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Gestern, 15:02

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Da merkt man die ungeheure Kompetenz des Komponisten Boulez, was Tonsatz angeht, und hoch expressiv ist es auch noch. Was Boulez wirklich völlig anders macht als bspw. Abbado oder auch Chailly (den ich hier sehr gut finde!): Er schafft eine radikale 'egalité' unter den verschiedenen Istrumentengruppen, niemals forciert er die Streicher oder die Bläser oder was auch immer, alles erklingt gleichberechtigt nebeneinander, bei absolut maximler Durchhörbarkeit. Zudem hä...

Dienstag, 21. November 2017, 21:41

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Zitat von »William B.A.« Da ich auch keine Partitur zur Hand habe, kann ich nur vermuten: meinst du die Stelle, die nach einem Misterioso klingt und in deren Folge Horn und Flöte in ein beseligendes Duett eintreten? Wenn wir hier einen klassischen Sonatensastz vorliegen hätten, waren wir vermutlich schon in einem möglicherweise als Überleitung zur Coda befindlichen Abschnitt. Lieber Willi, nein, ich meine die Stelle, in der das erste, resignative Thema des Satzes nach der zentralen Steigerung, ...

Dienstag, 21. November 2017, 15:06

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Danke Holger und Willi! An der von mir genannten Stelle ändert sich die Tonart und das bis dahin resiginiert klingende Hauptthema nimmt plötzlich eine sehr besänftigende Wendung. Plötzlich ist aus Resignation etwas Beglückendes geworden. Das spiegelt sich in den von Holger beigesteuerten Texten. Das ist das Schöne an so einem thread, dass man eine Symphonie noch einmal anders hört. Der von mir sehr geschätzte Abbado ist hier ein bisschen zu schnell, ganz famos ist Chailly. Bislang konnte ich mit...

Dienstag, 21. November 2017, 10:47

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Zurück zu Mahlers 9. Symphonie mit einer Frage: Im letzten Drittel des ersten Satzes (bei Chailly bei 22:30 - es verbleiben noch 8 Minuten Spielzeit) erfährt das ruhige, getragene Grundthema plötzlich eine unglaubliche Erweiterung, es tritt sozusagen nicht mehr auf der Stelle, sondern wird von den Streichern in einer anderen Tonart weitergeführt, was eine narkotisierende Wirkung hat und von unerhörter Schönheit ist. Ich kann diese Stelle nicht einordnen. Was macht Mahler hier? Ist das die Repris...

Sonntag, 19. November 2017, 22:12

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Die Ähnlichkeiten mit Chailly sind deutlich - aber selbst in der alten Philips-Aufnahme ist Haitink noch einen Tick "giftiger" - und präziser. Haitink ist hier aber auch fast eine Minute schneller. Ich habe mir jetzt mal den ersten Satz von Haitink (Concertgebouw), Chailly, Neumann und Jansons (BR) angehört. Chailly lässt sich mit 30 Minuten am meisten Zeit, liefert aber mit die spannungsgeladenste Aufnahme. Schon beim ersten Aufschwung ist nicht nur seine Steiger...

Freitag, 17. November 2017, 07:59

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Regisseurstheater und modernes Orchester

Das ist keine Auslegung von mir, sondern eben das Gesetz. Ich stelle den Passus hier gerne ein, aber nicht jetzt. Eine Opern- oder Theateraufführung ist auch nicht zu vergleichen mit der Interpretation eines Textes in einem Seminar. Heidegger ist zudem ein spezieller und komplizierter Fall. In Eile! Christian

Freitag, 17. November 2017, 06:47

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Regisseurstheater und modernes Orchester

Zitat von »Alfred_Schmidt« Wenn die Kassa stimmt, dann stimmt für denSchöpfer meist auch die Inszenierung. Nein, das muss nicht stimmen, Alfred, siehe das weiter oben erwähnte Beispiel von Dea Lohrer - allerdings aus dem Theaterbereich. Es gibt Künstler, denen es nicht nur um die Vergütung geht. Viele Grüße, Christian

Donnerstag, 16. November 2017, 23:10

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Regisseurstheater und modernes Orchester

Doch, Macbeth gab es im Januar in München, aber nicht von Verdi, sondern von Shakespeare im Residenztheater! Ich habe oben ja geschrieben, dass mich die Thematik mehr als Theaterbesucher betrifft. Regisseur war Andreas Kriegenburg. Viele Grüße Christian

Donnerstag, 16. November 2017, 22:49

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Regisseurstheater und modernes Orchester

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Zitat von »Christian B.« die Urheberrechte von Poulenc laufen 2033 aus und die von Brecht 2025. In beiden Fällen können also die Erben gegen sinnentstellende Aufführungen vorgehen und diese gerichtlich absetzen lassen. Waren die wirklich so sinnentstellend, lieber Christian? Sind Erben überhaupt kompetent, das zu beurteilen? Kann es nicht auch sein, dass mal das Originallibretto Mängel an Sinnhaftigkeit aufweist und die Bearbeitung von daher dem Werk eher gut tut?...

Donnerstag, 16. November 2017, 14:51

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Regisseurstheater und modernes Orchester

2027 stimmt natürlich, da habe ich mich vertan Viele Grüße Christian

Donnerstag, 16. November 2017, 10:40

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Regisseurstheater und modernes Orchester

Hallo Orsini, die Urheberrechte von Poulenc laufen 2033 aus und die von Brecht 2025. In beiden Fällen können also die Erben gegen sinnentstellende Aufführungen vorgehen und diese gerichtlich absetzen lassen. Die Brecht-Erben machen davon wohl öfter Gebrauch, wie ja auch ein von Dir eingestellter Link zeigt. Mich würde nun interessieren, wie es mit den hier immer wieder diskutierenten Aufführungen aussieht? Könnte man diese wegen Sinnentstellung auch verhindern, wenn denn - das ist freilich rein ...

Donnerstag, 16. November 2017, 09:26

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Lieber Holger, so unterschiedlich sind die Meinungen! Gerade Abbados 9te mit den Berlinern ist eine meiner Lieblingsaufnahmen von Abbado und von Mahler überhaupt! Allein wie er im zweiten Satz den Ländler anzieht und zuspitzt und sich dann überschlagen lässt - absolut hinreißend!!! Wenn man das einmal von ihm gehört hat, vermisst man es bei allen anderen Aufnahmen. Aber auch in den anderen Sätzen finde ich ihn überzeugend: feinsinnig und geschmeidig, wunderbarer Klang, sehnsuchtsvoll, in der Bur...

Mittwoch, 15. November 2017, 13:12

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Regisseurstheater und modernes Orchester

Ich möchte versuchen diese zumeist unergiebige Diskussion aus einer anderen, rechtlichen Sicht zu betrachten. Ich bin selbst kein Jurist, habe aber berufsbedingt mit der Thematik zu tun und muss auch immer wieder Werkverträge verhandeln. Aber vielleicht gibt es hier im Forum noch einen Juristen, der etwas beisteuern kann. Das Urherberrecht eines Werkes erlischt in der Regel nach 70 Jahren, ich vermute, dass dies auch bei Opern so ist. Im Theater ist es nun jedenfalls bei zeitgenössischen Stücken...

Mittwoch, 15. November 2017, 08:00

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: 6. Sinfonie a-Moll - die Tragische

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« ... Wenn man im 1. Satz der 6. den Gegensatz von Bewegung und Ruhe nicht herausarbeitet, wird die ganze Dramaturgie unkenntlich. Die Marschcharaktere bei Barbirolli entfesseln keine Bewegung, die wirklich "Kraft" hätte, sondern sie schreiten britisch vornehm dahin. ... Schöne Grüße Holger Barbirolli ist zwar langsam, aber er lässt die Streicher mit großer Energie (vermutlich also mit größerem Bogendruck?) spielen - das ist geradezu brutal und gewiss alles andere a...

Dienstag, 14. November 2017, 08:12

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: 6. Sinfonie a-Moll - die Tragische

Ich habe mir jetzt seit langem mal wieder die Aufnahme von Barbirolli angehört. Die Idiomatik der Musik trifft er schon extrem gut, auch die Klanqualität ist für das Alter der Aufnahme wirklich hervorragend, vom Dynamikumfang gewiss größer als manche Neueinspielung. Das ist eine ganz vorzügliche und nicht von ungefähr legendäre Einspielung. Das langsame Tempo im ersten Satz verstärkt eher die düsterne, unausweichliche Atmosphäre - damit habe ich gar kein Problem. Allerdings wiederholt Barbirolli...

Montag, 13. November 2017, 21:28

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: 6. Sinfonie a-Moll - die Tragische

@Holger: Ich meinte diese Aufnahme von Jansons und dem LSO, sie ist allerdings auch mit der ursprünglichen Reihenfolge der Binnensätze und von daher wohl nichts für Dich. Jansons Tempodramturgie ist hier so schlüssig, dass eine Umprogrammierung zu Scherzo - Andante sinnentstellend wäre. Meines Erachtens der Aufnahme mit dem Concertgebouw weit überlegen! In seine jüngste 5te mit dem tollen BR-Orchester habe ich bisher nur reingehört, blieb aber nicht daran hängen. Das ging mir schon bei der 9ten ...

Montag, 13. November 2017, 15:33

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Gustav Mahler: 6. Sinfonie a-Moll - die Tragische

Zitat von »Dr. Holger Kaletha« Wenn man daraufhin hört, was er macht, dann zeigen sich da ganz bewußte interpretatorische Entscheidungen, eben diese "strukturalistische" modernistische Seite der Musik nicht im Rausch von expressiver Wirkung untergehen zu lassen. Das betrifft z.B. das Überleitungsthema, das berühmte "exterritoriale Feld" in der Durchfühhung, wo Abbado die integrierenden Momente gegen die "Durchbruchs"-Tendenzen betont. Da muss man schon sehr genau hinhören, denn Abbado ist sehr ...

Mittwoch, 8. November 2017, 19:49

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Franz Schubert, Klaviersonate Nr. 21 B-dur D.960, CD (DVD)-Rezensionen und Vergleiche (2017)

Lieber Holger, bezieht sich Deine Einschätzung jetzt auf den Afanassiev-youtube-Mitschnitte oder auf seine ECM-Aufnahme der Sonate? Letztere finde ich gelungen, die Manierismen seines überlangsamen Spätstils sind hier noch nicht vorhanden, dafür packendes, intensives Klavierspiel - mit einige Freiheiten. Viele Grüße Christian

Montag, 6. November 2017, 17:28

Forenbeitrag von: »Christian B.«

Franz Schubert, Klaviersonate Nr. 21 B-dur D.960, CD (DVD)-Rezensionen und Vergleiche (2017)

Zitat von »William B.A.« Schubert, Klaviersonate Nr. 21 B-dur D.960 Waleri Afanassjew, Klavier AD: 2013 Moskau, live Spielzeiten: 25:50-11:01-4:49-9:15 --- 50:55 min.; Lieber Willi, auch bei diesem Mitchnitte ist bei 16:50 das Pianississimo (ppp) gut zu hören, wobei Afanassiev meines Erachtens vorher eher Piano spielt und nicht Pianissimo - zumindest soweit ich das bei diesem Youtube-Matierial beurteilen kann (das Bild beeinflusst das Hören). Das Besondere der Stelle liegt darin, dass die Musik...