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Suchergebnisse 1-20 von insgesamt 873.

Dienstag, 15. August 2017, 17:55

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Verdi Aida Salzburg

Manchmal lohnt es sich, einen Live-Mitschnitt innerhalb von wenigen Tagen ein zweitesmal zu hören und zu sehen. Ich habe das diesmal gemacht und muss nach dem zweitenmal einige Aussagen präzisieren - und zum Teil auch etwas korrigieren: Herrn Meli muss ich einiges abbitten. Er ist noch kein astreiner Radames, aber er singt die Partie ehrlich und schwindelt sich nicht durch. Auch die heiklen Stellen sind schön gesungen und klingen gesund. In Anbetracht der jetzigen Tenornot ist er jedenfalls eine...

Sonntag, 13. August 2017, 17:28

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Verdi Aida Salzburg

Noch ein Gedanke zu den inzwischen unvermeidlichen Kriegs-, Gewalt- und Flüchtlings-Zutaten in Opern-Inszenierungen: Es ist Mode geworden, Spielzeiten und Festspiele unter ein politisch-ideologisches Motto zu stellen. Und wenn ein Intendant auf sich aufmerksam machen will, klappt das zur Zeit am besten (passend oder nicht) mit einem Verweis auf Trump, Erdogan, Putin, Orban etc. - oder eben auf die allgegenwärtigen Flüchtlinge. Der neue Leiter der Salzburger Festspiele macht davon keine Ausnahme....

Sonntag, 13. August 2017, 16:53

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Sinn und Unsinn von Hosenrollen

Lieber La Roche, der Ariadne-Komponist muss auch ein sehr junger Mann sein (ein Jüngling im Sprachgebrauch der Molière-Zeit). Denn der Musiklehrer, der seine Mühe mit ihm hat, sagt begütigend zu ihm: "Mein Freund, ich bin halt dreißig Jahre älter als du und hab gelernt, mich in die Welt zu schicken." Insofern ähnelt er dem Octavian. Nur in Liebesdingen ist er etwas später dran, aber das ist im Ariadne-Vorspiel grade dabei, sich schnell zu ändern. Dafür sorgt Zerbinetta! Ich hatte in grauer Vorze...

Sonntag, 13. August 2017, 11:12

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Verdi Aida Salzburg

Den Beiträgen 2 und 5 stimme ich in einigen wesentlichen Punkten zu, besonders was die hilflose Inszenierung angeht, samt Bühnenbild. Es gab kaum Szenen und Bilder, die über die simpelste Konvention hinausgingen. Stattdessen Willkürakte wie einen an die an die senkrechte Rückwand projezierten Nil, einen steril zubetonierten Un-Tempel und ein Grab, das einer Bahnhofshalle alle Ehre gemacht hätte. Optisch also Fehlanzeige in Sachen Atmosphäre. Eine Personenführung fand nicht statt. Die Sänger muss...

Samstag, 12. August 2017, 10:49

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Sinn und Unsinn von Hosenrollen

Sehr interessante Aspekte werden da angesprochen! Beim Cherubino ist über den philosophischen Spekulationen Kierkegaards wohl die ganz nüchterne Überlegung von Da Ponte und Mozart aus dem Focus geraten, dass mit diesem chaotischen, aber zugleich charmanten Knaben und seiner wild wuchernden Erotik ein dramaturgischer Katalysator das Geschehen der Komödie immer wieder beflügelt. Sollten wir aber nicht, nach dieser ausführlichen Würdigung der beiden prominentesten echten Hosenrollen, auch die wenig...

Sonntag, 6. August 2017, 18:07

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Sinn und Unsinn von Hosenrollen

Verzeihung, lieber Operus, aber ich sehe die Partie des Fidelio nicht als Hosenrolle im eigentlichen Sinn. Vielmehr handelt es sich um eine Frau, die sich, als Mann verkleidet, ins Gefängnispersonal einschleicht, um ihren gefangenen Mann zu retten. Der Zuschauer, sofern nicht gänzlich unbedarft und unvorbereitet, erkennt das von Anfang an. Außerdem sagt es immer wieder ihr Text, z.B. "Wie groß ist die Gefahr, wie schwach der Hoffnung Schein..." oder "Komm, Hoffnung, lass den letzten Stern der Mü...

Samstag, 5. August 2017, 12:48

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Zurück auf dem Boden der Realität?

Zufällig habe ich diesen zehn Jahre alten - und gestern von Alfred wieder aufgefrischten - Thread entdeckt. Da das Thema mir etwas an den Haaren herangezogen erschien, habe ich ihn, teils kopfschüttelnd, teils interessiert, ganz gelesen. Wer mich, wenn auch nur vom Lesen, etwas kennt, kann sich denken, dass ich mit diesem Thema kaum Berührung habe - als männliches Exemplar der Gattung homo sapiens. Anders als Opernfreund. Und in dieser Eigenschaft möchte ich aus meiner Sicht einiges etwas begrad...

Montag, 31. Juli 2017, 09:38

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Bayreuther Festspiele 2017: Eröffnungspremiere "Die Meistersinger von Nürnberg"

Es wäre sicher sachdienlich, lieber Rheingold, wenn nicht nur ich, sondern auch andere deine mehr als hundertköpfige Irritation mit Inhalt gefüllt bekäme(n). Wie soll sonst eine Auseinandersetzung stattfinden? Mit meiner Empfehlung an Kosky, ein Zeichen der Entspannung zu setzen, dachte ich z.B. an die Initiativen von Barenboim, die ich ja hier nicht näher erläutern muss. Ich denke, das wäre ein konstruktiver Schritt in Richtung Entspannung und Versachlichung gewesen. Aber Kosky hat sich für die...

Sonntag, 30. Juli 2017, 23:17

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Bayreuther Festspiele 2017: Eröffnungspremiere "Die Meistersinger von Nürnberg"

Eigentlich wollte ich mich aus diesem Thread ganz heraushalten, weil mir die Meistersinger zu schade sind für die Schlammschlacht, die ich hier erwartet habe - und die auch tatsächlich stattfindet. Aber nachdem ich mich durchgelesen und entdeckt habe, dass mein Beitrag an anderer Stelle hierher transportiert wurde, will ich noch ein paar Sätze dazu sagen: Ich bescheinige Herrn Kosky, dass er sein Handwerk versteht und dass er mit brillanten Ideen die Handlung durch Verdopplung bereichert, aber s...

Samstag, 29. Juli 2017, 13:06

Forenbeitrag von: »Sixtus«

(Fortsetzung wegen Panne)

Eine falsche Bewegung hat meinen Bericht abrupt unterbrochen. Jetzt also weiter: Der 2.Akt spielt (statt in der Nürnberger Altstadt) in einer Art vergammeltem Innenhof, offenbar Teil des Gebäudes der späteren Kriegsverbrecherprozesse, natürlich ohne blühenden Fliederbaum. Die Atmosphäre der Mittsommernacht fehlt, Stolzing und Eva müssen sich hinter einer Kompostlege verstecken. Der 3.Akt findet zur Gänze (statt in der Schusterstube und später auf der Festwiese) im Gerichtssaal dieses Gebäudes st...

Samstag, 29. Juli 2017, 12:26

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fortsetzung des Themas aus aktuellem Anlass

Es ging ja hier von Anfang an vor allem um Eingriffe in Operntexte, um ihre (Nicht-)Zulässigkeit bzw. den Schaden, den sie anrichten. Der Aufhänger war der kämpferische Leitartikel in der Süddeutschen, in dem Brembeck zum Frontalangriff gegen den Text von Mozarts später Seria Tito und auch gegen die Meistersinger blies, aus Anlass der bevorstehenden Premieren der Salzburger und Bayreuther Festspiele. Beide Premieren sind nun vorbei. Heute las ich Brembecks Rezension des Tito, der wohl zu seiner ...

Donnerstag, 27. Juli 2017, 17:59

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Opernaufführungen als Übertragungen per Rundfunk und Fernsehen

Profane Information zur Entschärfung von unnötigen Spannungen Der Mercedes auf der Bühne, wenn er denn einen Sinn haben soll, könnte eine Anspielung auf folgende Anekdote sein: Ein Sponsor soll dem Komponisten eine größere Summe gespendet haben - unter der Bedingung, dass seine Tochter Mercedes in der Oper Carmen verewigt wird - oder so ähnlich. Für den Wahrheitsgehalt dieser Anekdote kann ich mich nicht verbürgen - und bitte nötigenfalls um Korrektur. Aber wenn es zutrifft: Es gibt schon dergle...

Dienstag, 25. Juli 2017, 09:38

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Bayreuther Festspiele 2018 - Harteros, Alagna, Meier und Domingo(!)

Volle Zustimmung meinerseits zu den Beiträgen von Rheingold und Operus! Aber bei der schrillen Katharina wundert mich gar nichts mehr. Es hätte nur noch gefehlt, dass Domingo vom Pult aus auch den Siegmund und den Wotan singt (dramaturgisch wäre das möglich - aber mich fragt ja keiner). Dann wären die Walküre-Vorstellungen ganz sicher bald ausverkauft. Das Gute an solchen Sachen ist: Man muss nicht dabei sein... Genüssliche Grüße von Sixtus

Sonntag, 23. Juli 2017, 15:10

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Steht die Integrität von Operntexten zur Disposition?

Lieber Karl, du fragst mich, ob ich der Meinung bin, Oper sei eine Frage der Bildung. Das kann ich nicht einfach mit ja oder nein beantworten. Aber ich glaube zu wissen, was du meinst. Meine Antwort: Opernfreunde gibt es in allen Bildungsschichten. Goethe hat es einmal (sinngemäß) so beschrieben: Die Zauberflöte kann sowohl einen Gelehrten erfreuen als auch ein Kind entzücken. Aber: Je mehr Bildungshintergrund und Sachverstand jemand mitbringt, desto tiefer wird er in den Don Giovanni, den Otell...

Sonntag, 23. Juli 2017, 11:15

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Zeit zum Atemholen

Ich möchte an dieser Stelle gern kurz innehalten, um auf die begrenzten Möglichkeiten eines gegenseitigen Verstehens bei diesem Thema hinzuweisen: Erfreulich finde ich, dass doch nicht alle am Thema Interessierten im Urlaub sind. Andererseits gestehe ich, dass ich selber auch keine lückenlose Präsenz garantieren kann. Hinzu kommen kleine Pannen wie vergessene Buchstaben, die einen Satz ins Gegenteil verkehren - oder die Unwägbarkeiten das Forum-Apparats, die manchmal die vorgesehene Reihenfolge ...

Samstag, 22. Juli 2017, 10:38

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Steht die Integrität von Operntexten zur Disposition?

Meine letzten beiden Beiträge (52 und 53) waren eine Antwort auf die Nachfragen von Helmut Hofmann (51). Ich habe nicht die Absicht, ihre Zerpflückung durch Dritte zu kommentieren - hoffe vielmehr auf die Kommentare derer, die verstanden haben, worum es mir geht: zu zeigen, dass die Gattung Oper, wenn sie in populistisch anbiedernder Absicht textlich verändert wird (weil das womöglich einer Mehrheit gefällt), dadurch eine Art Jungbrunnen erfährt. Das Gegenteil wird erreicht werden: Die Sachkundi...

Freitag, 21. Juli 2017, 23:34

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Ergänzung

Ich habe vergessen, das Verhältnis der Gattung Oper zur Demokratie zu erläutern. Seit der Florentiner Camerata, also den Gründungsvätern der Gattung, hat sich die Oper ganz unter den Bedingungen des italienischen und später des französischen Feudalismus entwickelt. Später wurde auch das europäische Großbürgertum ein Träger dieser Kunstform - lange bevor sich in Europa die Demokratie als Gesellschaftsmodell durchsetzte. Oper war also gewissermaßen die kulturelle Schaumkrone der Aristokratie, bevo...

Freitag, 21. Juli 2017, 20:02

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Steht die Integrität von Operntexten zur Disposition?

Lieber Helmut Hofmann, vielleicht ist der Begriff "wissende Elite" unglücklich gewählt. Aber die Gattung Oper ist, allen gegenteiligen Behauptungen zum Trotz, ein so komplexes, aus so vielen Elementen zusammengesetztes Gebilde, dass es mir ziemlich unsinnig vorkommt, so etwas wie "Oper für alle" zu postulieren. Das Opernpublikum ist ohnehin eine kleine Minderheit in der Gesellschaft. Aber es wäre vermessen, selbst diese als Elite zu bezeichnen. Sie besteht vor allem aus Liebhabern populärer Oper...

Freitag, 21. Juli 2017, 13:06

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Rückkehr aus der trivialen Erholungswelt

Ich bitte nochmals um Nachsicht, dass ich mich ausgerechnet in dieser turbulenten Phase für drei Tage ausgeklinkt habe. In der Zeit hat sich einiges angesammelt, was ich jetzt nicht leicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann. Zu einigen Stichworten, die mir besonders wichtg erscheinen, ein paar Anmerkungen: Beim Einstellen dieses Threads ging es mir nicht um die Berechtigung von Strichen etc., die im Theaterbrtrieb gang und gäbe sind, sondern, aus aktuellem Anlass, um das von Brembeck gefo...

Dienstag, 18. Juli 2017, 08:54

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Steht die Integrität von Operntexten zur Disposition?

Es ist hier schon ganz schön spannend und verspricht es auch zu bleiben. Das trifft sich gut. Dann muss ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ich mich jetzt für drei Tage in den privaten Online-Status zurückziehe. Ich komme dann hoffentlich gut erholt zurück. Bei der Lektüre der letzten Beiträge ist mir zweierlei aufgefallen: - Ich habe keine Probleme mit einer Aneinanderreihung von Meisterwerken in einem Museum. Aber da ist eben jeder etwas anders gestrickt. - Wenn ich mir vorstelle, dass ic...