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Samstag, 25. März 2017, 23:03

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Donizetti: Liebestrank in Saarbrücken 22.3. (Pr. 25.2.)

So lösen sich die Knoten auf, wenn auch mit Hindernissen. Und was das Meistersinger-Zitat betrifft, so geht es ja noch weiter: "Geht er nun gar auf Freiersfüßen..." Diesbezüglich kann ich Entwarnung geben mit dem Hinweis: "Alles, was ist, endet." Denn "die Zeit, sie ist ein sonderbar Ding"... Haben wir eigentlich außer Zitaten noch etwas Eigenes im Kopf? - fragt besorgt Sixtus

Samstag, 25. März 2017, 17:34

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Donizetti: Liebestrank in Saarbrücken 22.3. (Pr. 25.2.)

Lieber Rheingold, wie versprochen, will ich meinen Kurzbericht zu Ende führen. Diesmal bin ich etwas in Stress gekommen, weil ich am nächsten Vormittag den Merker bedienen wollte (bevor ich die Hälfte wieder vergessen habe!). Und dann hatte ich einen zweitägigen privaten Termin. Manchmal nimmt man sich zu viel vor. Die musikalische Seite der Donizetti-Neuproduktion fiel um einiges besser aus als die szenische: Markus Jaursch war ein virtuos plappernder Dulcamara, leider in seiner Bewegungsfreihe...

Donnerstag, 23. März 2017, 13:27

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Donizetti: Liebestrank in Saarbrücken 22.3. (Pr. 25.2.)

Lieber Rheingold, ich kann deine Frage verstehen. Aber wie du weißt, kommt da natürlich noch was. Doch diesmal habe ich schnell noch mitten in der Nacht etwas eingestellt, wegen der Aktualität. Und da kam es mir vor alem auf die verrückte Regie an. Dann wollte ich schlafen gehen - ich bin keine Nachteule. Zu den Sängern wollte ich in einem nächsten Beitrag kommen. Jetzt nur soviel: Es wurde gut geplappert, teilweise auch schön gesungen. Nur beim Nemorino fehlte es an fast allem. Darauf komme ich...

Donnerstag, 23. März 2017, 00:52

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Donizetti: Liebestrank in Saarbrücken 22.3. (Pr. 25.2.)

Saarbrücken macht sich mausig: Man setzt eine Doppelpremiere an, die ich mir angesichts der Besetzung zugunsten einer MET-Rusalka sparen wollte. Die B-Premiere hatte ich dann merkerseits gebucht, doch am Tag der Aufführung erreichte mich kurz vor Start eine Mail mit der Bitte, meinen Besuch auf die nächste (3.) Vorstellung zu verschieben, da eine kurzfristige Absage das Theater in Stress versetzt habe. Diese 3.Vorstellung ging vor 2 Stunden zu Ende. Hier mein Eindruck in Kürze: Die heiterste all...

Montag, 20. März 2017, 00:01

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Salome in Straßburg am 19.3. (Premiere 10.3.)

Bei der Premiere war ich verhindert, deshalb hier ein Kurzbericht vom 19.3.: Die Inszenierung von Olivier Py hat einigen Staub aufgewirbelt und, wie oft in solchen Fällen, Voyeure angelockt. Dem Werk hat es nicht gedient, aber dessen Qualitäten konnte der Übergriff auch nicht beschädigen. Die Kathedralen überstehen eben viele Hunde, die an ihnen das Bein heben! Der Palast des Herodes? Die verrottete Staumauer eines ausgetrockneten Stausees. Die Zysterne? Eine Leiter von der Bühne ins Orchester. ...

Sonntag, 19. März 2017, 22:41

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber Operus, da trägst du Eulen nach Athen. Ich finde, das gilt eigentlich für alle Stimmlagen: Das Spektrum der Vielseitigkeit ist umso breiter, je besser die Stimmtechnik - und je höher die Musikalität und die Intelligenz. Wirklich große Künstler auf diesem Gebiet waren schon immer in der Lage, Fachgrenzen zu überschreiten und in benachbarten Revieren erfolgreich zu wildern. Trotzdem ist es nützlich, dass die, die in der obersten Liga nicht mitspielen können, diese Grenzen zur Kenntnis nehme...

Sonntag, 19. März 2017, 09:58

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Die Qual der Wahl

Gestern Abend lag ich wieder mal mit mir selbst im Clinch: Im Radio wurden zwei hochkarätige Aufführungen gesendet: Rossinis Tell live aus der MET - und Wagners Tannhäuser in einer Aufzeichnung von Covent Garden vom Mai 2016. Da der Tell eine Stunde früher begann, hatte ich Gelegenheit, seinen 1.Akt zu prüfen, und entschied mich dann doch für Wagner. Ich habe es nicht bereut. Das Überraschendste an der Aufführung war für mich der Sänger der Titelpartie: Peter Seiffert. Ich hatte vor etwa fünf Ja...

Sonntag, 19. März 2017, 08:57

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber Alfred, deinen Thesen bezüglich der Interpretation von Bassbuffo-Bravourarien kann ich nur zustimmen - mit der Eischränkung, dass grade die Baculus-Arie sich für eines nicht eignet: Basstiefe zu zeigen. Sie verzichtet auf tiefe Noten gänzlich (unter dem c ist nichts zu finden, und das ist eine Lage, die auch Tenöre erreichen). Für diesen Aspekt eignet sich die Arie des van Bett schon viel besser. Alles andere kann ich nur unterschreiben. Lortzing greift hier tief in die Kiste der Boffo-Ef...

Samstag, 18. März 2017, 12:41

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Il mio tesoro - Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber Sagitt, bei diesem Vergleich zeigt sich wieder mal, welcher stilistische Sprung über den Abgrund in den letzten drei Jahrzehnten stattgefunden hat: Die Ära Dermota - Schock - Wunderlich enthält noch Reste der Kammersänger-Patina, die z.B. bei Behle und anderen einem abstrakteren, strengeren Vortragsstil gewichen sind. Eine Entwicklung weg vom Süffigen, hin zum Kühlen, Klassizistischen im Vortrag. Das dürfte dem gewandelten Zeitgeschmack geschuldet sein, der auch in der Instrumentalmusik z...

Samstag, 18. März 2017, 11:37

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Noch eine Anmerkung zu Walter Berry: Er ist wohl als Sänger nicht zu früh gestorben. Dass er von angestrebten Partien schließlich doch in weiser Erkenntnis seiner stimmlichen Grenzen Abstand genommen hat, liegt eher daran, dass die Stimme für Verdis Baritonrollen zu weich war - und für den Heldenbariton nicht die erforderliche Durchhaltekraft besaß. Den Sachs hatte er (für Bayreuth) schon fertig studiert - und zuletzt doch zurückgegeben. Diese Bescheidung spricht für ihn - und ist jedenfalls bes...

Freitag, 17. März 2017, 22:37

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber Joseph II, die Wahl von Walter Berry für dies Arie hat hier noch gefehlt. Es gibt sogar einen Wildchütz-Film mit ihm als Baculus. Für mich ist Berry vor allem als Inkarnation von Papageno, Figaro und Leporello eine Ikone des Mozart-Gesangs geblieben in der unvergleichlichen Melange von Witz und Herz. Alles, was er sich später an Rollen erarbeitet hat, war mehr oder weniger Glückssache: Der Wozzeck und der Barak kamen ihm mit ihrer Verlorenheit entgegen, doch der Sachs war ihm eine Nummer ...

Freitag, 17. März 2017, 11:52

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Il mio tesoro - Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber Siegfried, eine Wiederbegegnung mit Rudolf Schock ist nie ganz falsch, weil die Stimme eine angenehme Natürlichkeit ausstrahlt. Deine einschränkenden Worte zur damaligen Praxis waren sehr hilfreich, aber auch nötg. Mein Einwand heißt vor allem: Wenn nur die Koloraturen nicht wären! Von Schock gibt es bessere Aufnahmen als diese Arie, wo er die Koloraturen verschmiert und reichlich mit eingeschobenem H aspiriert, was die Flüssigkeit des Vortrags doch ziemlich stört. Aber auf der Habenseite...

Donnerstag, 16. März 2017, 16:48

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Sie haben keine Konzepte

Da mich nur ein paar Wochen von der Pforte zum Greisenalter trennen, die Gerhard inzwischen erfolgreich durchschritten hat, darf ich mir das Recht herausnehmen, auch etwas dazu abzusondern: Von einem 84jährigen (zum Glück nicht Bluts-)Verwandten von mir, seines Zeichens Professor der Physik, erfuhr ich durch seine unvorsichtige Frau, dass er ihr riet, den Verzehr von Kartoffeln zugunsten von Nudeln und Reis einzustellen, weil ihm zu Ohren gekommen sei, dass Kartoffeln teurer werden sollen! Muss ...

Donnerstag, 16. März 2017, 11:17

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Es ist ein mächtig Ding das Gold - Moneten in der Oper

Neben Alberich und Fafner dürfen wir bei Wagner den gierigen Daland nicht übersehen! Kaum hört er von den Schätzen des Holländers, platzt er fast vor Gier, versucht dies aber, damit es nicht gar zu peinlich wird, mit heuchlerischen Phrasen zu bemänteln: "Den Eidam wünscht´ich so; und wär dein Gut auch nicht so reich, wählt´ich doch keinen andern!" Er geniert sich nicht, seine Tochter zu verschachern. Aber auch der der noble Landgraf Hermann und der ehrenhafte Goldschmied Pogner sind nicht zimper...

Donnerstag, 16. März 2017, 09:31

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Ich gestehe, dass ich zwar im Baculus mehr als einen Buffo sehe; aber den Aspekt, den Alfred hier anspricht, habe ich bisher nicht herausgehört. Wenn das zutrifft, bekommt die Figur ja eine geradezu philosophische Tiefe, und die Arie wird zum Psychogramm einer verqueren Person. Thomas Bernhard lässt grüßen... Tatsächlich kann man aus Lortzings (eigenem!) Text nicht nur die anfängliche Verwirrung des kleinen Mannes heraushören ("Götter, was mach ich?"), sondern gegen Schluss so etwas wie illusori...

Mittwoch, 15. März 2017, 22:51

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber Joseph II, du nennst einen Namen, der nicht nur in diesem Zusammenhang seine Spuren in der Geschichte des Gesangs hinterlassen hat. Alexander Kipnis war ein Bassist, der in einem Atemug mit Schaljapin und Pinza genannt werden muss. Wobei Schaljapin der Expressionist war, Pinza der Grandseigneur - und Kipnis der Belcantist unter ihnen. Seine Verdi- Aufnahmen, aber auch Wotans Abschied - und sein Leporello! - waren unübertroffen. Und ich erinnere mich, einmal auch die Baculus-Arie von ihm g...

Mittwoch, 15. März 2017, 18:47

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber Alfred, der Jüngling mit schwarzlockigem Haar, den du uns da vorgestellt hast in Nr.25, war wirklich ein Sprung ins kalte Wasser. Die Stimme ist ja nicht schlecht, aber er hat sich eine Arie ausgesucht, die überhaupt nicht zu ihm passt. Vor allem sein Deutsch ist dafür unzulänglich. Er buchstabiert den auswendig gelernten Text, ohne ihn zu verstehen - und singt ihn herunter. Und die Vokale sind gegenüber dem Text nicht wiederzuerkennen. Der junge Mann hat offenbar keinen guten Berater geh...

Mittwoch, 15. März 2017, 15:30

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Lieber La Roche, als ich Nr.35 las, wollte ich gleich mit meiner eigenen 36 massiv kontern. Aber du kamst mir zuvor. Und ich stimme dir vollständig zu: Der Wildschütz ist hat die filigranere Struktur, die subtilere Komik und ist musikalisch die reichere Oper. Zar und Zimmermann ist immer eine Spur gröber, plakativer, was man schon im Vergleich der beiden Bassbuffos erkennt. Van Bett ist ein Abräumer, der das Publikum im Handstreich nimmt - und das ist schon viel. Aber Baculus hat bei aller Komik...

Mittwoch, 15. März 2017, 09:42

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Ein paar Gedanken zum Bassbuffo

Der Schlüssel zum Bassbuffo liegt schon in der Fachbezeichnung: Er muss ein Komiker sein, darf das aber (als Figur) selbst nicht wissen! Der Darsteller darf sich nicht als Entertainer verstehen (wie Papageno) und mit dem Publikum kokettieren. Baculus macht das zwar an einer Stelle ("Tun Sie mir den Gefallen und sagen Sie mir:...); aber dieser Aspekt sollte nicht überstrapaziert werden. Die Komik der Figur erwächst aus ihrer Humorlosigkeit! Nur weil er alles zu verstehen glaubt, aber nichts wirkl...

Dienstag, 14. März 2017, 23:06

Forenbeitrag von: »Sixtus«

Fünftausend Taler -Eine Arie und ihre Interpreten

Ich bitte um Nachsicht, dass ich Leo Schützendorf vergessen habe - ein Name, den ich aber seit Jahrzehnten zum erstenmal wieder gehört habe: der geborene hohe Bassbuffo. Diese Spezies braucht Agilität im Parlando, aber trotzdem ausladendes Volumen (im Gegensatz zu den Maschinengewehr-Buffos bei Rossini) und - und vor allem komödiantischen Biss. Und, was nicht ganz unwichtig ist: die Fähigkeit, ganz in die schrullige, biedermeierliche Figur einzutauchen, statt (wie etwa Kurt Böhme) nur kulissenre...