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Donnerstag, 18. Mai 2017, 18:11

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Die größten Lichtgestalten in der Oper

Lieber Musikwanderer, wenn eine Bühnenfigur als Verlierer dasteht, kann sie ja trotzdem großes Vergnügen machen. Grade die Trottel können das besonders gut. Ich finde Fra Melitone herrlich (besonders wenn er von einem erstklassigen Belcantisten gesungen wird, der zugleich ein Komödiant ist). Aber als vorbildliche Lichtgestalt scheidet eine solche Karikatur wohl eher aus. Es scheint einfach schwierig zu sein, ganz und gar positive Charaktere zu finden, die nicht langweilig sind. Aber die Suche is...

Donnerstag, 18. Mai 2017, 15:05

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Lichtgestalten - oder doch lieber souveräne Charaktere?

Schon mehrfach ist angeklungen, dass die Bezeichnung "Lichtgestalten" nicht jedermanns Sache ist. Einmal sind sie nicht leicht aufzufinden, andererseits, wenn man sie näher besieht, halten sie einer Prüfung selten stand. Sie erweisen sich schnell als erträumte Wunschbilder, die man im wirklichen Leben vergeblich sucht. Wer ist schon einmal einem Eremiten oder einem Don Fernando begegnet? Sie sind zu gut, um wahr zu sein. Besser gefallen mir dagegen Charaktere, die in sich selbst ruhen und sich k...

Mittwoch, 17. Mai 2017, 23:03

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Die größten Lichtgestalten in der Oper

Lieber Operus, deine Lichtgestalten will dir sicher niemand rauben. Doch gönne bitte denjenigen von uns, die es lieber etwas realistischer haben, auch unsere Skepsis den Allzuhehren gegenüber und die Beurteilung von Opern-Charakteren nach psychologischen Kategorien. Im Übrigen: Was dem einen seine Biedermeier-Nostalgie, das ist dem andern sein Barock-Klischee - und dem dritten seine Spielopernwiese. Wichtig ist doch, dass wir uns über die großen Meister nicht in die Haare kriegen. Und da möchte ...

Montag, 15. Mai 2017, 09:35

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Schon wieder eine Relativierung!

Nach den Gesetzen der Dramaturgie ergibt sich hier beim Durchforsten der positiven Figuren für mich ein ähnliches Bild, nur seitenverkehrt, wie bei den Bösewichtern: Je heller sie strahlen, desto weniger halten sie einer psychologischen Überprüfung stand - und damit der Realität. Mir fallen hier vor allem Frauen ein. Natürlich auch Leonore/Fidelio, aber (Willi möge mir verzeihen!) ich bin im wirklichen Leben noch keiner begegnet (außer einer, die diesen Namen trug). Zu unwahrscheinlich ist ihr V...

Sonntag, 14. Mai 2017, 23:06

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Eure Top 5 der finstersten Bösewichte auf der Opernbühne

Zunächst herzlichen Dank, lieber Bertarido, für deine verständnisvolle Rundum-Zustimmung. Da wäre noch einiges zu vertiefen und zu differenzieren. Aber dazu bedarf es des grünen Lichts von dir, lieber Caruso, als Eröffner dieses Threads. Deshalb meine Frage an dich: Würde es den Rahmen des Themas sprengen, wenn die Frage ins Zentrum käme, ob die Bösewichter und die Lichtgestalten ihres Schwarz-Weiß-Kontrasts entkleidet werden sollten und die schillernde Komplexität in den Fokus rückte, die sie a...

Sonntag, 14. Mai 2017, 15:50

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Keine Antwort - eher eine Relativierung

Ein Vierteljahr nach dem letzten Beitrag lese ich diesen Thread und komme ins Grübeln: Sind die Genannten wirklich alle so böse? Einige haben es schon angesprochen, dass man da manches anders sehen kann. Ich stimme dem zu - und gehe noch einen Schritt weiter: Sind diese Schurken für ihre Untaten voll verantwortlich - oder sind sie von anderen vorher so zugerichtet worden, dass sie von dieser Last gequält werden? Ich denke da z.B. an Alberich, der anfangs eher ein etwas naiver Bursche ist und ers...

Sonntag, 14. Mai 2017, 10:32

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Live auf der Bühne selbst erlebte "Da Capo"

Bei diesem Thema kann man nicht alles mit derselben Elle messen: Oper ist nicht gleich Oper, Land ist nicht gleich Land, und Publkum ist nicht gleich Publikum. Die Extreme dürften etwa bei Bellini und Rossini einerseits, bei Wagner und Strauss andererseits liegen. Es wäre undenbar, eine Gralserzählung wiederholen zu wollen; aber bei den "tanti palpiti" ist man bei Bedarf nicht zimperlich, besonders im Land der Oper Italien. Sogar Verdi hatte sicher nichts dagegen, dass "Va pensiero" wiederholt w...

Freitag, 12. Mai 2017, 09:51

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Casta (?) diva...

Diva hin, diva her: Wer so singt, dem (der) kann ich nur schwer böse sein. Ich bin gar nicht so sicher, dass Netrebko die Norma verfehlt hätte. So lange ist es ja noch nicht her, dass sie eine exzellente (und überaus agile!) Adina abgeliefert hat. Wenn es eine Partie gibt, die ihr nicht lag, dann war es eher die Lady Macbeth - aber nicht wegen fehlender Agilität, sondern wegen wenig überzeugender Dämonie. Vielleicht hat das Aussteigen auch ganz andere Gründe. Wer schaut schon hinter alle Kulisse...

Mittwoch, 10. Mai 2017, 13:01

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Live auf der Bühne selbst erlebte "Da Capo"

Nachtrag zu Nr.13: Lieber Dieter, dir kann geholfen werden. Wenn du dich dazu durchringen kannst, öfter mal bei Wagner reinzuschauen, wird dein Wunsch erfüllt. Keine Wagner-Oper erlaubt ein Dacapo, denn der Komponist hat (wie du sicher weißt) dafür gesorgt, dass die Arien (sofern es solche überhaupt noch gibt, wie in den Frühwerken) keinen Schlussakkord haben, sondern in die nächste Szene übergehen, damit das Drama nicht unterbrochen wird. Bei einer Wiederholung hätte er vermutlich die Vorstellu...

Mittwoch, 10. Mai 2017, 10:38

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Woran erkennt man überhaupt Regietheater?

Ein Spar-Tipp für das Görlitzer Gerhard-Hauptmann-Theater: Bühnenbild und Kostüme sorgfältig einmotten und für die nächsten Produktionen von Showboat, Vetter aus Dingsda, Land des Lächelns - und Otello! - zwischenlagern. Das verschafft große Einsparungen im Etat und garantiert gute Stimmung!

Dienstag, 9. Mai 2017, 16:05

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Triumph für Tamino Klassikforum: Alfred Schmidt-Büste in Wiener Staatsoper !!

Lieber Alfred, ich werde demnächst einen Rosenkavalier in der Wiener Staatsoper besuchen. Da möchte ich natürlich nicht versäumen, deinem Denkmal meine Aufwartung zu machen - und ihm vielleicht sogar ein verschwiegenes Ständchen bringen oder es wenigstens mit einer Blume schmücken. Habe ich mit diesem Anliegen eine Chance, oder ist der Andrang immer noch zu groß? In stiller Verehrung grüßt dich Sixtus

Dienstag, 9. Mai 2017, 15:48

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Woran man es erkennt?

Das hängt davon ab, ob man die regionale Tageszeitung liest, um sich über das Kulturleben zu informieren. Die bringt gewöhnlich einige Tage vor der Premiere ein Interview mit dem Regieteam und/oder dem Dirigenten bzw. einen Bericht über den aktuellen Probenstand. Dem Text und den Fotos ist unschwer zu entnehmen, ob das Stück auf der Bühne auch wiederzuerkennen sein wird. Wenn z.B. Donizettis Liebestrank (statt in einer ländlichen Gegend Oberitaliens) in der verrosteten Gebläsehalle eines Stahlwe...

Dienstag, 9. Mai 2017, 08:42

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Schuss in den Ofen?

Da habe ich wohl, wie man heute sagt, am Markt vorbei produziert - und eine ganztägige Funkstille ausgeöst. Zum Glück darf man sich hier irren! Aber vielleicht hat das bloße Lesen bei einigen, nach der ersten Irritation, doch einen Anstoß zum Nachdenken gegeben. Mir ging es einfach darum, dass diese Wettbewerbe um den besten (?) Interpreten einer Arie leicht zur sinnentleerten Übung werden können, bei der jeder seine persönlichen Favoriten ins Rennen schickt, wobei die Argumente leicht auf der S...

Montag, 8. Mai 2017, 16:18

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Falsche Töne - Berauschender Duft. Warum tolerieren wir, wenn Sänger einen freien Umgang mit den Noten pflegen?

Meine diesbezüglichen Erfahrungen laufen darauf hinaus, dass bei Sängern, die als Star gehandelt werden (aufgrund ihrer besonders schönen oder markanten Stimme oder auch lanciert durch clevere Agenten), das Publikum eher geneigt ist, falsche Töne und manche Unarten zu überhören (oder sogar, als Markenzeichen, zu erwarten) als bei weniger prominenten Kollegen. Man meint dann, die müssen gut sein, weil sie einen großen Namen haben. Und dann gibt es noch die Stimmfetischisten. Aber manche sind viel...

Montag, 8. Mai 2017, 10:28

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Bühnenkünstler - oder Gladiatoren?

Manchmal ist es nötig, innezuhalten. Vor allem dann, wenn etwas Spezielles, das noch dazu hochgradig vom subjektiven Geschmack abhängt, zum Selbstläufer zu werden droht. Das Schaulaufen mit Sängern, die wir alle um eine Arie kämpfen lassen, ist, besonders bei den Tenören, nach meinem Empfinden jetzt an einem Punkt angelangt, wo es Züge von Gladiatorenkämpfen annimmt. Ich weiß nicht, ob ich damit allein stehe; aber ich meine, wir sollten davon nicht zuviel auf einmal genießen, um einer Magenverst...

Sonntag, 7. Mai 2017, 17:56

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Woran erkennt man überhaupt Regietheater?

Jetzt habe ich mich doch selber dabei ertappt, dass ich vom Thema abgewichen bin! Mea culpa!! Gleich die Korrektur: Man erkennt unzulässige Regie-Zutaten und -Verstümmelungen daran, dass man - a) als routinierter Opernbesucher mindestens zweimal hinschauen muss - und dann schaudernd die Augen schließt, um wenigstens die Musik zu genießen; b) als unvorbereiteter Abonnent denkt, das müsse so sein, weil unser Theater ein gutes Theater ist; c) als junger Anfänger alles Verrückte geil findet, aber sp...

Sonntag, 7. Mai 2017, 16:33

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Woran erkennt man überhaupt Regietheater?

Was wir hier machen, erinnert mich ein wenig an das Juden-Quintett in der Salome: "Der Messias ist gekommen!" - "Der Messias ist nicht gekommen!" Mir gefällt dabei am besten der Kommentar von Herodias: "Ich glaube nicht an Wunder!" Will sagen: Ich glaube nicht an die ideale Aufführung, nur an gelegentliche Glanzpunkte, und mit denen sauge ich mich gern satt. Dass sich Regisseure profilieren wollen, ist verständlich. Und wo könnten sie das wirksamer als in Opern, besonders seit sie weltweit in de...

Samstag, 6. Mai 2017, 18:25

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Vincenco Bellini - I Puritani - "A te o cara"

Als Kontrast dazu erinnere ich an einen Tenor aus fast schon historischer Schallplattenzeit, der aber, als berühmtester Partner der Callas, auch diese Oper aufgenommen hat: Giuseppe di Stefano. Er war damals (Ende der 50er Jahre) auf der Höhe seines Könnens und seiner Stimmschönheit (ähnlich wie in der Aufnahme des Liebestranks mit Hilde Güden) und verfügte über einen Glanz, der Jussi Björling später, als das alles schon vorbei war, zu dem traurigen Satz veranlasste: "Er hätte unser Bester werde...

Samstag, 6. Mai 2017, 15:43

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Es war einmal...

Ich kann das Schmökern in alten Threads nicht lassen. Dabei stoße ich immer wieder auf Stellen, die mich zu einem eigenen Beitrag inspirieren. Auch in der Oper ändern sich immer wieder manche Gepflogenheiten: so die Bereitschaft der Sänger, ein Dacapo zu geben. Mir scheint, diese Sitte ist zunehmend verpönt (vielleicht aus einem gewissen Purismus heraus, um das Stück nicht zu unterbrechen). Aber vor einigen Jahrzehnten konnte ich in Stuttgart noch gern gewährte Zugaben dieser Art erleben: So lie...

Freitag, 5. Mai 2017, 11:02

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Evviva belcanto!

Dieses Thema führt mal wieder mitten in die goldene Zeit der italienischen Oper. Zugleich stoßen wir hier immer wieder an die Grenzen dessen, was wir heute noch problemlos aufführen können. Diese Arie ist ein typisches Beispiel eines roten Teppichs für einen perfekten Tenor, wie die eingestellten Schelllack-Aufnahmen vorführen. Man kann in diesem Gesang geradezu baden. Das ändert sich aber auffällig durch den Einfluss des Verismo-Stils. Mir fiel auf, dass die Grenze etwa bei Alfredo Kraus zu ver...