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Gestern, 11:41

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Franz. Seine Lieder, in Auswahl vorgestellt und betrachtet

Robert Franz hat alle sechs der von Heine im Kapitel „Die Nordsee“ des „Buchs der Lieder“ mit der Überschrift „Nachts in der Kajüte“ versehenen Gedichte vertont. Publiziert hat er sie allerdings nicht in einem Opus, sondern auf sechs Opera verteilt, und dies auch nicht in der Reihenfolge, die Heine ihnen gegeben hat. Wann genau sie komponiert wurden, ist nicht genau zu ermitteln, sie erschienen im Zeitraum zwischen 1847 und 1862. Mit diesem Lied, das über den nachfolgenden Link zu hören ist, sin...

Samstag, 17. Februar 2018, 11:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Auf dem Meere“, op.36, Nr.1

Das Meer hat seine Perlen, Der Himmel hat seine Sterne, Aber mein Herz, mein Herz? (Heine: „mein Herz,“) Mein Herz hat seine Liebe. Groß ist das Meer und der Himmel, Doch größer ist mein Herz, Und schöner als Perlen und Sterne Leuchtet und strahlt meine Liebe. (Du kleines, junges Mädchen, Komm an mein großes Herz; Mein Herz und das Meer und der Himmel Vergehn vor lauter Liebe.) (Heinrich Heine) Von diesem Heine-Gedicht hat Robert Franz nur die ersten beiden Strophen vertont. Die dritte hat er be...

Mittwoch, 14. Februar 2018, 11:29

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Die Rose, die Lilie“, op.34, Nr.5

Die Rose, die Lilie, die Taube, die Sonne, Die liebt' ich einst alle in Liebeswonne. Ich lieb' sie nicht mehr, ich liebe alleine Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine; Sie selber, aller Liebe Bronne, Ist Rose und Lilie und Taube und Sonne. (Heinrich Heine) Das ist ein metrisch höchst kunstvoll angelegtes Liebesbekenntnis. In den ersten beiden Versen fließen Daktylen dahin, auftaktig eingeleitet, je vier pro Vers. Im dritten Vers kommt eine rhythmische Stockung in diesen Fluss. Nach „die Fei...

Dienstag, 13. Februar 2018, 17:29

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Verballhorunungen von Kunstliedern - eine uralte Praktik ??

Du sagst, lieber isi014: "...je mehr ich mich "im Werk" finde, desto besser gelingt die Umsetzung“ … … und meinem absolut laienhaften Verstand scheint das einer der maßgeblichen Ansatzpunkte für eine gesangliche Liedinterpretation zu sein, die dem Anspruch einer adäquaten Werktreue gerecht wird. Denn dieses Sich-Wiederfinden setzt ja ein Sich-Einfinden in das liedmusikalische Werk voraus, ein intensives Studium des Notentextes unter der Fragestellung: Wie setzte ich diese oder jene Passage so um...

Montag, 12. Februar 2018, 11:20

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Was will die einsame Träne?“, op.34, Nr.1

Was will die einsame Träne? Sie trübt mir ja den Blick. Sie blieb aus alten Zeiten In meinem Auge zurück. Sie hatte viel leuchtende Schwestern, Die alle zerflossen sind, Mit meinen Qualen und Freuden Zerflossen in Nacht und Wind. Wie Nebel sind auch zerflossen Die blauen Sternelein, Die mir jene Freuden und Qualen Gelächelt ins Herz hinein. Ach, meine Liebe selber Zerfloß wie eitel Hauch! Du alte, einsame Träne, Zerfließe jetzunder auch! (Heinrich Heine) Ein typisches Heine-Gedicht. In Versen, d...

Samstag, 10. Februar 2018, 17:10

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Franz. Seine Lieder, in Auswahl vorgestellt und betrachtet

Oben meinte ich, dass diese Vertonung von "Wonne der Wehmut" durch Robert Franz gegenüber den Liedkompositionen von Beethoven und Schubert sehr wohl bestehen könne. Beeindruckend ist besonders, wie er den Gestus der Ansprache melodisch umgesetzt und dabei mit den Mitteln der Variation in seinen seelischen Dimensionen ausgelotet hat. Hier kann man das vernehmen: Das entsprechende Schubertlied ist hier im Forum vorgestellt und besprochen: http://tamino-klassikforum.at/index.php?…hmut#post483808 Im...

Freitag, 9. Februar 2018, 11:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Wonne der Wehmut“, op.33, Nr.1

Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen der ewigen Liebe! Ach, nur dem halbgetrockneten Auge Wie öde, wie tot die Welt ihm erscheint! Trocknet nicht, trocknet nicht, Tränen unglücklicher Liebe! (J. W. v. Goethe) Sechs Verse, kein dominierendes Versmaß, kein Reim, allenfalls Alliterationen, aber – und darin dem Geist der „Sturm und Drang“-Zeit entsprungen - große Lyrik. Groß, weil hier das Wesen der Liebe in einer sprachlich schlichten und die Sache direkt, das heißt ohne Aufwand an Metrik und Rei...

Donnerstag, 8. Februar 2018, 19:24

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Die großen Aufnahmen meines Opernlieblings

Zit. Caruso41: "Nein, das ist nur ein Spiel für Melomanen mit einer ausgeprägten monogamen Disposition! Die habe ich nicht! Gott sei Dank! So ein bißchen muss doch etwas von Don Giovanni in einem passionierten Melomanen stecken!" Eine geistvoll-witzige Anmerkung zu diesem Thread. So etwas kann einen Spaziergang auf einem eigentlich fremden Terrain dieses Forums zu einer höchst erfreulichen Sache werden lassen! - (wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf).

Mittwoch, 7. Februar 2018, 11:30

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Zu: "Sterne mit den gold´nen Füßchen"

Nun habe ich den guten Robert Franz schon wieder kritisiert, indem ich ihm vorhielt, dass er einen Eingriff in den Text von Heines Gedicht vorgenommen hat, der dessen lyrische Aussage verfälscht. Aber immerhin: Es ist ja ein Lied dabei herausgekommen, das seine Hörer mit seinem lieblichen Grundton durchaus anzusprechen vermag, wie man hier vernehmen kann: Aber es ist ja in der Tat so, dass dieser Eingriff in den Text ein gravierender ist, denn er beraubt die Frage des lyrischen Ichs ihrer existe...

Dienstag, 6. Februar 2018, 11:26

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Sterne mit den gold´nen Füßchen“, Op.30, Nr.1

Sterne mit den gold´nen Füßchen, Wandeln droben bang und sacht, Daß sie nicht die Erde wecken Die da schläft im Schoß der Nacht. Horchend steh´n die stummen Wälder, Jedes Blatt ein grünes Ohr! Und der Berg, wie träumend streckt er Seinen Schattenarm hervor. Doch was rief es? (Heine: „dort?“) In mein Herze Dringt der Töne Widerhall. War es der Geliebten Stimme, Oder war´s (Heine: „nur“) die Nachtigall? (Heinrich Heine) In den drei Strophen ereignet sich ein metaphorischer Abstieg aus dem kosmisch...

Sonntag, 4. Februar 2018, 16:19

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Franz. Seine Lieder, in Auswahl vorgestellt und betrachtet

Hier ein Link zu einer gesanglichen Interpretation des Liedes. Dieses Mal habe ich mich - die Konsequenzen aus meinen vorangehenden selbstkritischen Betrachtungen ziehend - stärker um eine Beschreibung seines klanglichen Charakters bemüht. Ich hoffe, es ist zu hören, was ich zusammenfassend schrieb: "Es ist ein anmutiges, tatsächlich den Geist des Volkliedes atmendes, sich darin beschwingt entfaltendes und sich einschmeicheln wollendes Lied, das man da vernimmt."

Sonntag, 4. Februar 2018, 11:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Lieber Schatz, sei wieder gut mir“, op.26, Nr.2

In dem Dornbusch blüht ein Röslein, Ist ein' Lust, es anzusehn! Wollt' es pflücken, mich zu schmücken, Doch der Dorn läßt's nicht geschehn. Sang ein Vöglein in den Lüften, Klang der Sang süß in's Gemüt: „Willst du brechen, laß dich stechen, Ohne Dorn kein Röslein blüht.“ Lieber Schatz, sei wieder gut mir, Lieber Schatz, leg ab dein'n Zorn: Immer Schmollen, immer Grollen -- Für ein' Ros' wär's zu viel Dorn! (Karl Wilhelm Osterwald) Das ist eines von den vielen – nahezu sechzig – Liedern auf Gedic...

Freitag, 2. Februar 2018, 19:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Nachtrag zu "Im wunderschönen Monat Mai"

Leider ist weder von diesem, noch von der vorangehend besprochenen Heine-Vertonung durch Robert Franz eine Aufnahme bei YouTube zu finden. Gibt man dort die Lied-Titel ein, wird einem ausschließlich das jeweilige Schumann-Lied angeboten, und das gleich in einer Fülle von gesanglichen Interpretationen. So ist das halt, mit dem liedkompositorischen Werk von Robert Franz: Es ist der Vergessenheit anheimgefallen. Dabei finde ich das, je länger ich mich damit beschäftige, desto verwunderlicher. Denn ...

Freitag, 2. Februar 2018, 11:21

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Im wunderschönen Monat Mai“, op.25, Nr.5

Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen. Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Vögel sangen, Da hab' ich ihr gestanden Mein Sehnen und Verlangen. (Heinrich Heine) Es ist ein lyrisches Spiel mit dem volkstümlichen Klischee, das Heine in diesen Versen treibt, die durch Schumanns Vertonung geradezu Berühmtheit erlangt haben. In das reichlich abgegriffene Bild vom „wunderschönen“ Wonne-Monat Mai, in dem bekanntlich „Knospen springen“ und „V...

Dienstag, 30. Januar 2018, 19:08

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Franz. Seine Lieder, in Auswahl vorgestellt und betrachtet

Eben sehe ich, dass es oben nicht "Anwesenheit" sondern "Abwesenheit" des "Feinsliebchens" heißen muss. Das ist ein im Grunde unverzeihlicher Fauxpas, weil sich Heines Lyrik ja wesenhaft aus dieser, sich auf der emotionalen Ebene ereignenden "Abwesenheit" des geliebten Menschen und deren seelischer Bewältigung generiert, sich ja geradezu nährt davon. Ich bitte um Entschuldigung.

Dienstag, 30. Januar 2018, 11:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Kommt Feinsliebchen heut?“, Op.25, Nr.4

Morgens steh´ ich auf und frage: Kommt Feinsliebchen (Heine: feins Liebchen) heut´? Abends sink´ ich hin in klage: Aus blieb sie auch heut! In der Nacht mit meinem Kummer Lieg´ ich schlaflos wach, Träumend wie im halben Schlummer, Wandle ich bei Tag. (Heinrich Heine) In einfacher lyrischer Sprachlichkeit, im Gestus des Konstatierens verbleibend und auf große Metaphorik verzichtend, drückt das lyrische Ich seine seelische Befindlichkeit aus, wie sie sich in der Anwesenheit des „Liebchens“ einstel...

Sonntag, 28. Januar 2018, 22:48

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Austausch über Höreindrücke zu den Sänger-Jubilaren

Zit.: "Seine Musik geht auf die Ballade so umfänglich ein, dass eine Überinterpretation durch Dramatik etc. der Liedkomposition (die für sich selbst "spricht") schadet." Das hast Du, wie ich meine, lieber zweiterbass, treffend auf den Punkt gebracht, und dabei implizit ein Kriterium angesprochen, das - wie ich denke - für jegliches Sich-Einlassen auf vergleichende Betrachtung von gesanglichen Liedinterpretationen maßgeblich sein sollte: Die Bezugnahme auf den kompositorischen Text. Ich sehe gera...

Samstag, 27. Januar 2018, 11:24

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Ich hab´ im Traume geweinet“, op.25, Nr.3

Ich hab' im Traume geweinet, Mir träumte, du lägest im Grab! Ich wachte auf, und die Träne Floß noch von der Wange herab. Ich hab' im Traume geweinet, Mir träumt', du verließest mich. Ich wachte auf, und ich weinte Noch lange bitterlich. Ich hab' im Traume geweinet, Mir träumt´, du wärst mir noch gut. Ich wachte auf, und noch immer Strömt meiner Tränen Flut. (Heinrich Heine) Dieses Gedicht Heines bezieht seine lyrische Aussage in dem ihr eigenen hohen evokativen Potential aus der dreifachen Wied...

Freitag, 26. Januar 2018, 16:15

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Zu: "Die Lotosblume"

In meiner voranstehenden Besprechung des Liedes meinte ich kühn: Robert Franz sah sich in Kenntnis der Schumann-Vertonung dieser Verse sehr wohl dem Anspruch ausgesetzt, ihr liedmusikalisch etwas Eigenes, vielleicht sogar Gleichwertiges zur Seite zu stellen. Es ist ihm, das sei gleich im Voraus festgestellt, nicht recht gelungen, - so klanglich ansprechend sein Lied auch sein mag. Und nun lese ich in dem Aufsatz von Robert Spring mit dem Titel „Begegnung mit dem Liedkomponisten Robert Franz“ (Vo...

Mittwoch, 24. Januar 2018, 11:20

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Die Lotosblume“, op.25, Nr.1

Die Lotosblume ängstigt Sich vor der Sonne Pracht, Und mit gesenktem Haupte Erwartet sie träumend die Nacht. Der Mond, der ist ihr Buhle, Er weckt sie mit seinem Licht, Und ihm entschleiert sie freundlich Ihr holdes (Heine: „frommes“) Blumengesicht, Sie blüht und glüht und leuchtet Und starret stumm in die Höh'; Sie duftet und weinet und zittert Vor Liebe und Liebesweh. (Heinrich Heine) Heines Verse entwerfen in überaus zarten Bildern ein Wesen, das für das milde Licht der Nacht geschaffen ist u...