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Gestern, 17:12

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Ring-Inszenierung in Minden

Nach all den Jubelmeldungen sollte man doch einmal kritisch hinterfragen, inwieweit mit einer reduzierten Orchestergröße, wie sie in Minden stattgefunden haben wird, ein solches "Jahrhunderterlebnis" erzielt werden konnte, das sämtliche Wagner-Aufführungen der letzten Jahrzehnte an den großen Häusern in den Schatten zu stellen scheint. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen eines orchestral verkleinerten "Rings" im Theater an der Wien, der auch mit Kunstgriffen schön geschrieben wurde, im tatsächl...

Montag, 17. September 2018, 18:25

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Franz Liszt: Sinfonische Dichtung Nr 1 - Bergsinfonie S96

Zitat von »musikwanderer« Die Interpretation wird, wie alle anderen Sinfonischen Dichtungen in dieser Brilliant-Box, vom Sinfonieorchester Budapest unter Árpád Joó ausgeführt. Da sie weiter nicht besprochen werden, außer von William, gehe ich mal davon aus, dass sie den übrigen Einspielungen nicht das Wasser reichen kann. Lieber musikwanderer, dass die Gesamtaufnahme der Liszt'schen Tondichtungen mit dem Budapest Symphony Orchestra unter Árpád Joó zumindest in diesem Forum nicht unbedingt den b...

Montag, 17. September 2018, 12:32

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Jaroslav Krombholc

Jaroslav Krombholc, geboren am 30. Jänner 1918 in Prag (damals noch Österreich-Ungarn), gestorben am 16. Juli 1983 ebendort, war ein tschechischer Dirigent. Er entstammte einer musikalischen Familie und nahm bereits als Schüler 1934/35 Unterricht beim Komponisten und Dirigenten Otakar Ostrčil. Anschließend studierte er zwischen 1937 und 1940 am Prager Konservatorium und nahm danach Unterricht bei Václav Talich, seinerzeitigem Chefdirigenten der Tschechischen Philharmonie. Ferner studierte er De...

Sonntag, 16. September 2018, 20:11

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Roberto Benzi

Lieber Rheingold, es scheint tatsächlich so zu sein, dass Roberto Benzi in den letzten Jahrzehnten allmählich in Vergessenheit geriet. Dabei waren seine Anfänge ja so vielversprechend. Ähnlich wie Lorin Maazel wurde er eine Art "Wunderkind-Dirigent". Ab Anfang der 60er Jahre hat er für Philips etliche Werke mit dem Orchestre Lamoureux, dem Orchestre du Théâtre national de l'Opéra und dem London Symphony Orchestra eingespielt: "Les Préludes" und die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 von Liszt (1960), Ou...

Sonntag, 16. September 2018, 19:09

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Franz Liszt: Dante-Symphonie

Zitat von »musikwanderer« die Leitung hatte Hartmut Haenchen, und er dirigiert den leise verklingenden Schluss Soweit ich das überblicke, handhaben das beinahe alle Dirigenten in den relativ wenig verfügbaren Aufnahmen so. Lediglich López-Cobos fügt den effektvolleren zweiten Schluss als Zusatztrack hinzu. So überzeugend der ruhige Schluss auch ist: Es wäre wahrlich kein großes Problem, den etwa einminütigen zweiten Schluss als Bonus anzuhängen. Man könnte sich dann als Hörer ja entscheiden, ob...

Sonntag, 16. September 2018, 18:03

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Franz Liszt: Faust-Symphonie

Soeben endete die Aufnahme von Martin Haselböck mit dem Orchester Wiener Akademie (Alpha/Gramola, 2014 & 2016). Bereits auf den ersten Blick ist Haselböcks Zugang ein anderer als jener von Muti: Die Spielzeiten sind vergleichsweise rasant (26:59 - 17:36 - 23:45 = 68:20). Durch die originalen und originalgetreu nachgebauten Instrumente und die relativ kleine Orchestergröße (55 Musiker) wird ein transparenter Klang erzielt, der nichts von der Opulenz der Spätromantik hat und eher an Schumann und ...

Sonntag, 16. September 2018, 17:18

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Um den X ist es aber recht still geworden in letzter Zeit.....

Still geworden ist es auch um André Previn. Das dürfte natürlich schon allein am Alter (bald 90) liegen. In der Musikszene der 1960er bis 90er Jahre war er eigentlich kaum wegzudenken. Zahllose Einspielungen kamen zustande, von denen einige Kultstatus genossen (genießen?). Zwischen 1967 und 2006 stand er den Orchestern in Houston, London (London SO und Royal PO), Pittsburgh, Los Angeles und Oslo vor. Die (fünfte) Ehe mit Anne-Sophie Mutter zwischen 2002 und 2006 bescherte ihm nochmal späte Aufme...

Sonntag, 16. September 2018, 17:04

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Was hört Ihr gerade jetzt ? (Klassik 2018)

Norbert erbat ja unlängst eine kurze Einschätzung, daher nun diese Aufnahme: Franz Liszt Faust-Symphonie Steve Davislim, Tenor Chorus sine nomine Orchester Wiener Akademie Martin Haselböck Aufnahme: 2014 & 2016

Sonntag, 16. September 2018, 01:47

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Franz Liszt: Faust-Symphonie

Gerade klingt hier die hervorragende Einspielung von Riccardo Muti mit dem Philadelphia Orchestra (EMI, 1982/83) aus - und ich bin stark geneigt, teleton beizupflichten, was die Wertschätzung für die Faust-Symphonie anbelangt. Mutis Aufnahme gilt ja als einer der Klassiker bei diesem Werk. Dem will ich mich gerne trotz eingeschränkter Hörerfahrung anschließen. Absolut tadellos musiziert und aufgenommen. Vom angeblichen "Plüsch-Sound" des Philadelphia Orchestra kurz nach Ende der Ormandy-Jahre (...

Samstag, 15. September 2018, 21:49

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Franz Liszt: Sinfonische Dichtung Nr 3 - Les Préludes

"Les Préludes" ist ohne Frage die bekannteste, meist gespielte und meist aufgenommene aller Tondichtungen von Franz Liszt. Nicht einmal die missbräuchliche Verwendung während der "tausend Jahre" konnte das nachhaltig verändern (in diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass auch Liszts "Mazeppa" in der Deutschen Wochenschau vorkam, aber interessanterweise niemals dieses Stigma erhielt). Bereits in den 1950er Jahren wurde das Werk wieder regelmäßig aufgeführt und eingespielt. Seien es tschec...

Samstag, 15. September 2018, 19:20

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Was hört Ihr gerade jetzt ? (Klassik 2018)

Franz Liszt Zwei Episoden aus Lenaus Faust, S. 110 Zweiter Mephisto-Walzer, S. 111 Szózat und Hymnus - Fantasie, S. 353 Budapest Symphony Orchestra Árpád Joó Aufnahme: 1984/85 Die teilweise eher negativen Rezensionen zu dieser Box kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

Samstag, 15. September 2018, 19:07

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Persönlich vernachlässigte Pianisten - Eine "Beichte" Vol 3 (2018)

Da fällt mir als erstes Ivo Pogorelich (geb. 1958) ein. Natürlich kannte ich den Namen seit vielen Jahren, aber bis auf ein Hineinhören in die Aufnahme des 1. Klavierkonzerts von Tschaikowski unter Abbado könnte ich mich bis kürzlich an keine direkte Beschäftigung entsinnen. Gestern dann hörte ich Pogorelichs Studioeinspielung der h-Moll-Sonate von Liszt (DG, 1990) und war sogleich sehr angetan. Um 1990 herum scheint auch seine große Glanzzeit gewesen sein. Die letzten Jahren wurde es ruhig um ...

Samstag, 15. September 2018, 18:51

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Franz Liszt: Faust-Symphonie

Zitat von »Maurice« Bei mir steht diese Aufnahme – habe sie erst kürzlich gehört: Ist die Orchesterleistung dort wirklich so medioker, lieber Maurice? Dies wird ja in zahlreichen der eigentlich großartigen Interpretationen Horensteins mokiert.

Samstag, 15. September 2018, 18:40

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Was bringt die Zukunft: kommende Neuerscheinungen

Ferner ab 05.10.: Da bin ich ja wirklich gespannt, wie Profil/Hänssler bitte schön die kompletten Brahms-Symphonien unter Knappertsbusch zusammengestellt hat - eine Aufnahme der Ersten gibt es nämlich nach heutigem Wissensstand überhaupt nicht. Die werden doch nicht auch auf die eigentlich Klemperer zuzuschreibende Kölner Aufnahme verfallen sein?

Samstag, 15. September 2018, 18:20

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Was bringt die Zukunft: kommende Neuerscheinungen

Ab 12.10.: Interessante Box. U. a. die erste offizielle Veröffentlichung von Knappertsbuschs Münchner "Eroica" (1953) und seiner Zweiten von Brahms (1956).

Samstag, 15. September 2018, 16:03

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Pogorelich (DG, 1990)

Ich möchte mal diesen über acht Jahre alten Beitrag hervorheben, da ich eigentlich alles, was dort gesagt ist, vollinhaltlich unterstreichen kann: Zitat von »Agon« Nachdem lange Jahre die Aufnahme mit Emil Gilels (RCA, 1964) mein Favorit der Lisztschen h-moll-Sonate war und ich mich von Maurizio Pollinis DG-Aufnahme enttäuscht und gelangweilt abwandte, entdeckte ich vor einigen Tagen die Aufnahme mit Ivo Pogorelich (DG, 1990) und ich fiel fast in Ohnmacht, nachdem ich sie gehört hatte. Ich hatte...

Samstag, 15. September 2018, 14:45

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Roberto Benzi

Roberto Benzi, geboren am 12. Dezember 1937 in Marseille, ist ein französisch-italienischer Dirigent, der vor allem in jungen Jahren für Furore sorgte und auch als Kinderschauspieler wirkte. Schon mit vier Jahren erhielt Benzi Klavierstunden und wurde von seinen italienischen Eltern als Wunderkind bereits mit sieben Jahren an das Pariser Konservatorium geschickt. Er studierte bereits ab dem zehnten Lebensjahr bei André Cluytens Dirigieren und bei Fernand Lamy Musiktheorie. Sein Debüt erfolgte a...

Freitag, 14. September 2018, 15:47

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Misslungenes Remastering

Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Diese Erkenntnis tut sich mir leider zunehmend auf, was die "Karel Ancerl Gold Edition" anbelangt. So löblich das Unterfangen von Supraphon auch auf den ersten Blick ist (es erschienen nicht weniger als 42 CDs in der Reihe), so misslungen ist es doch offenbar bei näherer Betrachtung in etlichen Fällen. Hier im Forum wurde bereits vor vielen Jahren vor dem "Horror-Remastering" (teleton) von "Má vlast" gewarnt. Ich habe mich damals bereits von der absoluten Ric...

Freitag, 14. September 2018, 15:33

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Frisch erstanden (Klassik 2018)

Schon sehr lange im Visier gehabt, nun (dank Barcode-Nummer) endlich die CD-Erstausgabe von 1991 gefunden: Der Barcode lautet konkret "8596911066928". Hier kann man einsehen, dass die bei Amazon eingestellte CD auch die korrekte ist.

Dienstag, 11. September 2018, 23:18

Forenbeitrag von: »Joseph II.«

Was hört Ihr gerade jetzt ? (Klassik 2018)

Erstbegegnung: Franz Liszt Klaviersonate h-Moll Krystian Zimerman Aufnahme: 1990 Glaubt man diversen Kritiken, handelt es sich hier um eine der besten Einspielungen aller Zeiten.