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Heute, 10:19

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Händel, Georg Friedrich: Der Messias (Messiah)

Es ist bei mir, sowohl bei Davis als auch bei Richter hauptsächlich der Gesamteindruck, weniger Details. Bei Richter ist dieser Gesamteindruck steif und dröge (und außer Janowitz finde ich die Sänger nicht so toll), bei Davis lebendig. Die (wohl teils tatsächlich extemporierten) Verzierungen der Sänger und des Cembalisten bei Davis sind aus heutiger Sicht vielleicht gar nicht mehr so historisch korrekt und etwas gewöhnungsbedürftig, finde aber auch, dass das zum spontanen und frischen Eindruck b...

Mittwoch, 13. Dezember 2017, 14:19

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Georg Philipp Telemann – Konzerte für Blasinstrumente

Ja, die Bläserkonzerte-CD ist auch eine meiner ersten Telemann-Empfehlungen. (Wobei ich die "Wassermusik" und die Tafelmusik mit MAK/Goebel ebenfalls hervorragend finde, aber die passen nicht in diesen Thread hier.) Neben dem oft aufgenommenen e-moll f. Quer- und Blockflöte gefällt mir das Konzert mit Chalumeaux besonders gut. Noch wildere Mischungen von Instrumenten findet man hier, z.B. Querflöte, Oboe d'amore, viola d'amore, Streicher oder Querfllöte, Chalumeau, Oboe, 2 Kontrabässe, Streicher...

Sonntag, 10. Dezember 2017, 18:29

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Händel, Georg Friedrich: Der Messias (Messiah)

Dass sie hörbarer als zwei so idiosynkratische (allerdings eben auch erheblich originellere) Interpretationen wie Scherchens oder Beechams sein mag, ist für mich kein besonders gutes Argument für Richter. Ähnliches gilt für die Bedingung "deutschsprachige Aufnahme". Das ist für mich eher ein Ausschluss-Kriterium; ich glaube gerne, dass Koch oder Forster nicht viel besser sind. Mein Vergleichspunkt für die 1960er ist die etwa gleichzeitige Einspielung von Colin Davis, die ich in nahezu jeder Hins...

Samstag, 9. Dezember 2017, 15:36

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Max Pommer

Pommer und einige andere auf Barockmusik spezialisierte Kantoren und Dirigenten der damaligen DDR haben meinem Eindruck nach weit mehr als z.B. Richter und vor Rilling einzelne Erkenntnisse der histor. Musikforschung in ihre Praxis einfließen lassen. Das führt zwar in der Kombination mit modernen Instrumenten und einigen anderen, kein bißchen historisierenden Spielweisen zu recht eigenartigen, aber manchmal interessanten Ergebnisssen. Zumindest einen Versuch wert sind m.E. Händels Concerti gross...

Samstag, 9. Dezember 2017, 11:52

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Es muß nicht immer ein Meisterwerk sein - oder doch ???

Natürlich gibt es mehrere Level von "Operationalisierung", wenn auch nicht so simple und eindeutige wie anderswo. (Und anderswo sind die auch nicht immer so simpel. Griechenland ist mit Rehakles Europameister geworden, aber besonders gut Fußball gespielt haben sie nicht (und da werden sich alle Experten einig sein), auch wenn sie mit Kraft und Glück genügend Spiele gewonnen haben, um den Titel zu erringen.) Eine Auswahl: - Ein Musikstück wird überhaupt irgendwie publiziert und öffentlich gespiel...

Freitag, 8. Dezember 2017, 15:17

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Haydn: Streichquartette

Ja. Das ist die Box; ich hatte völlig vergessen, sie zu verlinken, weil ich so auf die youtube-links geachtet habe

Freitag, 8. Dezember 2017, 14:25

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Haydn: Streichquartette

Das wohl erste größere Haydn-Projekt der Plattengeschichte, nämlich der Quartett-Aufnahmen des damals sehr angesehen belgischen Quatuor Pro Arte ist seit Sommer in einer preiswerten Box erhältlich. Die historischen Aufnahmen stammen von 1931-38 und wurden für die neue Ausgabe vom Pariser Art et Son Studio remastered. Ich kenne mich mit älteren Ausgaben nicht gut genug aus; irgendwo sah ich die Vermutung, dass als Basis nicht die alten Schellacks, sondern LPs genutzt wurden. Der Klang ist verglic...

Freitag, 8. Dezember 2017, 09:09

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Es muß nicht immer ein Meisterwerk sein - oder doch ???

Schostakowitsch ist hauptsächlich wegen des biographischen Hintergrunds aufwühlend. Nach der 4. Sinfonie sind "Dissonanzen" (oder allgemeiner: Kühnheit/Modernität der Tonsprache) sehr gemäßigt.

Freitag, 8. Dezember 2017, 09:06

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Händel, Georg Friedrich: Der Messias (Messiah)

Bei den Freunden der deutschsprachigen Richter-Aufnahme frage ich mich, was ihr sonst noch für Interpretationen gehört habt. Abgesehen von Janowitz finde ich die größtenteils vergessenswert. Dazu kommen die Mankos der Sprache und der Kürzungen.

Freitag, 1. Dezember 2017, 19:30

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Der Kammermusik-Kanon Teil III: Mehrstimmige Besetzungen ohne Klavier

Zitat von »WoKa« Hallo! Es folgt der dritte Streich... Mehrstimmige Besetzungen ohne Klavier (ausgenommen Streichquartette) Wieder habe ich zunächst aus den "Vor-Threads", die irgendwann angefangen aber nicht zu Ende gebracht wurden, die Werke zusammengestellt, die dort erwähnt waren. Bitte benennt mir Werke, die aus Eurer Sicht a) nichts in der Liste zu suchen haben oder b) noch aufgenommen werden sollten. Vor Kurzem habe ich mich mit lutgra über den Begriff des Kanons unterhalten. Meine Vorst...

Freitag, 1. Dezember 2017, 17:14

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Haydns Cembalo- und Klaviersonaten - Versuch einer Rehabilitation

Ich habe mich ja weiter oben (oder in einem anderen einschlägigen Thread) etwas distanziert zu Interpretationen auf dem Cembalo (in Schornsheims set mit unterschiedlichen Instrumenten) geäußert. Eine sehr empfehlenswerte (und sogar günstige) Cembalo-Aufnahme mit 6 frühen und mittleren Sonaten hat Robert Hill vorgelegt. Der Klang ist etwas hallig, aber dadurch sowohl brillant als auch angenehm. Hill plädiert im Beitext für reichhaltigen Einsatz der farbigen Registrierungsmöglichkeiten der Cembali...

Donnerstag, 30. November 2017, 14:29

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Ludwig van Beethovens "Missa Solemnis", ein liturgisches Werk?

Bachs h-moll-Messe ist, wie schon mehrfach gesagt, ein vollkommen untaugliches Beispiel. Dieses Stück wurde seinerzeit nie in liturgischem Rahmen aufgeführt (es wurde eh nie komplett aufgeführt), ich weiß von keiner auch nur annähernd ähnlich langen Messe (eine sehr lange von Zelenka dauert um 70 min, also eher Beethoven-Länge), es war vermutlich nie dafür intendiert, sondern als eine Art Kompendium oder theoretisches Muster-Werk. Die h-moll-Messe ist in beinahe jeder Hinsicht ungewöhnlich und l...

Donnerstag, 30. November 2017, 11:44

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Ludwig van Beethovens "Missa Solemnis", ein liturgisches Werk?

Eine "normale" große Messe in dieser Zeit dauerte typischerweise wohl um 40-45 min. wie etwa die 6 späten Messen Haydns oder Beethovens C-Dur. Die durften bekanntlich gar nicht ohne weiteres im Konzert gespielt werden, daher ja die Ankündigung als "drei Hymnen" der drei Teile der Missa Solemnis, die bei der Premiere der 9. Sinfonie außerdem gegeben wurden. Einige andere Messen aus dem 18. Jhd., die ähnlich wie Bachs h-moll abgeschlossene dacapo-Arien haben, dauern schonmal eine gute Stunde. Auch...

Mittwoch, 29. November 2017, 23:25

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Ludwig van Beethovens "Missa Solemnis", ein liturgisches Werk?

Sie ist halt damals nicht rechtzeitig für Rudolph fertig geworden. Natürlich ist sie zu lang, aber wenn Mozart die c-moll-Messe fertig komponiert hätte, wäre sie mindestens genauso lang geworden (75-80 min). Ein Kommentator hat darauf hingewiesen, dass Beethoven mit dem Präludium zum Benedictus sogar eine seinerzeitige Gepflogenheit leisen Orgelspiels während der Wandlung aufgreift. Die h-moll-Messe ist beinahe doppelt so lang und nicht mal ein einziges geschlossenes Werk, sondern eine Kompilati...

Montag, 27. November 2017, 21:03

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Hilferuf!

Der Text ließe sich jedenfalls ganz gut auf die Germont-Arie singen. Vielleicht der Dame ggf. mal das Stück in einer anderen Textfassung vorspielen.

Sonntag, 26. November 2017, 18:38

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Eine Frage zur Wichtigkeit von Bedeutung

Man kann sich dem Kontext doch gar nicht entziehen. Wenn nicht die Gemeinschaft der Musiker und Hörer "beschlossen" hat (es ist natürlich keine ausdrückliche Abstimmung), dass ein Werk gedruckt und regelmäßig aufgeführt wird, wirst Du es nie kennenlernen. Du magst ja "hinterfragen", ob nun die allgegenwärtige "Symphonie Classique" vielleicht doch weniger interessant ist als die 2. oder 6. Aber Du hinterfragst erstmal nicht, warum Du Prokofieff und Rachmaninoff hörst statt Miaskovsky, Medtner ode...

Samstag, 25. November 2017, 16:54

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Nielsen, Carl: Die Streichquartette

Zitat von »Hüb'« Carl Nielsen (1865-1931) Streichquartette Nr.1 & 2 + 2 Quartettsätze; Sonate für Violine & Klavier Nr. 1; Duett Nr. 1 für 2 Violinen; Romanze für Violine & Klavier D-Dur; Romanze op. 2 für Violine & Klavier Georgios Demertzis, Maria Asteriadou, New Hellenic Quartet BIS, DDD, 2001 Die CD versammelt Werke eines unter 25-Jährigen, teilweise jugendlichen Künstlers. Insofern sind sie zweifellos bemerkenswert, bleiben aber dennoch die Kompositionen eines Lernenden, im Begriff des Wer...

Montag, 20. November 2017, 11:30

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Emerson, Lake and Palmer - Klassische Musik?

Ein Unterschied ist, dass kein Mensch meint, in der klassischen Musik sei eine Bearbeitung wie Mozarts des Messias oder Liszts Klavierarrangements der Beethovensinfonien eine bahnbrechende Neuerung. Oder überhaupt eine Neuerung. Sondern normalerweise gilt das als Handwerk mit letztlich pragmatischem Hintergrund, nämlich der Anpassung von älterer Musik an bestimmte Aufführungsbedingungen. Es geht hier gar nicht um eine moralische Bewertung (Sakrileg) sondern um eine Einordnung der Originalität ei...

Freitag, 17. November 2017, 13:24

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

James Levine - Popularität mit Ablaufdatum?

Zitat von »Agon« So "schön" sah das RCA-Cover damals aus: Das ist eines der besten Cover überhaupt; gestaltet von Maurice Sendak ("Wo die wilden Kerle wohnen" - was er später mit Knussen zu einer Kinderoper verarbeitet hat). Ich habe "nur" die "weiße" Sammelbox.

Montag, 6. November 2017, 09:31

Forenbeitrag von: »Johannes Roehl«

Erstaunlich gut klingende Aufnahmen, die teilweise mehr als hundert Jahre alt sind

Zitat von »m-mueller« In der Tat klingen die Aufnahmen erstaunlich gut, meine Erwartungen waren niedriger - aber sie klingen nicht gut genug, daß ich sie mir als normale Aufnahmen (außerhalb des Kuriositätenkabinetts) anhören würde. Das ist aber eine deutlich andere Aussage als die von Pingel im anderen Thread, selbst wenn man die Pennälerpolemik abzieht. Dort war nämlich die Aussage, dass der Klang unerträglich sei und unmöglich, sängerische Qualität zu beurteilen und als (wenn auch unausgespr...