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Samstag, 19. Februar 2011, 19:26

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Sprachgefühl

Lieber Helmut, dieses Gespräch hier ist doch ein Wert für sich, da brauchst Du Dir gar keine Gedanken zu machen. Hier bin ich völlig einer Meinung mit 'Zweiterbass'. Wird denn jemand Schulnoten vergeben oder einen Beitrag wie eine missglückte wissenschaftliche Arbeit zerreißen? Es kann nur geschehen, dass jemand alles lächerlich macht, wie es leider bisweilen geschieht, doch davon ist dieser Thread bisher erfrischend frei. Auf der anderen Seite finde ich Deinen eigenen hohen Anspruch an Dich sel...

Samstag, 19. Februar 2011, 19:25

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Emotionalität des 2. Streichquartetts von Ligeti

Hallo Wolfram, dein Beitrag regt an, nach langer Zeit das 2. Streichquartett anzuhören. Ich habe es in einer Aufnahme mit dem LaSalle-Quartett, die dieses Werk 1969 uraufführten. Unmittelbar ansprechend ist der 3. Satz "Come un meccanismo di precisione", der 100% einhält, was der Titel verspricht. Ligeti hat eine neue Technik des Zitats und der Collage entwickelt. Da klingen nicht bekannte Melodie-Fetzen oder Bruchstücke von Bildern an, sondern er hält das Füllmaterial fest, das in allen großen ...

Samstag, 29. Januar 2011, 15:45

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Klavierbegleitung zu Versen in "glatter Fügung"

Liebe Schubert-Freunde, oder wie sonst soll ich diese Runde hier ansprechen? Was hier geschrieben wird ist eine wahre Freude. Wenn ich jetzt auf einen anderen Aspekt eingehen will, ist das nicht als Kritik gemeint. Ich könnte auch gar nicht so wie Ihr alles im Einzelnen beschreiben, was in Schuberts Liedern vorgeht, und lerne sehr viel von Euren Beiträgen. Beim Hören der beiden Vertonungen des "Frühlingsglauben" fiel mir vor allem die unterschiedliche Art der Klavierbegleitung auf. Schubert geli...

Samstag, 18. Dezember 2010, 11:03

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Volkston und volkstümlich

Lieber Helmut, deine Unterscheidung von Volkston und volkstümlich interessiert mich sehr. Um das Fettgedruckte nochmals zusammenzufassen: Mit Volkston meinst du die melodische Linie des Volksliedes, frei von allen Fioraturen, Koloraturen und Melismen? Auch wenn ich glaube, dich intuitiv zu verstehen, würden mich Beispiele sehr interessieren. Diese Frage scheint mir das Zentrum zu berühren, was Schuberts Ausnahmerang in Sachen Lied begründet. Weil es ihm möglich wurde, auf diese Weise den Volksto...

Sonntag, 21. November 2010, 11:08

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Herzlicher Dank

Lieber Jörg, herzlichen Dank für die Gedichte, die mich viel zum Nachdenken angeregt haben, auch wenn ich im letzten Jahr nicht mehr dazu gekommen bin, eigene Beiträge dazu zu schreiben. Das war so etwas wie ein kleines Stück gemeinsame Geschichte, die zuende gegangen ist. Ich schließe mich den guten Wünschen von Elisabeth an und wünsche viele Erfolg mit dem Buch und freue mich auf Deine neuen Pläne. Herzliche Grüße, Walter

Sonntag, 14. November 2010, 12:01

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Schuberts Blick in die dunklen Seiten des Lebens

Lieber Helmut, lieber 'Farinelli', spontan muss ich sagen, dass ich beiden entgegengesetzten Positionen sehr viel abgewinnen kann, auch wenn ich in der Gesamtbewertung von Schubert ganz auf Helmuts "Seite" stehe. Vom "Spinnrad" bin ich nicht weniger begeistert und höre zunächst einmal die Musik ganz unabhängig davon, ob Schubert den Zusammenhang bei Goethe richtig getroffen hat und wie andere Komponisten das gleiche Lied vertont haben. Schubert hat nicht einfach Lyrik in Musik verwandelt. Er hat...

Sonntag, 7. Februar 2010, 15:41

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Wahrnehmungsphysiologie und Geisteskraft

Hallo zusammen, die letzten Beiträge polarisieren das Thema Hören auf die beiden Extreme, zwischen denen Aristoteles vermitteln wollte: Die Neurowissenschaft und die Wahrnehmungsphysiologie liefern wertvolle Erkenntnisse. Aristoteles war meines Wissens der erste, der sie in seiner Schrift über die Seele systematisiert hat. Und genau so ist es heute wichtig, sich mit den neueren Erkenntnissen zu beschäftigen. Aber Aristoteles war sich bewusst, dass das nicht ausreicht. Es ist meiner Meinung nach ...

Freitag, 5. Februar 2010, 19:36

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Melodische Zusammenhänge

Hallo Holger, Deine Beiträge regen an, mehr von Hugo Riemann zu lesen. Er verstand in seinen "Grundlinien der Musik-Ästhetik" wie sein Lehrer Lotze den Menschen als ein "Doppelwesen von Seele und Körper" und hat eine Musikästhetik entwickelt, die beiden Seiten gerecht werden will und in der Musik einen Ausgleich sieht. Er will verstehen, was in der Musik auf die Natur zurückgeht ("Urelemente" wie "das Aufjauchzen oder Aufschreien, das freudig erregte Zurufen und das entsetzte Verstummen, das dum...

Sonntag, 24. Januar 2010, 20:19

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Tonräume

Lieber Holger, das sind sehr spannende Fragen, die zum weiteren Nachdenken anregen. Geräusche: Ich kann den Hinweis auf die Schwierigkeit für den Komponisten sehr gut nachvollziehen. Verblüffend ist, dass es so um 1970 der Popmusik weit besser gelungen ist, Geräusche in ihre Musik zu integrieren (siehe die Konzeptalben der Beatles oder die Musik des Stockhausen-Schülers Holger Czukay, der bei Can spielte). Getragen von einer experimentierfreudigen Zeit und der Aufbruchstimmung einer neuen Genera...

Freitag, 15. Januar 2010, 20:37

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Das Hören und der Geist der Musik

Lieber Holger, im Grunde triffst Du meine Frage sehr gut: es geht mir um das Hören und den Geist der Musik, wobei Nietzsche diesen Geist sicher nicht auf solche Weise verstanden hat, wie die Aufklärung vom Geist oder Platon vom Geistigen sprach. Meine Frage bezieht sich daher noch etwas genauer auf den Begriff Tonos. Wenn in der Musik von Tönen gesprochen wird, ist das bereits eine besondere Art von Tönen, so wie das Musikhören ein besonderes Hören ist, und die Frage gestellt werden kann, was de...

Freitag, 8. Januar 2010, 19:38

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Schule des Hörens

Lieber Frank, zur Philosophie-Geschichte kann ich nur wenig Neues sagen. Der Musikethnologe Max Peter Baumann hat einen sehr guten Überblick geschrieben ( Link ) . Der Schlüsseltext für die neuere Philosophie der Musik ist Nietzsches "Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik". Dazu gibt es bereits einen Thread. Einiges würde ich heute anders formulieren. - Von Sloterdijk gibt es zwei lesenswerte Texte, "Wo sind wir, wenn wir Musik hören" (1993) und einen Vortrag 2005 zur Eröffnung der Luz...

Samstag, 26. Dezember 2009, 14:57

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Philosophische Probleme des Hörens

Lieber Frank, in der Geschichte der Philosophie ist die Kunst des Hörens tatsächlich außerordentlich vernachlässigt worden. Das Sehen, Schauen, Betrachten, Anschauung, Vorstellung, auch die innere Vision hatten immer Vorrang. Dies alles wurde gegenüber dem eher passiven Hören als etwas Aktiveres verstanden und bevorzugt. Intentionalität hat vorrangig die Bedeutung bekommen, sich aktiv etwas zuzuwenden und nicht auf etwas zu horchen. Das änderte sich erst seit der Romantik und den nachfolgenden P...

Dienstag, 22. Dezember 2009, 11:00

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Bruckner, Anton: Sinfonie Nr 1 in c-Moll – das kecke Beserl

Die Aufnahme von Günter Wand höre ich auch gern, aber mein Tip: Vaclav Neumann. Viele Grüße, Walter

Dienstag, 22. Dezember 2009, 10:57

Forenbeitrag von: »Walter.T«

RE: Veränderte Hörsituation : Beethoven ; R. Schumann

Lieber Frank, vielen Dank für die Hinweise auf neuere Fachliteratur, an denen ich sehr interessiert bin. Und mit Beethoven und Schumann triffst Du genau den Punkt, wo ich in der Musikgeschichte ein Gegengewicht zur Umwandlung der Musik und Physik und der Hörgewohnheiten in der Neuzeit sehe. Während Musik und Physik in der Theorie immer abstrakter und in der öffentlichen Praxis immer konventioneller werden, konnten Beethoven und Schumann sich nur bedingt anpassen. Beiden wird vorgeworfen, sie kön...

Sonntag, 20. Dezember 2009, 13:17

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Tonos - die Kunst des Hörens (Aristoteles Studien III)

Hallo, liebe Musikfreunde, seit längerem habe ich mich stark aus diesem Forum zurückgezogen, um wieder mehr Zeit für andere Themen zu haben. Dazu gehört die Beschäftigung mit Aristoteles. Jetzt ist ein Teil fertig, der zwei in diesem Forum vor einigen Jahren vorgestellte Aristoteles-Studien fortführt. An den Teilen zu Musik und Medizin hatte sich letztes Jahr Frank beteiligt. Auf einer sehr abstrakten Ebene fließen Ideen der Musik in die Mathematik und Physik des 20. Jahrhunderts ein. Hilbert ha...

Samstag, 1. August 2009, 10:32

Forenbeitrag von: »Walter.T«

RE: Historischer Überblick und Prognose

Die Hinweise zur Rockgeschichte greife ich gern auf und werde sie in die überarbeitete Version auf meiner Homepage ergänzen. Gerade zum Stichwort "Progressive Rock" ist der Eintrag in Wikipedia lesenswert. Stärker betonen möchte ich die Bedeutung der aus der Londoner Blues-Szene hervorgegangenen Musiker wie Dick Heckstall-Smith, John McLaughlin, Graham Bond, Jon Hiseman und der von ihnen gegründeten Gruppen wie "Colosseum" oder "Mahavishnu Orchestra", nach wie vor sehr hörenswert. Selten schien ...

Sonntag, 26. Juli 2009, 15:39

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Historischer Überblick und Prognose

Nach einer langen Vorbereitungsphase (Lautsprecher, mechanische Klaviere und Walzen, Schallplatten, Rundfunkübertragungen) überschlägt sich die Technikgeschichte der Rockmusik und zeigt einen bisweilen bis zur Farce getriebenen Produktivitäts-Wahn. Ihre einzelnen Phasen lassen sich am besten analog zu den 10-jährigen Generationen der EDV-Industrie ordnen: 1943 - 1953: Pionierphase. Elektrisch verstärkte Gitarren von Leo Fender (Firmengründung 1946) und Les Paul, der 1941 den ersten Prototypen ei...

Sonntag, 26. Juli 2009, 15:38

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Kleine Technikgeschichte der Rockmusik

Hallo, liebe Musikfreunde, mit diesem Beitrag möchte ich ein kürzlich aufgeworfenes Thema aufgreifen und noch allgemeiner formulieren: Wie wirken sich technische Änderungen auf die Musikästhetik aus? Das könnte auch eine andere Sichtweise sein, um den vielen Diskussionen über moderne Musik oder E- und U-Musik eine andere Richtung zu geben. Hatte der Jazz eine eigene Harmonielehre entwickelt und die Improvisationskunst wiederbelebt, lebt die Rockmusik von ihrer Fähigkeit, die technologischen Mögl...

Freitag, 3. Juli 2009, 20:52

Forenbeitrag von: »Walter.T«

Licht und Schatten (2)

Ein sehr geteiltes Echo hatte ich erwartet. Es liegt mir fern, jemanden für Michael Jacksons Musik "gewinnen" zu wollen. Und ich wollte und will bewußt nicht auf seine Biographie eingehen, wovon derzeit alle Medien übervoll sind, sondern mich auf seine künstlerische Wirkung beschränken. Mir ging es wie Thomas: Nach langer Zeit wieder seine Videos anzuschauen hat mich heute fast stärker beeindruckt als zur Zeit ihrer Veröffentlichung. Ich hatte Anfang der 1980er regelmäßig "Spex" gelesen, lag sie...

Freitag, 3. Juli 2009, 20:48

Forenbeitrag von: »Walter.T«

"Licht und Schatten" (1)

Manfreds großer Beitrag baut nicht nur mit dem Titel "Licht und Schatten" eine große Spannung auf: Da ist im Motto mit Carl Fuchs von dem "Zeug" die Rede, dass "einen ... noch in der Imagination unglücklich machen" kann, und dann mit Schnabel von einem Werk, das besser ist, als es jemals gespielt werden kann. Dennoch hofft er bis zum Schluß "auf die ultimative Aufnahme". Während die ersten beiden Sätze der Sonate für sich sprechen, entscheidet sich an den beiden letzten, welche Deutung ein Inter...