Schatten von überragenden Komponisten den nur wenig geringeren Anteil der „zweitbesten“ Gruppe von Tonsetzern verdunkelt und zu einer Randgröße für Kenner alleine macht. Abschnittsweise tritt ein solcher Komponist mal aus dem Schatten für einen Moment heraus, wenn durch den unermüdlichen Einsatz von Interessierten dessen Vermächtnis zu Tage gefördert wird, doch reicht dies bei weitem noch nicht aus, um selbig...

Donnerstag, 4. Dezember 2008, 19:39

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Komponistsein - eine Männerdomäne?

Sehr schöner Thread! Wer sich ein wenig über das Leben weiblicher Komponistinnen informieren will kann zum Buch "Komponistinnen vom Mittelalter bis zur Gegenwart" von Eva Weissweiler erschienen bei dtv greifen, ebnso zu einem gleichnahmigen Buch aus dem Insel - Verlag (welches ich grad nicht finde - Mist!). Auch Charles Burney hat in seiner musikalische Reise etwas über Marianna Martinez geschrieben, eine wirklich emanziperte Frau, die, was das erstaunliche ist, auch als völlig den Männer gleich...

Freitag, 29. August 2008, 12:21

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Andreas Romberg (1767-1821)

Von Andreas Romberg erschien im Wolkenklang Verlag in den letzten Jahren eine ganze Serie mit CDs die sich ausschließlich seinem Werk widmet. Sieben CDs sind's bis jetzt insgesamt, darunter Vokalwerke, Ouvertüren und seine dritte Sinfonie.

Dienstag, 15. Juli 2008, 12:41

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Anton Eberl (1765-1807) - Beethovens Wiener Rivale

Auf Koch Schwann erschien auch ein Klavierkonzert von Anton Eberl. Laut Booklet der Concerto Köln CD soll er auch in seiner russischen Zeit Sinfonien geschrieben haben. Es wäre ein sehr interessanter Fund für die Entwicklung der Sinfonie, diese mal aufzuspüren. Eberls Klavierkonzerte wurden von der Kölner Akademie vor kurzem eingespielt.

Freitag, 27. Juni 2008, 19:53

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

RE: Wer kennt den schon ? - Ferdinand Ries - ein Beethoven Epigone

Ries hat es geschafft, mich als Sinfoniker manchmal mehr zu beeindrucken als Beethoven. Vielleicht liegt es daran, dass die Sinfonien von Ries unverbrauchter als die Beethovens wirken und tatsächlich auch mögliche Spielweisen von Beethovens Stil anbieten, die man so erhofft aber nicht erwartet hätte. Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass Ries tatsächlich einer der größten Sinfoniker des beginnenden 19. Jhds war und die Sinfonie No. 6 von ihm zum Beispiel (und die anderen könnte ich auch gleic...

Freitag, 27. Juni 2008, 19:36

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Haydn, Joseph: Sinfonie Nr. 102 B-dur

Die 102. ist die für mich ungewöhnlichste und gerade in den langsamen Abschnitten auch nachdenklichste seiner Londoner Sinfonien. Vielleicht auch die fortschrittlichste. Gerade für Quereinsteiger, die nur die "Namenssinfonien" der Londoner kenne dürfte sie eine (wie ich tark hoffe: positvie!) Überraschung sein.

Freitag, 27. Juni 2008, 19:31

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Wer komponierte die besseren Sinfonien – Haydn oder Mozart?

Ich persönlich glaube, dass es auf die Anfangsfrage des Threads wirklich keine Antwort geben kann. Wahrscheinlich spricht jeder für sich einen bestimmten Typ Musikus an. Ich jedenfalls kam, obwohl in meiner Kindheit von beiden beständig die Sinfonien in unserer Wohnung erklangen über den Weg Haydn (und zwar über die "Londoner") zur klassischen Sinfonik. Und dann habe ich einen ganzen lieben Sommer dafür gearbeitet um die Dorati Einspielungen auf LP (respektive alle drei Bände des Hoboken Verzeic...

Samstag, 7. Juni 2008, 13:10

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

RE: Haydn, Joseph: Sinfonie Nr. 1 in D-dur

Ich möchte auch die Aufnahmen von Haydns pre-Pariser Sinfonien empfehlen welche Ch. Hogwood mit der Academy of Ancient Music eingespielt hat. Sehr schön, wenn auch manchmal sehr lang (jedes Wiederholungszeichen wurde befolgt) und manchmal auch vom Tempo her ungewohnt, wenn man die Dorati Aufnahmen im Gehör hat (z.B. No. 26). Die No. 1 ist jedoch gelungen. Zum Vergleich mit seinen Zeitgenossen kann man sich ja mal die Sinfonien Vanhals, M. Haydns, L. Hofmanns, Ordonez etc. anhören, Um zu hören, w...

Freitag, 9. Mai 2008, 20:52

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

Haydn, Joseph: Sinfonie Nr.88 G-dur

Ja, die Nummer 88 zählt auch zu meinen Favoriten, u.a. auch da Haydn hier zum ersten mal die Pauken sehr Gewinn bringend in einem langsamen Satz einsetzt (wie ja dann fast regelmäßig) und damit zu seiner Zeit weitestgehend alleine dasteht (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Ein weiterer Grund ist das wirklich außergewöhnliche Trio. Auch hier ist wie öfters bei Haydn seine Freude an Experimenten zu bewundern, bei der er häufig in Trios nach ungewöhnlichen musikalischen Effekten suchte. Die Stelle ...

Dienstag, 29. April 2008, 15:22

Forenbeitrag von: »Helge Faller«

RE: Mozart und seine Zeitgenossen: PLEYEL, Ignaz Joseph [1757-1831]

Zitat Original von Ulli wie andernorts von mir bereits erwähnt, lassen mich Pleyels Sinfonien ebenfalls absolut kalt - langweilig, öde, schnöde, blöde... Also ich weiß nicht. Ich höre mir grad sehr geballt sämtliche Sinfonien von Pleyel, die ich habe (21 Stück, zwei kommen die Woche noch, zwei sind noch im Erscheinen begriffen), an und kann mich einem derart einhelligen negativen Urteil nicht anschließen. Einerseits hört man durchaus Haydn immer wieder heraus, aber Pleyel zählt in den 1780er un...